UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Luna, Professor Gustav Rosebär und Wigo treten eine neue abenteuerliche Reise an. . Diesmal nach Ägypten. Dort lernen sie drei Wissenschaftler kennen...und diese neue Bekanntschaft führt zu weiteren spektakulären Ereignissen.

 
 

Reise nach Ägypten

Es war Mittag und die Sonne schien herrlich in Luna’s Rosengärtchen hinein, drei Menschen genossen auf Liegestühlen die letzten warmen Sonnenstrahlen.

"Kinder", sagt der Professor, "ich habe mir überlegt in Anbetracht der letzten Ereignisse, daß wir am besten nächsten Monat schon nach Ägypten reisen, dann kommen wir gerade noch in die weniger warme Zeit und es läßt sich so noch aushalten. Allerdings sollten wir auch warme Sachen mitnehmen, denn nachts ist es kalt, besonders draußen", lachte er glucksend.

"Gibt es dort nicht auch unangenehme Sandstürme und Unwetter?", fragte Wigo.

"Ja, reichlich Wigo, aber nur in den Monaten März bis April. Ist es dir denn möglich, Wigo, schon demnächst mit uns zu fahren?"

"Ja, das läßt sich gut einrichten", erwiderte er. "Aber du sagtest fahren?"

"Ja, wir machen eine Schiffsreise an Bord eines Frachters, dann ist die Fahrt billiger und außerdem haben die auch ganz ansehnliche Kabinen. Aber über eins, Wigo, müssen wir uns vorher noch einig werden."

"Ja, ich verstehe schon was du meinst, Rosa. Es wird auch nicht mehr vorkommen, daß ich einen Alleingang mache."

"Mein Junge, es dreht sich nicht so sehr um Alleingänge, sondern vielmehr um das Vertrauen, das wir gegenseitig aufbringen müssen um diese Reise überhaupt anzutreten. Und bei eventuellen Schwierigkeiten nimmt man doch dann auch an, daß der andere voll hinter einem steht? Und das können wir gegenseitig nur dann erwarten, wenn wir zusammen bleiben und nicht jeder seine ’eigene Expedition’ in der Expedition unternimmt, und wenn dann was daneben läuft, dann über das ’Leck’ zu klagen. Kannst du das nachvollziehen, Wigo?

Überleg es dir noch mal und dann sage uns Bescheid, o.k.?"

"Ja, o.k., Rosa!"

"Na dann wollen wir noch mal die letzte halbe Stunde unseren eigenen Gedanken nachhängen."

Und damit schwiegen die drei und sahen sich schon in Ägypten wieder.

 

Die Wissenschaftler

Nach wochenlangen Vorbereitungen und der Überfahrt kamen die drei Abenteurer endlich an ihrem Bestimmungsort an.

Durch das gemächliche Schaukeln auf den Kamelen hatte sich eine wohltuende Ruhe bei ihnen eingestellt und nachdem sie im St. Katharinen-Kloster eingetroffen waren, begaben sie sich gleich in zwei kleine Räume, die ihr Obdach für die nächste Zeit werden sollte.

Dort angekommen ließen sie sich auf die schmalen Pritschen fallen und schliefen sofort ein.

Es war Abend als sie erwachten.

Nachdem sie sich frisch gemacht hatten, gingen sie hinunter ins Speisezimmer. Der Raum war ziemlich gefüllt. Sie fanden an einem ovalen Tisch noch drei Plätze frei und setzten sich. Der Professor bestellte Reis, Gemüse und Fisch und als Nachtisch Ananas.

"Meine Herren", sagte der Professor und blickte durch die Runde...

"Darf ich Ihnen uns kurz vorstellen?"

Bejahend nickten die anderen anwesenden Personen mit ihren Köpfen.

"Mein Name ist Rosa. Hier zu meiner rechten und linken sitzen Luna und Wigo, zwei gute Freunde, die mit mir gekommen sind um Land und Leute kennenzulernen."

Sie gaben sich untereinander die Hand, begrüßten sich lächelnd und machten sich namentlich bekannt. Die anderen Herren gegenüber stellten sich mit Harald, Krister und Anders vor.

Dann wurde das Essen aufgetragen. Alle aßen und es herrschte eine momentane Stille am Tisch.

Später wurde den Gästen frisches Wasser, Tee und Fruchtsäfte auf den Tisch gestellt. Der Professor begann ein Gespräch:

"Sicherlich haben Sie, meine Herren, schon davon gehört, daß eine Gruppe Wissenschaftler auf dem Weg ist, die Cheops-Pyramide zu untersuchen?"

"Selbstverständlich, mein Herr", sagte jener gegenüber mit dem grauen Schnauzbart.

"Und wissen Sie", dabei lächelte er ihn freundlich an, "Sie haben sogar das große Glück, mich und die zwei anderen Wissenschaftler hier neben mir zu sprechen. Weitere Kollegen von uns sind gestern abgereist, wir blieben noch, um ebenfalls ein wenig die Menschen hier kennenzulernen.

Die Ägypter sind ein fröhliches Volk, und wir haben durchaus noch vor, die Oase Fairan zu besuchen. Der Legende nach soll Abraham auf seinem Weg nach Ägypten dort halt gemacht haben, um die Ägypterin Hagar zu heiraten.

"Ich habe gehört", antwortete der Professor, "daß Sie diesmal aber nicht den gewohnten Eingang aufsuchten, um in die Pyramide zu gelangen?"

"Ja, das stimmt! Wir sind durch einen geheimen Luftschacht von oben in die Pyramide eingestiegen und haben durch einen bestimmten Klang, den wir anwendeten, den darunter liegenden Quader bewegen können und somit gelang es uns auf diese Weise einzusteigen."

"Das ist ja äußerst interessant", sagte der Professor und seine Augen blitzten auf.

"Dürfen Sie uns mehr erzählen oder ist die Sache geheim?", fragte der Professor den schnauzbärtigen Forscher gespannt.

"Nein, nein, wenn es Sie also interessiert", sagte der betonend, "dann erzähle ich Ihnen gerne mehr. Ich kenne die Cheops-Pyramide sehr gut. Ich bin schon oft da gewesen. Einmal lies ich mich mit meinem Begleiter dort für eine Nacht einschließen. Die sogenannten Wächter machen das für ein kleines Entgeld. Erlaubt ist es natürlich nicht, aber, na ja, das ist eine andere Geschichte.

Diesmal sind wir durch eine geheime Tür auf einer Treppe etwa 100 Meter in der Pyramide hinunter gegangen. Dann kam eine Wand und es ging nicht weiter. Doch an den Tonvasen, die an der Wand eingelassen waren, erkannten wir, daß hier ein Mechanismus angebracht war. Wir zerschlugen die Gefäße und der herausrieselnder Sand öffnete den Steinquader.

Vor uns erblickten wir einen Gang mit vielen seitlich abzweigenden Katakomben, die aber alle leer waren. Wir gingen weiter und der bisher mannshohe Gang wurde so niedrig, daß wir auf den Knien rutschend uns fortbewegen mußten. Dann kamen wir in eine Kammer, in der zur damaligen Zeit Einweihungen stattfanden und das war es dann, was wir eigentlich suchten.

Manche von uns hatten Schwierigkeiten auf ihren Beinen stehen zu bleiben. Ja fürwahr, man konnte sagen, die Schwerkraft war hier unten aufgehoben. Wir fanden dann einige Metallplatten aus uns unbekannten Materialien, auf denen sich Inschriften befanden. Vor Ort hat einer der Kollegen etwas entziffert, das darauf hinweist, daß auf diesen Platten die Erdgeschichte aufgeschrieben ist. Daher vermuten wir, daß die Pyramide zur Zeit der Atlantier gebaut wurde. Auch sagen diese Tafeln aus, daß die Erde zu der Zeit regen Handelsverkehr mit Außerirdischen hatte."

"Was meinen Sie, warum die Cheops-Pyramide gebaut wurde?", fragte Luna.

"Sie werden sicherlich schon von Kraftlinien gehört haben. Alle Kraftlinien dieser Erde laufen durch die Cheopspyramide hindurch und treffen sich als starke energetische Turbulenzen im Innenraum der Einweihungskammer wieder, verweilen dort bis Sonnenaufgang und werden dann als Information von der Spitze der Pyramide in Richtung des Sternenbildes Sirius ausgestrahlt."

"Wenn Sie hier von einem Informationsstrahl sprechen, meinen Sie damit die Morphogenetischen Felder?"

"Ja selbstverständlich, Luna. Ich wollte nur nicht so weit ausholen. Aber wenn Sie mich so direkt fragen, dann kann ich Ihre Frage nur bestätigen."

"Dürfte ich bitte mal fragen, was Morphogenetische Felder sind?", fragte Wigo.

"Selbstverständlich, lieber Wigo", antwortete er und blickte Luna fragend an: "Wollen Sie oder darf ich weiter sprechen?"

"Sprechen sie ruhig weiter, Krister", sagte Luna freundlich.

"Morphogenetische Felder sind Energiefelder, die von persönlichen Gedanken, Willen und Gewohnheiten geformt werden und jedem zur Verfügung stehen, auch nach dem Ableben eines Menschen bleiben diese Felder im Erdkreis bestehen.

Der Begriff Morphogenetische Felder wurde von dem britischen Biologen Rupert Sheldrake geprägt. Er ging davon aus, daß es nicht nur einen unterbewußten Informationskanal gibt, sondern auch eine Art weltweites biologisches Organisationssystem."

"Könnte das auch bedeuten, daß wir solche Felder anzapfen könnten? Wenn ja, wie könnte man das dann machen?", fragte Wigo mehr an sich selbst gerichtet.

"Zu Ihrer ersten Frage: Ja, das könnten wir; zu Ihrer zweiten Frage: das geschieht immer dann, wenn wir alte Gegenstände in der Hand halten und unsere Gedankenvibrationen auf diese Dinge einstimmen.

Ich möchte es mal so sagen: Macht ein Wissenschaftler eine bislang unbekannte Entdeckung, fließt die Erfahrung seiner Entdeckung in das Morphogenetische Feld der Menschheit ein. Forscher, die nach derselben Entdeckung trachten, wird es durch das Morphogenetische Feld erleichtert einen Durchbruch in ihrer Forschung zu erreichen.

Sie runzeln die Stirn, Luna?

Ich schließe daraus, daß Sie nicht meine Ansichten teilen. Haben Sie eine andere Meinung, ja , dann sagen sie es uns bitte, ich lerne gerne dazu."

"Selbstverständlich sind unsere Gedankenimpulse elektrisch, Krister, und auch das Morphogenetische Feld ist es. Em, nein, em, ich bin nur nicht so sehr davon überzeugt, daß wir dieses Formfeld anpeilen können wie Fernsehdioden eine Antenne, vorrausgesetzt natürlich, das dieses Gerät auch intakt ist.

Sehen Sie, ich bin auch nicht der Meinung, daß nur durch das Abfragen der Formfelder Menschen inspiriert werden könnten, um den Erfindergeist anzuregen. Ich bin vielmehr der Meinung, daß dies durch eine übersinnliche Stimme geschieht, die aus der geistigen Welt zu uns kommt, und nur von der Seele erfaßt und verstanden werden kann.

Es ist Telepathie zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Die Morphogenetischen Felder allerdings sind meiner Meinung nach nur kosmische Wellen, die es erst ermöglichen, einen Gedanken aufzuheben und ihn weiter zu leiten. Denn wenn es anders wäre, müßte man davon ausgehen, daß dieses Formfeld ein Bewußtsein hat, bzw. einen Verstand, denn nur so kann es schöpferisch wirken und daraus resultiert natürlich, daß es einen Informator hat.

Ohne ein leitendes Bewußtsein kann nichts Neues entstehen. Aber genau das ist der Punkt in den Feldformen, das, wenn wir sie abfragen, Gedanken der gelebten Menschheit frei kommen würden und hier beginnt eine fatale Situation. Denn nicht alle Gedanken sind göttlicher Natur. Wir sehen die Auswirkungen negativer Gedankenwellen tagtäglich auf unserem Planeten und wissen um die Gedankenkräfte die seinerzeit Atlantis zum Untergang brachten. Wir haben also nur Nachteile davon, wenn wir die Morphogenetischen Felder anpeilen.

Derselbe Aspekt liegt auch in unseren Gedanken, in unserem Willen und in unserer Tat. Wenn wir uns nur für den materiellen Reichtum öffnen, werden wir auch dem entsprechend den geistigen Sendeturm im Jenseits anpeilen, der auf unsere Gedankenfrequenz eingestellt ist."

"Ich meine", erwiderte Krister ihr, "daß die Formen der Zellen, Gewebe und Organe und der gesamte Organismus nicht durch die DNS erzeugt, sondern durch Morphogenetische Felder. Wenn man die Analogie weiterführt, könnte man sagen, Organismen die sich entwickeln, sind auf ähnliche frühere Organismen eingestellt, die als morphogenetische ’Sender’ wirken. Verstehen sie?"

"Ja, ich verstehe was Sie meinen, Krister. Doch auch hier bin ich anderer Meinung. Der kleinste Anfang des Menschen ist die Zeugung. In beiden ruht die göttliche Information, nach die sie sich zu richten haben, wenn auch unbewußt. Die Samenzelle hat durch vorangegangene Erfahrungen die Information sich fortzubewegen, das Ei dagegen die Information, sich zu verhärten, sobald die Samenzelle eingedrungen ist.

Diese göttliche Information ist ein Gesetz, das zwingend ist. Daran erkennt jeder den göttlichen Ursprung.

Gott, der Informator, der Gesetzgeber, vererbt seinen Willen auf jede Zelle im Universum. Damit besitzt jede Zelle eine Empfangsbereitschaft und ist Empfänger für geistige Informationen.

Gott ist der Informator, nicht die Materie, also nicht das Morphogenetische Feld. Das entsteht doch nur auf Grund der Information. Oder sehen sie das anders?"

"Das nicht, Luna. Aber . . ."

Einer der Herren schaute auf seine Armbanduhr und sagte: "Wir haben noch sehr viel Zeit bis zum Sonnenaufgang. Werden Sie uns begleiten, wenn wir den Mosesberg besteigen?"

"Sehr gerne", nickte der Professor.

"Ich habe mal gehört, daß der Berg ein vorzügliches Ziel für UFOs ist. Stimmt das?"

"O ja", erwiderte dieser.

"Ganz bestimmt wird Ihnen gerne unser Kollege hier seine Begegnung mit der 3. Art schildern wollen. Ist es so Harald, was meinst du?"

"Ja, das mache ich doch gerne, Krister."

"Professor, haben Sie schon die Bibliothek in diesen Mauern besucht", fragte Anders Hedlund den Professor.

"Hier finden Sie noch sehr alte Landkarten. Man spricht auch davon, daß es hier unten geheimnisvolle unterirdische Katakomben geben soll. Sie wissen ja, die Einheimischen wollen immer mehr wissen als wir Wissenschaftler", flüsterte er ihm zu und ließ dabei seine Augen vielsagend durch den Raum streifen.

Etwas lauter fügte er an: "Wie ich sehe, haben sich die anderen in ein anregendes Thema verstrickt, das sollten wir ausnutzen und uns auf den Weg machen."

"Nur wir beide?"

Der andere nickte ihm zu und der Professor flüsterte Luna und Wigo etwas zu, dann gingen die beiden nach draußen.

"Wie ich sehe, hat Anders im Professor jemanden gefunden, auf geheimnisvolle Suche zu gehen", sagte Harald.

"Geheimnisvolle Dinge?", fragte Wigo erstaunt, "da wäre ich gerne mitgegangen!"

"Wie ich sehe, tragen Sie zu diesen Ausflügen keinen Talisman. Das sollten Sie aber."

"Ich trage auch keinen, Harald," erwiderte Luna.

"Sie, meine Liebe, haben andere Erfahrungen, die Sie anwenden. Aber in Ihrem Begleiter sehe ich jemanden, der noch neu auf diesem Gebiet ist und Sie können nicht immer ein Auge auf ihn haben. Denn wie ich Sie einschätze, Wigo, verlieren Sie total ihre Logik, wenn Sie etwas faszinierendes entdecken. Darum besorgen Sie sich jetzt mal ein Stück Papier und schreiben Sie sich mal diese Formel auf. Die müssen sie aber auswendig lernen", sagte er.

"Sind sie bereit, Wigo?"

"Ja."

"OM Bur Bhuvah Suvah

Tat Savitur varenyam

Bhargo devasya dhimahi

Dhiyo yo nah prachodayat."

"Und was bedeuten diese Worte, Harald?"

"Das, mein lieber Freund, erzähle ich Ihnen nicht. Denn wenn ich Ihnen diese Worte übersetze, verlieren Sie an Energie und damit an Macht. Aber wenn dieser Vers einen Platz in Ihrem Leben einnimmt, dann werden Sie vergangene Leben mit Ihrem wahren Selbst erfahren. Zeit-Blockaden werden aufgehoben und alle ihre Gehirnzellen werden im Laufe der Zeit aktiviert. Wenn Sie allerdings den Vers in Gedanken aufsagen, dürfen Sie ihn nicht runterleiern, sondern Sie müssen Kraft und Liebe hineinlegen, wenn er wirken soll!"

"Ich glaube meine Herrschaften wir müssen uns langsam auf den Mosesberg konzentrieren", sagte Harald. "Packen Sie auch etwas zu Essen ein, ziehen Sie sich etwas warmes an, Taschenlampen nicht vergessen. Wir treffen uns dann alle zusammen an der Südseite des Klosters."

 

Der Moses-Berg und die Flugscheibe

"Kommen Sie Luna, nehmen Sie meine Hand, dann haben Sie es gleich geschafft", sagte Krister und zog Luna mit Schwung auf die Bergspitze.

Der Anblick der aufgehenden Sonnenscheibe, die zartrötlich erleuchtete heilige Stätte, die noch im Schatten liegende nördliche Tiefebene, die Fernsicht und die Einzigartigkeit dieser Landschaft mit ihren krassen Gegensätzen beeindruckte sie alle hier oben.

"Schauen Sie nur...", rief Wigo, "...ein, ein UFO", stotterte er.

"Nur ein kleiner Gleiter", erwiderte Harald, "Platz für 1 bis 4 Personen, nichts umwerfendes. Wahrscheinlich. . .

"Es kommt auf uns zu", schrie Wigo erregt.

"Und jetzt ist es weg, weil Sie Ihre Gefühle leider nicht beherrschen können, Wigo", sagte Krister.

"Wigo hat schlechte Erfahrungen mit UFOs gemacht, bitte seien Sie also nicht so streng mit ihm, Krister!" Bei diesen Worten ging Luna zu Wigo und streichelte ihm übers Gesicht und über seinen Kopf und legte ihre Stirn an seine Stirn. Dann legte Luna ihre Hände auf seine Schultern und schloß die Augen und sagte:

"Wigo, bleib ganz ruhig und gelassen. Entspann dich! Atme ganz langsam ein und aus. Morgen reiten wir zur Sphinx. Es soll ein Geheimnis unter ihr liegen und nur wir zwei werden es erkunden."

Er strahlte sie vor Freude an und setzte sich wieder hin und blickte in die Sonne.

Krister kam auf Luna zu und sagte: "Wir fahren in 3 Tagen nach Schweden zurück. Doch zuvor wollen wir noch einen Trip durch das Wadi El Scheikh unternehmen. Rund um das Gebiet das Moses, das er mit seinem Volk durchwanderte. Die Geschichten des Alten Testaments sind in dieser Umgebung allgegenwärtig und greifbar. Ich könnte mir vorstellen, daß dies von Interesse sein könnte?"

"Danke für Ihr nettes Angebot, Krister. Doch ich glaube, Sie enttäuschen zu müssen, denn unsere kleine Expedition hat schon andere Abmachungen getroffen, bevor wir Ägypten erreichten", sagte Luna sehr freundlich lächelnd.

"Nun, ehm..., ich kann mir durchaus vorstellen, mich dann eben Ihrer kleinen Reisegruppe anzuschließen", sagte er und schaute sie vielsagend an.

"Sie nur allein, Krister?"

"Ja Luna. Harald und Anders müssen wieder ins Institut zurück. Ich aber bin freiberuflicher Wissenschaftler und verfüge über meine Zeit selbständig. Was meinen Sie? Ist noch ein Platz frei in Ihrer Expedition?"

"Das müssen wir alle zusammen besprechen. Warten wir also, bis der Professor und Anders zurück sind", sagte Luna.

 

Überraschende Entdeckung

"Kommen Sie hier entlang, Professor, und keinen Lärm machen."

Leise schlichen sie den Gang entlang und hielten vor der Tür der Bibliothek. Als der Professor die Türklinke runterdrücken wollte, legte Anders ihm die Hand auf die Schulter, schüttelte seinen Kopf und sagte zum Professor: "Ich habe eine Überraschung für Sie!"

Er ging zwei Schritte zurück und drückte mit der rechten Hand und seinem linken Knie gleichzeitig gegen einen Felsstein in der Wand und sofort sprang einen spaltbreit eine Tür auf.

"Professor, Sie müssen mir jetzt helfen gegen die Tür zu drücken, denn sie geht schwer auf."

Vereint drückten sie gegen die Tür. "Ach...", ächzte der Professor, "...ist das hier ne Uraufführung, es wird doch nicht die letzte sein?", sagte er schon wieder in sich rein kichernd.

Dann standen sie in einem Gang. An den Wänden brannten Fackeln. "Am besten ist, wir sind so frei, Rosa, und nehmen uns jeder eine Fackel."

"Hoffentlich nicht das einzige was hier frei ist!"

"Bitte, Herr Professor. So machen Sie doch nicht laufend ihre Späßchen! Wer weiß, was uns am Ende erwartet. Wir müssen kühlen Blutes sein. Wollen Sie vorgehen, Rosa?"

"Anders, ich wollte Sie würden eine mir bekanntere Sprache sprechen. So zu denken und zu handeln ist natürlich äußerst klug von Ihnen. In Anbetracht Ihrer zerfransten Nerven sollten wir da nicht lieber gleich umkehren? Oben ist es sicherlich angenehmer für Sie. Auch sah ich einen Schaukelstuhl am Fenster stehen, ich wäre sehr entzückt wenn ich mit einer meiner Balladen Sie in den Schlaf schaukeln könnte, aber denken Sie daran, auch Träume können gefährlich werden. Manch einer bekam schon einen..."

"Was ist", fragte Anders erregt.

"Nichts besonderes, nur..."

"Ja was denn nur?", fragte Anders.

"Ach nichts!"

"Sie machen mich nervös, Rosa!"

"Schon wieder? Wie haben Sie eigentlich dies hier alles entdeckt, Anders?"

"Wie so manches im Leben: per Zufall. Ich wunderte mich, daß so oft ein Mönch neben der Tür stand und Hand und Knie an die Wand drückte. Nun, ich fand das einfach zu affig, wenn nicht etwas Besonderes dahinter stecken sollte. Also probierte ich verschiedenes aus."

"Und wie man sieht, mit Erfolg. Welchen Weg nehmen wir?"

"Den rechten!"

"Den rechten", wiederholte Rosa trocken. "Das heißt also, Sie haben den linken schon erkundet? Und, äh, was gab es am Ende zu sehen?"

"Das Ende ist ziemlich dicht bei", ant-wortete Anders, "es ist der Weinkeller."

"Soll ich vorangehen?", fragte der Professor.

"Ja bitte, Rosa. Aber ..."

"Keine Panik Anders. Ich werde auf Ihr zartes Wesen Rücksicht nehmen."

"Das verstehen Sie falsch, Rosa. Immerhin bewegen wir uns auf verbotenem Terrain."

"Oh ja, ja, wir hätten vorher um Erlaubnis fragen sollen Anders, dann hätten Sie jetzt sicherlich einen federleichten Gang. Andererseits sollten Sie bedenken, daß es auch anders sein könnte."

"Nämlich Rosa?"

"Sehen Sie mal Anders. Ist Ihnen der Gedanke noch gar nicht in den Sinn gekommen, daß die Mönche Ihnen eine Show boten? Wenn nämlich etwas geheim hätte bleiben sollen, dann hätten Sie die nicht so oft belauern können. Oder meinen Sie nicht auch, daß diese Leute ausgeprägtere Sinne haben als wir zwei und Sie offensichtlich beobachtet haben?!"

"Also, ich, ehm, ich äh."

"Jetzt, wo die Luft raus ist, Anders, könnten Sie auch mal etwas mehr Humor zeigen. Nehmen Sie doch nicht alles so ’bierernst’, damit verkorksen Sie nur Ihr Gefühl und dann sind Ihre Gedanken auch nicht mehr die besten.

Wir sind da! Hihi, hätte nicht gedacht, diesen leeren Saal hier unten anzutreffen!"

"Er ist nicht leer, Rosa", sagte Anders." "Schauen Sie mal hier, Professor."

Der Professor trat zu Anders und auch er sah eine Glaswand, die sich durch den ganzen Raum zog. Hinter ihr standen zwei goldene Skulpturen.

"Aus welcher Dynastie sind diese Figuren, Anders?"

"Keine Ahnung. Vielleicht 20. Jahrhundert."

"Hä?"

"Ja, es sind Neuanfertigungen. Wenn ich näher herankommen könnte?"

"Also wenn ich das zu Ende denke, was im Moment in meinen grauen Hirnzellen umherkreist, dann seh’ ich mich wie im Zoo mit der Nase ans Aquarium gepreßt um seltene Fische zu beäugen."

Und somit stellte sich der Professor an die Glaswand, legte die Hände auf diese und drückte seinen ganzen Körper gegen die Scheibe. Diese rollte sich langsam mit einem leisen Summen nach hinten.

"Professor, Sie sind ein Genie!", rief Anders aus.

"Mein lieber guter neuer Freund", schmunzelte der Professor, wenn Sie wüßten, wodurch ein Genie entsteht, würden Sie Ihre Komplimente an die richtige Adresse schicken, hahaha."

Und der Professor lachte aus vollem Halse und sagte laut:

"Besten Dank, meine lieben Freunde", und dabei hob er seine Hand und es sah so aus als würde er jemanden zuwinken.

"Und? Was haben Sie gefunden, Anders?"

"Ja, ich ehm, ja, es ist aus dem 20. Jahrhundert! Eine simple Arbeit. Nichts erhabenes. Die einzige Funktion, die die Figuren darstellen könnten, wären zwei übergroße Schlüssel."

"Ja, das sehe ich auch so. Lassen Sie uns mal die Figuren nur drehen."

Aber in welche Richtung sie die Figuren auch drehten, nichts geschah.

"Wissen Sie was, Anders? Wir sollten auf Kommando drehen und zwar nach rechts."

"Warum rechtsrum?"

"Ach, nur so ne’ Eingebung von mir. Fertig?", fragte der Professor.

"Fertig!", sagte Anders.

"Dann bei 3: Eins, zwei, drei!" Geräuschlos schwenkten die Figuren und es schoben sich zwei Bodenplatten auseinander und setzten eine Treppe frei!

"Dann mal hinein ins Vergnügen", grinste der Professor vor Freude und sprang auf die erste Stufe, die etwas tiefer lag.

"Kommen sie Anders, hinein ins Glücksparadies", und er streckte ihm seine Hand entgegen.

 

Der Fahrstuhl

Sie waren schon ziemlich lange die Treppen runtergegangen bis Anders sagte: "Haben Sie die Stufen gezählt Rosa?"

" Ja, ich bin bei Stufe 169, das sind..."

"Fangen Sie jetzt an, zu rechnen?", fragte Anders.

"Ach, nur eine kleine Spielerei, Anders."

"Und, äh, wie ist das Resultat?"

"Das Resultat ist umgekehrt."

"Na Gott sei Dank. Dann sind es ja nur noch 27 Stufen. Nun gehen Sie doch schon Professor, ich habe keine Lust mehr hier graue Maus zu spielen."

"Hui, Anders. Jetzt werden Sie direkt spaßig. Da kommt Freude auf!", lachte der Professor und sauste die Treppen so schnell runter wie er nur konnte.

"Going!", machte es und der Professor heulte in den höchsten Tönen.

"Aua... au...", schrie er. "Ich glaube, ich habe mir den Arm gebrochen."

Anders kam hinter ihm die letzten Stufen runter und sagte laut: "Verzwickt noch mal, das konnte man ja wirklich nicht ahnen, daß hier die Welt zu Ende ist!"

Und dann gingen die Fackeln aus. "Auch das noch", sagte er.

"Ich glaube, unsere Glückssträhne ist zu Ende. Wo kommt der Luftzug eigentlich her? Haben Sie eine Ahnung, Rosa? Wir hätten Taschenlampen mitnehmen sollen. Wie geht’s Ihrem Arm, Rosa?"

"Ach ja, der wird schon werden. Ist wohl nur verstaucht", meinte er und setzte sich auf die letzte Stufe und durchsuchte seine Taschen. Dann holte er eine Minitaschenlampe heraus, die gerade soviel Licht abgab, daß sie ihre unmittelbare Umgebung sehen konnten.

"Das hier ist aber eine nette glatte Wand", wunderte sich der Professor und strich mit seiner Hand über die Fläche.

"Aalglatt bis auf diese lange Kerbe, die von oben nach unten reicht", und als er das sagte, bückte er sich entlang dieser Linie.

"Ich werde einfach den Gedanken nicht los, Anders, daß wir erwartet werden!" Dabei kramte er erneut in seinen Taschen und holte einiges hervor.

"Du meine Güte, Professor! Was schleppen Sie nur alles mit sich herum?"

"Diese Kleinigkeiten waren mir schon oft zu Diensten, lieber Anders", stellte Rosa fest und drehte eine Flöte in seinen Fingern.

"Sie haben einen Hund?"

"Ja, den Maxel", sagte er gedankenverloren.

Er drehte sich um, setzte die Flöte an seine Lippen und blies mehrmals kräftig.

Wie von Zauberhand geführt, öffnete sich schwungvoll die Wand zurück und ein kleiner Flur mit einer geöffneten Fahrstuhltür wurde sichtbar!

"Endlich mal was komfortableres. Kommen Sie, Anders, das haben wir uns redlich verdient", sagte er und eilte an ihm vorbei direkt in die Kabine und nahm gemütlich in einem Sessel Platz.

Auch Anders nahm Platz. Dann schloß sich die Kabine und surrte leise vor sich hin.

 

Fortsetzung folgt ... (Fahrt in einem Raumschiff und schockierende Zukunftsaussichten!)