Die wahren
Ursachen der globalen Erwärmung und der Umweltverschmutzung
Report
über die Noosphäre
Eine Stellungnahme
zum Zweiten Planetaren Biosphärenrechte Kongress, vorgestellt
vom Galaktischen Forschungsinstitut – Stiftung für das Gesetz
der Zeit (USA)
Nachfolgender
wissenschaftlicher Bericht ist keine Unterhaltungslektüre. Das
Studium dieses Berichtes ist wichtig, ja sogar überlebenswichtig!
Ein ungehemmter Klimawandel wird immer offenbarer. Entgegen aller
früheren Berechnungen der Wissenschaft hat sich der Klimawandel
sogar noch beschleunigt. Viel wird darüber diskutiert, doch die
wahre Ursache für all das liegt in der Noosphäre, der geistigen
Schicht der Erde!
Beschreibung
des Problems
„...es
ist unwissenschaftlich, ein Konzept der Biosphäre zu akzeptieren,
aber eines einer Noosphäre in Abrede zu stellen.
Die
Noosphäre ist so gut wie jede andere Sphäre, zum Beispiel die
Hydrosphäre, ein Teil der Erde. Indem die Noosphäre für die
meisten ökologischen Leiden verantwortlich und zudem der Ort
ist, wo alle in das ökologische Geschehen eingreifende Handlungen
stattfinden, stellt sie, zumindest aus einer ökologischen Betrachtungsweise,
die hauptverantwortliche Schicht dar. Daher sollte ihr Wohlergehen
und Schutz vor menschlicher Unvernunft an erster Stelle stehen.
Denn offensichtlich ist die noosphärische Verunreinigung die
Quelle aller Verunreinigung.“ P.R. Masani, „Die Ökologie
der Noosphäre“ (1995)
„Sei
besorgt! Sei sehr besorgt!“ Ein Spezialreport in
der Zeitschrift „Time“ vom 3. April 2006 über die globale Erwärmung
besagt, dass „der Klimawechsel kein vages Zukunftsproblem
ist. Er zerstört den Planeten bereits in einem alarmierenden
Tempo. Hier lesen Sie, welche Konsequenzen für Sie, Ihre Kinder
und Kindeskinder entstehen...“
In der
Art und Weise, in der „Time“ dieses Thema anspricht und entwickelt,
kann man zur Überzeugung gelangen, der Klimawechsel sei das
ganze Übel. Der Report lenkt damit vom eigentlichen Grund
der globalen Erwärmung ab, nämlich der Verschmutzung der Noosphäre.
Der
Schaden, der sich durch die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen
und damit verknüpften Treibhausgas-Emis-sionen ergibt, wäre
nicht vorhanden, wenn die Denkschicht der Erde die Konzepte
der Maschinentechnologie und des Ver-brauchs von fossilem Treibstoff
und Atom-energie zuvor nicht entworfen hätte, um diesen riesigen
Komplex, die Technosphäre, in Betrieb zu halten. Wir müssen
verstehen, dass das Charakteristikum des menschlichen Elements
in der Biosphäre die Kapazität zur gleichzeitigen Evolution
und Teilnahme an der Denkschicht des Planeten – der Noosphäre
– ist.
Ohne
die Bedeutung und den Evolutionszweck der Noosphäre als ein
selbstreflektiver Geist oder eine geistige Schicht des Planeten
zu verstehen, werden wir die Lösungswege für den Wiederaufbau
einer lebbaren Zukunft des Menschen nicht wirklich begreifen
können. Wie P. R. Masani hinweist, „ist das Scheitern der
ökologischen Bewegung und das gemeinsame Zurückstolpern die
Folge der Nichtbeachtung der Noosphäre.“
Das
trifft exakt den Punkt. So wie sich der Grossteil der Menschheit
kaum darüber bewusst ist, dass sie ein funktionierendes oder
falsch funktionierendes Mitglied der Biosphäre ist, ist sie
sich noch weniger bewusst, dass sie in einem kollektiven geistigen
Feld mit dem Namen Noosphäre teilnimmt.
Die
Noosphäre ist das geistige Feld, das wir als die allen gemeinsame
psychologische Umgebung für gegeben betrachten. Diese unbewusste,
umfassende geistige Umgebung ist voller Annahmen, und abhängig
davon, in welchem Erdteil du bist, kann sie mit krassen Gegensätzen
erfüllt sein. Die mentalen Voraussetzungen eines Farmers in
Iowa können zu denjenigen in den inneren Provinzen Chinas oder
von einem im Iran sehr verschieden sein. Dennoch glauben wir
normalerweise und ungeachtet des Ortes, an dem wir uns aufhalten,
dass unsere Annahmen sich mit allen anderen decken müssen. Wenn
jemand etwas anderes annimmt, so ist er es, der unrecht hat.
Dieses ist das Unbewusste der Noosphäre.
Geistige
Einstellung ändern - JEDER muss Verantwortung für seine Gedanken
übernehmen !
Aus
einer ganzheitlichen Perspektive müssen wir jetzt die Verantwortung
für die Gedanken, die wir erzeugen übernehmen. Diese führen
zur Aufladung des mentalen Feldes oder Denkschicht der Erde
mit der eigentlichen Ursache von allem, woran der Planet heutzutage
zu leiden hat!
Nicht
nur müssen wir die Verantwortung für unsere eigenen Gedanken
übernehmen, wir müssen auch erkennen, dass die Relativität unseres
Denkens und unserer Annahmen in Bezug zum Denken und zu den
Annahmen aller andern Menschen stehen – und vielleicht müssen
wir unser ganzes Programm überdenken!
Wenn
wir unsere Spezies umfassende Denkschicht als eine Kugel, die
den ganzen Planet umschließt, betrachten, können wir sie auch
als ein irrtümlich zusammengeflicktes Netzwerk sehen, und zwar
politisch, religiös, ideologisch gespalten, moralisch bankrott,
angefüllt mit den Effekten der Profitgier und alles andere als
in sich vereint. Es ist das breite, kurzlebige und unzusammenhängende
Spiel der Kräfte innerhalb der Denkschicht – der Noosphäre –
das die politischen, religiösen, nationalistischen und gemeinschaftlichen
Entscheidungen erhält oder am Laufen lässt und jeden Tag die
Welt gestaltet.
Solange
wir uns der Noosphäre nicht wirklich bewusst werden, wird dieses
Kräftespiel außer Kontrolle bleiben und weiterhin Schaden an
der Biosphäre anrichten.
Es geht
nicht nur um die ökologische Vernachlässigung der Noosphäre,
was nur ein Stolperstein in der Entscheidungsfindung des Weltproblems
wäre, sondern um eine generelle Ablehnung seitens der Wissenschaft
zuzugeben, dass das menschliche Denken mit seinen Erfindungen
innerhalb der Biosphäre einen Effekt auslösen könnte wie der
globalen Erwärmung. Weshalb? Weil es die meisten Wissenschaftler
ablehnen, ihren Geist auf das hin zu überprüfen, was er beinhaltet
und es sich wirklich anzueignen. Wenn die menschliche Industrie
(die in die Biosphäre eingreifenden und zerstörenden Bedürfnisse
der Technosphäre) die Ursache des Umweltproblems ist, dann befindet
sich die Wurzel der Menschheitsindustrie im menschlichen
Geist. Es war nicht der Delphin, der die Uhr erfunden hat;
der Mensch hat sie entworfen. Die Uhr ist ein Produkt des menschlichen
Geistes. Damit öffnete er eine Büchse der Pandora und ließ seine
Erfindung zu einem untrennbaren Bestandteil der Noosphäre werden.
Die
Mechanisierung, zusammen mit der Geldpolitik, transformierten
den Menschen sehr schnell, verwandelten seinen Geist und seine
Welt. Der Mensch wurde der unbestrittene Herrscher des Planeten
und er beutete die Erde und das, was seine Maschinen von ihm
verlangten, skrupellos aus.
Wir
würden den Leitartikel einer Zeitschrift deshalb lieber so sehen:
„Spezialreport
– Verschmutzung der Noosphäre
Sei
besorgt, sehr besorgt. Die Verschmutzung der Noosphäre
ist kein undeutliches Zukunftsproblem – sie schadet dem Planeten
schon in einem alarmierendem Tempo. Wir möchten aufzeigen, wie
alles entstand und aufrecht erhalten wird und wie Ihre Kinder
und Kindeskinder dasselbe tun werden, wenn wir jetzt unsere
geistige Einstellung nicht radikal verändern.“
Unser
Denken ist es, das den Grund der Zerstörung der Welt in sich
birgt.
Die
Strahlung des Menschen erzeugt etwas, das man als die Vermenschlichung
(Homonidisierung) der Erde bezeichnen kann. Indem er technologische
Strahlung über den Erdball verbreitet, brachte er ungewollt
die Noosphäre in die Manifestation. Sie hat sich als eine unbewusste,
mentale Zwielichtzone, die sich über den ganzen Erdball ausbreitet,
etabliert. Die menschliche Noosphäre besitzt einen Einfluss
geologischer Natur auf die Biosphäre, indem sie Lebensraum und
Arten zerstört und zu einem unvorhersehbaren Klimawechsel führt.
Zudem werden die natürlichen Ressourcen erschöpft, wie zum Beispiel
Regenwälder, Öl, Plankton und Korallenriffe.
Es
ist dieser weltweite Einfluss menschlichen Denkens und die Verwandlung
in die Maschinentechnologie, welche die Noosphäre zu einem unbewussten
planetaren Phänomen werden ließ.
Nun
befindet sich diese Noosphäre in einem Prozess der Bewusstwerdung.
In der Weise, wie immer mehr Menschen die Tatsache erkennen,
dass es unser Denken ist, das den Grund der Zerstörung der
Welt in sich birgt, kommt die Noosphäre immer mehr in einen
Zustand der Bewusstwerdung. Sie muss aber zuerst durch eine
Zwischenstufe treten, welche die Cybersphäre genannt
wird. Als eine Veräußerlichung der Noosphäre in ein elektronisches
Netzwerk stellt die Cybersphäre das virtuelle
Nervensystem des Planeten dar.
Der
Biosphäre-Noosphäre-Übergang: Biosphäre, Technosphäre, Cybersphäre
Obwohl
das gegenwärtige Chaos von Umwelt und Politik ein unlenkbares
Zusammenkommen entgegengesetzter Kräfte und Ereignisse ist,
ist im Grunde genommen alles eine Funktion eines größeren Programmes,
welches sich in einer voraussehbaren, evolutionären Mutationssequenz
ausbreitet. Diese Sequenz bezieht sich auf den Biosphäre-Noosphäre-Übergang.
Würden
wir verstehen, dass sich die Evolution der Noosphäre von einem
unbewussten zu einem bewussten Zustand bewegt, einer kosmischen
oder universellen Phase innerhalb der größeren kosmischen Evolution
des Geistes, ein Datum erzeugend, welches das Datum „Planet
mit Noosphäre“ (nach Teilhard de Chardin) trägt, dann würde
es Sinn machen, wenn wir den gegenwärtigen Zustand der Erde
als eine Art Entwicklungsschmerz betrachteten. Es handelt sich
um eine Fallstudie der Evolution des Planeten mit Leben, hin
zu einem Planeten mit Noosphäre, was bedeutet, mit der Notwendigkeit
eines geistigen Feldes planetaren Bewusstseins.
Um genau
zu sein, bezieht sich diese Mutationssequenz auf den Biosphäre-Noosphäre-Übergang.
Vladimir Vernadsky, einer der Mitbegründer des Begriffs
Noosphäre (1926) und der größte Befürworter der Biosphäre, definiert
die Noosphäre als das unausweichliche Ergebnis aus der Krise
der Biosphäre. Es ist eine biogeochemische Krise, zustande
gebracht durch die menschliche Mechanisierung der Produktivität
und durch den, für die fortschreitende globale Industrialisierung
sich entwickelnden ökonomischen Apparat. Für Vernadsky war dieser
massive, durch den Menschen verursachte Wechsel in der Biosphäre
nur ein Mechanismus, der ein größerer geologischer Wechsel einleitet.
In Vernadskys
Schrift „Die Biosphäre und die Noosphäre“, publiziert im American
Scientist (1945), erklärt der russische Wissenschaftler:
„...Die Noosphäre ist das letzte von vielen Stadien in der
geologischen Geschichte der Evolution der Biosphäre...“
Er geht weiter und definiert diese „...noosphärische Evolution
als ein qualitatives Finale in Verbindung mit der geistigen
Entwicklung des Menschen.“ Aber hier müssen wir uns fragen,
was meint er eigentlich mit geistiger Entwicklung?
Anhand
der Definition des Übergangs von der Biosphäre zur Noosphäre
muss daraus geschlossen werden, dass alles Leben hin zu größerem
Bewusstsein und einem höher entwickelten geistigen Zustand führt.
Technologie kann nicht der Abschluss des Lebens sein, jedoch
kann sie einen Zwischenzustand, der das Erscheinen eines planetaren
Bewusstseins erleichtert, darstellen – zuerst als die Cybersphäre,
danach als der qualitativ gewechselte Zustand der eigentlichen
Noosphäre. Das bedeutet, dass die Evolution in Richtung einer
Verfeinerung des menschlichen Geistes und Bewusstseins geht.
Indem
die nächste geologische Ära als die psychozoische Ära
definiert wird (die Vergeistigung der Materie), ist es Vernadsky
möglich sich zu vergewissern, dass das Hervortreten der Noosphäre
demjenigen irgendeines großen geologischen Ereignisses der Vergangenheit
ähnlich ist. Die Ursache des jetzigen Ereignisses ist hauptsächlich
das moderne wissenschaftliche Denken und die daraus resultierenden
technologischen Anwendungen.
Nach
Vernadsky wird die Biosphäre des 20ten Jahrhunderts in die Noosphäre
umgewandelt.
Vernadsky
erklärt: „...Die Menschheit kann und muss ihren Lebensbereich
anhand ihres Tuns und Denkens, verglichen mit der Vergangenheit,
radikal rekonstruieren...“ Eine wirklich radikale Rekonstruktion
würde ein Paradigma verfolgen, das über den Wirtschaftsmenschen
hinaus gehen würde. Statt des ’Homo Oeconomicus’, wie wäre es
mit ’Homo Noosphaericus?’ Dann befänden wir uns auf wirklich
radikalem Grund.
Wenn
der Prozess der Transformation der Biosphäre in die Noosphäre
sich nach einem Naturgesetz abspielt, was ist dann die Natur
dieses Übergangs und was wissen wir über sie auszusagen?
Gibt
es grundlegende Prinzipien, die diese Mutationssequenzen, den
Biosphäre-Noosphäre-Übergang beherrschen und die wir bestimmen
können, damit sie uns durch die unmittelbar vor uns liegenden
turbulenten Jahre führen?
In Vernaksys
neo-marxistischer sozialer Betrachtungsweise würde ein neues,
transformiertes Stadium der menschlichen Gesellschaft konform
zur Noosphäre entstehen. Natürlich würde der Anbruch der Noosphäre
eine solche Gesellschaft produzieren, aber dies ist nur ein
Effekt. Was ist aber die Natur der Ursache – die Noosphäre selbst?
Obwohl Vernadsky von einer ’kommenden psychozoischen Ära’ spricht
(die Ära der Noosphäre), definiert er die Noosphäre als eine
geistige Struktur nicht wirklich anders als über den Triumph
von echtem Vernunftdenken – z. B. Gedanken, die in Übereinstimmung
mit der Natur und der Evolution der Noosphäre sind.
Jedoch
wies Vernadsky bis zu seinem Tod im Jahr 1945 immer wieder darauf
hin – zumindest gegenüber seinen eigenen russischen Politikern
und Staatsmänner – dass der Prozess des Biosphäre-Noosphäre-Übergangs
ein unausweichlicher ist und dass sie es beherzigen und entsprechend
Pläne ausarbeiten sollten. Die Implikation bestand darin,
dass die Noosphäre nicht in Übereinstimmung mit den gegenwärtigen
Prinzipien des ökonomischen Determinismus und deshalb ihr Hervortreten
ein Überdenken der gegenwärtigen politischen und sozioökonomischen
Ordnung der menschlichen Zivilisation notwendig machen würde.
Die
Frage lautet also, ob die Menschheit, die so tief in den Materialismus
wie nie zuvor eingesunken ist, ohne Halt und ohne vergleichbaren
Fall, so dass auch Vernadsky es sicherlich als ein Hindernis
empfunden hätte, ob also die Menschheit noch länger den Willen
oder die Kapazität zur Vereinigung aufbringen kann, damit ein
solcher Wechsel im Einverständnis geschehen kann. Dies ist das
wirkliche Thema, und etwas, dass der Zweite Planetare Biosphärenrechte-Kongress
anhand von Überlegungen und innovativen Gedanken der Teilnehmenden
erörtern wird.
Bisheriger
Trend führt in eine große Krise
In der
Zwischenzeit, im Jahr 1968, einige Jahre nach Vernadskys Tod,
sponserte die UNESCO ein großes Symposium über die Biosphäre
– den einzigen solchen Anlass, der offiziell einberufen wurde.
Daraufhin, im Jahr 1972, fand in Stockholm der erste Umweltgipfel
der Vereinten Nationen statt. Während es ein gewisses Maß an
Beteiligung und Betroffenheit in Richtung Umweltbewusstsein
wach rief, wurde die eigentliche Entscheidung der Menschheit
an der Konferenz „Die Grenzen des Wachstums“ im darauf folgenden
Jahr im Club of Rome gefällt. Es wurde von der Einheitselite
der Beschluss gefasst, das Standard-Welt-Modell zu erhalten,
das heißt konkret, den Stand des bisherigen industriellen Wachstums
beizubehalten, und dies obwohl es abzusehen war, dass dieser
Trend bis spätestens 2020 zu einer größeren Krise führen wird.
Aufgrund
der moralischen Schwäche der Menschen wurde dieses Standard-Welt-Modell
von dem Triumph der Geldpolitik und seinem Erzeugnis, der Globalisierung,
noch überboten. Als eine Konsequenz erfahren wir jetzt die angekündigte
Krise – ein paar Jahre „zu früh“. Aufgrund der Akzeptanz, die
das Standard-Welt-Modell erhalten hat, fand erst 20 Jahre nach
der ersten UNO-Umweltkonferenz, im Jahr 1992 die zweite UNO-Umweltkonferenz
(unter der Leitung von Martin Strong) statt, der Weltgipfel
in Rio. Aus diesem Ereignis entstand das Konzept der „ nachhaltigen
Entwicklung“.
In erster
Linie ist die nachhaltige Entwicklung eine Modifikation des
Standard-Welt-Modells und fördert das „Grün der Industriegesellschaft“
und den wirtschaftlichen Fortschritt von schwach entwickelten
Nationen mit neuen Konzepten wie den „Öko-Tourismus“, jedoch
ohne den gegenwärtigen Lebensstandard der wohlhabenden Nationen
in Frage zu stellen. Der Rio-Gipfel war zu dem Zeitpunkt, als
die G-7 (Gruppe der sieben mächtigsten Industrienationen) als
Kontrollelite an die Macht gelangte und die neue Weltordnung
etablierte, welche die Geschäfte der globalisierten Weltordnung
beherrscht. Dies führte in die Ära des Triumphs der Geldpolitik.
Nachfolgend
auf den 1992er-Gipfel kam das GATT und die WTO und das jährliche
G-7 Gipfeltreffen. Nie zuvor in der Geschichte war der Wohlstand
auf globaler Ebene so siegreich hervorgetreten. Die evolutionäre
Vorbestimmung des Kapitalismus wurde zum akzeptierten Dogma
einer neuen Art des Imperialismus – der Geldpolitik. Man muss
verstehen, was für ein tiefgreifender Gegensatz zwischen Geldpolitik
und nachhaltiger Entwicklung besteht. Die Geldpolitik kann nur
auf Kosten der Biosphäre ablaufen, währen sie gleichzeitig die
Spaltung zwischen reich und arm, den Habenden und Nicht-Habenden
fördert.
Wie
es am Ersten Planetaren Biosphärenrechte-Kongress im Jahr 1996
dargelegt wurde, ist das, was für die Wirtschaft gut ist, schlecht
für die Biosphäre. Das ist so, weil die Wirtschaft ihren Megakomplex
von Industriegesellschaft – die künstliche Technosphäre – unterstützt.
Diese
Technosphäre wird von einem alles verzehrenden Konsumismus definiert
und erhalten und ist abhängig von der Umwandlung natürlicher
Ressourcen und Rohstoffe in Industriegüter, von einer globalen
Transportindustrie, von Städte- und massiv verschmutzenden Industriekomplexen
sowie von einem großen elektronischen Kommunikationsnetzwerk.
Die
Technosphäre ist als eine künstliche Umhüllung nur das dazwischenliegende
System von der Biosphäre und dem Hervortreten der Noosphäre.
Aber nur in Russland wurde eine Verbindung zwischen der gegenwärtigen
Wirtschaftspolitik und der aufkommenden Noosphäre hergestellt.
Ein
Russisches Präsidialdekret von 1996 betreffend des Übergangs
zur nachhaltigen Entwicklung reflektierte die Notwendigkeit,
einige von Vernadskys Anliegen in die nationale Strategie zu
integrieren. In diesem 1996 veröffentlichten Strategiebekenntnis
zur nachhaltigen Entwicklung wurde die Noosphäre als „Sphäre
der Vernunft“ definiert. Es ist das Stadium, das aus der Biosphäre
hervortritt. Gemäß der offiziellen Erklärung ist der Anbruch
der Noosphäre ein bevorstehender Zustand des Menschen auf der
Erde, „...wenn die spirituellen Werte und das Verständnis
des Menschen, in Harmonie mit der Umwelt zu leben, zum prinzipiellen
Kriterium des nationalen und individuellen Wohlergehens werden.“
Der
notwendige Wechsel der Werte
Ein
solcher Wechsel der sozialen Werte wird als ein qualitativer
Wechsel in der Natur der (Russischen) Gesellschaft von einer
auf „ökonomischen und materiellen Werten“ basierenden zu einer
„auf ökologischen, spirituellen und moralischen Werten“ begründeten
Gesellschaft definiert. Einige der Prinzipien der Noosphärischen
Weltversammlung (NSEWA), die im Jahr 2000 in Moskau entwickelt
wurden, stammen aus diesem Strategiebekenntnis. (Ministerium
für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Handel, 2002.)
Zwei
andere globale Events markierten eine Art Erwachen globalen
Bewusstseins: Das 1997er „Kyoto Protokoll“ – welches eine Frist
für die Verminderung der Treibhausgas-Emissionen bis 2012 auf
den Stand von 1990 gesetzt hat; und der UNO-Weltgipfel in Johannesburg
2002 über nachhaltige Entwicklung, welcher zehn Jahre nach dem
Rio Gipfel 1992 stattfand. Es ist zu beachten, dass diese letzten
zwei Events südlich des Äquators abgehalten wurden. Zwischen
dem ungebrochenen „Triumph“ der Geldpolitik – deren Grundsätze
als Globalisierung der freien Marktwirtschaft formuliert wurden
– und dem „Krieg gegen den Terror“, der 2001 auftauchte, hat
die eigentliche Situation der Welt, sozial und umweltpolitisch,
den Übergang von der Biosphäre zur Noosphäre noch intensiviert.
Die
Uhr schlägt nun evolutionäre Mitternacht – Dezember 2012, der
viel erwähnte Endpunkt des Mayakalenders „Grosser Zyklus“.
Es scheint
so, als müsse davor etwas getan werden, auch wenn es nur eine
Demonstration eines gewissen kollektiven moralischen Willens
oder Lösungswillens ist, um eine umfassende, einheitliche Lösung
zum gegenwärtigen zerstörerischen Problem der noosphärischen
Verschmutzung zu begreifen.
Die
Cybersphäre
Indem
wir die Ereignisse und die Natur des Biosphäre-Noosphäre-Überganges
beschreiben, einschließlich der Entwicklung und dem Hervortreten
der Technosphäre seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, muss
noch ein weiterer Faktor in Betracht gezogen werden, nämlich
das Erscheinen der Cybersphäre. Obwohl das Mobiltelefon und
die Computer/Elektrokommunikations-Industrie ebenfalls dazu
gehören, ist das Internet die eigentliche Form, welche die Cybersphäre
definiert.
Seit
der Sputnik-Ära 1957 vorgesehen, (etwas namens ARPANET wurde
1969 vom US Verteidigungsdepartment erschaffen), war es die
Entwicklung des Word-Wide-Web (www) seit Ende der 90er Jahre,
die das Internet, wie wir es heutzutage kennen, hervorgebracht
und offiziell die Cybersphäre eingeleitet hat.
Durch
diese Konsolidierung des menschlichen Denkens und der Kommunikation
in einem einzigen, planetar-technologischen Feld, zeichnet die
Cyberspäre das letzte künstliche Stadium vor dem Hervortreten
der Noosphäre, der beherrschenden Struktur des nächsten Evolutionsstadiums
dar.
So wie
es aussieht, ist die Cybersphäre und speziell das Internet,
der Hauptlieferant der noosphärischen Verschmutzung. Als
der letzte Misston des Turms zu Babel macht das Internet alles
möglich, von esoterischen Lehren bis hin zu eklatanten Formen
der Pornographie – die ultimative Demokratisierung der Werte
und des globalen Marktplatzes. Das Resultat ist der Verlust
von jeglicher Bedeutung, und wenn auch nur deshalb, weil jeder
gleichzeitig redet und niemand wirklich zum Punkt der Unterhaltung
kommt.
Die
gegenwärtige Cybersphäre ist im Wesentlichen das, was Marshall
McLuhan in den Sechzigern als „das globale Dorf“ bezeichnete.
McLuhan schrieb in der Einführung seines wohl berühmtesten Textes,
Das Medienverständnis, (1964): „Nach mehr als einem
Jahrhundert der elektrischen Technologie haben wir heute unser
elektronisches Nervensystem zur globalen Umarmung ausgebreitet
und damit Zeit und Raum so weit abgeschafft, wie unser Planet
nur davon betroffen sein kann. Wir nähern uns schnell der letzten
Ausbreitung des Menschen an – der technologischen Simulation
des Bewusstseins...“ Etwa dreißig Jahre danach kommt McLuhans
globales Dorf einer Definition der Cybersphäre gleich – „der
technologischen Simulation des Bewusstseins.“
Schon
vor McLuhan erkannte Teilhard de Chardin, der zusammen mit Vernadsky
und Jules le Roy den Begriff der Noosphäre der Welt einprägte,
dass dem nächsten evolutionären Zustand der Welt ein Zwischenstadium,
nämlich ein elektronisches Kommunikationsnetz, vorausgehen wird.
In diesem Prozess, den mystischen, transmateriellen Zustand
der Noosphäre zu erreichen, erkannte Teilhard der Chardin klar
die Phase der Cybersphäre und das globale Dorf als das Heranreifen
des mystischen Körpers Christi, den Omega-Punkt der menschlichen
Evolution. In dieser Vision sah Teilhard den ganzen Planeten
„mit leuchtenden Punkten übersät, jedes dieser Sterne stand
für irgendein Laboratorium oder ein Apparat, durch welcher der
Mensch hin und wieder dank seiner Energieladung und Vereinigung
in eine Art neumenschliches ’Isotop’ transformiert wurde, bis
das bislang dunkle Gesicht des Planeten mit der Ultramenschheit
zu glitzern begann... es in Bewegung brachte: keine eintönige
Bewegung am Firmament, aber eine kreative, aus einer Involution
der Galaxis entstandene Bewegung.“ (Teilhard de Chardin: Die
Aktivierung von Energie, ff.352 - 53).
Das
Internet stellt die Funktion der Erschaffung eines globalen
Dorfes dar, wo einige Apparate herumstehen – der PC oder das
Mobiltelefon – und der Mensch sich selbst in ein neumenschliches
Wesen (die Ethnosphäre) transformiert oder adäquater formuliert
in den homo noosphearicus. Die Cybersphäre, die von dem
Internet, Mobilphon und Fax produziert wird, ist eine skelettartige
Noosphäre, ein wild ausgebreitetes, sich selbst organisierendes
Stück des menschlichen Bewusstseins, welches in einer archaischen
Diversität von Stimmen zu sich selbst spricht.
Gedanken
über die Noosphäre – Die Noosphärische Lösung
„Das
Zeitalter der Nationen ist vorbei. Wenn wir uns nicht selbst
auszurotten wünschen, müssen wir uns von alten Vorurteilen losmachen
und eine neue Erde erbauen.“ Teilhard de Chardin, Menschen-Energie,
1969, S.37
Die
Noosphäre ist im Grunde der Anbruch eines qualitativ / dimensionalen
Wechsels unseres evolutionären Make-ups – die Passage von der
technischen Zivilisation in ein psychotechnisches Bewusstsein,
der Übergang von elektronischer Hard- und Software zur Telepathie
und der Kultivierung von telepathischen Technologien.
Dies
ist die wahre Bedeutung der Noosphäre.
In diesem
Sinne ist die Noosphäre die Struktur des sich zukünftig entwickelnden
Bewusstseins des Planeten – das heißt, des Bewusstseins allen
Lebens, jedoch nur, wenn die Menschheit ihre Verantwortung
für die Rolle, die sie in Bezug zum ganzen Leben spielt, wahrnimmt.
Der Mensch ist somit der, die kosmische Intelligenz reflektierende
Übermittler.
Während
die Krise der Biosphäre von uns verlangt, dass wir auf dritt-dimensionlaer
Ebene handeln, ist es notwendig, von den höchsten, synthetischsten
Ebenen des Bewusstseins informiert zu sein, damit diese Handlungen
letztendlich auch effektiv sind. Deshalb müssen wir die Bedeutung
der Noosphäre studieren und verstehen lernen, denn sie stellt
den Schlüsselbegriff in der evolutionären Passage – dem Biosphäre-Noosphäre-Übergang
– dar.
Gegenwärtig
existiert keine allgemein gültige Definition der Noosphäre,
die über die grundlegendste Ebene hinausgeht wie ’Planetare
Denkschicht’, oder das, was aus der Biosphäre hervortritt. Der
Grund ist der, dass es bisher noch immer keine übereinstimmende
Studien gibt. Noosphaericum – die wissenschaftliche Erforschung
der Natur und Struktur der Noosphäre – muss die neue Disziplin
genannt werden.
Gewiss,
so wie es eine Wissenschaft der Biosphäre gibt, gibt es auch
eine Wissenschaft der Noosphäre und all die Zeit, die wir heute
mit der Entwicklung von intelligenten Waffen und Bomben einsetzen,
werden wir in unmittelbarer Zukunft für die wissenschaftliche
Entwicklung von Gesetzen und Prinzipien, die die Noosphäre regeln,
einsetzen.
Die
kosmologische Ordnung des galaktischen Seins
An
diesem Punkt müssen wir bereit sein, eine höhere Betrachtungsweise
zu akzeptieren, damit wir in der Lage sind, uns so auszurichten,
damit wir die Noosphäre aus ihrer eigenen Perspektive begreifen
können. Nur dann werden wir beginnen, die Möglichkeiten
und die Notwendigkeit zu erkennen, um eine noosphärische Wissenschaft
zu entwickeln, in Ergänzung zu einer der Biosphäre sowie als
eine Möglichkeit, eine moralisch normative Sensibilisierung
des Menschen wieder zu errichten. Oder vielleicht könnten wir
durch eine solche Wissenschaft die Umwandlung in eine neue Spezies,
den homo noosphaericus, insgesamt in Betracht ziehen.
In einer
solch kompletten Vision von Lösungsstrategien der Gegenwartskrise
müssen wir mit unserem Denken auf die Ebene kosmischen Bewusstseins
fortschreiten. Aus dieser im Grunde extraterrestrischen Perspektive
– von außerhalb oder von über der Erde aus gesehen – stellt
die Noosphäre das Hauptcharakteristikum der Typ 1 kosmischen
Zivilisation dar.
Das
bedeutet, dass der Anbruch der Noosphäre das erste planetokosmische
Stadium der kosmischen Zivilisation charakterisiert. Dabei müssen
wir verstehen, dass die Kosmische Zivilisation eine Einheit
darstellt, welche einheitlich verteilt und zerstreut über den
ganzen Kosmos existiert. Wenn eine Zivilisation intelligenter
Wesen den erhöhten geistigen Zustand der Noosphäre erreicht
hat, dann hat sie ihre kollektiven Erkenntnisfunktionen in eine
psychotechnische, unfassende, planetar-geistige Hülle umgewandelt.
Das
ist die noosphärische Einweihung einer Typ 1 oder Stadium 1
kosmischen Zivilisation. Solche Stadium 1 Zivilisationen sind
immer planetarer Natur, das heißt, der intelligente Organismus
hat sich selbst als ein sich vereinender, planetarer Organismus
erkannt und hat schließlich die territorialen und ethnischen
Trennungen (der Nationen) überwunden.
Wenn
wir die Biosphärenkrise in diesem Licht betrachten würden, dann
könnten wir in der Lage sein, sie zu meistern. Diese Krise
ist ein natürlicher Übergang von einem rein dritt-dimen-sionalen
materialistischen Bewusstsein sich konkurrierender Ideologien
und Nationen – jedoch viel zu ärmlich ausgestattet, um zu einer
planetaren ganzheitlichen Systemperspektive zu gelangen – hin
zu dem Hervortreten der Noosphäre, einem viert-dimensionalen
Zeitfeld, welches die dritt-dimensionlen Funktionen in eine
höhere Ordnung integriert.
Diese
Kosmische Organisationsstruktur, bekannt als die Synchrone
Ordnung, ist da zum Zweck der Etablierung eines telepathischen
Kreislaufs für fortschrittliche, kol-lektive sowie psychische
Funktionen über der Cybersphäre. Ja, die Noosphäre ist die Denkschicht
des Planeten. Es ist nicht ein vages, amorphes Phänomen, es
ist eine kosmische, normative Evolutionsstruktur mit ihrer eigenen
‚Grammatik‘, Logik, Bewusstseins- sowie Seins-Arten, ein unausweichliches
Stadium in der Evolution des Lebens hin zu einem metabiologischen,
geistigen Organismus – die kosmologische Ordnung des galaktischen
Seins.
Obwohl
es so scheint, als wären wir weit abgeschweift von Themen wie
der globalen Erwärmung, dem Kyoto-Protokoll, dem globalen psychologischen
Effekt des Krieges gegen den Terror, der nachhaltigen Entwicklung,
der Ausrottung der Arten usw., können wir keines dieser Themen
lösen, außer wir rufen ein höheres Stadium des Bewusstsein
an. Bei der Anrufung dieses höheren Zustandes müssten wir wahrscheinlich
anerkennen, dass wir nicht allein sind, dass unsere globale
Zivilisation nicht das einzige Stadium 1 der Kosmischen Zivilisation
im gesamten Universum ist. Wenn wir dies anerkennen, hätte
das Bewusstsein eine größere Chance, wirklich planetar zu werden.
Es ist offensichtlich, dass nur ein höher entwickeltes Bewusstsein
und eine höhere moralische Sensibilisierung uns tatsächlich
helfen könnten.
Jahre
zuvor (1971) wurde die CETI-Konferenz (Kommunikation mit Extrater-restrischer
Intelligenz) in Erivan, USSR, von einer bestimmten Gruppe hauptsächlich
sowjetischer und amerikanischer Wissenschaftler unter dem Vorsitz
von Joseph Shklovski und Carl Sagan sowie des Erfinders der
DNS, Francis Crick abgehalten. Zur gleichen Zeit spekulierten
Wissenschaftler darüber, dass es zahlreiche höhere Zivilisationen
im Kosmos gibt. Sie waren auch der Meinung, dass diese höheren
Zivilisationen (oder jede höhere Zivilisation), in ihrem Ausmaß
und ihrer Natur nur technologisch sein könnte. Ihre Grundvoraussetzung
war, dass alles biologische Leben zu einer höheren Intelligenz
hin strebt, und indem es das tut, entwickelt es sich immer hin
zu technologischen Zivilisationen, die Kontakt mit anderen technologischen
Zivilisationen im Universum suchen. Dies war die Annahme des
CETI-Projekts. In ihrer Vorgehensweise erwähnten sie nirgends
die Telepathie oder andere paranormale Betrachtungen des Universums.
Trotzdem musste das CETI-Projekt wegen ihrer inderdisziplinären
Synthese ein Voranschreiten in Richtung von kosmischer Zivilisation
und Bewusstsein in ihre Gleichung mit einbeziehen.
Das
CETI-Projekt entwickelte sich Hand in Hand mit dem SETI-Projekt
– Suche nach Extraterrestrischer Intelligenz. Diese Suche wurde
mittels eines Breitband (VLA) Radiotransmitters und Empfängers
ausgeführt. Der Gedanke war, dass die wahrscheinlichste Art,
die höhere Zivilisationen verwenden würden, um mit uns Kontakt
aufzunehmen, durch Radio-Transmission encodierte Ordnungen oder
Muster sein würde, welche intelligente Wesen im Universum eventuell
aufzufangen und zu entschlüsseln im Stande wären. Diese Gruppe
von Wissenschaftlern war auch der Ansicht, dass nur eine Intensivierung
der Maschinentechnologie unsere Probleme lösen könnte. Aber
mit dem Anbruch der Noosphäre müssen wir wiederum in Betracht
ziehen, dass es womöglich höheren Zivilisationen im Universum
gibt, die nicht notwendig technologischer Natur sein müssen.
Der
eigentliche Begriff der Noosphäre als eine mentale Sphäre ist
ein Indikator für die Richtung, die die Evolution vom Physischen
hin zum Nichtphysischen, oder vom Materiellen zum Geistigen
nimmt.
Damit
unsere Weltprobleme gelöst werden, brauchen wir einen Anstieg
der Intelligenz und keine Weiterentwicklung der Technologie.
Wenn
wir unsere Intelligenz nicht erhöhen können, müssen wir es in
Betracht ziehen, ob es nicht irgendwo im Universum eine Intelligenz
gibt, die in der Lage wäre, auf unsere Krise zu antworten und
uns Beistand zu leisten. Dies wäre nicht notwendigerweise ein
materieller Beistand, sondern Beistand in der Form eines geistigen
oder spirituellen Schocks oder Auftriebs, der unsere Wahrnehmung
radikal verändern und dazu führen würde, dass wir auf Lösungen
stoßen, welche vorher nicht existierten.
Nur
ein neuer, aus Evolution entstehender oder mutierter Mensch
kann die ganze Bandbreite und die Natur der Transformation,
die wir unbedingt brauchen, um angesichts der neue Herausforderung
eine Ordnung zu erschaffen, in sich vereinen. Es existiert eine
höhere Vision oder ein höherer Kontext, welcher uns zur Verfügung
steht, und das ist es, was wir als das Kosmische Bewusstsein
bezeichnen.
Vielleicht
ist das Kosmische Bewusstsein nur eine Konsequenz der Auseinandersetzung
mit dem Biosphäre-Noosphäre-Übergang, aber wenn wir es jetzt
nicht in Erwägung ziehen, könnten wir die Möglichkeit dazu insgesamt
verlieren. Wir benötigen Organe der Selbstregulierung und der
Selbststeuerung, die auf den obigen Annahmen des Nationalismus
und Territorialismus basieren, und die die Prinzipien der Biosphäre
und der sich entwickelnden Noosphäre in Strukturen der Entscheidungsfindung,
welche die Erde als ein ganzheitliches System verstehen, mit
einbeziehen. Ein neuer Beginn muss irgendwo und irgendwann
getan werden. Lasst uns hiermit beginnen.
Perspektiven
des Aufstiegs
Nun
wollen wir die Linse noch weiter öffnen und das Denken in Stadien
lenken, die über heutige Ansichten hinausgehen, sodass wir uns
inspirieren lassen können, unsere gegenwärtige Selbstwahrnehmung
und selbst-auferlegten Begrenzungen zu transzendieren. Lasst
uns erkennen, dass die Krise, welche wir zur Zeit erleben, nur
dazu dient, um uns in das erste Stadium der kosmischen Zivilisation
zu entwickeln.
Über
diesem in Entstehung begriffenen noosphärischen, psychozoischen
Stadium der planetokosmischen Zivilisation existieren drei andere
Stadien, die uns in unserem Aufstieg zu übergeordneter erhabener
Intelligenz herüberwinken. Im Grunde repräsentiert der Ausdruck
„planetokosmisch“ ein neues Stadium des Denkens oder der Selbstwahrnehmung.
Um uns
ein Verständnis davon zu übermitteln, wie dieses Stadium der
Evolution, bei dem wir uns befinden, aussieht, findet eine Ausrichtung
dieser planetokosmischen Perspektive statt. Dies geschieht anhand
von vier definierenden Körpern oder Ebenen der galaktischen
Ordnung mit den vier verschiedenen Evolutionsstadien der Kosmischen
Zivilisation. Somit kann eine Analogiebrücke erzeugt werden,
die unsere gegenwärtige geistige Decke um Grade anhebt. Demzufolge
definieren wir:
I.
Planetokosmisch – Psychotechnische Vereinigung –
die Noosphäre. Ära der gossen Veränderungen der Welt und Justierungen
der menschlichen Gemeinschaft an neue Umweltbedingungen. Übergang
vom cybersphärischen Netzwerk zu telepathischen Strukturen.
Anfangsstadium des galaktischen Bewusstseins und der galaktischen
Saatkultur. Transformation des historischen Materialismus in
eine nicht-materialistische Ideologie des Kosmischen Bewusstseins.
Menschliche Selbstwahrnehmung als planetarer, ganzheitlicher
Organismus – homo noosphaericus.
II.
Heliokosmisch (Stellar) – „Neues Sonnenzeitalter“,
Auftauchen des homo noosphaericus als biosolar telepatisches
Wesen. Stabilisiertes galaktisches Bewusstsein, psycho-solare
Technologie, psychozoische Regeneration der terrestrischen Biosphäre;
erweiterte, zweifache galaktische Kommunikation; die Sonne vollständig
als ein sich in Evolution befindendes Sternsystems erkannt –
die Heliosphäre oder der Heliokosmos. Terrestrische Zivilisation
vollständig von solar-plasmatischer Energie angetrieben.
III.
Galaktokosmisch – Omnigalaktischer Übergeist – Galaktische
Föderation. Nutzbarmachung von galaktischer Energie zur Transformation
der materiellen Realität. Kapazität für die Überwachung und
die Entwicklung von Subsystemen, wie zum Beispiel unseres eigenen.
Rein transzendentale Seinsordnung, die nicht mehr ausschließlich
von materiellen Bedürfnissen abhängig ist. Meisterung der Zeitraumreisen.
IV.
Omnikosmisch – Metagalaktisches, transzendentales,
universal-telepathisches Bewusstsein. Kapazität für planetare
und biologische Designentwicklung nach den Prinzipien des höher
evolutionären Fortschritts. Rein fünft- oder höherdimen-sionale
Operationen mit der Meisterung der Kontrolle über nieder-dimensionale
Ordnungen des Seins.
Nachdem
wir nun diese aufsteigenden Ordnungen der Stadien kosmischer
Zivilisation hinaufgegangen sind, müssen wir hinzufügen, das
es ein wichtiges Stadium unserer eigenen geistig-spirituellen
Entwicklung ist, sich eine alternative Zukunftsrealität vorzustellen,
welche nicht auf den Projektionen des heutigen Stadiums der
technologischen Zivilisation beruht. Eine solche Vorstellung
ist auch ein entscheidender Schritt hin zur Eliminierung der
noosphärischen Verschmutzung. Wenn wir durch die zerstörerischen
Läufe der unbewussten Noosphäre blicken, werden wir eine höhere
Ordnung der Realität finden, die uns in das nächste Evolutionsstadium
der terrestrischen Intelligenz hinüberwinkt.
Sieben
Schritte hin zur Noosphäre – Hervortreten des Homo Noosphaericus
Omega Punkt 2012
Planeten
mit Noosphäre. Planeten erreichen diese Unterscheidung
durch eine letztes entscheidendes Evolutionsstadium, bezeichnet
als der Biosphäre-Noosphäre-Übergang. Einem solchen
Übergang geht immer eine Krise voran, die als beinahe unüberwindbar
erscheinen. Eine erfolgreiche Passage eines solchen Übergangs
hängt von der Einschätzung des globalen ganzen Systems ab, der
Schlüsselfaktoren, die zur Krise beitragen. Weiter hängt sie
davon ab, dass die korrekte Organisationslösung für das globale
System bereitgestellt wurde.
Der
Begriff der Planetaren Organisation bezieht sich auf
eine subtile Fähigkeit und Ausarbeitung von Lösungen, die einer
Wahrnehmung des Planeten als eine kosmoelektrische Transduktionseinheit
entspricht, die innerhalb eines stellaren (Sonnen-) Systems
operiert, welches das eigentliche Führungsmedium der planetaren
Angelegenheiten ist.
Wir
wissen, dass in den Augen vieler diese Schritte, die wir hiermit
vorstellen, befremdend, unrealistisch oder naiv erscheinen;
aber bevor wir uns die Möglichkeit verbarrikadieren und in endlose
Debatten darüber, wie realistisch oder unrealistisch solche
Schritt sind, abdriften, ist es besser, seine Kreativität einzusetzen
und festzulegen, womit begonnen wird und wer womit beginnt.
Das Unmögliche träumen und demgemäß handeln ist viel besser
als überhaupt nichts unternehmen. In dieser Hinsicht sind diese
sieben Schritte nur Kriterien, um uns auf neue Wege des Denkens
zu führen. Nach allem, was sich gegenwärtig auf der Weltbühne
abspielt, was haben wir da noch zu verlieren?
Sieben
Schritte hin zur Noosphäre
1.
Universeller Waffenstillstand und Abrüstung
Die ursprüngliche
Lehre des Friedensplans zum Wechsels in den 13-Monde-Kalender
legt fest, dass in der Absicht, einen neuen globalen Zeitstandard
zu übernehmen – den 13-Monde/28Tage-Kalender »*«
– dieser
Kalenderwechsel eine optimale Gelegenheit bietet, den universellen
Waffenstillstand und die universelle Abrüstung zu propagieren.
Alle existierenden Mondkalender würden bei dieser Reform respektiert
und synchronisiert werden. Es ist nur der heutige, globale Zivilkalender,
der ersetzt würde.
Es besteht
nun eine Notwendigkeit, auf planetarer Ebene diese schon lange
überfällige Reform durchzuführen, um eine erste und gemeinsame
Grundlage und ein Vertragsabkommen zu beschließen, von allen bisherigen
Festlegungen befreit und stellvertretend für die neue Spezies
– den homo noosphaericus. Der Kalenderwechsel ist ein Akt des
kollektiven Willens, der unseren Beschluss aufzeigen würde, in
eine neue Zeit des Friedens einzutreten. Um effektiv wirksam zu
sein, sollte ein solcher Waffenstillstand für die minimale Dauer
eines Jahres ausgerufen werden. Nach einem Jahr des Lebens
in einer solchen Waffenruhe, auch wenn der Erfolg begrenzt wäre,
würden die Menschen nicht etwas aufgeben wollen, was sie als Frieden
bereits erfahren haben.
Das
Friedensbanner und die Prinzipien des Friedens durch
Kultur spielen eine wichtige Rolle in diesem Prozess. Als ein
universell anerkanntes und erkennbares Symbol würde dieses Banner
als das Zeichen einer entmilitarisierten Zone sowie im Prozess
des kulturellen Wiederaufbaus und des Schutzes einer Biosphärenregion
oder eines kulturellen Denkmals stehen. Zur gleichen Zeit würden
während des Waffenstillstands begabte Vermittler, bekleidet
mit dem Armbanner des Friedens, damit beginnen können, mit dem
Militär oder Paramilitär in irgendeinem Konflikt zu verhandeln,
damit eine generelle gegenseitige Absetzung von Konfliktparteien
beginnen könnte. Hier müssen wir beachten, dass es ein universelles
Prinzip der Verzeihung und des Vergebens sein würde, wo jeder
einen Neustart unter gleichen Voraussetzungen machen könnte.
Alle Parteien,
die über Nuklearwaffen verfügen oder die die Kapazität dazu besitzen,
müssen zusammengerufen werden und an einem neutralen Ort darüber
diskutieren beginnen, wie mit der Eliminierung solcher Waffen
begonnen werden kann. Bestehende Friedenserhaltungs- und Abrüstungsstellen
innerhalb der Vereinten Nationen und anderen Regierungs- und Nichtregierungs-Organisationen
würden dazu aufgerufen werden, an diesem Prozess teilzunehmen.
Die Kontrolle über die so genannten konventionellen Waffen würden
der nächste Schritt darstellen. Stellen sie sich eine Welt ohne
Krieg und ohne Waffen vor. Wenn jeder gleichzeitig seine Waffen
niederlegt, kann auch jeder zur gleichen Zeit in Frieden davongehen.
2.
Entnationalisierung der Erde
Die Erschaffung
von willkürlichen Nationen mit fiktiven und umstrittenen
Grenzen widerstrebt der innewohnenden und umfassenden Einheit
der Biosphäre und des Bioregionalismus im Allgemeinen, und
ist das wesentlichste Hindernis, eine vereinte Menschheit zu erreichen.
Diese Auflösung nationaler Grenzen und die Supervision der Methoden,
die zu einem nicht nationalistischen Bioregionalismus führen,
ist die vorrangige Absicht des neu geformten Planetaren Biosphären
Kongresses. Gleichzeitig mit dem Augenmerk auf die Entnationalisierung
der Biosphäre wird eine Studie über die Aufzählung der für die
Erde wesentlichen, natürlichen Bioregionen, zusammen mit der Formulierung
von Prinzipien, welche das Gleichgewicht dieser Erdteile beherrschen,
unternommen. Diese Prinzipien sollen den Handel und die ökonomischen
Vereinbarungen mit einschließen, und so schnell wie es geht eingerichtet
werden.
Wenn die
Ausformulierungen der Absichten des Biosphärenrechte-Kongresses
einen genügend hohen Grad an Klarheit betreffend den Prinzipien
und dem Vorgehen des Prozesses der Auflösung der Nationen erreicht
haben, sollten die Repräsentanten der 180 Nationen, die gegenwärtig
als die Versammlung der Vereinten Nationen existieren, in die
Session des Biosphären Kongresses mit einberufen werden. Die Delegierten
der existierenden Nationalstaaten könnten Wege finden, um miteinander
zu kooperieren, indem sie erwägen, wie ein neuer Körper, der die
Menschheit regiert und die Gesetze der Biosphäre respektiert,
zu funktionieren beginnen könnte, indem ein Planet errichtet wird,
der frei von Grenzen ist und ohne die Notwendigkeit von Armeen,
jene zu schützen.
Um zu
diesem Stadium zu gelangen, müssen wir uns darüber bewusst werden,
dass wir die heute allgegenwärtige Angst vor dem Terrorismus,
sowie alle ’Sicherheits‘-Fragen, die dieses Phänomen betreffen,
überwinden müssen. Wenn es aber keine Nationalstaaten geben
würde, gäbe es auch keinen Terrorismus. Wäre die G-8-Elite, WTO
und Europäische Union nicht, die den Wohlstand der Welt kontrollieren,
gäbe es auch kein Bedürfnis mehr für den Terrorismus.
Wir müssen
unseren Willen kundtun, uns von den Ideologien loszusagen, welche
ein Teil des Nationalismus sind, der in unsere gegenwärtige, kollabierende
Weltordnung eingestreut ist. Wir müssen fähig sein, der Tatsache
ins Gesicht sehen, dass der Nationalstaat nur eine kurze Phase
in unserer Evolution hin zu einem wirklich planetaren Organismus
ist. Die Winde wehen und die Bäume wachsen frei von nationalen
Grenzen. Lasst die Menschheit einen großen Schritt in die Zukunft
tun, gleich einer Kreatur, die frei ist von Zwängen und künstlichen
Grenzen, welche nur Ängste und Verdacht schüren.
3.
Ausgliederung von Mitteln und Ressourcen – Unternehmen
zur Rettung der Erde und die Rolle der Noosphären-Versammlung
Gegenwärtig
werden alle Weltgüter und Dienstleistungen von gigantischen Kartellen,
Banken und Energiemonopolen vermittelt, welche den Verbraucher
entmächtigen und einen großen Profit anhäufen, damit die Elite
ihn kontrollieren kann.
Diese
Strukturen und Prozesse müssen dezentralisiert und in die Hände
von lokalen und bioregional organisierten Betrieben gegeben werden.
Zur gleichen Zeit sind es diese großen Kartelle und Kooperationen,
welche für die Aufrechterhaltung der Technosphäre und die Erschöpfung
der natürlichen Ressourcen der Erde verantwortlich sind. Obwohl
die globale Erwärmung und die Naturkatastrophen nicht zu hundert
Prozent auf ihr Konto gehen, müssen die multinationalen Kooperationen
und Kartelle trotzdem die Last der Kosten für das Unternehmen
zur Rettung der Erde übernehmen. Welchen Anreiz könnte die Elite
bewegen, sich gemeinsam zu versammeln und ihren Wohlstand und
ihre Mittel für die Instandsetzung des Planeten einzusetzen, indem
sie sich dezentralisiert? Wahrscheinlich wäre nur eine globale
Katastrophe dazu in der Lage.
Immer
mehr wird die Aufmerksamkeit auf die Wahrscheinlichkeit immer
größerer Weltkatastrophen gelenkt. Diese Katastrophen machen
die Operation ’Rettung der Erde‘ zu einem notwendigen Stadium
des Auftauchens der Noosphäre. Bücher wie See Clarke’s Worst Case:
Terror and Catastrophe in the popular Imagination (2003) [Grösstmöglicher
Fall:Terror und Katastrophe in der Vorstellung des Volkes] und
Richard Posner’s Catastrophe: Risk and Response (2004) [Katastrophe:
Risiko und Antwort] beginnen damit, Ereignisse wie der Einschlag
eines Asteroiden bis zu einer globalen Erwärmung, welche viel
schneller als erwartet eintritt, vorwegzunehmen. Es ist zu beachten,
dass diese zwei Bücher das Produkt von seriösen ’akademischen‘
Pressen sind. Sogar ein etabliertes Journal der Universität von
Chicago, das University of Chicago Magazine, thematisierte
im Juni 2006 als seine Titelgeschichte: „Ernste Neue Welt, Katastrophenexperten
planen für den Big-one.“
Es ist
nicht mehr länger ein Thema nur für Schwarzmaler und Propheten,
welche das „Ende der Welt“ vorhersagen. So schreibt zum Beispiel
das Chicagoer Universitätsmagazin: „Indem Wissenschaftler und
Soziologen die Möglichkeiten von Katastrophen der modernen Welt
erforschen, erklären sie, weshalb der Himmel tatsächlich über
uns einstürzt.“ Anders ausgedrückt muss in den kommenden Jahren
eine wichtige Arbeit darin bestehen, Kraft und Aktivität in das
Unternehmen zur Rettung der Erde einzusetzen.
Die multinationalen
Kooperationen täten gut daran, einen solchen Krafteinsatz zu mobilisieren
und in dem Prozess dieser Dezentralisierung ihren gewinnträchtigen
Machtanspruch den bioregionalen Partnergruppen zu übergeben. Ein
fundamentaler Aspekt dieses Prozesses ist natürlich der Wohlstandsausgleich.
Indem dieser zur Quelle zurückgeführt wird, das heißt zum Land
und zu den Menschen, von denen die Ressourcen an erster Stelle
genommen wurden, würde auch die Weltarmut mit einer zukunftsorientierten,
offensichtlichen Lösung konfrontiert.
Wir
sind zu lange von egoistischen Werten und dem Egoismus dominiert
worden; es ist nun an der Zeit für einen Gezeitenwechsel in Richtung
Altruismus, Zusammenarbeit, Vergebung und Mitgefühl.
Die Noosphären-Weltversammlung
würde in Kooperation mit der Weltbank im Entscheidungsprozess
- in Übereinstimmung mit der Führung des ökumenischen spirituellen
Ältestenrates - involviert sein. Die Spirituell-Ökumenische Noosphären-Welt-versammlung
(NSEWA) hat bereits ein Konzept für die Realisierung eines wissenschaftlichen
Lebenskonzepts erarbeitet. Die NSEWA anerkennt, dass der menschliche
Geist in seinem Zustand der Auslöser des weltweiten Kataklysmus
ist. Zu diesem Ergebnis, in Anerkennung des Hervortretens der
Noosphäre, hat die NSEWA bereits anhand ihrer Konstitution viele
Vorschläge, Arbeitsschritte, Regulationsfelder und rechtliche
Normen hervorgebracht, welche im Prozess der Etablierung der neuen
Realitätsordnung zu berücksichtigen sind. Die Ermächtigung durch
den Körper des Zweiten Planetaren Kongresses für die Rechte der
Biosphäre ist essentiell wichtig, damit ein möglichst harmonischer
Übergang aus der alten Ordnung in die neue Zeit gewährleistet
werden kann.
4.
Die Etablierung der
Prinzipien der Galaktischen Staatsbürgerschaft
Abhängig
von den obigen drei Schritten garantiert der vierte die Freiheit
und Gleichheit der Galaktischen Staatsbürgerschaft für alle Menschen
und ist eine absolute Pflicht. Die grundlegenden Prinzipien der
Menschenrechte, wie sie in der „Charta der Menschenrechte“ 1948
definiert wurden, sind hier eingegliedert, und die galaktische
Staatsbürgerschaft würde alle Menschen von einer nationaler Abhängigkeit
befreien. Dies bezieht sich auf „galaktische Staatsbürgerschaft“,
weil es eine Anerkennung der Erde dafür ist, dass sie in Wahrheit
ein orbitaler Satellit eines Sterns – der Sonne – darstellt, welche
ein Mitglied der lokalen Galaxis – der „Milchstrasse“ – ist.
Mit Fokus
auf die galaktische Natur der terrestrisch-solaren Realität, könnten
wir beginnen, uns als eine Spezies auf die Tatsache einzustimmen,
dass wir durch unsere Krise und eine gegenseitige gemeinsame Annäherung
in der Lage wären, in die erste Stufe (Typ 1 Kosmische Zivilisation)
einzutreten. Somit kämen wir über den Zustand der exponentiellen
Beschleunigung und des Wettbewerbs hinaus und könnten in eine
neue Ära des Kosmischen Bewusststeins und des globalen Zusammenschlusses
gelangen.
Entlang
dieses Prozesses des noosphärischen Notfalls würden wir beginnen,
uns als ein einziger planetarer Organismus zu sehen, der
nicht mehr durch Gewalt und Streit Selbstmord begehen müsste,
aber danach trachtet, uns selbst Heilung zuzuführen. In
dem Wechsel des geistigen Klimas, der aus dem Naturverständnis
und der Bedeutung unserer galaktischen Staatsbürgerschaft resultiert,
könnten wir einen viel edleren Grund für unsere Existenz erhalten.
Zum Beispiel könnte eine neue, höhere Vision oder Zweck des Lebens
auf dieser Erde von jedem einzelnen kultiviert werden, indem er
eine Rolle in der Überwachung und Obhut der Erde als „Galaktisch
Vereinigte Planetare Kulturpark-Schutzzone“ leistet.
Unsere
Ältesten und unsere Vorfahren haben die Erde einst als ein geheiligtes
Wesen betrachtet, als ein göttlicher Spielgrund oder Garten Eden.
Der Anbruch der Säkularisierung und die Industrialisation von
Mittel und Gütern bereitete der Vorrangigkeit dieser Betrachtungsweise
ein Ende.
Wenn
wir die kommenden Jahre überleben, werden wir gewiss dahin kommen,
die Weisheit der Erde als galaktischer Themenpark und kulturelle
Schutzzone zu sehen. Unsere Eingeborenen Ältesten werden vielleicht
kommen, um uns in diesem Prozess zu führen. Wenn wir eine denationalisierte
Rasse geworden sind, bioregional organisiert, alle mit der galaktischen
Staatsbürgerschaft ausgerüstet und nicht mehr länger in Kriege
verwickelt und in den Schutz oder die Expansion unserer Grenzen,
werden wir vielleicht als Wächter und Beschützer des Galaktisch
Vereinigten Planearen Kulturpark-Schutzgebiets zu neuen Ebenen
der kreativen Bemühung und der echten Kooperation kommen.
Dieser
Vorschlag ist nur eine logische Ausweitung des Schrittes, welcher
kürzlich unternommen wurde, indem die Autonome Republik Altai
(Russische Föderation) in ein Noosphärenreservat und Planetares
Zentrum für Frieden durch Kultur verwandelt wurde. Der Hauptgrund
war, um das ferne Sibirische Gebiet und seine Kultur frei von
den Effekten der Globalisierung und Noosphärenverschmutzung zu
halten. Weil es die Globalisierung war, die für die Schändung
der Erde verantwortlich ist, wird es weise sein sich in der post-globalisierten
Welt zu versichern, dass die ganze Welt ein erneuertes Heil erfährt
und gleichermassen in eine Noosphären Schutzzone verwandelt wird
– eine Galaktisch Vereinigte Planetare Kulturpark-Schutzzone,
ein Heiligtum des intergalaktischen Friedens!
5.
Entwicklung von Gartengemeinschaften und des alternativen Technologie-Netzwerks
Es ist
notwendig, dass die Treibhausgase effektiv vermindert werden und
neue Gemeinschaften für die Millionen von Flüchtlingen, Entwurzelten
und Randständigen in den Ghettos der Megastädte bereitgestellt
werden. Nach der UNO-Bevölke-rungsstatistik (Nairobi) 2003, werden
einer von drei Menschen in diesen sich ausweitenden Slums leben.
Aber diese Auswirkungen länger als nur einen Augenblick zu erfassen,
wird nicht toleriert. Weshalb wird nicht jetzt eine massive
Kampagne lanciert, um dieses Thema anzugehen und etwas dagegen
zu unternehmen?
Wir müssen
jetzt handeln und beginnen, eine neue Umgebung für die Menschheit
zu schaffen. Das ist der größte Posten der Vision des Unternehmens
zur Rettung der Erde.
Es ist
eine Tatsache, dass bis zum Jahr 2010 die Ölproduktion ihr Maximum
erreicht haben wird. Das bedeutet, dass bis 2012 sich die Erde
in einem überdrehten Moment ihres Energiekonsums befinden wird.
Und bis spätestens 2035 wird gemäß heutigen Schätzungen die Erdbevölkerung
die acht Milliarden Grenze erreicht haben, während zur gleichen
Zeit das verfügbare Erdöl verglichen mit dem heutigen Stand um
75 % fallen wird. Dies wird einen Effekt erzeugen, den Andrew
McKillop als „Apokalypse 2035“ beschreibt.
Wer
wird das restliche Öl besitzen, und was wird die steigende Zahl
der Besitzlosen tun?
Es
ist scheinbar unmöglich, sich die Welt in dieser Situation vorzustellen,
ohne dabei die „Welt-Apokalypse“ heraufzubeschwören. Diese Apokalypse
basiert jedoch auf statistischen Projektionen nur eines einzigen
Trends, ohne notwendigerweise zahlreiche andere in Betracht zu
ziehen. Wenn man das jedoch tut – die globale Erwärmung, Naturkatastrophen,
nukleare Konfrontationen, Seuchen, zunehmende Sonnenfleckenaktivität
– wird die Apokalypse vielleicht schon viel früher als 2030 stattfinden.
Ein wahrscheinlicheres Datum ist 2012, der Omega Punkt der Menschheit.
Wollen wir warten, oder wollen wir jetzt in Aktion treten?
Wir müssen
nicht nur die Emissionen von bestehenden Industrien kürzen, sondern
auch neue Technologien erarbeiten, die die Umwelt nicht vergiften
und die Bevölkerung von den überfüllten Städten wegbringen. Brasilien,
als eine Nation, hat nun zumindest auf das Ethanol umgestellt.
Das ist nur ein Beginn. Die Milliarden, die für Kriege und Rüstung
ausgegeben werden, müssen für folgende Zwecke aufgewendet werden:
Investierung in alternative, nicht verschmutzende Energien und
Technologien und die Erschaffung von Gartengemeinschaften, die
diese Technologien anwenden. Wir müssen ein globales Netzwerk
von alternativen Energietechnologien bereitstellen, die einen
gestaffelten Wegzug aus den städtischen Zentren zu einer neuen
Art der dezentralisierten Gartenkultur ermöglichen.
In Betracht
der neuen Gartenkultur müssen wir auch die ökologischen und ökonomischen
Auswirkungen eines Trends zum Vegetarismus unter die Lupe nehmen.
Wenn die Kühe nicht mehr für die Ernährung der Menschen aufkommen
müssten, könnte viel Weideland wieder zu ursprünglichem Regenwald
werden. Es sind viele Aspekte der Nahrungskette, die in Betracht
gezogen werden müssen. Die Energie, die Nahrungsindustrie und
die Art der ökonomischen Struktur, die in der Welt existiert,
sind alle voneinander abhängig. Deshalb müssen wir mit ganzheitlichem
Systemdenken arbeiten, um der Lösung des Biosphäre-Noosphäre-Übergangs
ge-recht zu werden.
6.
Zentrum für die Wiederherstellung des natürlichen Bewusstseins
Die Verliebtheit
des Menschen in die Maschinentechnologie ist mit direkten Auswirkungen
verbunden. Wenn jene in den Lebenszyklus integriert sind, machen
sie uns gefühlsmäßig abhängig, so dass wir meinen, wir
können nicht mehr ohne sie leben. Davon zeugen das Automobil,
das Internet oder das Mobiltelefon – ohne die wir scheinbar nicht
mehr sein können.
Ist es
wahr, dass, wie einige Wissenschaftler sich überlegt haben, die
Zivilisation des Menschen eigentlich nur ein instabiles Zwischenstadium
zu einer noch reineren technologischen Evolutionsstufe ist? Im
Jahr 1971 spekulierte Joseph Shklovski zwischen den Zeilen: „Ich
würde unterstreichen, dass die Entwicklung einer fortschrittlichen
Zivilisation als eine nicht biologische Entwicklung des Lebens
beschrieben wird. Vielleicht ist das, was wir die Zivilisation
nennen, nur ein instabiles Zwischenstadium auf dem Weg zu viel
fortschrittlicheren Zivilisationen.“ CETI. S. 150
Natürlich
ist die zukünftige Zivilisation, wie sie Shklovski und seinen
Kollegen uns vorstellen, eine rein technologische und von Maschinen
dominierte Sicht, in welcher der biologische Mensch verschwunden
ist. Aus dieser Betrachtung heraus sind die Maschinen nicht nur
Weiterführungen der menschlichen Biologie, sondern sie stellen
das eigentliche nächste Stadium der biologischen Evolution dar,
eine Evolution, in der künstliche Intelligenz die menschliche
Intelligenz ersetzt und den Menschen überflüssig macht.
Damit
unser totales menschliches Potential erfüllt wird, müssen wir
auch die andere Seite betrachten. Was, wenn die technologische
Zivilisation ein instabiler Zwischenschritt in der Evolution höheren
Bewusstseins darstellt? Was, wenn der einzige Zweck der Entwicklung
der Technosphäre der ist, den Menschen als ein planetarer Organismus
aus dem Planeten hinaus zu strahlen, nur in Vorbereitung auf eine
Mutation in ein fortgeschrittenes, unitäres Stadium des Bewusstseins?
Was, wenn die biologische Evolution eigentlich nach der Evolution
des Geistes tendiert? Und das letztendliche Ziel der biologischen
Evolution seine eigene Transzendenz ist – und nicht das Ersetzt-Werden
durch Roboter – eine höchst geistig-spirituelle Transformation
und Transzendenz in eine Wirklichkeit reinen Geistes oder Strahlung
und Licht?
Bei einer
solchen Betrachtung besteht die Möglichkeit der Telepathie und
des paranormalen Jetzt, die von den Wissenschaftsskeptikern als
Selbsttäuschungen abgetan werden, die aber einen aktuellen Hinweis
auf das nächste Stadium unserer Evolution liefern könnten, der
telepathischen Vereinigung des Bewusstseins und damit unseres
biologischen Seins als ein einziger planetarer Organismus. Ist
das nicht die Bedeutung der Noosphäre? Zu guter Letzt müssen wir
in Betracht ziehen, dass dies genauso gut möglich ist, als durch
eine Rasse von Robotern ersetzt zu werden. Also lohnt es sich,
diesen Themen mehr Aufmerksamkeit und Forschung zuzugestehen.
Die Absicht
vom CREST-Programm (Zentren für die Wiederherstellung, Erforschung
und Erziehung des Natürlichen Geistes) des Galaktischen Forschungsinstituts
(GRI) besteht darin, ein telepathisches Netzwerk zu etablieren
und somit die Noosphäre als die eigentliche Mutation des Bewusstseins
vorauszunehmen. Wenn das erste Stadium bis Mitte 2009 abgeschlossen
sein wird, wird dieses planetare Konstruktionsprojekt aus 13 Zentren
bestehen, welche strategisch in den beiden Hemisphären (sechs
in jeder Hemisphäre und das 13te in der Nähe des Mt. Kilimanjaro
auf dem Äquator) platziert sind. Durch ein Programm, das zuerst
die Forscher darauf trainiert, den natürlichen Geist zu erkennen,
was gleichbedeutend mit einem Geist ohne Ego und ohne irgendwelchen
Konzeptualisierungen ist, wird das Projekt fortschreiten, den
Geist mittels telepathischer Übungen mit Forschern in den anderen
zwölf Zentren zu koordinieren.
Die
Absicht dieses GRI-Projekts ist zweifach: Erstens, um die Möglichkeit
eines kollektiv funktionierenden telepathischen Netzwerks zu erforschen
– ein noosphärisches Sicherungsnetz – und zweitens, um Experimente
durchzuführen, welche die Kapazität eines vereinigten telepathischen,
mentalen Feldes austesten, eines Feldes, dass mit dem elektromagnetischen
Feld der Erde interagiert, speziell mit dem plasmatischen Fluss
von den beiden Magnetpolen – der Aurora Borealis und der Aurora
Australis. Pionierexperimente in dieser Richtung werden bereits
von der ISRICA-Gruppe (Institut für Wissenschaftliche Forschung
in Kosmischer Anthropoökologie) der Russischen Akademie für Wissenschaft,
Novosibirsk durchgeführt.
Es kann
auch sein, dass diese global durchgeführten Experimente einen
tiefgreifenden Effekt auf die Stabilität der Erde haben werden,
insbesondere im Hinblick darauf, dass die Beschleunigung der Ereignisse
im Jahr 2012 ein Klimax erreichen wird (Siehe V.P. Kaznacheev
und A.V. Trofimov, Kosmisches Bewusstsein der Menschheit, Probleme
der Neuen Kosmogonie, Tomsk 1992, speziell „Das Polarkreis-Experiment,
Distanz-informierte Interaktion in der Noosphäre und ihre Rolle
in der Planetar-Biosphärischen Homöostase der Erde“, pp. 129-138.)
7.
Moralische Wiederaufrüstung
Eine große
Plage der modernen globalen Zivilisation ist die Anhaftung an
den Glauben des Relativismus auf Kosten des Glaubens an das Absolute.
Dieser Relativismus ist ein Teil des Erbes der Spaltung zwischen
Wissenschaft und Theologie, die im 18ten Jahrhundert stattgefunden
hat. Es ist auch ein Aspekt dessen, was mit Demokratisierung des
Bewusstsein umschrieben wird. Gleich wie die Doktrin des Fortschritts
der Maschinen, des immer größer werdenden Komforts und der liberalen
kapitalistischen Wirtschaft wird die Demokratie des Bewusstseins
als ein unausweichlicher und irreversibler Faktor des geistigen
und kulturellen Make-ups der heutigen globalen Zivilisation aufgedrückt.
Die Summe
dessen resultiert in einer total säkularisierten Gesellschaft,
die einerseits von einer Kultur des Auswählenkönnens dominiert
wird und andererseits von einer beachtlichen, anarchischen Diversität
von Formen und Ausdrücken lebt, die vom Internet repräsentiert
wird. Die Multiplizität von Auswahl, gekoppelt mit den sich veräußernden
Stimmen erzeugen einen massiven geistigen Morast, den man als
moralischen Relativismus bezeichnet.
Der moralische
Relativismus vertritt die Ansicht, dass jeder Recht hat, also
hat keiner Recht. Wenn du über das Absolute redest, bist du entweder
ein Faschist oder ein Fundamentalist. In der Weise besitzt der
moralische Relativismus seine eigene Form der Tyrannei, so wie
die moderne Wissenschaft entschieden jede Hypothese ablehnt, welche
ein höheres Prinzip, Gott, ein intelligentes Muster usw., vorschlägt.
Vielleicht
ist die Zeit nun gekommen, um zu sehen, ob wir spirituell reich
oder arm sind.
Wenn wir
unseren Geist kennen, oder die Erinnerung an Gott als unser wahres
Selbst erkennen, würde die innere Zerspaltung abnehmen und die
Toleranz und das Mitgefühl würden zunehmen. Die Lektüre des Koran,
der Bibel und der Bhagavad Gita, zusammen mit der Praxis der Achtsamkeit,
würden einen, auf natürliche Art sich entwickelnden, erforschenden
und unterscheidenden Geist hervorrufen.
Wir könnten
dann beginnen, eine echt planetare Spiritualität zu entwickeln,
die unserer globalisierten Rasse gerecht würde, und auch das wäre
bereits ein Anfangsstadium der Noosphäre. Im Westlichen Schulsystem
ist die Idee von Spiritualität in den Klassenzimmern nicht toleriert.
Dies ist an sich eine engstirnige und faschistische Ansicht. Vor
was haben wir eigentlich Angst?
Wenn
wir uns von unserer besten Seite geben, findet es vielleicht Entsprechung
und wir bekommen Hilfe aus dem Jenseits, eine Art Galaktischer
Marshall Plan, um die spirituelle Armut auszulöschen, in einer
Welt, die wie die unsrige so sehr auf Abwege geraten ist.
®
Galaktisches Forschungsinstitut, 2006
Aus "UFO-Nachrichten"
Nr. 386, November/Dezember 2006