Wigo
- Die Liebe stirbt zuletzt!
von
Marleen van Barneveld
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Folge 23)
Nach
abenteuerlichen Reisen kehren unsere Freunde in ihre Heimat
zurück. Doch die ’Verschnaufpause’ währt nicht lange. Auf
dem edlen Gut Kernhem in Holland lernen sie neue Freunde
kennen. Diese Reise nach Holland wird ihnen aber unerwartet
aufzeigen, mit welch immensen Problemen unser Planet Erde
und alle Lebewesen darauf zu kämpfen haben.
Im
Hause von Luna
„Darf
ich euch Lissa vorstellen?“
An
der Tür standen Professor Rosebär und die Dame aus der Rezeption.
„Lissa
wird uns nach Hause fahren“, sagte der Professor, „und auch
sonst wird sie mich noch weiterhin begleiten.“
„Und
was heißt das jetzt im Klartext, Rosa?“, wollte Wigo wissen.
„Jaaa
also gestern...,” fing er langsam an zu sprechen, „als ich
gestern unsere Getränke holte, das hat ja ein bisschen länger
als üblich gedauert, sind sich Lissa und ich etwas näher
gekommen und das wollte ich gerne etwas weiter ausbauen...
ähm, ich meine, ja also... ich meine, Lissa wird eine Zeitlang
mein Leben teilen.“
„Ist
ja gut“, meinten Wigo und Luna zusammen wie aus einem Munde,
„dann wollen wir mal losfahren.“
„Fahren
wir zu dir, Luna?“ Fragend blickte Rosa auf Luna.
„Ja,
wir bleiben erstmal bei mir und sehen dann weiter.“ Gemeinsam
gingen sie zum Parkplatz und stiegen in den Wagen von Lissa.
Nach
längerer Autofahrt sahen sie schon aus der Ferne Luna’s
kleines Haus. Als sie ausstiegen stand Luna’s Haushälterin
schon an der Eingangstür und begrüßte sie mit einem kleinen
Blumenstrauß. Seltsam gerührt und mit schon einem fast feierlichen
Gefühl nahm sie den Blumenstrauß von ihr entgegen. Für ein
paar Sekunden alles vergessend, schaute sie freudestrahlend
Wigo an und sagte: „Es ist schön wieder zu Hause zu sein!”
„Ja!“,
bestätigte Wigo atemlos und für einen Moment verschwanden
die Schatten auf seinem Gesicht. Er nahm Luna’s Hand und
führte sie so durch die Türe. Er spürte den elektrischen,
sanften Schlag, der ihn durch Mark und Bein ging. „Ich liebe
sie“, dachte er, „und es darf nicht sein!“
Die
Haushälterin hatte geschwind einige Partyhäppchen und erfrischende
Getränke zubereitet. Nach einem kurzen Gespräch verabschiedete
sie sich wieder und ließ die vier zurück.
Rosebär
stürzte sich hungrig aufs Buffet. „Hab’ ich einen Appetit!
Komm’ Lissa, bediene dich. So viele Köstlichkeiten. Mh,
mir läuft das Wasser im Munde zusammen... Ach Lissa, wo
bleibst du denn?“
Während
er die ersten Häppchen sich in den Mund steckte, saß Lissa
immer noch in dem bequemen Stuhl. Und als Rosa sie nochmals
einlud, winkte sie ab mit der Begründung auf ihre Figur
achten zu wollen.
Rosa
lächelte in sich hinein und dachte: „Dann eben nicht, umso
mehr bleibt für meinen hungrigen Magen.“ Er drehte sich
nochmals kurz zu Wigo und Luna um und sah, dass die beiden
sich wohl ziemlich tief in ein Gespräch verwickelt hatten.
„Auch
gut“, dachte er und langte nun mit beiden Händen zu, abwechselnd
von einem Häppchen auf das andere blickend, wählte er meistens
das rechte Häppchen. Als er die Worte von Wigo in seinem
Ohr hörte, der jetzt fragte, ob er ihnen auch etwas übrig
lassen wolle, stellte sich Rosa stur und tat so als wäre
er taub und aß einfach weiter.
„He
Junge!“ Wigo war an ihn herangetreten und hatte ihm einen
kleinen Kniff in die Seite gegeben. „Ist das hier jetzt
Frustessen oder sonst was?“
Wigo
lachte und griff blitzschnell nach dem letzten Happen. „Rosa
hat alles aufgegessen!“
„Fasst
alles“, korrigierte er Wigo, ein verschmitztes Lächeln huschte
dabei über sein Gesicht.
„Was
hast du denn nun als nächstes vor, Wigo, wenn ich das mal
fragen darf?“
„Du
darfst, Rosa. Zu allererst werde ich noch für eine Weile
bei meinen Eltern bleiben.“
„Jaja,
du kommst ja aus dieser Gegend.“
„Und
dann habe ich vor, nach Holland zu reisen. Ich habe Freunde
in den USA kennen gelernt, die aus Gelderland kamen. Sie
hatten mich schon in den USA eingeladen, nach Holland zu
kommen. Es ist einfach schade, wenn man liebgewordene Freunde
’adieu’ sagen muss, ohne dass man sie näher hat kennen lernen
können. Sie würden sich auch sehr auf euch freuen, denn
ich habe viel von dir und Luna erzählt.”
Der
Professor sagte eine Weile nichts. Dass er nun ein Problem
hatte, konnte man ihm ansehen.
„Ich
glaube schon, dass Evert und Jannie, Lissa natürlich auch
willkommen heißen, Rosa.”
„Danke
Wigo, ich dachte gerade darüber nach, ob ich mitfahren oder
hier bleiben solle, wegen Lissa, aber du hast mir diese
Entscheidung leicht gemacht, dafür danke ich dir.“ Freundschaftlich
legte Rosa seinen Arm um Wigo’s Schultern.
„Ist
schon o.k.”, meinte Wigo. „Wir sollten es jetzt den Damen
erzählen.”
Auf
Gut Kernhem in Holland
Die
Lindenalle mündete in einem weiten Platz auf dem das Landhaus
Kernhem stand. 1803 war es auf den Ruinen von Schloss Schelenberg
gebaut worden. Das Landhaus war ein imposantes Gebäude.
Es erhob sich über vier Stockwerke, die auf vier Seiten
von Türmen überragt wurden. Efeu und Rosen rankten sich
die alten Mauern hinauf. Zum Portal führte eine breite Freitreppe.
Rosebär
war aus dem Auto gestiegen und bewunderte das prächtige
Haus. Nacheinander stiegen auch die anderen Personen aus.
„Herzlich
willkommen auf Gut Kernhem!“ Evert und Jannie van de
Veluwe waren die breite Freitreppe herunter gekommen um
ihre deutschen Gäste zu begrüßen.
„Wigo,
wir freuen uns, dass du endlich gekommen bist und uns auch
noch lieben Besuch mitgebracht hast. Ich hoffe und wünsche,
dass ihr lange bleiben werdet.“
„Ich
schließe mich dem an, was Evert eben sagte”, und Jannie
ging auf Wigo zu und umarmte ihn herzlich. Den anderen drückte
sie die Hände und küsste sie auf freundschaftliche Art und
Weise auf die Wangen.
„Kommt
bitte herein. Eure Zimmer sind gerichtet. Wir haben dem
Personal frei gegeben, damit wir uns übers Wochenende frei
bewegen können. Zu Abend gibt es eine Spezialität des Hauses.”
Und
während sie die Halle betraten, fragte Rosebär die Gastgeberin,
ob der beliebte Käse Kernhem auf Gut Kernhem hergestellt
werde.
„Nein”,
antwortete Jannie lächelnd. „Der Käse hat nur seinen
Namen von Kernhem bekommen, aber gerade deswegen hat unsere
Köchin eine herrliche Blätterteigpastete und einen vorzüglichen
Nachtisch aus Kernhem-Käse zubereitet. Es wird dir schmecken,
Rosa.“
Sie
verließen die Halle, in deren Hintergrund eine geschwungene
Treppe zu den Galerien der oberen Stockwerke hinaufführte.
Schwere Teppiche bedeckten den blau-weiß gefliesten Boden.
An den Wänden hingen alte Gemälde, die vom Zahn der Zeit
dunkler geworden waren.
Sie
mussten bis zum 2. Stockwerk hinaufgehen, um die Räume zu
beziehen. Luna und Wigo hatten je ein eigenes Appartement.
Die Gastgeber hatten frische Blumen aufgestellt in wundervollen
Vasen aus Delftblau.
Luna
betrachtete die Schönheit ihres Wohnzimmers, besonders die
Porzellansammlung in der Vitrine. Durch die hohen Fenster
des Raumes drang die Nachmittagssonne. Luna glaubte zu träumen.
Schon lange nicht mehr hatte sie so einen schön gestalteten
Raum gesehen. Ihre Schuhe hatte sie ausgezogen und ihre
Füße versanken im hohen Flor des Teppichs, der den ganzen
Boden bedeckte. Die Wände waren mit blauer Seidentapete
bespannt. Ihr Blick wanderte über die braunen schweren Möbel
und sie bewunderten den großen Spiegel an der Wand. Sie
trat näher an ihn heran und befühlte die erhabenen Ornamente,
die auf dem Spiegelrahmen so zahlreich vorhanden waren mit
beiden Händen. Wie glatt sich alles anfühlt, dachte sie
und plötzlich bewegte sich der Spiegel und drehte sich nach
innen. Erschrocken wich sie einen Schritt zurück.
Eine
Wendeltreppe kam zum Vorschein! Sie ging ein, zwei Schritte
näher heran und schaute hinunter. Sie konnte nichts erkennen,
denn das Ende der Treppe verschwand in der Dunkelheit. Einerseits
war sie neugierig genug, die Wendeltreppe hinunter zu gehen,
andererseits wagte sie es nicht, weil sie nur Gast in diesem
Haus war. Natürlich musste diese geheime Tür den Besitzern
bekannt sein und sie würde Evert und Jannie einfach nachher
mal fragen, wo sie hinführen würde.
Sie
drückte die Spiegeltür wieder zu und ging ins angrenzende
Schlafzimmer und dann ins Bad, um sich frisch zu machen,
dann wollte sie noch etwas schlafen.
UFOs,
geheimnisvolle Lichter und Kornkreise in Kernhem
„Habt
ihr euch schon etwas eingelebt auf Kernhem?”, erkundigten
sich Evert und Jannie bei ihren Gästen. Rosebär, Lissa und
Wigo bejahten es gleich doppelt und dreifach. Luna sagte
nichts und hielt sich unbemerkt etwas zurück. Sie war sich
plötzlich nicht mehr sicher, ob sie Evert und Jannie nach
dem geheimnisvollen Spiegel fragen sollte.
„Luna,
meine Liebe”, hörte sie Jannie sprechen, „wie hat
dir der Nachtisch geschmeckt? Ich hoffe, er war nicht zu
stark?“
„Nein,
ganz und gar nicht”, erwiderte sie. „Eingelegter Ingwer
ist immer ziemlich scharf, aber in Verbindung mit dem Käse
und dem Mangold war es schon eine Köstlichkeit. Ich würde
gerne das Rezept mit nach Hause nehmen.”
„Selbstverständlich
bekommst du alle Rezepte die du willst. Will sonst noch
jemand Rezepte?“, fragte sie und strahlte dabei übers
ganze Gesicht.
Evert
war schon mit den anderen Richtung Bibliothek gegangen.
Jetzt drehten sie sich um und Lissa sagte, dass auch sie
gerne das eine und andere Rezept mit nach Hause nehmen würde.
Inzwischen
waren sie in der Bibliothek angekommen und saßen in sehr
bequemen Sesseln bei Kaffee und Sherry.
„Heute
Abend werde ich euch alle ausführen, zwar nicht in die Oper,
aber wir werden auch eine wunderbare Aufführung sehen!”
Er
lächelte in die Runde und Jannie beschwichtigte: „Evert,
bitte übertreibe doch nicht so furchtbar. Du machst unsere
Gäste nur neugierig und am Ende hast du etwas versprochen
was du nicht halten kannst ... und was dann?”
„Liebes”,
sagte er zu seiner Frau gewandt, „hab’ doch etwas mehr
Vertrauen in die Sache.”
„Dann
kläre doch bitte unsere neuen Freunde auf, Evert.”
„Aber
das wollte ich doch gerade tun, Liebes, ich kam nur einfach
noch nicht dazu”, entwaffnet lächelte er sie an und sprach
weiter: „Kernhem ist nicht nur ein Landsitz, sondern durch
unseren Ländereien laufen Kraftlinien.”
Bevor
er Weitersprechen konnte, fiel Lissa ihm aufgeregt ins Wort:
„Ja, hier gab es schon viele UFO-Sichtungen, die letzte
im Jahre 2004. Kornkreise und große weiße Lichter wurden
hier auch gesehen. Hast du davon vielleicht sogar Video-Aufnahmen
gemacht, die wir uns nachher ansehen können?”
Rosebär
war ganz erstaunt darüber, was er aus Lissa’s Mund hörte,
er fragte sie aber nichts. Und während Evert noch nachdenklich
dreinschaute, fragte Luna in den Raum hinein, ob sie noch
Kaffee nachschenken solle. Keiner gab eine Antwort und Lissa
nippte an ihrem Sherry als wäre nichts gewesen.
Makabre
Probleme
Um
diese Stille zu unterbrechen, fing Luna einfach ein Thema
an über die heutige Situation in der Welt. Zum Glück ging
Evert darauf ein und erzählte. Alle lauschten seinen spannenden
Worten:
„Wissenschaftler
prognostizierten schon vor 15 Jahren, dass innerhalb von
35 Jahren fast kein Leben hier auf der Erde mehr anzutreffen
sein würde, wenn wir so weitermachen wie bisher. Solche
Infos würden uns nicht erreichen, wenn es nicht in den letzten
Jahren einen starken Wandel innerhalb einiger Regierungen
gegeben hätte. Obwohl die da oben uns nicht die ganzen Wahrheiten
erzählen ist es immerhin ein Fortschritt.
1990
war im Time-Magazin ein Artikel über die Erde zu lesen.
Die ganze Ausgabe widmete sich unserer gefährdeten Erde
und ihren Problemen. Ich habe mir die Arbeit gemacht und
Vergleiche angestellt zwischen 1990 und 1998, das sind nur
acht Jahre. Ich musste aber feststellen, dass in diesen
nur acht Jahren nicht soviel hätte passieren können, wie
angeblich passiert ist. Darum kann ich sagen, dass der Artikel
der damals im Time-Magazin erschienen ist, hochgradig verwässert
wurde. Ich wage sogar noch einen Schritt weiter zu gehen,
um zu sagen, er war eine ellenlange Lüge!
Der
Planet Erde hat viele verschiedene Probleme und wenn die
Lösung nur eines Problems davon zusammenbricht, ist auch
unser Leben ausgelöscht. Und wenn ein System ausfällt, das
können wir selbst nachvollziehen bei unserer Technik beispielsweise,
mit der wir tagtäglich zu tun haben, wird das früher oder
später auch bei den restlichen Systemen der Fall sein, eine
Art Kettenreaktion, ...und das wird es dann gewesen sein.
Uns wird dasselbe Schicksal treffen wie den Mars! ...Und
im Moment stehen alle Systeme im Begriff zusammenzubrechen!
Über
Jahrtausende hinweg durch alle Generationen gab es etwa
30 Millionen unterschiedliche Spezies auf der Erde. Aber
nur während 15 Jahren innerhalb unserer Generation wurde
die Hälfte bereits ausgerottet. Das verdeutlicht die geradezu
makabren Probleme, in denen wir heutzutage feststecken.
Als
man Anfang der 90er Jahre bei der Konferenz in Rio versuchen
wollte, die ganze Welt an einen Tisch zu bringen, um weltweite
Umweltprobleme zu diskutieren und zu mindern, wollten die
USA nicht einmal dort mitmachen, weil die Probleme so ernst
seien, dass damit ein anderes Problem hinterher käme, nämlich
einen weltweiten finanziellen Zusammenbruch. Und das würde
auch bedeuten, dass ein großer Prozentsatz der Weltbevölkerung
verhungern würde oder an anderen Schwierigkeiten zugrunde
gehen würde.
Ein
anderes Problem der Erde ist das Sterben der Ozeane. 1978
schrieb Jacques Cousteau ein Buch über das Sterben der Weltmeere.
Cousteau war ein hoch geachteter Mann und berühmt für seine
Tiefseeforschungen. Wohl jede Woche sahen wir seine Filme
im Fernsehen und waren begeistert über die Vielfalt der
Ozeane. Aber als er dieses Buch herausbrachte, büßte er
in Wissenschaftlerkreisen seine Glaubwürdigkeit ein. Seinen
Prognosen wollte keiner Glauben schenken, obwohl seine Aussagen
wissenschaftlich fundiert waren, man wollte die Wahrheit
einfach nicht akzeptieren.
Er
sagte, dass die Mittelmeere bis 1990 ein totes Gewässer
sein würde und dass auch dem Atlantik das gleiche Schicksal
widerfahren würde. Jetzt ist es passiert. Das Mittelmeer
ist bereits zu etwa 98 Prozent ein totes Gewässer.
Und
der Atlantik wird folgen. Keine Fische mehr, keine Delfine,
kein anderes Leben mehr im Atlantik. Ohne die Ozeane können
wir aber nicht leben. Das unterste Glied in der Kette der
Nahrungsmittel, das Plankton wird von den roten Algen verdrängt
werden, und wenn das Plankton verschwindet, verschwinden
auch wir.
Nehmen
wir einmal New York City. Die Stadt hat eine Kanalisation,
deren Rohre rund 40 Kilometer weit ins offene Meer hinausführen.
Über diese Rohre werden die anfallenden Fäkalien der Stadt
ins Meer befördert. Damals dachte man, dass die Meere mit
diesem Schmutz schon fertig werden würden. Aber über die
Jahre hat sich daraus ein riesiges Unterwassergebirge angesammelt,
ein gewaltiges Fäkalien-Gebirge sozusagen, das jetzt auf
New York City zurück kommt und man rauft sich die Haare,
weil New York City das Geld dazu nicht hat, den auf sie
zurückfallenden Schaden zu beheben.
Ein
anderes Problem, das die Erde hat, ist das vieldiskutierte
Ozonloch. Nun gibt es das Ozonloch nicht nur am Südpol,
sondern mittlerweile auch am Nordpol und der Rest der Ozonschicht
sieht aus wie ein Schweizer Käse. Und es wird weiterhin
das dafür schädliche FCKW hergestellt. Wenn man sich darüber
Gedanken macht, dann kommt man unweigerlich zu dem Schluss,
dass es für die Ozonlöcher absolut keine endgültige Lösung
gibt.
Aber
wenn wir unser Ozon verlieren, sind wir in ziemlichen Schwierigkeiten.
Der damalige US-Präsident Reagan, der einmal gefragt wurde,
wie er mit dem Ozon-Problem umgehen würde, sagte so in etwa:
’Tja, dann verteilen wir einfach Regenmäntel und dunkle
Sonnenbrillen, dann ist das Problem gelöst!’ Kein Wunder
das man bei solchen Äußerungen auf die Idee kommt, dass
es in den Regierungen auch nur Schulterzucken gibt nach
dem Motto: Na und...wen interessiert’s schon?
Interessieren
tut dies aber beispielsweise den Menschen und Tieren in
Südchile, dort also, wo der Südpol am nächsten liegt. Die
Tiere dort beginnen zunehmend zu erblinden und sogar die
dunkelfarbigen Menschen, die ihr ganzes Leben im Freien
verbracht haben, ziehen sich jetzt plötzlich Sonnenbrände
zu! Das Schlimme daran ist außerdem, dass diese Ozonlöcher
wandern, man weiß nie, welche Region der Erde als nächstes
heimgesucht wird.
In
den ersten sieben Tagen seiner Amtszeit kamen 700 Umweltgruppen
auf Präsident Bush zu und sagten, dass die Erde noch ein
größeres Problem als das Ozon habe, nämlich den gefährlichen
Treibhauseffekt. Wenn man diesen Treibhauseffekt nicht bald
in den Griff bekommen würde, zerstöre er den Planeten.
1992
wurde beispielsweise bei Australien und Neuguinea im Meer
(!) die höchste Temperatur seit Beginn der Menschheitsgeschichte
gemessen, satte 30 Grad Celsius plus. Auch das verdeutlicht
die riesigen Probleme, denen wir gegenüberstehen; unser
aller Leben hängt davon ab, niemand ist davon ausgenommen!“
Fortsetzung
folgt