UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Wigo und seine Freunde entdeckten im Untersberg einen Kreis auf einer Felswand. Der geheimnisvolle Cisko aktivierte diesen Kreis mit einem kleinen seltsamen Gerät, das er aus seiner Tasche zog. Der Felsen innnerhalb dieses Kreises schien sich daraufhin zur Überraschung aller immer mehr zu verflüssigen und durchlässig zu werden.

Unsere Freunde erreichen nun durch dieses ‘Felsentor’ ein anderes unterirdisches Gewölbe irgendwo zwischen Raum und Zeit...

In ein rätselhaftes Gewölbe katapultiert

Ihre Körper schossen durch Dimensionen und landeten schließlich ziemlich unsanft in einem unbekannten Gewölbe. Die Wände waren aus groben Feldsteinen fast fugenlos aufeinander geschichtet worden. Seltsame Runen und Schriftzeichen waren auf den Steinen eingemeißelt. Die Schriftzeichen waren seltsamerweise noch recht gut zu lesen, die Runen hingegen waren fast verblasst.

Der Professor nahm seine Taschenlampe und richtete den Lichtstrahl auf die Zeichen an der Wand. „Kannst du etwas entziffern?“, fragte ihn Luna.

„So wie es aussieht, sind es Runen aus der Keltenzeit.“

Lissa hatte ihre Hand auf Rosa’s Schulter gelegt. „Ich höre eine Stimme“, wisperte sie ihm ins Ohr und deutete mit einem Kopfnicken auf die nachtschwarze Öffnung hinter ihr, die in der Gewölbewand auf der anderen Seite gähnte. Angestrengt lauschte er mit leicht gesenktem Kopf und sagte leise zu ihr: „Ja, jetzt höre ich es auch, verstehen kann ich aber nichts. Wollen doch mal sehen, wer das ist!“

Er machte drei Schritte vorwärts. Lissa hielt ihn am Arm zurück und flüsterte ihm leise zu, indem sie mit ihrem Daumen auf Wigo zeigte: „Lass’ ihn als erster gehen, das schuldet er dir!“

Rosa schaute sie etwas seltsam an und wusste nicht recht, was er von dieser Bemerkung halten sollte. Doch bevor er ihr darauf etwas erwidern konnte, sagte Cisko: „Dann gehen wir drei schon mal weiter, kommt ihr mal langsam nach!“

Beschämt und wie ertappt senkte Rosa seinen Blick und murmelte unverständliche Worte durch seine Lippen, die kein anderer verstehen konnte. „Der Cisko hört tatsächlich das Gras wachsen“, dachte der Professor, „davon bin ich nun mehr als je zuvor überzeugt. Kein normaler Mensch könnte das hören, was Lissa mir eben leise ins Ohr geflüstert hat!“

Und während sich den Dreien Lissa und Luna anschlossen, stand der Professor immer noch grübelnd am selben Fleck. Dann setzte auch er sich in Bewegung und hatte die anderen mit ein paar schnellen Schritten erreicht, obgleich das nicht ganz einfach für ihn war, denn seine Taschenlampe strahlte nicht mehr so hell wie vor ein paar Stunden noch. Als Rosa das bemerkte, dachte er: „Sie gibt wohl demnächst ihren Geist auf. Aber egal alles hat seinen Preis.“

Das Hologramm

Er grinste vor sich hin und seine Laune wurde wieder heller. Je weiter sie in den Gang kamen, desto besser verstanden sie die Stimme. Ein schwacher Lichtschein war schon zu erkennen, der aus dem Raum vor ihnen herausschimmerte. Rosa umfasste seine Taschenlampe mit hartem Griff. Zur Not würde er sie als Waffe benutzen.

Auch Lissa schien angespannt zu sein, wie er bemerkte. Als Rosa endlich als letzter durch den Eingang des Tunnels ging, sah er eine wunderschöne Tropfsteinhöhle. Soweit er auch seinen Hals drehte, überall sah er goldenes Licht. Die Luft roch gut und sauber wie draußen in der Natur. Rosa atmete dreimal tief durch und erfrischte seine Lungen mit einem köstlichen Duft aus Sandelholz und Jasmin. In diesem Moment sehnte er sich nach der Sonne.

Die Wände waren leicht gewölbt aber glatt. Langsam ging er in den Raum hinein. Die anderen hatten sich um eine Art Säule gruppiert, die etwas abseits im Raum stand und die er zuerst gar nicht bemerkte. Er ging zu der kleinen Gruppe hinüber um zu sehen, was es da Schönes gab. Die Säule entpuppte sich als ein Hologramm! In ihr sah er zu seiner großen Überraschung einen Mann mit grauem Bart, dessen Augen gutmütig drein schauten. „Dieser Mann erinnert mich an Moses!“ Das war sein erster Gedanke beim Anblick der Gestalt in der Säule.

Warum ausgerechnet Moses das sein sollte blieb für ihn ein Rätsel, denn er war der letzte, der sich um biblische Figuren unnötige Gedanken machte. „Aber was soll’s“, dachte er, „ich will mal sehen und hören, was er zu erzählen hat und da ist es doch ganz egal ob ich denke, es ist Moses oder nicht!?“

Die Rede des „Moses“

Er wollte sich mit seinen Gedanken beschwichtigen, aber seine Zweifel blieben, warum ihm ausgerechnet jetzt der Prophet Mose durch den Kopf ging. Vielleicht spann er seinen Denkfaden weiter, steckt womöglich doch etwas Höheres dahinter. „Inspirationen kommen nicht von ungefähr auf einen zugeflogen. Inspirationen haben immer eine Bedeutung. Nun gut, ich werde aufmerksam bleiben.“

Seine Aufmerksamkeit wurde wieder auf das Hologramm gelenkt: „Es ist für euch alle, die ihr hier seid, in diesem Leben angesagt, Gelassenheit zu üben und zu entwickeln“, hörte er den weisen Mann aus dem Hologramm sprechen.

„Das Wort Gelassenheit kommt von Loslassen. Was sollt ihr loslassen? - Ihr sollt eure Beurteilung, eure Verurteilung loslassen! Erkennt, dass Gelassenheit und Loslassen eine Sache der Persönlichkeit sind. Eure Persönlichkeit entfaltet sich immer mehr und sie sollte sich dahin entfalten, dass ihr seht, dass Persönlichkeit vergänglich ist. Alles ist vergänglich, eure Persönlichkeit mit allen Gefühlen, mit allen Gedanken und mit allen Reaktionen darauf. Alles ist vergänglich. Das einzige, was letztendlich übrig bleibt, ist euer göttlicher Kern, den es zu entfalten gilt. Wenn ihr euren göttlichen Kern entfaltet habt, dann handelt ihr aus ihm heraus, nicht mehr aus der dualen Sicht, sondern aus dem Wesen der göttlichen Kraft, nämlich aus Liebe und Weisheit, die dann kraftvoll umgesetzt wird.“

Rosa runzelte seine Stirn. Er überlegte angestrengt. Die Worte des alten Mannes bezog er zunächst nur auf sich, denn er dachte an die Keilerei, die er mit Wigo gehabt hatte.

„Liebe Freunde, ich möchte euch bitten, Gefühle zu leben und zu spüren, anstatt diese nur verstandesmäßig im Kopf zu haben. Was euch am Spüren hindert ist die große Tendenz, nicht gelassen genug die Dinge sein zu lassen wie sie sind, sondern mit eurer Persönlichkeitsstruktur Menschen und Situationen zu beurteilen und zu verurteilen, die auf euch zukommen, die in euer Leben treten. Und so kommt ihr in negative Gefühle, ihr blockt ab durch die Mauer eures Verstandes.

Je mehr ihr diese Mauer aufbaut, um euch nicht verletzt zu fühlen, um nicht Ärger, Wut und Zorn zu fühlen, umso weniger könnt ihr Glück und Freude fühlen. Glück und Freude aber sind für euch notwendig, um eure Persönlichkeitsschichten zu durchbrechen, um voranzukommen und vorzudringen zu eurem WAHREN SELBST!

Es ist harte Arbeit, so weit vorzudringen, denn es bedeutet loszulassen, eure Denkstrukturen loszulassen, was natürlich der Dualität, in der ihr lebt, entspricht.

Jeder Mensch hat einen Bewusstseinsstand, den er im Laufe von vielen Leben entwickelt hat. Und dieser Bewusstseinsstand ist in dem jeweiligen Augenblick richtig. Das Leben bietet für jeden die Chance, durch die Herausforderungen, die ihr als ’Probleme’ betrachtet, bewusstseinsmäßig weiter fortzuschreiten - also könnt ihr nicht urteilen über den Bewusstseinsstand eines anderen, der auch seine Berechtigung hat.

Wenn ihr ein Stück weiter seid in eurer Entwicklung, ein Stück mehr euren Panzer, eure Mauer, eure Trauer bearbeitet und euer Herz entfaltet habt und einen etwas anderen Bewusstseinsstand erreicht habt, werdet ihr erkennen können, dass alles eine Berechtigung hat - all das, was geschieht, für jeden einzelnen. Dies wird euch dann befähigen, die Dinge gelassener zu sehen.

Es ist für euch alle, die ihr hier steht, in diesem Leben angesagt, Gelassenheit zu üben und zu entwickeln. Das Wort Gelassenheit kommt von Loslassen. Was sollt ihr loslassen? - Ihr sollt eure Beurteilung, eure Verurteilung loslassen. Wenn ihr loslasst und wisst, dass alles einer göttlich vollkommenen Ordnung untersteht, auch dann werdet ihr gelassener.

Erkennt also, dass Gelassenheit und Loslassen eine Sache der Persönlichkeit sind. Eure Persönlichkeiten entfalten sich immer mehr und sie sollten sich dahin entfalten, dass ihr seht, dass Persönlichkeit vergänglich ist. Alles ist vergänglich, eure Persönlichkeiten mit allen Gefühlen, mit allen Gedanken, die aus eurem Verstand entstammen und mit allen Reaktionen darauf. Alles ist vergänglich. Das einzige, was letztendlich übrig bleibt, um in die göttliche Kindheit zurückzukehren, ob nach diesem Leben oder einem anderen Leben, ist euer göttlicher KERN, den es zu weiten und zu entfalten gilt.

Wenn ihr euren göttlichen KERN entfaltet habt, dann handelt ihr aus ihm heraus, nicht mehr aus der dualen Sicht, sondern aus dem Wesen der göttlichen Kraft, nämlich aus LIEBE und WEISHEIT, die kraftvoll umgesetzt wird.

Was ist die göttliche KRAFT? - Es ist letztendlich die LIEBE, auch das MITGEFÜHL und besonders die WEISHEIT. Diese sollen sich in eurem Denken, Fühlen und Handeln an vorderer Stelle finden, so dass durch euch die LIEBE, das MITGEFÜHL und die WEISHEIT tatsächlich auch zum Ausdruck kommt! Dann werdet ihr bemerken, dass es von allen Menschen gerne angenommen wird.

Das Leben ist ständige Veränderung. Es gibt niemals einen Stillstand, denn eure Seele verlangt nach Wachstum. Die schweren Zeiten sind Wachstumszeiten! Betrachtet sie nicht einfach als schwere Zeiten, sondern als Herausforderungen. Es gibt keinen Stillstand!

Wählt also euren Weg. Der eine führt zum Leben und zum Glück, der andere zu Tod und Unglück. Wenn ihr aus meinen Worten etwas gelernt habt, dann wählt mit eurem Herzen den richtigen Weg.

Wenn ihr aber euer Herz abwendet und nicht darauf hört, was es euch sagt, wenn ihr euch verführen lasst durch Äußerlichkeiten, dann werdet ihr verloren sein. Leben und Tod lege ich euch vor. Segen und Fluch. Seid klug, wählet also das Leben!“

Rosa schaute auf das Hologramm. Plötzlich erstrahlte es in vielerlei herrlichen Farben. Dann fiel es in sich zusammen.

Auf der gegenüberliegenden Wand bildete sich nun ein kleiner weißer Punkte, der rasch größer wurde. Der Punkt nahm dann eine Kontur an und wurde zu einem pulsierenden Tunnelhologramm.

 

Fortsetzung zu Folge 29