Luzius
Elmer:
Die Bundeslade
– ein Nuklear-Artefakt?
Es
ist uns überliefert, wo die sieben Weltwunder der Antike standen
und die Menschheit besitzt verschiedene Schilderungen, wie sie
in etwa ausgesehen haben. Aber es gibt noch andere Wunder, seltsame
Rätsel, die für die Menschen der Antike absolut unerklärlich
waren und deren Schleier bis heute nicht gelüftet werden konnten.
Viele Autoren und auch anerkannte Wissenschafter betrachten
das Alte Testament auch als Quelle von verblüffenden Berichten,
die mit dem gesunden Menschenverstand interpretiert, auf außerirdische
Kontakte schließen lassen.
Eines
der größten Rätsel: Die Bundeslade
Am meisten
wurde die Himmelfahrt des Propheten Ezechiel analysiert und
ich möchte nur eine Stelle Ezechiel 10,9-11 wörtlich zitieren:
„Und
ich schaute hin, da sah ich vier Räder neben den Cheruben, je
ein Rad neben jedem Cherub; und das Aussehen der Räder war wie
der Schimmer eines Chrysoliths. Dem Aussehen nach waren sie
alle vier von derselben Ge-stalt, als wäre je ein Rad mitten
in dem andern. Wenn sie gingen, konnten sie nach allen vier
Seiten gehen, ohne sich im Gehen zu wenden; denn in der Richtung,
nach der sich das vorderste Rad wandte, gingen sie ihm nach,
ohne sich im Gehen zu wenden.“
Lieber
Leser, wissen Sie wie ein Chrysolith aussieht? Der Chrysolith
ist ein durchsichtiger Edelstein, den ich als aluminiumfarben
mit Grün- oder besser Gelbtönung bezeichnen würde. Was für ein
Unterschied zu den Stein- oder Holzrädern.
Ganz
verblüffend ist die Schilderung, wie die vier Räder sich nach
allen Seiten bewegen konnten und dem vordersten Rad folgten.
Solche Räder sind nicht an einer Achse angemacht, wie bei einem
Pferdefuhrwerk, sondern sind um 360° drehende Einzelradaufhängungen
in einem Kugellager oder Luftbett eingebettet oder einer Technologie
einer uns auch heute noch turmhoch überlegenen Kultur. Dieser
Ezechiel muss ein blitzgescheiter Mann gewesen sein, dass er
die Fähigkeit besaß, zu seiner Zeit einen solch komplizierten
technischen Sachverhalt mit dieser Schärfe und Präzision zu
formulieren.
Mein
Ziel ist es nicht, den Ezechiel weiter zu vertiefen, er ist
bereits seriös untersucht worden. Aber es gibt ein Rätsel, dessen
Auflösung weltweit für größtes Aufsehen sorgen wird.
Und
eines dieser größten aller Rätsel der jüdischen und der christlichen
Überlieferung sind die Geschichten und Sagen über die Bundeslade
der alten Israeliten.
Dank
dem gewaltigen Fortschritt in Wissenschaft und Technik konnten
zwischenzeitlich viele andere biblische Geheimnisse und Fehlinterpretationen
gelüftet werden. Als Beispiel sei die Genesis genannt,
bei der die Folgen der Sintflut und die darauf einsetzende Wiederbelebung
und Erholung des Planeten mit der Erschaffung der Welt durch
den Schöpfer verwechselt wurde.
Andererseits
gibt aber gerade unser vertieftes Wissen ganz neue Rätsel auf.
Texte, die wir vormals mangels wissenschaftlicher Erkenntnis
als absurd oder nicht verstehbar ad acta legten, erscheinen
plötzlich in einem anderen Licht. Versteckte Botschaften, die
wir früher überhaupt nicht begreifen noch erkennen konnten,
sondern einfach für göttlichen Willen oder Schicksal hinnehmen
mussten, erzählen uns Geschichten aus längst vergangener Zeit,
die so gar nicht in unser wohlgeformtes Weltbild hineinpassen
wollen.
Auch
von der verschollenen Bundeslade geht eine dieser gewaltigen
Faszinationen aus. Und insbesondere wegen ihrer tödlichen Gefahr
hat sie die Phantasie seit über dreitausend Jahren beflügelt.
Unberechtigte Neugierde oder Respektlosigkeit vor der Bundeslade
wurde damals mit dem Tod bestraft. Vielleicht haben diese Schilderungen
aus dem Alten Testament über die tödliche Gefahr der Bundeslade,
auch den Begriff der „tödlichen Neugierde“ mitgeprägt.
Und
was noch interessanter und rätselhafter erscheint, niemand konnte
bisher einen Ansatzpunkt liefern, wie die Bundeslade funktioniert.
Ich habe bewusst in der Gegenwart geschrieben und nicht in der
Vergangenheit, denn ich bin überzeugt, dass sie auch heute noch
funktioniert über all die Jahrtausende hinweg. Dass sie im Altertum
tatsächlich funktionierte wurde zu häufig verbürgt, sei es als
Orakel, als Hilfe auf dem Schlachtfeld oder durch Unfälle mit
tödlichem Ausgang, um deren tatsächliche Existenz in Zweifel
zu ziehen, oder als Mythos abzutun.
Ausschließlich
ausgewählte Priester durften die Lade tragen. Wer die Bundeslade
berührte, starb. Die Priester mussten sich rituell reinigen,
ehe sie sich ihr näherten (2. Mose 30,18ff).
Das
4. Buch Mose 10,33 schildert, wie die Bundeslade dem reisenden
Volk voran getragen wurde und Jahwe als Wolke über ihnen schwebte.
Das Wanderheiligtum weist nicht nur den Weg, es wappnete auch
gegen Feinde. Als einige ohne die Lade aufbrechen, werden sie
geschlagen (4. Mose 14,44).
Chronologie
der verbürgten Daten gemäß Altem Testament interpretiert vom
Juden- und Christentum:
1527
v. Chr.: Geburt Moses
ca. 1450 v.
Chr.: Exodus aus Ägypten
ca. 1430 v.
Chr.. Bau der Bundeslade
ca. 1400 v.
Chr.: Josua bringt die Lade nach Shilo
1050 v. Chr.:
Shilo wird von den Philistern zerstört
ca. 1000 v.
Chr.: David erbaut seine Stadt, die Bundeslade kommt nach Jerusalem
970 - 931 v.
Chr.: Salomon ist König von Israel und baut den ersten Tempel
ca. 950 v.
Chr.: Aufstellung der Lade im Allerheiligsten
701 v. Chr.:
König Sanherib von Assyrien (heute Nordirak) belagert Jerusalem
und wird mit Hilfe der Lade vertrieben
ca. 629 v.
Chr.: Letzte Erwähnung der Lade in der Bibel
598 v. Chr.:
Prophet Jeremia bringt die Lade auf den Berg Nebo und versteckt
sie in einer Höhle
587 v. Chr.:
Zerstörung des ersten Tempels durch den babylonischen König
Nebukadnezar II.
Ab diesem
Datum wird das Geschick der Bundeslade ungewiss und spekulativ.
Mehrere völlig verschiedene und abenteuerliche Geschichten werden
glaubhaft erzählt. Bevor wir den Sagen und Mutmaßungen folgen,
möchte ich zuerst auf die Bedeutung der Bundeslade näher eingehen.
Höchstes
israelitisches Heiligtum
Die
Bundeslade ist das höchste israelitische Heiligtum und wird
auch als „Tabernakel“, „Gesetzeslade“ oder „Lade Gottes“ bezeichnet.
Im Alten Testament (Exodus 25) erteilt Gott an Moses die Anweisung,
wie die Bundeslade gebaut werden soll. Ich zitiere in der Originalsprache
des Alten Testamentes Vers 1,22:
„Und
der Herr sprach zu Mose: Sage den Israeliten, sie sollen eine
Abgabe für mich erheben; von einem jeden, den sein Herz dazu
treibt, sollt ihr die Abgabe für mich erheben. Dies aber sei
die Abgabe, die ihr von ihnen erheben sollt: Gold, Silber und
Erz; Stoffe von blauem und rotem Purpur, von Karmesin, von Byssus
und von Ziegenhaar, rotgefärbte Widderfelle, Seehundfelle und
Akazienholz; Öl für den Leuchter, Spezerei für das Salböl und
das wohlriechende Räucherwerk, Sohamsteine und andre Edelsteine
zum Besatz des Ephod und des Brustschilds. Und sie sollen mir
ein Heiligtum machen, dass ich mitten unter ihnen wohne. Genau
nach dem Urbild der Wohnung und nach dem Urbild aller ihrer
Geräte, das ich dir zeigen werde, so sollt ihr es machen.
Mache
eine Lade aus Akazienholz, zwei und eine halbe Elle lang, anderthalb
Ellen breit und anderthalb Ellen hoch (ca.125/75/75 cm); die
sollst du mit reinem Gold überziehen, inwendig und auswendig
sollst du sie überziehen, und oben ringsherum sollst du einen
goldenen Kranz anbringen. Du sollst für sie auch vier goldene
Ringe gießen und sie über ihren vier Füssen anbringen, und zwar
zwei Ringe auf der einen und zwei Ringe auf der andern Seite.
Auch Stangen von Akazienholz sollst du machen und sie mit Gold
überziehen, und die Stangen sollst du in die Ringe an der Seite
der Lade stecken, dass man sie daran tragen kann.
Die
Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben, sie sollen nicht
herausgezogen werden.
In
die Lade aber lege das Gesetz, das ich dir geben werde. Dann
sollst du die Deckplatte aus reinem Gold machen, zwei und eine
halbe Elle lang und anderthalb Ellen breit. Und du sollst zwei
Cherube aus Gold machen; in getriebener Arbeit sollst du sie
machen, an den beiden Enden der Deckplatte: Stelle den einen
Cherub an das eine Ende und den andern Cherub an das andre Ende;
an den beiden Enden der Deckplatte sollst du die Cherube anbringen.
Und die Cherube sollen ihre Flügel nach oben ausbreiten, indem
sie mit ihren Flügeln die Deckplatte bedecken, während eines
jeden Angesicht dem andern zugekehrt ist, der Deckplatte sollen
die Gesichter der Cherube zugekehrt sein. Und du sollst die
Deckplatte oben auf die Lade legen und in die Lade das Gesetz
tun, das ich dir geben werde. Daselbst will ich mit dir zusammenkommen,
und von der Deckplatte aus, zwischen den zwei Cheruben*)
hervor, die auf der Lade des Gesetzte stehen, will ich dir alles
kundtun, was ich durch dich den Israeliten befehlen will.“
Ab Vers
23 folgen die Instruktionen für den Tisch und die gesamte Inneneinrichtung.
Vers 15 (oben) habe ich kursiv herausgehoben, da er von ganz
besonderer Bedeutung ist.
Die
Bundeslade wurde zuerst im speziell gebauten Stiftzelt und später
ab dem Jahr um etwa 1000 v. Chr. im Allerheiligsten im Tempel
von Jerusalem aufbewahrt. Der Kasten enthält den Aaronstab,
ein Gefäß mit Manna und die steinernen Tafeln mit dem Dekalog,
den Zehn Geboten.
Die
Zehn Gebote hatte Moses laut Altem Testament auf dem Berg Sinai
empfangen. Nach Exodus 31,18 schrieb sie Gott selbst auf zwei
Steintafeln. Moses zerstörte später die Tafeln aus Zorn über
den Abfall seines Volkes vom Glauben. Gott wies ihn daraufhin
an, neue Tafeln anzufertigen, die später in der Bundeslade aufbewahrt
wurden.
Es war
ausschließlich dem Hohepriester vorbehalten, einmal im Jahr,
an Jom Kippur, dem jüdischen Feiertag für das Versöhnungsfest,
das Allerheiligste im Stiftzelt, wo die Bundeslade aufbewahrt
wurde, zu betreten. Selbst der König hatte keinen Zutritt zur
Bundeslade und das zeigt den ungeheuren Respekt, den das israelitische
Volk der Lade Gottes zollte. Die Lade war für die Juden der
Ort, wo Gott direkt unter ihnen weilte. Den Ort, den sie bei
Gefahr sofort aufsuchten, um Rat zu suchen. Die Juden zogen
nicht in den Krieg, ohne den Rat der Lade befragt zu haben und
die Lade wurde beim Kampf auf dem Schlachtfeld mitgetragen.
An gewöhnlichen
Tagen trug der Hohepriester prunkvolle Kleider. Am einzigen
Tag des Jahres, da er den Raum des Allerheiligsten betreten
durfte, trug er eine schlichte weiße Robe und den Ephod aus
purpurnen Stoff mit Goldfäden durchwirkt (Brustpanzer mit 12
Edelsteinen, je einen für jeden Stamm), um seine Demut zu zeigen.
Der Hohepriester verkündete die göttlichen Offenbarungen und
nur er hatte das Privileg, sich direkt an Gott um Rat zu wenden.
Das Allerheiligste wird in Hebräer 9,4 beschrieben:
„Es
war ein Zelt aufgerichtet, das vordere, in welchem sich der
Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden, dieses wird
das Heilige genannt. Hinter dem zweiten Vorhang aber befand
sich das Zelt, welches das Allerheiligste heißt. Zu diesem gehören
der goldene Räucheraltar und die Bundeslade.“
Das
Ephod**) trug der Hohepriester ursprünglich
nur, wenn er das Stiftzelt der Bundeslade betrat. An den Schultern
des Ephods waren die Shoham (Steine) befestigt, bei denen sich
laut Exodus 39 um Karneole handelt. Im Exodus 39 wird auch die
äußerst komplizierte und aufwendige Anfertigung des Ephods genauestens
beschrieben, hier ein paar wenige Hinweise: Goldgeflecht in
allen Stoffen, Brusttaschen mit Gold, goldenen Schnüre an den
Ringen der Taschen, Schulterstücke aus Gold, Stirnblatt aus
Gold.
Im Buch
„Der flüsternde Stein“ von Johannes von Buttlar, der sich mit
den sprechenden Steinen von Sumer beschäftigt, nimmt er auch
Bezug auf die Bundeslade der Israeliten und erwähnt die Schilderungen
des um 37 n. Chr. in Israel geborenen und um 100 n. Chr. in
Rom verstorbenen jüdischen Historikers Flavius Josephus. Die
Schultersteine begannen zu glühen, ja sogar zu leuchten, wenn
sie zu Orakelzwecken aktiviert wurden. Und derjenige, der auf
der rechten Schulter getragen wurde, leuchtete so hell, dass
er selbst jenen die weit entfernt standen, ausreichend Licht
gab. Diese Tatsache ist eindrücklich und Angst einflössend
und bestätigt zweifelsfrei ein physikalisches Ereignis oder
physischen Effekt, da den Steinen im Urzustand jegliche
Leuchtkraft mangelte.
Außerirdische
Technologie?
Wir
haben Zeugnis, dass die Bundeslade ungefähr 1430 v. Chr. auf
Geheiß Gottes durch Moses gebaut wurde. Das letzte allgemein
anerkannte Datum stammt aus dem Jahr 598 v. Chr. als der Prophet
Jeremias die Bundeslade an einem geheimen Ort in den Bergen
versteckte, da er die Zerstörung des ersten jüdischen Tempels
ahnte, der unter der Herrschaft des sagenhaften Königs Salomon
errichtet wurde. Und wir dürfen nur hoffen, dass diese Schilderung
auch zutrifft, denn im Jahre 587 v. Chr. erfolgte die totale
Zerstörung und Plünderung des ersten Tempels durch den babylonischen
Herrscher Nebukadnezar II.
Wir
wissen mit einiger Sicherheit, dass die Bundeslade während der
Zeitspanne von 1430 bis 598 v. Chr. funktionierte und das sind
stolze 832 Jahre. Es gibt keine Batterie basierend auf irdischer
Technologie, die auch nur annähernd solch eine Lebensdauer besäße.
Auch ein Akku oder jeder von Menschenhand angefertigte Apparat
oder Instrument kann eine solch riesige Zeitspanne ohne Wartung
und Reparatur nicht überstehen. Im Weiteren ist verbürgt, dass
die Bundeslade während Jahrhunderten im Tempel aufbewahrt wurde,
und demzufolge nicht mit Solarenergie aufgeladen wurde.
Aus
diesem Grunde kommt von den uns bekannten Technologien eigentlich
nur die Nuklearenergie in Frage. Dies erklärte auch die Gefährlichkeit
der Bundeslade auf alle Personen in ihrer unmittelbaren Nähe
und warum der Hohepriester von Notfällen abgesehen, nur einmal
im Jahr die Bundeslade aufsuchte und sich ihrer Strahlung aussetzte.
Die
beste Abschirmung gegen radioaktive Strahlung besteht aus Dämmung
der Energiequelle durch feste Materialien wie Metall, Mauern
oder Wasser und selbstverständlich durch die Distanz oder dem
Abstand zur Gefahrenquelle.
Es wird
auch ganz bestimmte Gründe geben, warum die Bundeslade aus Akazienholz
bestehend, innen wie außen mit massivem Gold überzogen wurde.
Der Deckel war ebenfalls aus Gold und auch der Tisch aus Akazienholz,
worauf die Truhe stand, war mit massivem Gold überzogen. Die
Cherubime aus massivem Gold berührten sich beinahe oder ganz
mit den Flügeln (ich bin mir da nicht ganz sicher). Die Tragstangen
waren ebenfall vollständig mit Gold überzogen und was ganz wichtig
ist, steckten in Massivgoldringen. Und jetzt bitte ich den Leser,
doch nochmals Vers 15 anzuschauen: „Die Stangen sollen in
den Ringen der Lade bleiben, sie sollen nicht herausgezogen
werden.“
Noch
im 19. Jahrhundert dachte der Gläubige beim Lesen des Alten
Testamentes lediglich, man wollte zur Ehre Gottes wohl eine
besonders schöne Truhe anfertigen. Im 20. Jahrhundert hat sich
vieles verändert. Alle Welt kennt die Elektrizität, Antennen
und Satellitenschüsseln zum Empfang von Satellitenprogrammen
und stehen heute schon im Busch von Afrika. Und jeder Mensch
weiß, dass nichts beständig ist. Die Autofahrer können ein Lied
singen, wie schnell ihre Autos verrosten, dass eigentlich alles
zerfällt, sei es durch Erosion, durch chemische Einwirkungen
oder durch die Unbill der Naturgewalten.
Aber
es gibt doch tatsächlich etwas, das selbst Jahrtausende absolut
unbeschädigt übersteht. Die Chemie lehrt uns, dass Edelmetalle
nicht oxidieren und sich nicht zersetzen lassen. Und diese Aussage
wird in der Realität, im Leben bestätigt. Letztes Jahr habe
ich in einem Museum ein Fürstenschwert aus einem Alemannengrab
aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. gesehen. Die massive Scheide
des Schwertes aus Eisen war zu einem Rest zerfallen. Die wunderschöne
filigrane Goldkunstarbeit am Handgriff blieb hingegen über 1500
Jahre in perfektem Zustand, als wäre sie gestern angefertigt
worden.
Und
jetzt frage ich den lieben Leser, warum wohl wurde die Bundeslade
außen wie ihnen hermetisch mit massivem Gold abgedichtet? Sie
haben es erraten, damit sie Jahrtausende überstehen kann und
für nachfolgende Generationen zum Zeugnis geschichtlicher Kontakte
mit einer außerirdischen Kultur wird.
Darum
ist es für die Menschheit - und ich spreche jetzt absichtlich
nicht im Namen einer Religionsgemeinschaft - wichtig, dass die
Bundeslade gefunden wird. Wenn wir den physischen Beweis in
Händen hätten, dass bereits vor vielen Jahrtausenden die Menschheit
bewusst von uns weit überlegenen Intelligenzen auf einen höheren
Bewusstseinstand gebracht wurde, dann veränderte dies auch bei
den borniertesten Betonköpfen das Weltbild.
Es ist
offensichtlich, dass der außerirdische Ratgeber für Moses und
uns Menschen bewusst eine einfache und außerordentlich wertbeständige
Technologie auswählte, eine Technologie die Jahrtausende übersteht.
Und darum bin ich überzeugt, dass die Bundeslade, falls sie
wirklich noch rechtzeitig gerettet wurde, sich in perfektem
Zustand befindet und auch heute noch funktioniert. Auf der
Suche nach der verschollenen Lade könnte meiner Meinung nach,
auch radioaktive Verstrahlung zum vermuteten Aufenthaltsort
führen.
Selbstverständlich
kann die Bundeslade auch von einer Energiequelle gespeist werden,
die wir heute noch nicht verstehen. In diesem Zusammenhang möchte
ich einen kleinen Exkurs machen und an den berühmten „schlafenden
Propheten“ Edgar Cayce erinnern, der in Trance Tausenden von
hoffnungslosen Patienten, oft von Ärzten selbst zu ihm geschickt
aber noch häufiger in Ferndiagnose mit 95% Erfolgsquote die
genaue Heilmethode verschrieb, welche Arzneien sie benötigten
und deren genaue Anwendung.
Immer
vermehrt wurde Cayce auch zu ganz andern Themen befragt. So
prophezeite er unter anderem das präzise Jahr, wann die ersten
Ruinen von Atlantis entdeckt würden. Seit Jahrzehnten kursierten
Gerüchte, dass in den seichten Gewässern um die Bahamas in der
Karibik künstliche Strukturen wie Tempel, Grund-mauern und auch
Strassen verborgen liegen. Immer wieder wurden von Absonderlichkeiten
und verrückt spielenden Kompassen berichtet und unerklärlichen
Unfällen und Tragödien.
Das
Bermuda-Dreieck ist heute ein allgemein bekannter Begriff und
berühmte Schriftsteller wie Charles Berlitz und viele andere
haben die Anomalien und Unglücksfälle recherchiert und in einer
Vielzahl von Publikationen auch veröffentlicht.
Im Jahre
1968 nahmen diese Gerüchte definitive Gestalt an, aus einer
Sage wurde ein Faktum. Jacques Mayol und andere Taucher entdeckten
vor der Insel Andros eine rechteckige Struktur auf dem Meeresgrund,
die offensichtlich von Menschen geschaffen wurde. Diese Entdeckung
sorgte für Furore, denn sie wurde vom berühmtesten amerikanischen
Propheten aller Zeiten, vom bescheidenen Edgar Cayce präzise
vorhergesagt. In einem seiner so genannten Readings am 2. Dezember
1933 sprach er, dass man Teile des sagenhaften Inselreiches
nahe Bimini (in der Nähe der Bahamas) im Meer finden werde.
Sieben Jahre später wurde er konkreter, und gab an, dass 1968
oder 1969 die ersten Teile von Atlantis wieder entdeckt werden.
Und Cayce lag richtig: 1968 tauchte der mutmaßliche Tempel von
Andros auf.
Der
gleiche Edgar Cayce erwähnte immer wieder, die Atlanter hätten
eine Technologie entwickelt, um in Kristallen ungeheure Energien
zu speichern und zu benutzen. Der Mensch brauchte diese Energie
zuerst für friedliche Zwecke, der spätere Missbrauch dieser
gewaltigen Technologie führte schließlich aber zum Untergang
von Atlantis. Wir alle wissen, dass die Atomenergie, kaum war
sie erfunden, im 20. Jahrhundert bereits Hunderttausenden das
Leben kostete. Hoffen wir, es bleibt dabei!
Von
wo die Kraft ausgeht, ob vom Aaronsstab, von der Truhe selbst
oder von den Gesetzestafeln, die von Gott an Moses gegeben wurden,
wissen wir nicht. Wäre die Kraftquelle ausschließlich in den
Gesetzestafeln integriert gewesen, so wäre sie heute vernichtet,
da laut Altem Testament Moses die Tafeln in einem Wutanfall
zerstörte.
Meiner
Ansicht nach hat die Kraftquelle überlebt, denn sonst hätten
die Schultersteine des Ephods nicht mehr geleuchtet und auch
das Orakel wäre für immer verstummt.
Und
die Schilderungen des über und über mit Metall (Gold) bekleideten
- oder sollen wir nicht einen moderneren Ausdruck verwenden
- völlig verdrahteten Hohepriesters gibt mir den Eindruck, dass
der Ephod drei Funktionen zu erfüllen hatte:
Es wäre
sicherlich hoch interessant zu erfahren, was Elektroingenieure
und Physiker dazu sagen.
Tödliche
Unglücksfälle
Als
erster definitiver, das heißt, ständiger Aufbewahrungsort der
Bundeslade nach der Ankunft im Heiligen Land wird Silo genannt.
Silo ist die Stadt des alttestamentarischen Stammes der Ephraim.
Und die Lade Gottes blieb während rund 350 Jahren dort, bis
Silo um 1050 v. Chr. von den Philistern zerstört wurde. In zwei
Schlachten verloren die Israelis insgesamt 35.000 Mann und die
Bundeslade gelangte in den Besitz der Philister, welche sie
als begehrtes Beutegut mit nach Hause nahmen.
Gemäß
Altem Testament stellten die Philister die Lade neben ihre Hauptgottheit
Dagon (phönizisch = Getreide) oder Getreidegott und sahen am
andern morgen, dass ihr Gott Dagon mit dem Gesicht zur Erde
vor der Bundeslade lag. Sie richteten Dagon erneut auf seinem
angestammten Platze auf, aber am andern morgen lag er erneut
vor der Lade des Herrn, nur dass diesmal sein Kopf und die Hände
abgeschlagen waren.
Von
da an lastete die Hand Gottes schwer über den Philistern. Die
Leute starben und wer überlebte wurde mit Beulen bestraft, und
die Leute sagten, die Lade des Gottes Israels darf nicht bei
uns bleiben. Alle fünf Fürsten der Philister versammelten sich
und beschlossen, die Lade nach Gath zu bringen. Aber auch
dort und an allen andern Orten, wo die Lade hinkam, brach eine
Beulenpest aus. Wohin die Lade auch kam, entsetzten sich
die Bewohner und sprachen, sie wollen uns töten. Die Lade blieb
sieben Monate im Lande der Philister und brachte enormes Unheil
über das ganze Volk.
Schlussendlich
wurde die Lade zusammen mit einem Sühneopfer von fünf goldenen
Beulen und goldenen Mäusen als Abbild der Beulen und Mäusen,
die das Land verheerten, an die Juden zurückgegeben. Wahrscheinlich
ist dies der erste schriftlich bekundete Geschichtsfall, dass
der besiegte Feind sein höchstes Heiligtum samt Sühneopfer ohne
Gegenleistung zurückerhält.
Ein
weiterer tödlicher Unfall ereignete sich, als die Bundeslade
in die neue Hauptstadt nach Jerusalem umziehen sollte. In Samuel
2,6 kann man lesen, dass König David im 10. Jahrhundert v. Chr.
nach Baala in Juda zog, um von dort die Lade Gottes aus dem
Hause Abinadabs zu holen. Dabei kam Ussa beim Berühren der Lade
ums Leben, beim Versuch sie abzustützen, als sie vom Wagen herunterzufallen
drohte. Es steht, der Herr habe an Ussa einen Riss gerissen.
Darum nannte man diesen Ort Perez-Ussa (d. h. Riss Ussas). An
gleicher Stelle steht, dass David die Lade des Herrn aus Furcht
vor ihrer Macht nicht zu sich nach Hause bringen ließ, sondern
vorerst in das Haus Obed-Edoms aus Gath, wo sie drei Monate
lang stand. Erst als David von seinen Dienern erfuhr, dass es
den Obed-Edoms gut ginge, weil der Herr Obed-Edom und sein ganzes
Haus gesegnet habe, befahl er, die Lade zu seiner Residenz in
Jerusalem, der neuen Hauptstadt seines Landes zu überführen.
Über
den Verbleib der heiligen Bundeslade
Offiziell
steht in den Geschichtsbüchern geschrieben, die Bundeslade sei
beim Angriff der Babylonier unter Nebukadnezar II. auf Jerusalem
um 587 v. Chr. zerstört worden. Historische Beweise gibt es
aber keine. Selbst die Bibel schweigt sich dazu aus.
Es ist
im Alten Testament wiederholt erzählt worden, dass die Israeliten
die Bundeslade auf dem Schlachtfeld mitführten und alleine deren
Präsenz die Kampfmoral stärkte und beim Feind Furcht verursachte.
Auch wissen wir bereits, dass die Bundeslade einmal in die Hände
der Philister fiel und sehr viel Unheil über deren ganzes Territorium
brachte, sodass die Bundeslade inklusive Sühneopfer unentgeltlich
den Israelis zurückgegeben wurde. Wie ich aber aus den Schilderungen
entnehme, hat Nebukadnezar II. Jerusalem belagert und schließlich
auch eingenommen. Die Israelis standen einem übermächtigen Feind
im Abwehrkampf gegenüber und in solch einer Situation ist anzunehmen,
dass die allergrößten Schätze und Heiligtümer vorsorglich an
einem sicheren Ort versteckt wurden. Und da der Tempel wie auch
Jerusalem erst 30 Tage nach deren Einnahme vollständig zerstört
wurde, wäre mehr als genügend Zeit gewesen, die Schätze zu verstecken,
falls dies nicht schon früher geschah. Die Geheimgänge zum sicheren
und unauffindbaren Versteck der Bundeslade könnten zugeschüttet
oder der Vergessenheit anheim gefallen sein.
Jojakim,
König des Südreichs Judäa, starb 598 v. Chr. Noch kurz vor seinem
Tod hatte er versucht, sein Reich, welches schon seit langem
von Babylon abhängig war, von dessen Vasallentum zu befreien.
Nach seinem Tod fielen die Babylonier unter ihrem König Nebukadnezar
II. in Jerusalem ein. Der Sohn und Nachfolger Jojakims, der
erst 18-jährige König Jojachin, wurde zusammen mit einem Teil
der Oberschicht verschleppt.
Anstelle
von Jojachin setzte Nebukadnezar Mattanja ein, einen ihm ergebenen
Vasall. Er gab ihm den neuen Namen Zedekia und zeigte damit
seine Oberhoheit über den neuen König Judäas. Von ihm nahm er
an, er werde eine ägyptenfeindliche Politik verfolgen. Doch
Zedekia befolgte ebenfalls eine nationalistische Politik, was
schließlich zur völligen Zerstörung von Judäa führte.
Der
letzte Versuch eines Aufstandes gegen die Babylonier war vermutlich
verursacht durch einen Wechsel auf dem ägyptischen Pharaonenthron.
Dem Vorbild ihrer Vorgänger folgend, hetzten die Ägypter Jerusalem
gegen Babylon auf; wahrscheinlich versprachen sie dabei Waffenhilfe,
sodass „Zedekia ward abtrünnig vom König von Babel“ (2. Kön.
24,20), d. h., er verweigerte ihm den fälligen Tribut.
Die
Reaktion Nebukadnezars folgte sofort: Er marschierte mit seiner
gesamten Streitmacht von etwa 120.000 Mann aus Reiterverbänden,
Streitwagen und Fußvolk sowie den für die Belagerung ausgebildeten
Soldaten in Judäa ein und eroberte Stadt um Stadt. Im Januar
589 begannen seine Truppen die Belagerung von Jerusalem, mussten
sie jedoch abbrechen, als die Ägypter endlich ein Heer zur Hilfe
sandten, das zunächst zurückgeschlagen werden musste. Danach
wurde die Stadt völlig eingeschlossen, und es folgte eine schreckliche
Belagerungszeit von 18 Monaten, in der die Bevölkerung große
Not litt.
Im August
587 v. Chr. gelang es dem babylonischen Heer, das von Hunger
und Seuchen geschwächte Jerusalem zu erobern. Zedekia wurde
auf der Flucht gefangen. Vor seinen Augen wurden fünf seiner
Söhne hingerichtet, er selbst wurde geblendet und starb kurz
darauf in babylonischer Gefangenschaft. Diese grausame Strafe
entsprach babylonischem Kriegsrecht.
Etwa
einen Monat nach Erstürmung der Stadt ließ Nebukadnezar die
Wohnhäuser, den Königspalast und den Tempel in Brand stecken.
Bisher ging man davon aus, dass mit dem Tempel auch die Bundeslade
verbrannte, es wird aber nichts explizit berichtet. Für die
königlichen Beamten, die Priesterschaft, Jerusalems Einwohner
und auch das Volk des Südreichs bedeutete der Verlust von Tempel
und Bundeslade das Ende des bisherigen Lebens. Judäa wurde als
Provinz in das babylonische Reich eingegliedert.
Die
Geschichte der Bewohner des Südreichs ist von nun an zweigeteilt,
denn nur die Angehörigen des Adels und die übrige Oberschicht
wurden ins babylonische Exil geführt. Und obwohl die beiden
Deportationen von 597 und 587 v. Chr. zusammen genommen nur
etwa 4.600 Personen umfassten, fand die kulturelle und religiöse
Geschichte des Volkes von nun an in Babylon statt.
Luzius
Elmer, www.unrecht.org
____
*)
Cherubim ist ein geflügeltes, engelsgleiches, himmlisches Wesen.
Die Israeliten stellten sich Engel anthropomorph (menschenähnlich)
vor, während die Cherubim Flügel besitzen und zoomorph (tierähnlich)
sind.
____
**)
Ephod ist kein hebräisches Wort sondern ein Lehnwort aus dem
Akkadischen, der Sprache, die in den letzten Jahrhunderten in
Sumer (Irak/Babylon) gesprochen wurde. Es bedeutet das Gewand
der Gottheit. Das Wort Ephod wurde auch bereits schon in Ugarit
entdeckt. 1948 machten französische Archäologen bei den Ausgrabungen
auf dem Ruinenhügel Ras Schamra, dem antiken Ugarit, nahe der
modernen Hafenstadt Laktakya an der nordwestsyrischen Küste
in einem Königspalast aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. einen
höchst bedeutsamen Fund: Sie entdeckten eine kleine Tontafel,
das bislang älteste Zeugnis für das Alphabet. Ugarit ist eine
antike Handelsmetropole an den östlichen Gestaden des Mittelmeers
und hat mit Bestimmtheit auch Handel mit den Sumerern betrieben.
Aus "UFO-Nachrichten"
Nr. 385, September/Oktober 2006