UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Ein Lebensschicksal von Wigo war es, Luna zu begegnen. Von ihr erlangte er bisher viel an wertvolles Wissen und auch an Weishheit. Doch es sollte noch mehr kommen: das Zusammentreffen mit Professor Gustav Rosebär...


Drei rätselhafte Träume über UFOs

"Guten Morgen Liebes", sagte Wigo zu Luna und beugte sich zu ihr hinunter um ihr über ihr langes Haar zu streicheln.

"Du bist immer die erste, Kleines", sprach er liebevoll und lächelte sie verliebt an. Sie lächelte zurück und fragte: "Gut geschlafen, mein Herz?"

"Ja, einmalig! Ich bin so richtig ausgeruht. Habe ich dir eigentlich schon gesagt, daß ich mich hier bei dir sehr wohl fühle?" Bei diesen Worten setzte er sich hin und schaute sie mit tiefem Blick an. Sie lächelte ihm entgegen und sagte strahlend: "Deine Worte tun mir gut, Wigo. Ich bin glücklich, daß wir uns endlich wieder gefunden haben!"

Sie bemerkte seinen fragenden Blick und meinte nur dazu: "Später, Wigo. Später werde ich dir den tieferen Sinn meiner Worte erklären. Komm, mach es dir bequem, ich werde jetzt eine CD auflegen. Vielleicht hast du wieder das Glück und kannst tatsächlich mit dem Jenseits Bekanntschaft schließen. Das wolltest du doch?", fragte sie ihn.

"Ja natürlich, gerne. Ich freue mich schon! Ich wußte gar nicht, daß es so was gibt."

Sie ging zum Schrank und holte eine CD heraus und legte sie auf. Anschließend ging sie in den Garten und ließ ihn allein.

Nach einer Weile schaute sie nach Wigo. "Hallo Wigo, hattest du eine schöne Tiefenentspannung? Und ... hast du etwas erlebt, das sonst für dich ganz ungewöhnlich ist?", fragte sie ihn freundlich. "Möchtest du darüber sprechen?"

"Ja, ich hatte drei kurze Träume über UFOs." Er richtete sich auf und setzte sich in den nächsten Sessel. Sie hatte ihm inzwischen ein Glas Orangensaft gereicht. Wigo nahm ein paar Schlucke und stellte dann sein Glas wieder ab. "Ja, es war schon eigenartig, doch muß ich gestehen, keiner von diesen Träumen hat mich ängstlich gemacht.

Beim ersten Traum, da saß ich neben meinem Freund auf einem Weidezaun. Uns gegenüber stand eine ziemlich große Scheune. Ich trug eine hellblaue Jacke. So eine hatte ich tatsächlich vor etlichen Jahren getragen. Die habe ich dann später irgendwann verschenkt.

Also, wie ich so auf dem Zaun sitze, da kommen plötzlich 6 dreieckige UFOs angeflogen. Ich springe vom Zaun und laufe in ihre Richtung und winke ihnen mit meinen Händen. Da höre ich wie mein Freund ruft: ’Pass’ auf, die sind gefährlich!’

Doch ich rufe zurück: ’Nein, die sind überhaupt nicht gefährlich, ich kenne sie aus meiner Zeitschrift, die sind schon in Ordnung!’

Beim nächsten Traum sah ich mich dann in einem Waldstück spazieren gehen und es kommt über die Baumwipfel ein tellerartiges Vehikel mit einem großen runden Aufbau dahergeschossen. Es sah wie ein überdimensionaler Hut aus und er leuchtete stark, unten spie er Feuersalven aus. Es war ein fantastisches Schauspiel, ich freute mich riesig es zu sehen.

Beim dritten Traum saß ich am Fenster einer Wohnung und schaute in den Himmel, der blutrot war. Plötzlich kam ein UFO angeflogen. Es blieb eine Weile dicht vor mir stehen bis es abdrehte. Ja, das war’s," sagte er. "Und das alles hat deine CD fertig gebracht!"

"Nun, so einfach ist es nicht. Du sprichst nur gut darauf an. Ich erinnere mich da an die Stäbe. Als du mit ihnen in der Hosentasche nach Hause gefahren bist, hattest du intensivere Erfahrungen mit ihnen als sonst jemand", meinte sie.

 

Eine neue Bekanntschaft

"Oh, es klingelt! Ich geh’ mal eben an die Türe."

Als sie zurückkam war ein älterer Herr bei ihr. "Darf ich euch mal bitte vorstellen?", fragte Luna die beiden.

Wigo erhob sich aus seinem Sessel und begrüßte den Herrn mit "Hallo". Luna machte eine Geste mit der Hand und sagte: "Wigo, dies ist mein sehr verehrter Lehrer und Freund, Professor Gustav Rosebär."

Bei diesen Worten strahlte sie übers ganze Gesicht. Freudig sagte sie zum Professor: "Und hier liebster Rosa, lernst du den bemerkenswerten und hochbegabten Wigo kennen!" Bei diesen Worten blinzelte sie ihn an und lächelte verschmitzt.

Wigo schaute etwas irritiert die beiden an und sagte fröhlich: "Sehr erfreut, lieber Herr Professor. Endlich lerne ich den Mann kennen, der Luna soviel bedeutet."

"Aber bitte doch nicht so förmlich, lieber Wigo. Mir wird ja ganz feierlich ums Herz bei diesen Worten!"

"Aber nicht doch, Herr Professor! Ehre wem Ehre gebührt!" Wigo strahlte den Professor an.

"Luna!", rief der Professor durch den Raum, "...eben war sie doch noch hier."

"Wieso?", fragte Wigo. "Gefallen Ihnen meine kleinen Schmeicheleien nicht, Herr Professor?"

"Sie sagen es, mein Freund."

"Aber ich meine es ganz ehrlich", sprach Wigo mit einer Bestimmtheit zum Professor.

"Das glaube ich Ihnen, mein Freund. Aber wissen Sie, für solche Honoratioren bin ich nicht zu haben. Wissen Sie, mein lieber...", und weiter konnte der Professor nicht sprechen, denn Luna war mit einem Tablett hereingekommen auf dem drei schlanke große Gläser standen.

Wigo ging auf sie zu, nahm ihr das Tablett ab und stellte es auf den Tisch. Luna war neben ihn getreten und nahm ein Glas und bot es ihm an. Dann nahm sie die anderen 2 und gab dem Professor davon eines.

Sie hatten einen kleinen Kreis gebildet. Jeder schaute jeden mit einem herzlichen Lächeln an. Dann erhoben sie gemeinsam ihre Gläser und tranken sie mit einem Zug aus. Luna sammelte die Gläser wieder ein und stellte sie auf das Tablett zurück. Dann ging sie zu den beiden, stellte sich zwischen ihnen und legte ihnen ihre Arme auf die Schultern, lachte und schob sie mit sich zusammen durch die Terrassentür hinaus.

 

Massentierhaltung ist kriminell

"Hier sitze ich am liebsten. Und danke Luna, daß du dir die Mühe gemacht hast, uns einen guten Imbiß zu machen. Auch deine Kräutertees weiß ich sehr zu schätzen. Ah, ich sehe schon, es gibt auch einen Bananen-Kokos-Coktail. Hast du den Reis wieder in Kokosmilch gekocht, Luna?"

"Ja, Rosa, auch mit frischem Ingwer," erklärte sie freundlich.

"Lieber Wigo", sagte der Professor. "Wie gefällt Ihnen die vegetarische Kost in diesem Hause?"

"Für mich war es eine Umstellung, das kann ich wohl behaupten. Aber wie ich inzwischen festgestellt habe, ist die fleischlose Kost auszuhalten," entgegnete ihm Wigo.

"Wissen Sie eigentlich, daß dreißigtausend Liter Wasser nötig sind, um 1 Kilogramm Rindfleisch zu produzieren?"

"Nein, das ist mir völlig unbekannt, Herr Professor."

"Ja lieber Freund, all die schöne Wasserverschwendung findet sich auf den Feldern als Jauche wieder, womit der Boden verseucht wird wegen Überdüngung. Allein jährlich werden 1,5 Millionen Tonnen Phosphate und Nitrate in die Nord- und Ostsee entsorgt. Diese Salze stammen aus der Industrie, der Landwirtschaft und der kommerziellen Tierhaltung.

Für eine Investition von 300 Liter Wasser würden wir 1 Kilo Weizen erhalten, 1 Kilo Kartoffeln und 2 Kilo Äpfel, lieber Wigo. Der Fleischhandel ist wirklich ein ’tierisch gutes Geschäft’, wenn ich mich mal der neuen Umgangssprache bedienen darf," meinte er und griff zur Kokosmilch. "Ich trinke aus Prinzip keine Kuhmilch, weil ich sonst auch zur Tierschlachtung beitragen würde."

"Wieso, Herr Professor? Diesen Gedankengang verstehe ich leider nicht. Können Sie mir das mir bitte näher erklären?"

"Selbstverständlich, lieber Freund. In der kommerziellen Tierhaltung werden Tiere sofort geschlachtet wenn sie nachlassende Leistungen zeigen."

" Wie bitte? Ist das wahr?", fragte Wigo erstaunt.

Mein lieber Freund, die ganze Massentierhaltung ist wie eine kriminelle Vereinigung. Ein Kalb wird heute acht Tage nach seiner Geburt von der Mutter getrennt und in die Mastanstalten transportiert, wo es prophylaktisch mit Medikamenten und Antibiotika vollgepumpt wird und ein grausiges Dasein auf engstem Raum fristet. In den größten Ländern der Erde werden täglich mehr Tiere geschlachtet als daß es Menschen auf der Erde gibt!"

"Ich bin erschüttert, Herr Professor. Das ist ja ungeheuerlich!", rief Wigo tief besorgt aus. "Das hört sich an als wenn die Tiere nur noch Fleischmaschinen sind!"

"Sind sie auch! Das sogenannte Bio-Fleisch ist widersprüchlich. Einerseits will man die Tiere als Lebewesen respektieren und gibt ihnen angenehme Lebensbedingungen, aber andererseits schlachten man sie dennoch und ißt sie auf. Das einzige Bio-Fleisch wäre das von natürlich gestorbenen Tieren."

Der Imbiß war mittlerweile beendet. Luna stellte alles auf das Tablett und Wigo sagte: "Ich bringe es gleich ins Haus und stecke es in die Spülmaschine."

Er stand auf und wollte es hineinbringen. Doch der Professor sagte: "Wir werden mitkommen und helfen, Wigo. Alleine schaffen Sie es nicht", und grinste dabei.

Zusammen gingen sie ins Haus zurück.

 

Die Sache mit dem "Hemi-Sync"

"Ich habe dir ein kleines Geschenk mitgebracht Luna, darf ich deinen CD-Spieler benutzen?"

"Ja, gerne Rosa," sagte sie.

Er ging zum CD-Spieler. "Ich hoffe, du hast diese CD noch nicht, mein Kind", dabei schaute er sie warmherzig an.

"Du hast wie immer Glück mit deinen Geschenken, Rosa," antwortete Luna.

"Da bin ich ganz beruhigt," meinte er lächelnd. Lieben Sie auch diese Fantasiemusik, Wigo? Oder nur Hemi-Sync?"

"Hemi-Sync? Professor, also da bin ich überfragt," sagte er verwundert.

Der Professor hob ein wenig die Augenbrauen hoch und schaute zu Luna und dann wieder zu Wigo: "Hat Luna Luna Ihnen noch gar nicht über Hemi-Sync aufgeklärt? Luna, hast du Wigo als Versuchskaninchen genommen? Tse, tse...", machte er mit strenger Mine und schüttelte dabei den Kopf.

"Versuchskaninchen!" rief Wigo aus. Und nochmal: "Versuchskanichen! O Gott, war die Aktion gefährlich?"

Wigo wurde sichtlich nervös und fing an seine Hände zu kneten und schaute von einem zum anderen. Doch ehe er noch viel sagen konnte, fiel der Professor ihm ins Wort.

"Sachte, sachte, lieber Freund. Nun lassen Sie sich doch nicht gleich ins Bockshorn jagen. Oh je, Sie sind auch leicht zu erschrecken!"

Und an Luna gerichtet meinte er nur: "Liebste Luna, du solltest deinen Wigo jeden Tag ein paar Unterrichtsstunden geben in Sachen psychische Selbstverteidigung. Das käme uns allen zu Gute, aber besonders wenn wir im nächsten Jahr nach Ägypten reisen, vorrausgesetzt ihr begleitet mich und die Sphinx hat sich noch keine nassen Füße geholt", schmunzelte er.

"Oh ja, gerne. Was sagst du dazu Wigo? Bist du mit von der Partie?"

Fragend blickte sie ihn an. "Wenn es sich für mich einrichten läßt werde ich euch gerne begleiten. Herr Professor?...", sagte Wigo. Und bevor er den Satz vollenden konnte, sprach der Professor weiter: "Warum so förmlich, Wigo? Nenn’ mich einfach Rosa, so wie Luna zu mir sagt!"

"Was meinst du also, Rosa, mit den nassen Füßen der Sphinx?"

"Die Bauern bewässern seit dem Bau des Assuan-Staudamms ihre Felder das ganze Jahr hindurch und heben somit den Grundwasserspiegel an, dadurch ist das Grundwasser in den letzten Jahren gestiegen. Die Trockenheit der Wüste hat den Tempel von Luxor und den Pyramiden nichts antun können. Nun aber steigt das Grundwasser hoch und man kann dadurch zu Recht sagen, wenn es so weiter geht, steht die Sphinx im Begriff nasse Füße zu kriegen."

"Mhm...," antwortete Wigo gedehnt. "Du hast mich neugierig gemacht, Rosa! Was ist Hemi-Sync?"

"Hemi-Sync ist eine Technologie, die es ermöglicht, ganz gezielt Bewußtseinszustände, wie zum Beispiel tiefe Entspannung, Meditation oder auch konzentrierte Wachheit zu erreichen. Erreicht wird das mit Hilfe spezieller Ton- und Geräuschmuster, die es dem Gehirn erleichtert, den jeweiligen Zustand zu erreichen.

Hemi-Sync ist eine Abkürzung für: Hemisphären – Synchronisation. Der Erfinder dieser Gehirnwellentechnik ist Robert A. Monroe, ein Amerikaner.

Wenn man Hemi-Sync zu guten Zwecken einsetzt, so kann es lernschwachen Kindern zu besseren Noten verhelfen. Andererseits wäre es aber ein Verbrechen an der Menschheit. In den letzten Jahren wurden nicht nur vom Militär die Bevölkerung gezielt mit solchen Frequenzen bestrahlt," antwortete Rosa.

"Also das ist ja Freiheitsberaubung!", rief Wigo entsetzt. "Und für was soll das gut sein?"

"Daran ist nichts Gutes, Wigo. Das ist schlichtweg Manipulation von Menschenmassen. Darauf zugeschnitten nützlich für denjenigen zu sein, der das ausstrahlt. Für manche Organisation wäre es ein wahrer Segen, wenn sie Lebewesen hätten, die ihnen auf’s Wort gehorchten. Zum Beispiel in der Kriegsführung. Jedes Land könnte mit entsprechenden Signalfrequenzen ihre Soldaten aus einer entlegenden Zentrale per Fernbedienung hin- und herdirigieren."

"Hat man denn überhaupt eine Ahnung, woher diese Signale gesendet werden?", fragte Wigo interessiert.

"Da geht so ein Gerücht um, aber auf Gerüchte können wir uns nicht verlassen, wir brauchen Beweise und keine Hypothesen. Außerdem zählt ein Beweis erst dann, wenn durch mögliche Logikumkehrung ein Gegenbeweis die Ausgangsthese bestätigt.," sagte der Professor.

"Ich bin der Meinung wenn wir etwas herausfinden wollen, dann müssen wir jeder Spur folgen", meinte Wigo und schaute erwartungsvoll von einem zum anderen.

"Abenteuerlust oder Neugierde, Wigo?", fragte der Professor.

"Beides, Rosa", erwiderte er.

"Gut, dann fahren wir morgen nach Berlin!"

 

Das riskante unterirdische Unternehmen

Drei Gestalten liefen hastig in der Dunkelheit den Zaun entlang. Da standen sie nun und wußten nicht wie es weitergehen sollte.

"Alles hermetisch abgeschlossen", flüsterte Luna.

"Ja, hier kommen wir nicht rein, da bräuchten wir schon einen Schneidbrenner", stellte Wigo fest.

"Wo ist der Professor?", fragte sie ihn. Unschlüssig drehten sich beide um. Wigo rief leise in die Dunkelheit hinein: "Professor, Professor !"

"Macht nicht so einen Lärm, Kinder. Kommt hier entlang." Und bei diesen Worten winkte er mit seiner Taschenlampe. Sie sahen das Licht der Lampe und gingen darauf zu.

"Kommt hier lang, Kinder, ich habe den alten Schacht wieder gefunden. Er ist noch an derselben Stelle wie damals als die Amerikaner hier in Berlin noch stationiert waren. Kommt schnell, ich habe das Gitter offen stehen, wir brauchen nur einsteigen. Wigo, du läßt es dann hinter dir runter." Sie liefen über den Rasen und erreichten die Stelle zum Einstieg.

Drei Taschenlampen blitzten auf. Die Wände in dem Gang waren feucht. An einigen Stellen tropfte das Wasser von der Decke. Es roch muffig. Der Boden war glitschig und man mußte aufpassen, nicht auszurutschen.

"Vorsicht!", rief der Professor gedämpft. "Seid vorsichtig Kinder, hier ist alles rutschig."

"Ja Professor," sagten beide wie aus einem Munde.

"Eine Tür", rief der Professor. Ich hoffe sie ist nicht verschlossen."

"Dann brechen wir sie eben auf", meinte Wigo.

"Ho ho", sagte der Professor. "Dann aber ohne mich!" Bei diesen Worten nästelte er an seiner Westentasche und holte ein kräftiges Stück Draht heraus. Er formte es zu einem "L" und stocherte damit im Schloß umher ... dann drückte er die Klinke runter und die Tür ging auf...

"Leer!" Der Professor war verblüfft. "Schaut euch das an! Das einzige Inventar in diesem Raum ist ein Holztisch, verschlossen hinter einer Tür! Wenn das nicht zum Lachen ist?" Und dabei kicherte er still vor sich hin.

"Vielleicht gibt es hier eine geheime Tür?", vermutete Wigo.

"Nee! Geheime Türen gibt es nur in Ägypten. Doch da sind wir noch lange nicht, hi, hi", kicherte der Professor wieder.

"Rosa, du bist ganz schön lustig, merke ich," erwiderte Wigo.

"Bei solchen Missionen muß man das auch. Und ... schließlich sind wir nicht auf einer Beerdigung!" Bei diesen Worten ging er zum Tisch und untersuchte ihn.

"Findet ihr das nicht auch merkwürdig, daß hier keine Stühle stehen?"

"Nein, das finde ich nicht", sagte Luna.

"Schau mal hier, Rosa, der Tisch ist wie festgenagelt hier am Boden!"

"Das ist das Seltsamste was ich je gesehen habe!" sagte er.

"Wenn der Tisch hier eingemauert ist und die Stühle waren es nicht, dann haben sie die eben so mitnehmen können", sagte Wigo.

"Hm, hm", der Professor wurde immer nachdenklicher. "Ein Tisch ohne Stühle ist wie ein Auto ohne Benzin. Es sei denn, das Auto fährt mit Batterien." Und bei diesen Worten bückte er sich und untersuchte den Tisch eingehend. Er kroch unter ihn und betastete seine ganze Unterseite.

"Was gefunden, Professor?", fragte Wigo. Der Professor gab keine Antwort. Jetzt bückte sich Wigo ebenfalls zu ihm runter und wiederholte seine Frage.

"Nichts, mein Junge, gar..., ...ich hab’s!" rief er aus.

"Hier am Tischbein ist ein Nagel, der schaut derart weit heraus, mit dem kann etwas nicht stimmen", ächzte er und zog an ihm, bis er ihn in der Hand hielt.

"Ups," ...und schon schwenkte der Tisch zurück und eine Wendeltreppe wurde frei!

"Das ist raffiniert gemacht!", der Professor grinste dabei. "Dann wollen wir mal!"

Sie gingen alle die Treppe hinunter. "Wau", kam erstaunt von Wigo. "Pah, das sind ja Kabel hier an der Wand. Solch dicke Stränge habe ich noch nie gesehen!"

"Hohlleiter", antwortete der Professor. "Nichts als Hohlleiter, das ist ja sehr interessant", meinte er und holte aus seiner Tasche einen Kompaß und zwei Stücke Kreide heraus die er an die beiden verteilte. "So, meine Kinder, ihr macht bei jeden 50 Schritten an der Wand einen Kreis und schreibt darin eine eins mit Reihenfolge, dann können wir ungefähr ablesen wie weit wir hier reingelaufen sind!"

 

Fortsetzung folgt ... (Eine verhängnisvolle Entdeckung und eine verhängnisvolle Begegnung.)