Gesandte aus der Zukunft
Indizien für erfolgreiche Zeitreisen
Von Thomas Ritter
Zeitreisen
sind ein beliebtes Thema der Science Fiktion Literatur. Das
bekannteste Beispiel dafür dürfte George Orwells Roman „Die
Zeitmaschine“ sein, der erst kürzlich wieder erfolgreich verfilmt
wurde.
Doch
bereits am 26. September 1988 veröffentlichten die Astrophysiker
Michael S. Morris, Kip S. Thorne und Ulvi Yurtserver
vom renommierten California Institute of Technology (CALTECH)
in der physikalischen Fachzeitschrift „Physical Review Letters“
eine Theorie über Zeitreisen, welche den etwas umständlichen
Titel „Wormholes - Time Machines and the Weak Energy Condition“
trug.
Dieser
aufsehenerregenden Publikation zufolge müsste es einer technischen
Hochzivilisation möglich sein, auf künstlichem Wege sogenannte
„Wurmlöcher“, also Öffnungen in unserem Universum zu erzeugen,
und diese durch Stabilisieren in Zeitmaschinen umzuwandeln.
Das Thema wurde in wissenschaftlichen Fachkreisen mit starkem
Interesse aufgenommen, wie zahlreiche Publikationen in anderen
Fachmagazinen wie „Nature“ und „New Scientist“ zeigten.
Im
Ergebnis erwiesen sich die von den drei amerikanischen Wissenschaftlern
vorgelegten Kalkulationen als korrekt.
Im
Jahr 1996 dann eröffnete der berühmte englische Physiktheoretiker
Prof. Stephen W. Hawking vom „Department of Applied Mathematics
and Theoretical Physics“ in Cambridge der erstaunten Öffentlichkeit,
dass Zeitreisen grundsätzlich möglich sind, und zwar ohne eine
Verwicklung in sogenannte „Zeitparadoxa“, die lange als das
entscheidende Hindernis für Zeitreisen galten.
Der
Buchautor Ernst Meckelburg nahm sich in einigen Büchern
und zahlreichen Artikeln dieser Thematik an. Dabei vertritt
er die einleuchtende Theorie, dass UFOs Zeitmaschinen aus der
Zukunft sind, die von unseren eventuell mutierten Nachfahren
gesteuert werden. Sie projizieren sich in die Vergangenheit,
um diese zu studieren, und um eventuell korrigierend einzugreifen.
Mit seiner Theorie lässt sich überzeugend das außergewöhnliche
Interesse begründen, welches die Fremden offenbar an der Erde
und ihren Bewohnern hegen. Immerhin sind es mehrere hundert
UFO-Sichtungen pro Jahr, für die sich keine „natürlichen“ Ursachen
finden lassen. Außerdem erklärt Meckelburgs Theorie auch die
bei UFO-Sichtungen immer wieder beobachteten erstaunlichen Flugmanöver
der fremden Maschinen, die der klassischen Physik augenscheinlich
Hohn sprechen. Damit wären die Piloten der UFOs weniger „Außerirdische“,
als vielmehr „Außerzeitliche“.
Es
geht also nicht mehr darum, ob Zeitreisen möglich sind. Wir
müssen uns nunmehr fragen, welche Indizien auf mögliche Eingriffe
in unsere Geschichte durch Zeitreisende hindeuten.
Zunächst
einmal dürfen wir davon ausgehen, dass es nicht nur bemannte
Zeitreisen gibt, sondern das die Erkundung von Vergangenheit
und Zukunft auf virtuellem Weg, also per Computer erfolgen kann.
Bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts
gelang es dem Jesuitenpater Ernetti, einen sogenannten
„Zeitfernseher“ einen „Chronovisor“ zu realisieren, wie
Peter Krassa in seinem Buch „Dein Schicksal ist vorherbestimmt“
anschaulich nachweisen konnte. Nach dem Tod Ernettis soll
das demontierte Gerät in den vatikanischen Archiven eingelagert
worden sein.
Computerbotschaften
aus dem 16. Jahrhundert
Im
Jahr 1984 dann ereigneten sich im Haus des englischen Lehrers
Ken Webster und dessen Lebensgefährtin Debbie Oakes
merkwürdige Vorfälle. In Websters romantischen Meadow Cottage,
einem auf uralten Fundamenten errichteten Haus unweit des traditionsreichen
britischen Städtchens Chester kam es bereits während der Renovierungsarbeiten
zu massiven Spukerscheinungen, deren Ursachen zunächst ungeklärt
blieben.
Doch
dann empfing Webster, ein eher rational denkender Zeitgenosse,
der mehr an ökologischen Themen als am Paranormalen interessiert
ist, auf einem ausgeborgten Schulcomputer Botschaften einer
„Wesenheit“, die offensichtlich im 16. Jahrhundert während der
Herrschaft Heinrichs VIII. „im gleichen Haus“ wie Webster gelebt
haben will. Die in einem reinen Spätmittelenglisch verfassten
Computerbotschaften nahmen an Häufigkeit zu.
Daraufhin
nahm Webster eher zögerlich Kontakt mit dem Unbekannten auf.
Dieser meldete zunächst mit dem Pseudonym Peter Wainman und
später mit dem historisch belegten Namen Thomas Harden. Es entstand
eine sensationelle Zweiweg-Transkom-munikation über Jahrhunderte
hinweg.
Dieser
intensive Gedankenaustausch sollte knapp zwei Jahre dauern.
Er umfasste mehr als 300 Mitteilungen und ermöglichte Webster
einen interessanten Einblick in die Lebenswelt des damaligen
England.
Für
diese Kommunikation will Thomas Harden ebenfalls einen Computer
benutzt haben, der ihm von einer „Zeitexperimentalgruppe 2109“
zur Verfügung gestellt wurde. Diese Experimentalgruppe griff
nach mehreren Monaten in die Kommunikation zwischen Harden und
Webster ein, und gab sich als Auslöser des Temporalkontaktes
zu erkennen. Von den Experimentatoren aus der Zukunft erhielt
Webster zahlreiche Informationen über das Zustandekommen von
Zeitüberbrückungen.
Der
Lehrer entschloss sich, den hier kurz dargestellten Kontakt
in seinem 1993 auch in Deutsch erschienenem Buch „Die vertikale
Ebene“ zu beschreiben. Der Wert dieser ausführlichen Dokumentation
kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein Vergleich zwischen
den Darlegungen der Zeitexperimentatoren aus der Realzeit 2109
und denen namhafter Physiker unserer Zeit ergibt eine Fülle
von interessanten Übereinstimmungen. Alles deutet darauf
hin, dass die heute entwickelten Zeitreisetheorien und -modelle
zu dem Entwicklungsstand führen, der für die Zeitmanipulatoren
aus der bereits existenten Zukunft selbstverständlich ist.
Zeitfraktur
im Gebiet des Mittelmeeres
Ein
wenig anders sieht es aus, wenn man nach Indizien für reale,
„bemannte“ Expeditionen in die Zeit sucht. Allerdings sind solche
Anachronismen auch schwer zu erkennen. Man muss Zeitgenosse
von Dingen sein, um sie anhand ihrer Funktion und ihres Aussehens
einordnen zu können, oder ein Spätgeborener, der von ihnen aus
Überlieferungen weiß.
Dem
Frühgeborenen werden sie allenfalls als Kuriositäten erscheinen,
oder als heilige Gegenstände, ganz nach seiner Religiosität
oder wissenschaftlichen Einsicht.
Es
gibt seit Jahrhunderten Hinweise, dass im Mittelmeerraum irgendwann
ein Ereignis stattgefunden haben muss, welches aller Wahrscheinlichkeit
nach eine Zeitfraktur darstellt.
Merkwürdige
Funde wurden im Küstengebiet von Südspanien und Süditalien,
auf Malta, Korsika, Sardinien und den Balearen gemacht, vor
allem aber in Sizilien. Diese Gegenstände werden aufgrund ihrer
nahezu unzerstörbaren Beschaffenheit und ihrer Unerklärlichkeit
zum Teil bis heute noch als Reliquien verehrt.
Es
handelt sich dabei in der Regel um Splitter eines leichten Materials
von schmutzigweißer bis gelblichbrauner Färbung, das man für
sehr altes Elfenbein halten kann oder für die Überreste von
Totenschädeln und Knochen, die das Meer und der Sand in Jahrhunderten
glattgeschliffen und bis zur Unkenntlichkeit deformiert haben.
Daher findet die Phantasie Anreiz, in diese Fragmente Gestalt,
Geschichtlichkeit oder sogar Heiligkeit zu deuten und sie als
wunderbarerweise gerettete Körperteile von Heiligen zu interpretieren.
So
wird in San Lorenzo unweit von Reggio in Kalabrien seit
mehr als 500 Jahren ein zwanzig Zentimeter langes Stück dieses
Materials als Zeigefinger des Propheten Jeremias verehrt.
In
Algeciras bei Gibraltar bewahrt man ein Bruchstück von
nahezu quadratischer Form und etwa zwölf Zentimeter Seitenlänge
als Reliquie auf, das die Schädeldecke von Johannes dem Täufer
darstellen soll, dessen abgeschlagenes Haupt angeblich auf wunderbare
Weise an die iberischen Gestade geschwemmt worden war.
In
mindestens 37 Kirchen Siziliens ruhen vorgebliche Finger und
Zehenknochen, Ober- und Unterkiefer, Rippen und Schienbeine
von Propheten, Heiligen und ähnlichen verdienstvollen Männern.
Reliquen
aus geheimnisvollem Material
Doch
nicht nur im Mittelmeerraum finden sich Proben dieses merkwürdigen
Materials. Auch im Kloster Sankt Marienstern bei Kamenz
in Sachsen werden mehrere solcher Reliquien aufbewahrt.
Die Zister-zienserinnen-Abtei St. Marienstern liegt am westlichen
Rande eines alten sorbischen Siedlungsgebietes und kann heute
auf eine mehr als 750 Jahre währende, ununterbrochene Klostergeschichte
zurückblicken. Dies ist ein sehr seltener Fall von historischer
Kontinuität.
Im
Jahr 1248 gründeten einige Mitglieder der Adelsfamilie von Kamenz
diesen Nonnenstift nach der Regel der Zisterzienser. Besonders
verdient um die Gründung des Klosters machte sich Bernhard
III. von Kamenz, der eine außergewöhnliche geistliche Karriere
durchlief. Nach seinem Studium an einer italienischen Universität
bekleidete er in den sechziger und siebziger Jahren des 13.
Jahrhunderts Ämter im Domkapitel von Meißen. In den Jahren 1279
bis 1290 lebte Bernhard am Hofe Heinrichs IV. von Schlesien
als dessen Kanzler, später stand er im politischen Dienst König
Wenzels II. von Böhmen. Im Jahr 1293 wurde Bernhard zum Bischof
von Meißen gewählt. Als er 1296 starb, fand der Geistliche sein
Grab in dem von ihm gestifteten Kloster Marienstern.
Zu
Lebzeiten hatte Bernhard III. von Kamenz für sein Kloster einen
großen geistlichen Schatz an Reliquien erworben. Kostbarstes
Geschenk an das Kloster war ein „Splitter vom Kreuz Christi“,
den Bernhard in Italien in einem im 11. Jahrhundert in Byzanz
geschaffenen Klappaltar erwarb. Er gab auch sogenannte „sprechende
Reliquiare“ in Auftrag, die in ihren Formen die Körperteile
der Reliquien abbilden, die sich in ihrem Innern befinden: Arme,
Finger und Rippen.
Zu
den wertvollsten Reliquien des Klosters St. Marienstern gehören
die Schädelreliquien Johannes des Täufers und des hl. Jakobus.
In Algeciras erwarb Bernhard III. zwei etwa daumennagelgroße
Stücke vom bereits erwähnten „Schädeldach Johannes des Täufers“.
Aus Venedig dürften die vorgeblichen Bruchstücke vom Schädel
des hl. Jakobus stammen. In Prag wurden diese Reliquien in kostbare
Gefäße aus Gold und Silber eingefügt, wobei Öffnungen die Reliquien
sicht- und berührbar ließen. Die Johannesbüste und das Jakobushaupt
sind Meisterwerke der gotischen Plastik.
Im
Gegensatz zu den meisten Reliquien aus dem merkwürdigen Material
können die Reliquien von Johannes dem Täufer und dem hl. Jakobus
noch heute in der Schatzkammer des Klosters St. Marienstern
öffentlich besichtigt werden.
Nun
könnten diese Bruchstücke aus einem weißlichen Material eigentlich
nur Kuriositäten eines übertriebenen mittelalterlichen Reliquienkultes
sein, wenn sie nicht einige äußerst interessante Besonderheiten
aufweisen würden, die jedoch erst in der zweiten Hälfte des
zwanzigsten Jahrhunderts entdeckt wurden.
Vonseiten
der katholischen Kirche wurde man auf das merkwürdige Material
aufmerksam, als Papst Johannes XXIII. im Jahr 1961 eine
vatikanische Gelehrtenkommission beauftragte, in aller Stille
den Reliquiendschungel auszuforsten. Es sollten dabei all jene
Fälle untersucht werden, die der Verehrung unwürdig, weil abgeschmackt,
peinlich oder sogar lächerlich seien.
Im
Verlauf von fünf Jahren trug die Kommission 3786 derartige Fälle
zusammen. Nach Empfehlung der Gelehrten waren 1284 Reliquien
tunlichst sofort dem Vergessen anheim zu geben. Bei weiteren
1544 sollte von einer Duldung der Verehrung auf längere Sicht
abgeraten werden. Diese Reliquien wurden offiziell nicht mehr
vom Vatikan erwähnt. Bei 958 Fällen wurde die weitere Verehrung
stillschweigend geduldet, allerdings sollten diese Reliquien
nur in Ausnahmefällen offizielle Erwähnung finden.
Bei
diesen Nachforschungen stellte sich heraus, dass in mehr als
eintausend Fällen die Reliquien aus dem oben beschriebenen Material
bestanden, dass nach dem Urteil der Gelehrten „wie sehr altes,
rissiges Elfenbein“ aussah.
Einige
Proben des Materials wurden von der Kommission an das physikalische
Kabinett des Vatikan übergeben, und dort mit den zu dieser Zeit
üblichen Methoden untersucht. Dabei kam auch die damals neue
entwickelte Radiokarbonmethode zur Anwendung, die eine Altersbestimmung
organischer Materialien erlaubt. Doch sämtliche Tests damit
verliefen negativ.
Man
hat es sich im Vatikan mit diesen Reliquien nicht leicht gemacht.
Die Untersuchungen des geheimnisvollen Materials dauerten bis
1969. Schließlich kamen die Mitarbeiter des physikalischen
Kabinetts zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem Material nicht
um ein organisches oder anorganisches, sondern um ein synthetisches
Material handeln musste.
Ungeklärt
blieb jedoch die Frage, wie viele Jahrhunderte vor der Erfindung
der Kunststoffe solches Material auftauchen konnte, welches
überdies bereits zum Zeitpunkt des Auffindens Spuren eines extrem
hohen Alters aufwies. Die einzig denkbare Möglichkeit, wie synthetisches
Material irdischer Herkunft in die Vergangenheit gelangt sein
konnte, war eine Zeitmaschine.
Wohl
als Konsequenz dieser Möglichkeit wurden auf Anweisung des damals
amtierenden Papstes Paul VI. alle verfügbaren und beschaffbaren
Proben dieses Materials in den vatikanischen Archiven unter
Verschluss genommen. In dieser weltweit wohl größten Sammlung
merkwürdiger Gerätschaften, kurioser Apparate, Handschriften
und Kunstwerke dürften sie sich auch heute noch befinden.
Ausgrabungsfund
im Jahre 1843: Ein amerikanischer Jeep aus der Zukunft!
Ein
weiteres seltsames Artefakt wurde bereits 1843 bei Festungsbauarbeiten
in Gibraltar entdeckt, als die Engländer ihre bereits
1704 eroberte Stellung erweiterten. Vor allem sollten dabei
die Befestigungen über der Sandnehrung nordöstlich von Moorish
Castle verstärkt werden.
Dort
stießen die Soldaten des Festungsbaumeisters Colonel Frank
Gilmore, unter dessen Leitung die Arbeiten ausgeführt wurden,
im Herbst 1843 bei einer Grabungstiefe von ca. 11 Fuß (entspricht
etwa 3,30 m) in einer harten Tonschicht auf stark verwittertes
Eisen, vermischt mit Spuren anderer Substanzen, darunter auch
stumpfe Splitter eines granulierten Materials, bei dem es sich
möglicherweise um Glas handelte.
Colonel
Gilmore entschloss sich zu einer Ausgrabung des aufgefundenen
Artefakts, die er mit maßstabgetreuen Zeichnungen dokumentierte.
In jeweils 5 Zoll (etwa 15 cm) starken Schichten wurde den Ton
abgegraben. Danach erfolgte wiederum eine Vermessung des Umrisses,
die durch eine Skizze dokumentiert wurde, um den vollständig
verwitterten Gegenstand anschließend vertikal rekonstruieren
zu können.
Diese
Rekonstruktion zeigte dann ein merkwürdiges Gebilde, dass Colonel
Gilmore nicht einzuordnen vermochte. Er hatte geglaubt, einen
phönizischen Streitwagen auszugraben. Doch stattdessen rekonstruierte
er eine Art leichte und niedrige Kutsche mit vier Rädern, einer
für antike Gefährte vollkommen unüblichen Konstruktion. Wohl
aufgrund seiner Zweifel sah Frank Gilmore letztlich von der
Publikation dieser Entdeckung ab.
Colonel
Gilmore hatte ja auch etwas gefunden, dass er noch gar nicht
kennen konnte. Das Automobil war zu seiner Zeit noch nicht
erfunden. Denn um ein solches handelte es sich zweifelsfrei,
wie der Architekt Edward George Gilmore jr., der Enkel
des Festungsbaumeisters, nach Durchsicht der Unterlagen im Jahr
1898 feststellte. Doch auch er vermochte den Typ des Automobils
noch nicht zu identifizieren. Dies gelang erst im Jahr 1968
dem Lehrer und Übersetzer Patrick Geston, der zwei Jahre zuvor
die Enkelin des Architekten Gilmore jr. geheiratet hatte.
Im
Nachlass des Großvaters seiner Frau entdeckte er mehr durch
Zufall die Unterlagen der Ausgrabungen von 1843.
Für
ihn gab es keinen Zweifel, dass der dargestellte Wagen ein Jeep
war, wie ihn das amerikanische Militär vor der Einführung des
neuen Geländewagens „Hummer“ in großer Stückzahl benutzte.
Die
Unterlagen der Ausgrabung von Frank Gilmore befinden sich nach
wie vor im Besitz der Familie Gilmore Preston.
In
diesem Fall zeigen erste Indizien, dass bestimmte militärische
oder nachrichtendienstliche Einrichtungen der USA tatsächlich
Experimente in der Zeit anstellen. Dazu sei auch auf das bereits
an anderer Stelle ausführlich dokumentierte Philadelphia Experiment
und das sogenannte Montauk Projekt verwiesen.
Kampfhubschrauber
in biblischen Zeiten?
Selbst
im Alten Testament der Bibel finden sich Hinweise, die eine
solche These stützen. Insbesondere gilt das für die Beschreibung
jenes Fluggerätes, das der Prophet Hesekiel (Ezechiel)
als die „Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn“ bezeichnete.
Als erwiesen gilt heute, dass Hesekiel im Zeitraum von 592 v.
Chr. bis etwa 570 v. Chr. merkwürdige Begegnungen hatte, die
er als Erscheinungen des jüdischen Gottes Jahwe deutete.
Geraume
Zeit galten diese Beschreibungen Hesekiels als eines der stärksten
Argumente der Verfechter der Paläo-SETI These für die Anwesenheit
von Außerirdischen zu antiken Zeiten auf der Erde. Dazu trug
nicht unwesentlich eine Rekonstruktion der biblischen Flugmaschine
durch den NASA-Ingenieur Josef Blumrich bei. Blumrich
veröffentlichte die Ergebnisse seiner Untersuchungen bereits
1971.
Erst
in den neunziger Jahren wurden seine Erkenntnisse einer kritischen
Überprüfung durch den Schweizer Techniker Christian Forrer
unterzogen. Forrer kam dabei zu dem Schluss, dass die von Blumrich
rekonstruierte Version einer außerirdischen Landefähre nicht
flugfähig sein kann, und außerdem viel zu kompliziert aufgebaut
ist.
Hingegen
passt die Beschreibung Hesekiels ganz ausgezeichnet auf einen
Kampfhubschrauber des Typs Bell UH 1 D amerikanischer Herkunft,
wie er seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts bei den
Luftstreitkräften zahlreicher Länder im Einsatz ist.
Dies
hat der Autor Ilia Papa in einem umfangreich recherchierten
Artikel überzeugend nachgewiesen. Für seine Auffassung spricht
auch die Darstellung eines Hubschraubers der UH D Serie im Sethos
Tempel von Abydos in Ägypten.
Diese
„Sethos Hieroglyphe“ wird von den Ägyptologen jedoch als „zufällige
Ansammlung verschiedener altägyptischer Schriftzeichen“ gewertet,
welche „einmal aus zwei Teilen bestanden, überspachtelt und
überarbeitet wurden, um einen neuen Namen eines altägyptischen
Herrschers“ zu repräsentieren.
Die
sauber dargestellte Seitenansicht des Helikopters spricht allerdings
gegen die Ansicht der Ägyptologen.
Gibt es
bereits reale Zeitreisen?
Wir
können also zu Recht annehmen, dass zumindest vonseiten des
amerikanischen Militärs bereits reale Zeitreisen unternommen
werden.
Doch
möglicherweise sind die Amerikaner nicht die einzigen, denen
es gelungen ist, einen Weg durch die Zeit zu finden. Zumindest
behaupten Angehörige des „Volkes von Damanhur“ ebenfalls Zeitreisen
durchzuführen. Damanhur liegt im italienischen Valchiusella
etwa 40 Kilometer nördlich von Turin. Es ist eine der größten
spirituellen Gemeinschaften in Europa, die bereits im Jahr 1975
von Oberto Airaudi gegründet wurde.
*)
Die
Bewohner Damanhurs erbauten eine „Stadt im Stein“, eine unterirdische
Anlage von der Größe eines elfstöckigen Gebäudes, die als „Tempel
des Menschen“ bezeichnet wird, und das Herzstück Damanhurs darstellt.
Die Gemeinschaft von Damanhur und ihr charismatischer Führer
Oberto Airaudi üben eine starke Anziehungskraft auf spirituelle
Sucher in ganz Europa aus.
Airaudi
selbst will auch eine Zeitmaschine gebaut haben, mit der von
Damanhur aus bereits mehrere erfolgreiche Reisen in die Vergangenheit
realisiert worden sein sollen. Die Aussage Airaudis, dass auf
solche Reisen keine technischen Gegenstände mitgenommen werden
können, ja im Gegenteil die „Temponauten“ nackt reisen müssten,
da die Maschine nur organische Materie transportiert, ist allerdings
mit Vorsicht zu genießen. Es dürfte sich eher um eine Schutzbehauptung
handeln, mit der ein Missbrauch der Technologie verhindert werden
soll.
Vatikan
und Zeitreisen
Doch
nicht nur die Kommune von Damanhur experimentiert in Italien
mit Zeitmaschinen. Offensichtlich ist auch der Vatikan an dieser
Technologie interessiert.
Betrachtet
man hierzu einmal die zahlreichen „Marienerscheinungen“, welche
im Verlauf der Jahrhunderte dokumentiert wurden, nicht aus religiösem
Blickwinkel als Manifestationen des Göttlichen, sondern nach
der von Dr. Johannes Fiebag eingeführten Mimikryhypothese
als Projektionen einer (Fremd-)Intelligenz, dann stellt sich
die Frage, ob der eingangs dieses Artikels erwähnte „Chronovisor“
des Pater Ernetti inzwischen möglicherweise weiterentwickelt
wurde, und vom Vatikan heute zur Durchsetzung seiner Interessen
benutzt wird.
Für
eine solche These sprechen vor allem die sogenannten „Botschaften“
der Marienerscheinungen, welche sich immer streng an den Lehrsätzen
der katholischen Kirche orientieren. Von einer Marienerscheinung,
die ’ketzerisches’ Gedankengut verbreitete, hat man noch nie
etwas gehört.
Es
lohnt sich daher, die alten Schriften, aber auch die bisherigen
Forschungsergebnisse im Bereich der Grenzwissenschaften unter
dem Blickwinkel erfolgreicher Zeitreisen neu zu betrachten.
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Verwendete
Literatur:
Förster,
Lina, Die Nation von Damanhur in Stämme, Heft 9/99
Jeschke,
Wolfgang, Der letzte Tag der Schöpfung, Berlin, 1989
Meckelburg,
Ernst, Besucher aus der Zukunft in esotera, Heft Juni 1996
Papa,
Ilja, Der Hesekiel Flieger aus der Bibel in Magazin 2000plus
Heft Juli/August 2002
Aus "UFO-Nachrichten" Nr. 379, Sep./Okt. 2005