UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Professor Gustav Rosebär kam in den Besitz eines uralten Dokumentes. Es ist der "Schlüssel zu Atlantis". Die verblüffende Entdeckung beginnt in Ägypten, tief unter der Sphinx in geheimnisvollen Räumen.

 

Das Erbe von Atlantis

Der Professor saß schon eine geraume Zeit auf der Klosterterrasse, bevor die anderen kamen. Sie begrüßten sich und dann gingen sie gemeinsam in Richtung Sphinx.

Unterwegs unterhielten sie sich über den gestrigen Abend. Dann endlich sahen sie in der Ferne die Umrisse der Sphinx.

"Es ist, Gott sei Dank, nicht mehr weit bis zu unserem Ziel", meinte Wigo. "Mir ist schon ziemlich warm geworden und dann dieser Durst."

"Trink einfach nichts mehr, bis wir angekommen sind", riet der Professor. "Sonst hast du unseren ganzen Vorrat noch ausgetrunken, bevor wir einen Schluck nötig haben", grinste er.

Endlich waren sie angekommen und Rosa sagte: "Wir wollen keine Zeit verlieren und uns an den Abstieg wagen."

"An den Abstieg?", fragte Krister ungläubig, "...und das hier und jetzt?"

"Überraschung!", rief der Professor übermütig und griff in seinen Rucksack, um ein vergilbtes Papier umständlich herauszuholen, das er dann für alle gut sichtbar hoch hielt.

"Dies hier, meine Lieben, ist der Schlüssel zu Atlantis!", triumphierte er lachend.

"Meinte Harald das, als er dich so eingehend nach unserer heutigen Expedition fragte?"

"Nein, Luna. Das meinte er nicht, hihi. Er dachte an die Legende, das unter der Sphinx eine verschollene Bibliothek sei, eine Art Museum, angelegt damals von den Atlantiern.

Hol mal den Spaten raus Wigo, damit ich den Mechanismus freilegen kann."

Wigo setzte den Spaten einige mal an, bis der Professor rief, daß es ausreiche. Dann wühlte er mit beiden Händen im Wüstensand und plötzlich bewegte sich eine Löwenpfote nach rechts und eine Treppe kam zum Vorschein, die nach unten führte. Staunend und stumm vor Verblüffung standen sie da. Aber ehe sie sich wieder gefaßt hatten und auch nur einer einen Schritt nach unten tun konnte, schloß sich die Pfote wieder.

Der Professor drehte nochmals an diesem verborgenen Mechanismus, dann sprang er schnell auf und rief:

"Rasch, rasch, beeilt euch, damit wir alle hinein kommen!" Sie rannten zur Löwenpfote und eilten die Treppe hinunter. Dann blitzten ihre Taschenlampen auf und erleuchteten die Stufen, die vor ihnen lagen.  

"Das ist ja gewaltig!", rief Wigo, als er die Halle betrat.

"Und hier über uns liegt die Sphinx?", fragte er mehr an sich gerichtet...

"Ja, und hier geradeaus muß irgendwo die Tür zum Saal der großen Geheimnisse liegen", antwortete der Professor. Er trat an die Wand heran und tastete sie ab. Er legte seine Handfläche prüfend gegen die Wand und drückte gegen sie an . . . doch nichts rührte sich.

Krister trat hinzu, stellte sich an den Rand der Wand und leuchtete die Fuge aus. "Meinen Sie wirklich, Professor, daß sich hier ein Eingang befinden soll?"

"Ja, schauen Sie doch mal hier auf dieses Blatt!" Dabei hielt er die vergilbte Zeichnung an das Licht.

Krister nahm die Zeichnung aus seiner Hand und studierte sie eingehend. Er hielt sich zwei Finger an die Stirn, schaute auf und blickte dann den Professor an. Dann wurde er sehr nachdenklich und seine Finger glitten ihm langsam übers Gesicht hin zum Mund und er flüsterte dem Professor zu: "Wissen Sie, Professor, das hinter dieser Wand drei Tunnel liegen, die drei dahinter liegende Pyramiden verbinden?"

"Nein", sagte der Professor erstaunt und rutschte zu ihm rüber. Er warf einen Blick auf das Papier und Krister erklärte die Zeichen auf dem Blatt.

"Also wenn wir das vor einer Woche gewußt hätten . . . hätten Sie den Nobelpreis erhalten", meinte Rosa.

"Nicht ganz", erwiderte Krister, "aber so ungefähr."

"Ich sage Ihnen was, Krister, wenn wir den geheimen Saal des Tempels gefunden haben, und wenn sich unsere Wege später trennen, dann schenke ich Ihnen diese Zeichnung."

Krister schaute den Professor ungläubig an und erwiderte: "Das, mein Freund, würden sie wirklich tun?"

"Ja, das ist von jetzt ab so abgesprochen." Und er hielt ihm die Hand hin.

"Schlagen Sie ein Krister, dann ist das jetzt besiegelt."

Doch Krister wendete ein: "Wenn Sie die Zeichnung verkaufen würden, könnten Sie eine Menge Geld dafür bekommen und es wäre immer noch ein großer Gewinn für die Wissenschaften."

"Ja, ja, lieber Krister, das mag für andere stimmen. Aber ich bin überzeugt, daß Geben ein weit größerer Gewinn darstellt, als die Kraft des Geldes!"

"Gut, ich akzeptiere Ihre Auffassung und schlage ein!" Damit gab er Rosa einen kräftigen Händedruck, schaute ihm dankbar in die Augen.

"Ist schon in Ordnung", antwortete der Professor und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter.

 

Der geheime Saal

"So wie ich das hier entziffere, ist der Tempel unter der Löwenpfote."

"Gut! Drehen wir um und gehen dorthin", meinte Rosa.

"Hier in diesem Abschnitt müßte es sein", erklärte Krister.

"Doch nirgends kann ich etwas sehen, das auf den kleinsten Mechanismus hinweist... aber hier muß es sein! Versteh’ ich nicht", sprach er gedankenverloren vor sich hin.

Inzwischen stand der Professor in der Mitte der Halle unter der Sphinx und rief Luna zu sich. Er hielt die Taschenlampe auf die Decke gerichtet und sagte zu ihr: "Findest du es nicht merkwürdig, daß da oben ein großer Skarabäus angebracht ist und sonst gibt es hier im ganzen Raum nicht eine einzige weitere Verzierung?"

"Jaaa", sagte sie gedehnt. "Und was meinst du, wie kommen wir da hinauf?"

"Wigo, Krister kommt doch mal her."

Sie kamen und der Professor wies mit dem Finger nach oben: "Was hälst du hiervon, Krister?"

"Interessant, sehr interessant! Ich bin dafür, wir bilden eine Pyramide und der oberste dreht am Skarabäus."

"Genau das, ja, genau das machen wir, Krister", sagte der Professor.

Die Pyramide war schnell gemacht und Luna stand oben auf den Schultern von Wigo und sagte in die Stille hinein: "Ich dreh den Käfer jetzt nach rechts."

Nichts passierte.

"Also, ich dreh ihn jetzt nach links."

Wieder passierte nichts.

"Vielleicht solltest du drehen und gleichzeitig ziehen", rief Rosa zu ihr hoch. Sie tat es, doch es geschah nichts.

"Es passiert einfach nichts, Rosa", rief Luna schon recht verzweifelt. "Was nun?"

"Komm wieder runter, wir sollten überlegen."

"Nimm den Kompaß, Rosa, damit wir sehen, wo genau Norden liegt", meinte Krister.

Der Professor holte sofort den Kompaß heraus, klappte den Deckel hoch und lotete den Norden aus.

"Hier ist Norden!"

"O.K.", rief Luna runter. "Ich verstehe schon." Dann drehte sie den Skarabäus gen Norden und die Wand unter der Sphinx-Pfote öffnete sich mit einem knarrenden Geräusch!

Luna war auf den Boden gesprungen und ging mit raschen Schritten als erste durch die Öffnung. Erstaunt und faszinierend blieb sie am Eingang stehen.

Zwölf Säulen zählte sie auf jeder Seite des Tempels. Zwischen den Säulen waren Schrifttafeln mit unbekannten Zeichen eingemeißelt.

Krister ging gleich zur ersten Tafel und berührte sie mit seinen Händen.

"Schaut mal an die Decke", rief Luna.

Alles schaute nach oben und sie sahen an der Decke in sich laufende, rot-gold-violette Streifen, hinunter und herauf laufen.

"Wie kann denn so was möglich sein?"

Staunend betrachteten sie dieses Farbenspiel an der Decke. Und dann schloß sich plötzlich unverhofft die Wand hinter ihnen!

Verdutzt schauten sie, wie auf Kommando, zur Wand, die sich völlig geschlossen hatte. Doch Krister hielt sich nicht lange damit auf und ging gezielt zur nächsten Tafel. Als er davor stand, leuchteten die Säulen links und rechts hell auf. " Das ist praktisch," murmelte er lächelnd vor sich hin.

"Was steht denn da?", fragte Wigo.

"Manches kann ich nicht lesen, so wie dieses hier." Seine Finger glitten über die Zeilen. Eine ganze Zeitlang sagte er nichts. Dann drehte er sich um und sagte zu Wigo:

"Nach den Aussagen dieser Tafel ist der heutige Verlauf des Nils nicht richtig."

"Und mehr steht da nicht?", fragte Wigo.

"Doch, es steht da noch viel mehr. Hol doch mal die anderen", befahl Krister und ging zur nächsten Schrifttafel. Die anderen kamen und stellten sich neben Krister.

"Hast du was interessantes entdeckt, Krister?", fragte der Professor.

"Ja, an der vorigen Tafel steht etwas recht aufschlußreiches", sagte er etwas geistesabwesend und betastete mit seinen Fingerspitzen die Schriftzeichen.

Gerade wollte er sich zu den anderen umdrehen als die Tafel beleuchtet wurde. Erstaunt drehte sich Krister wieder der Tafel zu und wartete auf ein Ereignis. Die Schrift bewegte sich. Wurde groß und dann wieder klein.

Erschrocken wich Krister einen Schritt von der Tafel zurück: "Wie ist das nur möglich?!"

Er drehte sich zu den anderen um und rief lachend mit der Hand auf die Tafel weisend: "Es steht auf schwedisch, es steht auf schwedisch, Professor!"

Der Professor trat an die Tafel und strich mit den Fingerspitzen ganz sanft über die Buchstaben, dann nickte er und sagte anerkennend: "Genial, einfach genial!"

Nach dem letzten Wort drehte er sich um und winkte Wigo zu sich: "Wigo, mein Guter, komm doch mal und stell dich hier vor die Tafel.

Ja, so! So stehst du genau richtig. Ich bin nämlich der Meinung, daß jeder, der den Wunsch hat, die Worte auf der Tafel lesen zu wollen, es auch kann! Konzentriere dich jetzt darauf, es lesen zu wollen, Wigo."

Wigo starrte auf die Tafel. Es sah so aus als wenn die Buchstaben durcheinander tanzten, doch dann nahm die Tafel nur eine glatte graue Farbe an.

Etwas ärgerlich über diesen Vorfall stupste der Professor Wigo an und rief ihm laut zu: "Nun wünsch’ es dir endlich", und nochmals etwas leiser: "Du mußt es dir aus tiefstem Herzen wünschen!"

"Ich, ich...", stammelte Wigo, "...ich kann es nicht!"

"Natürlich nicht", erwiderte der Professor, "du wirst es nie können. Heute nicht und morgen nicht und zu keiner Zeit. Solange du noch den alten Wigo mit dir rumschleppst, ihn fütterst und beschützest, wird er sich an dich hängen bis daß der Tod euch scheidet . . . und vielleicht das noch nicht mal", antwortete der Professor resigniert.

Rosa legte seine Hand auf Wigo’s Rücken und sagte dabei: "Stell’ dich zu Luna!"

Wigo drehte sich um und ging mit gesenktem Blick von der Tafel weg. Wigo war sich deutlich unbehaglich zumute.

"Krister", sagte der Professor laut, "ich bin dafür, daß du die deutsche Sprache wählst, wenn du dich wieder an die Tafel begibst, dann können wir alle mitlesen", und grinste Krister fröhlich an.

"Aber Professor! Nichts läßt sich so gut ablesen wie die eigene Muttersprache", erwiderte er und stellte sich vor der Tafel auf. Krister schloß seine Augen und konzentrierte sich. Alles wurde still.

Wigo stand inzwischen neben Luna. Die hatte ihren Arm um seine Schulter gelegt und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Er hatte immer noch seinen Kopf gesenkt, nickte aber jetzt ein paar Male und hob dann seinen Kopf und blickte auf die Wand, während sie immer noch auf ihn einsprach. Dann ergriff sie seine Hand und beide standen still nebeneinander.

"Krister, alter Freund, was ist mit Ihnen?"

"Das möchte ich auch mal wissen, Professor. Wie es aussieht, hat mich meine Kraft verlassen . . . oder war alles doch nur eine Illusion?"

"Keineswegs", erwiderte Rosa, "auf gar keinen Fall, mein Lieber, wir sind doch nicht verrückt geworden; dafür war die Zeit doch viel zu kurz", stellte er sichtlich nervös geworden fest.

"Wir sollten uns um einen Ausgang bemühen, das bringt uns sicherlich auf andere Gedanken", sagte er hastig und drehte sich um.

 

Die belehrende Stimme

"Komm Kriester, versuch’ es mal mit einer anderen Säule, hier sind ja noch genug."

Rosa und Krister gingen schon voraus als sie plötzlich eine Stimme hinter sich hörten, die sie nicht kannten.

Irritiert drehten sie sich zu dem Sprecher um und sahen sehr überrascht, daß es Wigo war, der plötzlich mit fremder Stimme redete: "Alle Pyramiden wurden zum Schutz der Amethysten gebaut, die wir hinterlassen haben, als wir diese Erde nach der großen Flut für einige Zeit verlassen mußten. Sie dienten uns damals nicht nur als Kommunikationszentrum, sondern auch als Heilzentrum.

Schon viele haben versucht, diese Edelsteine zu finden. Sie existieren! Einer von vielen ist hinter dieser Wand platziert, andere sind unter den Pyramiden eingelassen. Wir haben diese wertvollen Edelsteine vor der korrupten Priesterschaft verborgen gehalten, weil sie anfingen sich mit Schwarzer Magie zu beschäftigen. Es gab einmal 12 Pyramiden, die im Uhrzeigersinn angeordnet waren und viele tausend Jahre existierten. Die Sonnenstrahlen drangen durch die Amethyst-Steine hindurch und verbreiteten einen farbigen Glanz in den Pyramiden. Einmal wird die Zeit kommen und dann werden diese schönen und kraftvollen Heilsteine wieder zu ihrem ursprünglichen Zweck zurück finden!

Nichts ist euch von dem bekannt, worüber ich jetzt zu euch rede.

Die ersten Herrscher über Âgypten war eine Priesterklasse von Männern und Frauen, die sich ihrer heiligen Aufgaben bewußt waren. Sie standen mit hohen Geistwesen im direkten Kontakt und empfingen von ihnen Gesetze, die die Ägypter anwenden sollten, um zusammen leben zu können.

Ich spreche von jenem Ägypten, als es noch hohe Ideale besaß und edel regiert wurde.

Die Todesstrafe gab es in jenen Tagen nicht. Es wäre damals auch niemand auf den Gedanken gekommen, solch eine grausame Bestrafung zu fordern, weil jeder die Gesetze der Schöpfung genau kannte.

Als zehntausend Jahre verstrichen waren, wurde von korrupten Priestern das erste Königshaus sowie eine Religion gegründet, die sich Solar-Thai-Ah–Tep nannte. Sie praktizierten Hypnose und mißbrauchten diese Kraft, genauso wie den Anwendung der Magie. Dadurch entdeckten sie, wie man vom schwarzen Strahl Samanahs Gebrauch machen konnte und so benutzten sie auch diese Kraft für ihre üblen Ziele. Das Volk merkte davon nichts. Hauptsächlich wurde damals durch Furcht auf die Menschen eingewirkt. So wurden die Menschen nach und nach zu wehrlosen Opfern gemacht.

Wenn die Herrscher dieses Landes wichtige Entscheidungen zu treffen hatten, so hatten die Menschen darauf keinerlei Einfluß. Kommt euch das bekannt vor?"

"Was kannst Du uns über die Freimaurer erzählen? Ich habe gehört, daß sich diese Gruppe aus der Bibel ableitet", fragte Luna die Stimme.

"Während die Priester in damaliger Zeit alle Macht besaßen, hatten die Pharaonen überhaupt keinen Einfluß. Erst 100 Jahre später bot ein Pharao der Thai-Priesterschaft die Stirn und verjagte sie. Die Thai-Priester flohen über das rote Meer.

Kurz darauf kam es zu einer Gruppierung einer neuen Priesterschaft, die nicht so korrupt war wie die früheren, weil es unter ihnen Männer gab, die GOTT als den höchsten Herrscher anerkannten.

Diese neue Priesterschaft nannte sich: ’Die Maurer’. Euer Wort ’Freimaurer’ stammt hiervon ab", erzählte die Stimme.

"Ich habe noch eine Frage", sprach sie zu der Stimme: "Kannst du uns sagen, was die Geräusche im Atlantischen Ozean zu bedeuten haben, die man immer wieder hört? Schon viele Taucher haben dieses Phänomen gehört. Manche sagen, die Geräusche kämen von Bohrtürmen, die in der Nähe sind. Andere meinen, die tektonischen Platten würden sich verschieben. Was kannst du uns darüber sagen?"

"Denkt Ihr, Fische und andere Unterwassertiere würden miteinander nicht kommunizieren?", sprach die Stimme. Aber das zu denken entspringt wieder einmal der Arroganz vieler Journalisten. Manche Unterwassertiere singen sogar. Ihre Stimmen hören sich an wie Gitarren und Geigenklänge. Wieder andere klingen wie Kinderstimmen.

Die Meere sind verschmutzt, hinab bis an jeden Meeresboden. Auch ihre Bewohner haben darunter zu leiden. Sie kommen manchmal aus ihren Tiefen empor und schreien sich ihre Not aus der Seele und dann hört ihr sie als Töne, als rasselnde Ketten, knirschende oder wie klappernde Zähne, die aufeinander mahlen und schlagen. Manche Tiere geben unter Wasser Morsezeichen von sich, um mit Tieren aus anderen Meeren zu kommunizieren. Dann hört ihr rhythmische Klopftöne.

Die Menschen denken, sie können Öl und chemische Abfälle in die Meere kippen ohne an ihre Bewohner zu denken!

Glaubt ihr wirklich, daß die Meere nur von für euch eßbaren Wesen beherbergt werden? Die oberen Schichten sind leergefischt, doch wenn ihr euch weiter vorwagt, werdet ihr eine böse Überraschung erleben", mahnte die Stimme.

"Manche Wissenschaftler behaupten, daß unter der Sahara große Wasserbecken liegen und man bräuchte sie nur anzuzapfen -, stimmt das?", fragte Krister.

"Ja, das stimmt! Es liegt unter der Sahara in einer Tiefe von 1400 Metern ein See, der so groß wie Frankreich ist. Es gibt auch einen unterirdischen Fluß, der von Schweden bis zum Bodensee fließt."

"Gibt es in der Sonne einen Planeten?

Ich habe davon gehört", wandte sich Luna nochmals an die Stimme.

"Ja, so einen Planeten gibt es. Ihre Bewohner sind eigens dazu da, um dem Sonnengott zu dienen. Eine Parallele hierzu ist die Erde. Auch in ihrem Kern, der einen Diamanten darstellt, leben kleine Wesen zur Unterstützung der Erdseele. Die Sonnenflecken, die ihr auf der Sonne seht, sind große Landstriche und Städte."

"Das ist doch totaler Unsinn!", rief Krister dazwischen. "Die Oberflächentemperatur liegt bei fünftausend Grad Celsius, darauf kann nichts und niemand leben!"

"Für die Bewohner der Sonne haben diese Temperaturen keinen verzehrende Eigenschaften."

"Dann stimmt es also auch, daß manche großgeistige Menschen sich in Planeten inkarniert haben?", fragte Luna.

"Ja, das stimmt auch", antwortete die Stimme. "Es wird nun Zeit, Abschied zu nehmen. Stellt euch in einem Kreis auf. Wir wollen uns die Hände reichen und die Augen dabei schließen."

Sie taten es und die Stimme sagte laut: "Friede sei in uns allen!"

 

Das "Spiel mit den Atomen"

Sekunden war es still. Jeder spürte eine Wärme, die von den Füßen aufwärts bis zu ihren Köpfen empor strahlte. Ein Lächeln breitete sich auf ihren Gesichtern aus. Luna öffnete als erste ihre Augen und sah gerade aus in die von Krister. Auch er lächelte sie an und sagte leise in die Stille hinein: "Ich habe vorhin etwas hochinteressantes auf dieser Tafel gelesen", und bei diesen Worten nickte er mit seinem Kopf zu der Tafel links hinter ihm. "So wie die Situation für uns hier unten aussieht", sprach er leise weiter, "müssen wir uns auf das Experiment einlassen."

"Welches Experiment, Krister?", fragte ihn nun der Professor, der nun seine Augen ebenfalls geöffnet hatte und Krister ansah.

"Ich erkläre euch hinterher alles, besser wäre es nun zu beginnen."

Alle nickten mit dem Kopf, auch Wigo, der inzwischen wie aus einer Trance die Augen aufgeschlagen hielt, als Krister ihnen kurz erklärte was er mit ihnen vor hatte.

Also stellten sie sich geschlossen in einem Kreis vor die hintere Wand.

"Vielleicht sollten wir einfach durch die Wand gehen?", sagte Wigo, "ich habe so was ähnliches schon mal im Fernsehen gesehen."

"Hast du?", antwortete Krister herablassend.

"Sie brauchen gar nicht so zu reden", sagte Wigo. "Es stimmt, was ich sage!"

"Natürlich Wigo, dann kannst du doch wenigstens schon mal deinen Arm durch die Wand stecken."

Wigo nahm seine Hand hoch, zögerte, schaute an die Decke und sah wie das pulsierende Licht auf seinen Handrücken fiel. Verwundert darüber legte er die Hand an die Wand und drückte sachte gegen sie. Und Unglaubliches geschah. Da drehte sich der Kreis der Anwesenden anfangs wenig, aber mit jeder Drehung immer schneller und schneller, bis es nur ein wirbelnder Lichtsog wurde der sich in Nichts auflöste.

"Sind wir jetzt auf der anderen Seite des Tempels?", wollte Wigo wissen.

"Ja, ich glaube", sagte Luna.

"Was war das für ein Spiel?"

"Ich nehme an, das ’Spiel mit den Atomen’", lächelte vielsagend der Professor. "Ich muß direkt mal kontrollieren, ob auch alles noch am selben Platz sitzt wie vorhin", schmunzelte er und dabei schaute er an sich hinunter und befühlte seinen Körper.

Krister war schon wieder weiter gegangen und rief die anderen zu sich. Als sie kamen, fragte er: "Eine kleine Reise gefällig?"

Als die anderen näher kamen, trauten sie ihren Augen nicht: Sie sahen ein großes, 12eckiges, kugelförmiges ’Ding’, das oben abgeflacht und durchsichtig war.

Krister hielt seine Hand zur Kuppel empor und sie öffnete sich. Zwölf komfortable Sitzplätze kamen zum Vorschein. Er stieg als erster ein. Die anderen folgten ihm beherzt. Dann erhob sich das Gefährt mit leichtem singenden Ton und schwirrte durch den Raum. Kurz darauf stand es abrupt still und schoß dann wie der Pfeil davon.

Im Innern der Kuppel flitzten Lichtstrahlen hin und her und die äußere Kugel wurde ultrablau, dann zerplatzte diese, und ein Stern, der ultraviolett aufleuchtete, flog durch jede Materie.   

 

Fortsetzung folgt ... (Reise durch Dimensionen).