Wigo
- Die Liebe stirbt zuletzt!
von
Marleen van Barneveld
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19)
Nach
der Rückkehr von Luna und Professor Rosebär gibt es ein
freudiges Wiedersehen mit Wigo anlässlich eines Vortrages.
Wigo selbst hält diesen Vortrag. Luna und der Professor
sind sehr erstaunt darüber und sind der Meinung, dass er
während seines längeren Aufenthaltes bei den Bousnani’s
sehr viel gelernt haben muss!
Wigo’s
Vortrag
„Meine
sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde und Mitforscher
auf dem Gebiet der Kommunikation mit dem Weltraum.
Die
Welt besteht nicht nur aus den von uns bekannten Sternen
und Planeten, sondern aus vielen verschiedenen Ebenen, von
denen unser Universum nur eine ist.
Eine
ganz besondere Ebene ist die astrale Ebene. Ein Reisender
in der astralen Ebene muss sich durch die Kraft seiner Gedanken
bewegen, weil die körperliche Kraft nicht möglich ist.
Auch
die Zeit fließt in der astralen Ebene anders. Die intelligenten
Bewohner dieser Ebene sind uns bestens bekannt, als die
‘Grauen’.
Sie
verfügen über gewaltige Machtmittel, denen die meisten Menschen
nichts entgegensetzen können. Einige meinen, wenn es diese
Außerirdischen geben sollte, hätten sie mit ihrer überlegenden
Technologie die Erde schon längst erobert. Andere Menschen
argumentieren wiederum, dass diese ‘Grauen‘ mit friedlicher
Absicht unsere Erde besuchen, nur um jene Menschen abzuholen,
die sich vor ihrer Inkarnation den ‘Grauen‘ verpflichtet
haben, sie bei ihrem Projekt der Hybriden-Forschung zu unterstützen.
Aber
das stimmt nicht!
Diese
Aliens sind für uns Menschen ein reales, globales Problem
geworden.“
Wigo
machte eine kurze Pause und nahm einen Schluck Wasser aus
dem Glas, das vor ihm stand. Als er es wieder auf das Rednerpult
zurück stellte, schaute er direkt in die Augen von Luna.
Und
während er weitersprach, dachte sie daran, wie sehr er sich
in letzter Zeit verändert hatte. Sein Haar war schlohweiß
geworden und seine Haltung war müde. Die Schultern waren
leicht nach vorne gezogen, in seiner Stimme schwang die
ganze Resignation über ein Leben, das seinen Sinn verloren
hatte.
„Das
Negative ist auf dieser Welt riesengroß und wird durch den
Fortschritt der Technik verdeckt. Die meisten Menschen wissen
leider nicht, dass neben der positiven Schöpfung auch noch
eine gegensätzliche, dämonische Schöpfung besteht, die den
Kampf gegen das Gute führt.
Es
gibt kaum ein Gebiet der Schöpfung, das nicht in negativer
Weise kopiert worden ist. Die ganze Fauna und Flora sind
negativ durchsetzt und zu dem Zweck ins Leben gerufen, die
positive Schöpfung anzugreifen.
Wenn
Gott gutartige Mikroben schuf, setzte die negative Existenz
giftige daneben. Wenn Gott gutartige Tiere schuf, so schuf
die negative Existenz seine giftigen Skorpione, Reptilien
und Insekten.
Die
Philosophie hat sich stets an der Tatsache gestoßen, dass
sich das organische Leben gegenseitig bekämpft. Ein solcher
Zustand ließe sich schwer mit einem liebenden Gott vereinbaren.
Aus diesem Grunde steuerte die Philosophie immer wieder
zum Atheismus hin. Aber die Natur steht nicht im Widerspruch
zueinander, sondern es zeichnet sich nur der Kampf zwischen
der göttlichen und der satanischen Schöpfung deutlich ab.
Gott
könnte in seiner Allmacht die gesamte dämonische Schöpfung
mit einem Schlage vernichten. Aber er müsste mit vielem
dann von vorne anfangen.
Im
Verhältnis zu den vielen geistigen Ebenen ist der Erdenmensch
für die Angriffe von Gut und Böse vorprogrammiert. Denn
auf anderen Ebenen - außer den astralen Welten -, ist die
Boshaftigkeit dort sehr gering.
Wenn
man Gott richtig sehen will, so muss man ihn als ein kosmisches
Universalbewusstsein ansehen, aber nicht als eine menschenähnliche
Person.
Das
trifft auch auf den großen Engel der astralen Ebene zu,
ich komme später noch mal auf ihn zurück, er ist ebenfalls
keine Person, sondern ein geistiger Prozess, der seine Instrumente
inspiriert.
Und
weil man dies nicht bedachte, war es stets möglich, die
Naturgewalten als Feinde zu betrachten, wenn sie ausuferten.
Denn die Naturkatastrophen bestehen zum Teil aus negativen
Kräften, die vom Menschen ausgelöst werden können. Aber
durch ein gemeinsames zusammenarbeiten zwischen Gott, dem
Menschen und der Natur, kann erreicht werden, dass dieser
große Apparat Natur noch zuverlässiger und sinnvoller funktioniert
zum Segen der Menschheit und zur Freude ihres Schöpfers.
Doch
wenn es so weiter geht wie bisher, dann erreichen wir als
Menschen das Niveau der negativen Natur, das heißt, wir
würden nicht mehr Gut und Böse empfinden, weder Liebe noch
Güte und überlassen anderen Bewusstseinen das Denken und
letztendlich die Führungen. Es ist daher notwendig, die
positive Schöpfung zu erkennen und der negativen Schöpfung
entgegenzutreten. Aber das soll keineswegs heißen, dass
wir uns wie die wilden Tiere aufführen und darum auch ein
Recht hätten zu töten. Grausamkeit ist auch eine Begleiterscheinung
des Atheismus, während Liebe eine Begleiterscheinung des
wahren Gottglaubens ist.
Die
zunehmenden Auseinandersetzungen zwischen Gut und Böse sind
Zeichen der Endzeit. Eine Endzeit ist jedoch nicht ein katastrophaler
Untergang der Welt, sondern der Sieg des Guten über das
Negative.
Sicherlich
fragen Sie sich jetzt, woran man denn die negative Schöpfung
erkennen kann? Je umfangreicher das spirituelle Wissen ist,
umso leichter kann man zwischen positiver und negativer
Schöpfung unterscheiden.“
Wigo
griff wieder zu seinem Glas und nahm zwei kleine Schlucke.
Als er das Glas wieder hinstellte, warf er Luna einen schnellen,
prüfenden Blick zu, um gleich weiterzusprechen:
„Es
ist die größte Tragik dieser Menschheit, negative Außerirdische
nicht ernst zu nehmen. Man lacht, wenn von der Macht des
übersinnlich Bösen die Rede ist.
Bei
allem persönlichen Unglück oder anderen tragischen Geschehen
kann man immer wieder hören, dass der Mensch Gott dafür
verantwortlich machen möchte: Warum lässt Gott, wenn ER
existiert, dies alles geschehen?
Darauf
kann ich nur antworten: Gott ist der Schöpfer allen Seins.
Doch niemand vermag zu begreifen, warum im Universum das
Böse existiert. Die von Gott geschenkte Freiheit gibt jedem
Wesen die Macht, sich zum Guten oder zum Bösen zu entwickeln.
Entwickelt
sich ein Wesen zum Bösen, so ist das nicht Gottes Prinzip.
Gott ist bemüht, seinen Kindern das zu erklären, aber er
ist nicht gewillt, seine Gesetze zu ändern, denn Gott schaut
absolut weiter voraus, als es einem Menschen möglich wäre.
Jede Energie stammt vom Schöpfer und sie wird vom Menschen
benutzt. Doch der ’böse Mensch’ benutzt diese Kräfte für
die Zerstörung der Schöpfung.
Wir
werden in nächster Zeit mit noch größeren Naturkatastrophen
zu rechnen haben, mit der Verschiebung der Erdachse und
auch mit weiteren Veränderungen des Klimas und somit wird
sich auch unser Leben verändern. Aber dabei geht es nicht
darum, sich anzupassen wie ein Chamäleon, sondern wir müssen
unser Bewusst–Sein verändern.
Die
Menschen beobachten sehr gut, dass böse Mächte ständig die
Welt bedrohen und in Unruhe bringen. Aber sie denken einfach
nicht darüber nach, dass diese Mächte aus einer außerirdischen
Intelligenz stammen und das ist die größte Tragödie dieser
Welt. Die Menschen dieser Erde ahnen gar nicht, was diese
Auseinandersetzung für sie bedeutet!
Allerdings
haben Medien diese Mächte entstellt, sie verharmlosen sie,
und erklären Entführte für durchgeknallte Spinner. Aber
diese Entführungen sind real.
In
den 50-er, 60-er Jahren war das anders. Damals gab es Kontakte
anderer Art. Es wurden von humanoiden Wesen berichtet, die
sich Santiner nannten, die aussehen wie irdische Menschen
und Botschaften von großem Wert zur Erde brachten.
Aber
das hat sich etwas verändert. Jetzt kommen auch die negativen
Existenzen in die Welt, immer und immer mehr. Und das hängt
mit der negativen Denkweise der Menschen zusammen, denn
Gleiches zieht Gleiches an! Diese Gedankenschwingungen setzen
Energien frei, darum der vermehrte Einsatz dieser E.T.’s!
Diese
Wesen sind keine Wesen, die im göttlichen Auftrag handeln.
Sie sind nicht von Gott gesandt, sondern sie gehören der
anderen Macht an, die die Bibel als den ’gefallenen Engel’
beschreibt.
Das
Böse und das Negative ist nicht etwas Vorhandenes, das zur
Schöpfung gehört, sondern es wird durch den Geist erschaffen,
der sich negativ verhält und den Aufstieg scheut.“
Er
griff ein letztes Mal zum Glas und nahm nochmals einen Schluck.
Und auch diesmal warf er Luna wieder einen so seltsam, prüfenden
Blick zu.
„Es
ist ein Irrtum zu glauben, dort wo das Gute ist, sei das
Böse nicht vertreten. Diese Polarität besteht nicht etwa
50 zu 50. Das Gute im Universum ist unvorstellbar größer
als das Negative. Es ist im Verhältnis etwa so, wie das
Sonnensystem zum Mond. Und trotzdem wollen negativ Außerirdische
die Welt aus den Angeln heben, um wenigstens einen Teilerfolg
zu erzielen.
Ganz
umsonst, denn jede Bewegung wird durch erfahrene positive
Intelligenzen überwacht. Diese Intelligenzen sind großartig
und gewaltig. Bei einem Angriff der negativen Existenzen
bekämen sie nämlich die Macht der göttlichen Lichtwesen
zu spüren.
Meine
Damen und Herren, liebe Freunde, ich bin nun am Ende meines
Vortrages angekommen. Ich danke Ihnen sehr, dass Sie hier
anwesend waren und würde es begrüßen, wenn Sie mich anlässlich
einer meiner kommenden Beiträge wieder so zahlreich besuchen
würden. Herzlichen Dank!“
Wigo
stellte sich jetzt neben das Rednerpult und verbeugte sich
leicht vor dem Publikum. Dann ging er hinter die Bühne.
Wie
auf Kommando sprang nun Rosa von seinem Klappstuhl hoch.
Mit einem Satz sprang er auf die Bühne und lief Wigo hinterher.
Inzwischen
war Luna bereits im Foyer angekommen und hielt Ausschau
nach Rosa. Und da kam er auch schon an, begleitet von Wigo.
Mit
einem strahlenden Lächeln ging Wigo auf Luna zu und fragte:
„Hallo Luna, seit ihr gekommen um nur mich zu sehen oder
um meinen Vortrag zu hören?”
„Deinen
Vortrag natürlich!“, erwiderte Luna ebenso lässig. „Er war
übrigens grandios!”
„Ja,
das muss ich auch sagen, Wigo, ganz große Klasse. Vorhin
sagte ich schon zu Luna, dass die Bousnani’s dir eine Menge
beigebracht haben. Aber eigentlich wollten wir dich zum
Essen einladen, was meinst du dazu?“
Eine
erschütternde Offenbarung
Einige
Zeit später saßen sie in einem gemütlichen Restaurant. Sie
hatten einen Tisch direkt am Fenster bekommen.
Das
Essen war reichhaltig gewesen und so nahmen sie alle noch
einen Cognac. Rosa schaute Wigo freundlich an und meinte
dann:
„Wie
ich schon vorhin sagte, Wigo, dein Vortrag war grandios,
etwas Vergleichbares habe ich noch nicht gehört.“
„Danke,
danke Rosa“, erwiderte Wigo und lächelte den Professor an.
„Es hat dir also gefallen!“
„Ja!
Aber sag’ mal, was machen denn die Bousnani’s? Bist du noch
mit den beiden zusammen?“
Das
Strahlen auf Wigo’s Gesicht wich jetzt einem schwachen,
mühsam aufrecht erhaltenen Lächeln.
„Die
Bousnani’s...”, begann er mühsam zu sprechen und seufzte
dabei vernehmlich, „...die Bousnani’s sind wieder in Marokko
und ich bin hier...“
„Aber
Junge, was redest du denn da? Wir sehen doch, dass du hier
bist!“ Und bei diesen Worten tätschelte er ermunternd Wigo’s
Hand.
„Junge,
ist dir nicht gut?“
Rosa
sah ihn verständnislos an. Sein Gesicht war ein einziges
Fragezeichen und Luna fing an zu lachen. Irritiert schaute
er sie an und bevor Rosa darauf etwas erwidern konnte, sprach
Wigo weiter:
„Ich
kann euch die ganze Geschichte mit den Bousnani’s und dem
ganzen Drumherum nicht nur mit ein paar Sätzen erzählen.
Da ist einfach zuviel passiert.“
Er
beugte sich rüber zu dem leeren Stuhl, der neben ihm stand
und holte aus seiner Aktentasche ein grosses, braunes Kuvert
heraus. Das legte er auf den Tisch und schob es zu Rosa
rüber und nickte ihm zu.
„Für
mich?“, fragte Rosa erstaunt.
Wigo
nickte ihm nochmals ernst zu und sagte weiter nichts. Rosa
drehte das Kuvert mit beiden Händen hin und her und sah,
dass es nicht verschlossen war. Dann griff er ins Kuvert
hinein und holte einen Packen Fotos heraus. Die Fotos legte
er nebeneinander einzeln auf den Tisch.
Gebannt
starrte er auf die Fotos...
Er
benötigte eine ganze Weile um seine Gedanken beim Anblick
dieser Fotos zu ordnen. Und je länger er sich die Fotos
auf dem Tisch ansah, desto verblüffter wurde er.
Inzwischen
schaute Wigo Luna an und dachte an ihre Wärme die sie für
ihn hatte als sie noch zusammen waren. Ihre Geborgenheit,
die er in ihrer Nähe verspürt hatte und an ihre Güte. Sie
hatte ihm gefehlt als er mit den Bousnani’s zusammen war.
Er lächelte sie wie aus weiter Ferne an. Dann sah er wieder
auf den Professor.
Als
Rosa seinen hocherstaunten Kopf erhob, starrte er direkt
in die Augen von Wigo.
„Du
kannst es ruhig glauben...!“, sagte Wigo mit einer deutlichen
Erschütterung in seiner Stimme, „...das auf den Fotos, ja,
das sind die Men in Black . . . und daneben stehen die Bousnani’s!
Und die Fotos sind echt, ich habe sie selbst geschossen!”
Fortsetzung
folgt ... (Von
Angesicht zu Angesicht: Die Men in Black).