Wigo
- Die Liebe stirbt zuletzt!
von
Marleen van Barneveld
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Ein
Lebensschicksal von Wigo war es, Luna zu begegnen. Doch
eine weitere besondere Fügung war es, mit Professor
Gustav Rosebär, liebevoll Rosa genannt, zusammenzutreffen.
Während mehrerer Reisen gewinnen sie gemeinsam Erfahrungen
und Erkenntnisse, die sie bislang nicht einmal aus Büchern
oder Erzählungen kannten.
Die
geheimnisvolle Anlage
Die
Drei waren schon eine Weile unterwegs. Der Professor hielt
an um auf seinen Kompaß zu schauen.
"Ich
kann wohl sagen, daß wir einen Halbkreis gelaufen
sind."
Er
kratzte sich am Ohr, überlegte kurz und meinte: "Ich
glaube, wir haben in ein Wespennest gestochen!"
"Und
was bedeutet das, Rosa?", fragte Luna.
"Wir
stehen jetzt wahrscheinlich unter einer geheimen militärischen
Anlage. Das kann recht unangenehm für uns werden."
"Wieso?",
meinte Wigo erstaunt.
"Wieso?
Ja, wieso fragst du da noch? Wir sind im Begriff uns strafbar
zu machen. Ich seh’ mich schon im Kerker bei Wasser und
Brot", scherzte der Professor.
"Was
ist dann das hier für eine Anlage? Was meinst du, Professor?"
"Ja,
ich bin mir nicht ganz sicher, gehen wir also noch ein paar
Minuten", erwiderte er und schaute Wigo dabei ebenso fragend
an.
"Was
ist mit dir Junge, was machst du für ein Gesicht?",
fragte er besorgt.
"Da
. . . ich hör’ ein Brummen!"
"Und
du Luna? Hörst du auch was brummen?"
"Nein,
ich höre nichts!"
"Jetzt
höre ich auch was. Hier muß irgendwo eine Maschine
laufen. Vielleicht ein Generator?" Er horchte angestrengt
und meinte dann: "Nein, nein das ist kein Generator, das
Brummen kommt aus meinem Kopf! Verdammt noch mal, jetzt
weiß ich, was hier los ist. Hier spielt sich dasselbe
’Theater’ ab wie seiner Zeit in Mexiko 1993. Wir müssen
hier raus. Unser Leben ist in Gefahr. Ich nehme mal an,
daß sie die Antenne eingeschaltet haben und nun senden.
Hat sich mein Verdacht also doch bestätigt! Dies hier
ist dieselbe Anlage wie in Alaska, nur im Kleinformat, das
sogenannte HAARP-Projekt!"
"Und
was hat das für uns zu bedeuten?" fragte Wigo, während
sie weitergingen.
"Was
hier gesendet wird, sind ELF- Wellen, ähnlich wie bei
Hemi-Sync zur Stimulans der Gehirnwellen. Nur mit dem Unterschied,
daß Hemi-Sync-Wellen positiv gebraucht werden, und
diese hier negativ.
Diese
ELF-Wellen sendete früher einmal zu Versuchszwecken
der Radiosender Antenne 7. Sie schickten über den Äther
offiziell einen sogenannten ’Sex-Brummton’. Einen ganzen
Tag lang wurde die Bevölkerung ohne ihr Wissen zum
Versuchskaninchen gemacht. Erst in den nächsten Tagen
schrieben die Medien über diesen ’erlebnisreichen Hit’,
wie sie es nannten.
Mit
diesen ELF-Wellen ist nicht zu spaßen. Wie eine Studie
ergab, wurde nachgewiesen, daß Menschen, die diesem
Ton anhaltend ausgesetzt waren, unter Schlafstörungen,
Schluckbeschwerden bis hin zu Selbstmordgedanken litten.
Das
Ende dieser Anlage werden wir sowieso nicht erblicken. Nach
meiner Rechnung hätten wir dann noch 30 Kilometer vor
uns. Und das ist der Beweis dafür, daß ich mit
meiner Vermutung richtig liege, daß dies hier eine
Ringantenne ist. Angelegt zum Zweck psychologischer Kriegsführung
und Manipulation der Bevölkerung. Denn diese Brummtöne
wurden schon in verschiedenen anderen Gegenden geortet."
Bei
seinen letzten Worten bemerkte der Professor eine kleine
Erschütterung, die durch den Raum ging. Fragend schaute
er die beiden an und sagte: "Habt ihr das jetzt auch gespürt?"
"Ja,
was war das?", fragte Wigo.
"Dachte
ich’s mir doch!" Der Professor wies mit dem Daumen nach
oben: "Dann werden wir hier auch einen Ausgang finden,"
meinte Luna.
"Das
kannst du haben", sagte Wigo.
"Hier
ist der Ausgang schon, Wigo, und noch nicht mal verschlossen!
Hi hi, wir haben mehr als Glück!", lachte der Professor.
Agenten
der
Nacht
Langsam
machte er die Tür einen Spalt auf: "Die Luft ist rein!"
Dabei machte er die Tür sperrangelweit auf und Luna
und Wigo gingen durch.
"Scheint
ein Aufenthaltsraum zu sein. Hier steht sogar eine Kaffeemaschine".
Luna schaute sich erstaunt um.
"Dann
können wir uns ja gleich mal ein ’Käffchen’ kochen!",
meinte Rosa grinsend und ging zur nächsten Tür,
die er vorsichtig einen Spalt öffnete. Er winkte den
anderen und sagte: "Scheinbar sind wir hier richtig. Schnell
machen wir, daß wir davon kommen, denn irgendwie habe
ich plötzlich so ein mulmiges Gefühl!"
Er
öffnete die Tür und sie prallten urplötzlich
mit zwei Männer in schwarzen Anzügen zusammen.
"Hoppla!",
entfuhr es dem einen im schwarzen Anzug und dieser tat dabei
recht erstaunt.
"Wen
haben wir denn hier? Hat’s euch wenigstens Spaß gemacht
hier unten Ratte zu spielen . . . hä, was ist, hat’s
euch die Sprache verschlagen oder was?"
"Wie
reden Sie mit uns", entrüstete sich der Professor.
"Wir sind anständige Bürger, die sich nur eben
mal verlaufen haben", entgegnete er und dann fügte
er etwas leiser an: " . . .Bei den vielen Türen hier.
. ." Dabei schaute er den einen treuherzig an.
"Alles
klar ’Paps’ ", erwiderte der, "...und damit euch das nicht
wieder passiert, zeigen wir euch jetzt gleich mal den Weg,
wo es lang geht. Wir wollen ja nicht, daß ihr euch
wieder verlauft und womöglich noch zu Schaden kommt
als ganz anständige Bürger." Dabei ergriff er
den Professor mit einem ungewöhnlich eisernen Griff.
Der
andere schwarz gekleidete Herr dirigierte Wigo und Luna
vor sich her und wies sie an, die rechte Tür aufzumachen.
Sie verschwanden in dem Raum dahinter.
Der
andere, der den Professor am Kragen gepackt hatte, kam hinterher
und befahl: "Setzt euch!"
"Sie
könnten ruhig etwas freundlicher sein", meinte der
Professor.
"Halten
Sie Ihren Mund, sonst nähen wir den zu", antwortete
dieser sarkastisch und verzog dabei sein Gesicht zu einer
unfeinen Grimasse.
"Setz
dich hin, Zev." Mit diesen Worten schob ihm der andere durch
Teleportation einen Stuhl zu.
Sein
eiskalter Blick glitt wie tastend über ihre Gesichter.
"Was sucht ihr hier unten?" Er wartete auf eine Antwort
und für kurze Zeit herrschte bleierne Stille. Als er
keine bekam sagte er:
"So,
ihr wollt mir nicht antworten. Das ist auch nicht unbedingt
nötig. Was Ihr hier mit Euren simplen Nachforschungen
bezwecken wollt ist für uns von keinerlei Interesse.
Ich will es mal so sagen", und dabei beugte er sich über
den Schreibtisch, so daß er dabei in unmittelbaren
Augenkontakt mit ihnen kam, "...euer Auftritt hier unten
ist ein Ringelreihen dreier obskurer Schlafwandler, die
hinter jedem Mäuserülpser einen Tornado vermuten.
Die Wirklichkeit sieht aber anders aus!"
"Ist
die Wirklichkeit also so wie Sie beide sind?", fragte Luna
unerschrocken und starrte ihn unvermittelt an.
"Was
verstehen Sie schon davon!" Und er lachte schallend. Abrupt
unterbrach er sein Gelächter und sagte scharf:
"Menschen
sind manipulierbar, besonders solche, die es für ihre
große Stärke halten, nicht manipulierbar zu sein.
Je mehr Informationen fließen, umso mehr Manipulationen
sind möglich. Das größte Dilemma der Menschheit
sind die Verschwörungstheorien."
"Das
glaube ich Ihnen aufs Wort", unterbrach ihn Luna. "Sie sind
nämlich ideale Instrumente in der Propaganda und Agitationen.
Sie reduzieren komplexe Ursachen von Ereignissen auf einen
einfachen Nenner, einen Sündenbock für alles."
"Bedenken
Sie bitte", nahm der andere Mann das Wort wieder auf, "daß
es immer Menschen geben wird, die hinter ziemlich allem
eine Verschwörung vermuten!"
"Meinen
Sie sich damit selbst?", fragte sie zurück. "Denken
Sie etwa, ich weiß nicht wer hinter Ihnen steht? Für
wen Sie arbeiten und wer der große Unbekannte ist?"
"Nun",
meinte er und sah sie durchdringend an, "wenn Sie meinen
zu wissen mit wem Sie es hier zu tun haben, umso mehr wird
es dann wohl in Ihrem eigenen Interesse liegen, keine weiteren
Begegnungen mit uns anzustreben!"
"Habe
ich etwa gewollt mit Ihnen Kontakt aufzunehmen oder ist
es nicht vielmehr so, daß Sie sich in unsere Belange
gemischt haben?", fragte sie bissig und ihre Augen blitzten
dabei kampfeslustig auf.
"Luna,
liebste Freundin, ich glaube die Herren haben schon zu Abend
gegessen. Es ist also kaum von Nöten, daß du
ihnen jetzt auch noch den Nachtisch servierst", schmunzelte
der Professor.
"Wie
war noch gleich Ihr Name, verehrter...? Ach ja, den hatten
Sie uns ja noch gar nicht genannt. Sicherlich macht es Ihnen
gar nichts aus, wenn ich Sie mit ’Ron’ anrede?"
"Stimmt
genau, Professor! Namen sind nichts anderes als Bezugspunkte
für diejenigen, die sie brauchen".
Eine
aufschlußreiche Unterredung
"Erzählen
sie uns doch mal, Ron, wie lange arbeiten Sie denn schon
als Agent auf diesem schönen Planeten Erde?" Dabei
sah er ihn wieder treuherzig an und konnte ein leichtes
Lächeln nicht verbergen.
"Sie
sind hier an einem Ort wo wir die Fragen stellen! Halten
sie also endlich Ihr lockeres Mundwerk!", schrie Zev den
Professor an.
"Die
Manieren auf anderen Planeten lassen scheinbar auch zu wünschen
übrig", erwiderte der Professor.
"Okay,
es reicht jetzt endgültig", sagte Ron. "Wir sind nicht
hier um euch Angst einzujagen, sondern um euch aufzuklären.
Wir
sind allgemein als die ’Männer in Schwarz’ bekannt.
Das eine und andere Medium hier auf Erden hat schon mit
uns zusammengearbeitet. Wir warnen die Menschheit durch
sie. Die Erde wird sich verändern und es werden noch
größere Umweltkatastrophen stattfinden als bisher.
Hitze, Dürre und Mißernten werden das Bild dieses
zukünftigen Planeten auszeichnen. Wir aber werden die
Menschen retten, die sich zu uns bekennen. Wir haben schon
einige Personen eingeladen um unsere goldenen Städte
zu besuchen. Jedem gefiel das, was er dort sah. Es wird
die Entscheidung jedes einzelnen sein, ob er ein Freund
von uns sein will. Andernfalls wird er den Polsprung nicht
überleben."
"Alien
Ron, bitte tun Sie uns einen Gefallen und verkaufen Sie
uns nicht für dumm, . . . au, au, das schmerzt!" Der
Professor krümmte sich so auf dem Stuhl als hätte
ihm jemand einen Hieb in den Magen verpaßt.
Trotz
des Schmerzes sprach der Professor uneingeschüchtert
weiter: "Jeder Erdenbürger wird in der letzten Phase
der Reinigung die Erde verlassen müssen. Wer sich dann
noch nicht für den uni-versalen Geist entschieden hat,
wird von der Truppe Gottes auf ähnliche Planeten wie
die Erde gebracht. Menschen die vorher gestorben sind, finden
sich dann, genauso wie heute, in den jenseitigen Sphären
wieder, die sie sich geistig verdient haben. Darum ist es
jetzt wichtig, wie der Mensch auf diesem Planeten lebt.
Jesus gab uns diesbezüglich schon die Anweisung: Liebe
Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst."
"Ich
sehe, ich habe eine Sorte Mensch vor mir, die das Wesentliche
begreifen", sagte Ron. "Das ist auch gut so. Denn es werden
in Kürze Zeiten kommen, in denen eure Regierungen uns
nicht mehr in Hollywood-Filmen vermarkten, sondern öffentlich
auftreten lassen. Wir werden Seite an Seite in den Krankenhäusern
arbeiten zum Wohle der Menschheit. Aids und andere Seuchen
werden der Vergangenheit angehören. Wir werden euch
neue Medizin zur Verfügung stellen. Ihr werdet 150
Jahre alt werden und ein gesundes Leben dabei führen."
"Oh
ja, das glaube ich schon", erwiderte der Professor. "Ihr
seit es schließlich auch gewesen, die mit Aids und
Krebs und anderen menschlichen Geißeln diesen Planeten
mit Absicht infiziert habt. Eurer ’netten Beratung’ ist
es zu verdanken, daß dieser Planet mit Müll überläuft,
denn schließlich habt ihr den Regierungen mittels
Verträgen versprochen, die Erde wieder zu säubern,
doch bislang sieht man nichts davon. Und nun spielt ihr
euch als Wohltäter auf, als Freunde und große
Retter in der Not!"
"Nun,
wir haben unser Bestes damals gegeben. Doch glauben Sie
nur, nicht daß wir so primitiv wären und nicht
wüßten, daß gewisse Menschen, würden
wir ihnen alle unsere Geheimnisse verraten, diese auch gegen
uns anwenden würden. Wir arbeiten bereits seit über
40 Jahren mit den großen Regierungen dieser Erde zusammen.
Die heutigen großartigen Technologien sind unter unserem
Einfluß entstanden. Mit uns gingen die Regierungen
Bündnisse und Verträge ein", erzählte Ron
stolz weiter.
"Wozu
das?", warf Wigo ein. "Wenn Verträge gemacht werden,
erhält die Gegenseite auch etwas. Und was bekam sie?"
"Sie
bekamen freie Hand bei den sogenannten UFO-Entführungen",
sagte der Professor.
"Das
ist keinesfalls so", erwiderte Ron. "Wir hatten schon lange
vor einer Inkarnation die Absprache mit den betreffenden
Menschen getroffen, daß sie uns für diverse Untersuchungen
zur Verfügung stehen. Natürlich ist es auf diesem
Planeten so, daß durch die Geburt das Erinnerungsvermögen
der Personen mit denen wir diese Absprachen hatten, verloren
ging.
Es
ist Ihnen doch sicherlich bekannt, daß sogenannte
Entführte zu späteren Zeitpunkten sogar von sich
behaupteten, Auserwählte zu sein."
"Ja
sicherlich, mein Freund. Aber erst dann, wenn ihr ihnen
Implantate eingesetzt habt, damit eine Umprogrammierung
stattfinden konnte."
"Machen
sie uns nicht schlechter als unser Ruf ist, Herr Professor!"
"Wissen
Sie Ron, ein positiver Alien wird niemals solche Aktionen
durchführen. Auch wenn jemand nach seiner Inkarnation
nicht mehr als Versuchskaninchen fungieren will, würden
positive Aliens diesen Entschluß akzeptieren. Sie
hingegen bestehen auf Abmachungen."
"Sind
wir deshalb schlechter, Professor?"
"Was
gut oder schlecht ist, können wir nicht beurteilen,
das käme einer Verurteilung nahe. Doch sollten wir
uns darum bemühen, jeden zu lieben und das bedeutet,
alle anderen so zu akzeptieren wie sie sein wollen, allerdings
ohne die geringsten Erwartungen für sich selbst zu
beanspruchen", sagte der Professor.
"Dann
sind wir ja einer Meinung", lächelte Ron überheblich.
"Keinesfalls!",
erwiderte der Professor. "Denn wenn ich das erkannt habe,
werde ich mit Menschen oder Aliens keinen Umgang pflegen,
die Aspekte der Nächstenliebe nicht aufweisen, denn
unweigerlich werde ich damit ihre negativen Schwingungen
übernehmen und werde dann ebenso sein wie sie."
Kopfschüttelnd
erwiderte Zev, der andere Mann in Schwarz: "Wir sind
in der Lage in jedes menschliche Gehirn auf der Erde hineinzuhören
und seine Gedanken zu lesen, ebenso können wir uns
mit jedem Erdenindividuum ohne Tonsprache unterhalten. Also
lassen Sie Ihre kindischen Einwände da, wo sie hingehören.
Diese Fähigkeiten enthüllen nicht nur eure Pläne,
sondern auch vergangene Aktionen. Euer Gehirn ist nichts
weiter als ein organischer Computer."
"Einen
wesentlichen Aspekt vergessen Sie hier allerdings in Ihren
Ausführungen, guter Mann, nämlich daß es
Millionen Menschen auf diesen Planeten gibt, die Potentiale
haben alles zu erreichen, was sie sich vornehmen", widersprach
ihm der Professor erneut.
Eine
erstaunliche Verabschiedung
"Also
gut, wenn Sie meinen, Sie haben unsere Hilfe nicht nötig,
dann wollen wir uns jetzt von Ihnen für immer verabschieden.
Auch unserer Aufenthalt hier unten ist begrenzt."
"Das
ist uns Eingeweihten ja bekannt, daß Ihre Spezies
ohne ihren, ich sage mal ’Schutzanzug’ in Anführungszeichen,
kaum eine Stunde länger am Leben bleiben kann als unbedingt
nötig. Aber das hat bei Ihnen auch nicht viel zu sagen,
denn ihr ward schon immer große Verwandlungskünstler,
genauso wie euer Herr und Meister", sagte Luna.
"Hm,
hm...", grunzte er maliziös. "Wer sagt Ihnen denn so
was?"
"Ich
lese ab und zu in der Bibel", antwortete sie ruhig.
"Dann
wollen wir uns auch à la Bibel verabschieden!"
Wigo
sackte auf seinem Stuhl vor Furcht und Überraschung
zusammen als er sah, wie sich die zwei Männer vor ihm
verwandelten. Der eine wurde so groß, daß er
bis zur Decke reichte und aussah wie eine Hydra, die sich
an der Decke entlang schlängelte und dann durch die
Wand verschwand. Der andere veränderte nur seinen Kopf
in ein krokodilähnliches Geschöpf mit glühend
roten Augen. Aus seinem Mund spie er eine braune Flüssigkeit
aus, bevor er sich in Nichts auflöste.
"Jetzt
aber nichts wie weg hier", meinte der Professor.
"So
kurz vor dem Ziel?", fragte Wigo erstaunt.
"Welches
Ziel meinst du mein Junge? Wir haben mehr gesehen und gehört
als nötig war. Nein, nein! Ich bin dafür, daß
wir uns auf den Rückweg machen bevor wir noch mit anderen
Fremden zusammenstoßen. Hier sind wir noch mal glimpflich
davon gekommen. Ich wage gar nicht daran zu denken, was
uns eine eventuelle neue Begegnung bringen könnte."
"Was
meinst du Luna?", fragte Wigo.
"Ich
bin auch dafür, hier schnell wegzugehen. Dies hier
ist kein angenehmer Ort."
Der
Professor und Luna drehten sich um und gingen ein paar Schritte
zurück. Luna merkte, daß Wigo unschlüssig
zurückgeblieben war und drehte sich um und sagte zum
Professor: "Wigo ist nicht unserer Meinung, sie rief ihm
zu:
"Wigo,
was ist mit dir, kommst du nicht?"
Er
ging auf die beiden zu und sagte: "Tut mir leid. Wir sind
zwar zusammen hierher gekommen, aber ich werde mich hier
weiter umsehen. Ich kann jetzt nicht einfach aufgeben!"
Rosa
und Luna sahen, wie er sich entschlossen entfernte.
"Ich
finde es irgendwie nicht richtig, was dein junger Freund
hier tut, Luna", meinte der Professor besorgt. "Wenn uns
so etwas auch in Ägypten passiert, dann werden wir
ernste Probleme haben!"
"Aber
nur wenn du seine Probleme zu den deinen machst", sagte
sie und drehte sich um und sagte zu ihm: "Laß’ uns
also zurückgehen, er paßt schon auf sich auf!"
Fragend
schaute der Professor sie an: "Und das ist ernstgemeint,
Luna ?"
Sie
sagte nichts mehr und so kamen sie ohne weitere Zwischenfälle
zum Ausgangspunkt zurück.
"Und
was jetzt?", fragte der Professor.
"Jetzt
gehen wir zum Auto und warten bis es hell wird."
"Wir
könnten zum Flughafen gehen und uns da mal umschauen."
"Ach,
das hat doch keinen Zweck. Ruh’ dich aus. Probier etwas
zu schlafen, Rosa. Wir haben später noch eine lange
Fahrt vor uns."
Dann,
nach einiger Zeit der Ruhe und der Entspannung nach diesem
aufregenden Abenteuer klopfte plötzlich jemand an die
Autoscheiben. Luna machte die Augen auf und sah in Wigos
verstörtes Gesicht! Sie machte die Autotür auf,
stieg aus und ließ ihn hinten einsteigen. Dann sagte
der Professor: "Wir fahren ab!"
Fortsetzung
folgt ... (Eine ungewöhnliche Ägypten-Expedition!)