UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Der Außerirdische Vasariah bringt in seinem Raumschiff Professor Rosebär und Luna zur Erde zurück. Unterwegs landen sie aber noch als Zwischenstopp auf der Rückseite des Mondes und besuchen dort eine Basis, die unter der Oberfläche liegt. Hier treffen sie mit einem sehr seltsamen, alten Mann zusammen, der von äußerst ungewöhnlichen Machenschaften zu erzählen weiß.

 

Eine Basis unter der Mondoberfläche

„Vorsichtig Professor, beugen Sie sich nur nicht zu weit vor, sonst fallen Sie noch in den Krater bevor eines unserer Tellerlifte Sie abholen kann“, brummte der alte Mann ihm zu.

„Mh...m...m...“, murmelte Rosebär vor sich hin und beugte sich noch ein wenig weiter nach vorne. Da kam auch schon der erste Tellerlift und der Professor sprang galant auf diese Plattform. Ohne die leichteste Vibration fuhr der Lift nach unten und Rosebär stieg ab. In schneller Folge kamen danach auch die anderen unten an.

Der Professor ging neugierig prüfend an den Wänden entlang, sie strahlten ein mattes Licht aus. Er schaute nach oben und sah, dass die Decke dieses Licht abstrahlte.

Dann standen auch schon seine anderen Freunde neben ihm. Der Greis ging ihnen voran. Seine Hände hielt er hoch und eine Öffnung erschien in diesem Moment. Rosebär konnte nicht sehen, welcher Mechanismus es war, der die Wand öffnete.

Ein grenzenloses „Ohh...hahaha“ strömte aus dem Mund des Professors, als er die weite Landschaft vor sich sah, den blauen Himmel, den Duft vieler Blumen und Gräser! Er breitete seine Arme aus und lief wieselflink in diese Landschaft hinein. Von hier aus hatte er einen freien Blick über einen großen See. Das Gelände fiel sanft ab und darüber spannte sich der strahlend blaue Himmel.

Er tanzte vor sich hin, war wie berauscht von diesem Anblick. Er strahlte vor Glück und Freude: „Ich könnte den ganzen Mond umarmen, diese Pracht, diese Schönheit, ich hätte nicht einmal im Traum daran gedacht, dass es so etwas tatsächlich hier gibt!“

„Lieber Herr Professor”, sagte der Alte und hüstelte. „Sie sind ja wie ein kleines Kind das unterm Weihnachtsbaum sitzt und Geschenke auspackt. Kommen Sie, wir wollen weiterfahren, ich muss meine Medizin einnehmen.”

Selbst als sie schon in einem schnellen „Laser-Torpedo“ saßen, wurde der Alte von Hustenanfällen geplagt. Das änderte sich erst als der Laser-Torpedo in ein riesiges Gebäude einfuhr und sie alle ausstiegen. In dem Gebäude waren nur Türen, eine neben der anderen.

„Wählen Sie eine Tür, Herrschaften”, murmelte der Alte.

„Ich muss Sie nun erst einmal verlassen um mich ärztlich zu versorgen. Nachher wird Sie mein Adjutant abholen und Sie in meine Gemächer führen für einen netten abendlichen Plausch.” Er drehte sich auf seinem Absatz um, schlich davon und verschwand hinter einer grünfunkelnden Türe.

Wie versprochen wurden die Besucher von einem Mann abgeholt, der sich bei ihnen als der ’private Sekretär des Professors’ vorstellte. Professor Rosebär fielen beinahe die Augen aus dem Kopf als er den Mann sah. Er war etwas mehr als einen Meter und fünfzig groß. Sein muskulöser Körperbau und seine muskelbepackten Arme ließen darauf schließen, dass er ein starker Mann sein musste. Er trug eine rote Uniform, die in einem Stück an seinem Körper war.

„Wie der wohl aus seiner Uniform steigt?“, dachte der Professor, während er ihn verstohlen musterte. Seine Haut war schneeweiß und sie schien durchsichtiger zu sein als Seide. Der runde Kopf saß auf einem langen Hals. Seine Haare waren moosgrün und gelockt. Sie waren kurz geschnitten, so wie beim Militär. Seine Augen waren rubinrot und standen dicht beieinander. Sie waren groß und leuchtend; aus ihnen sprach eine ungewöhnliche Intelligenz. Die Nase war schmal und der Mund hatte die bläuliche Farbe wie die eines kranken Menschen. Dieser Mann war allerdings keinesfalls krank, sondern die Lippenfarbe ließ darauf deuten, dass in den Adern des Adjutanten blaues Blut floss.

Als der Mann die drei ansprach, wurden ein paar schneeweiße breite Zähne sichtbar. Er stellte sich mit dem Namen Hata-aan vor, und forderte sie freundlich auf, mit ihm zu gehen.

Durch scheinbare endlose Gänge kamen sie schließlich zu einem mittelgroßen Raum. Er war sehr spartanisch eingerichtet. Den Mittelpunkt des Raumes bildete jedoch unumstritten ein riesiger Schreibtisch aus Mondgestein.

Der Schreibtisch war blitzsauber und nur eine Karaffe mit einem vollen Glas Wasser und mehreren leeren Gläsern standen auf der Platte. Der Alte saß hinter dem Schreibtisch auf seiner Bank. Hinter ihm standen hohe Regale übervoll mit Büchern.

Der übrige Raum war mit einer Ansammlung kleiner und mittelgroßer Mondsteinbänke voll gestopft. Sie waren großartig verziert und die Sitzflächen waren ausgehöhlt wie Kürbisse. Die Formen waren altmodisch und skurril und wirkten wie fehl am Platze. Alles andere Drumherum war ungemein eindrucksvoll.

„Bitte nehmen sie doch Platz”, sagte Hata-aan und wies ihnen Plätze an.

„Bitte, wenn Sie möchten, wird Hata-aan Ihnen die Gläser füllen“, sagte der Alte mit matter Stimme. Die drei lehnten dankend ab und schauten erwartungsvoll ihr Gegenüber an.

„Sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie es sich doch anders überlegen. Ich bilde mir gern ein, ich wäre ein aufmerksamer Gastgeber.” Rosebär fiel es auf, wie kultiviert sich dieser Mann gab.

„Also”, begann der Alte, „momentan bin ich in einer sehr schlechten körperlichen Verfassung, und jedes Wort erschöpft mich mehr und mehr!” Er verzog keine Miene, aber sein Gesicht und seine ganze Haltung drückten aus, dass er schon fast ’jenseits von Eden’ war. Seine dunkle hagere Ge-stalt war gekrümmt und mit dem untrüglichen Zeichen des hohen Alters behaftet.

 

„Meine Regierung weiß, dass auf dem Mond die unterirdischen Städte der Aliens sind!“

„Liebe Gäste, ich bin ernsthaft bereit etwas über unsere Regierung zu erzählen, denn es ist so, ich wurde hier 1950 von meiner Regierung auf der Mondstation ausgesetzt“, sprach er weiter, nachdem er mit zitternden Fingern nach einem Glas gegriffen und es halb ausgetrunken hatte.

Atemlose Stille breitete sich nach den ersten Worten des Greises aus. „Anno 47 / 48 habe ich also meinen Mund ziemlich weit aufgerissen und über Roswell geredet. Ich träume heute noch von dem Ding, von den Leichen, und ich kann mich nur fragen, in was für eine Welt wir leben würden, wenn meine Regierung die ganze Sache nicht geheim gehalten hätte.

Diese Welt wäre eine bessere, wenn wir alle wüssten, dass es außer uns noch andere Geschöpfe im Universum gibt.

Ich habe Artikel für Zeitschriften geschrieben und dafür gesorgt, dass die Legende der in Roswell abgestürzten Fliegenden Untertasse nicht vergessen wird, und ich habe an viele Leuten aus der Szene Hinweise gegeben, dass das Projekt ’Blue Bock’ eine Vertuschungsaktion war und so weiter und so weiter.“

Tief in seinem Innern regte sich etwas. Er wirkte glaubhaft, weil er den Anschein der Selbstlosigkeit von sich gab.

„Ich bin ziemlich sicher, dass die CIA davon Wind bekommen hat und mich abservierte. Sie dachten wohl, ich würde hier ’verrecken’ wie schon andere vor mir. Aber sie haben die Rechnung ohne die hier anwesenden Extraterrestrischen gemacht.

Dieser Mond ist ein Satellit, von großen Mutterschiffen aus dem Sternensystem im Kleinen Bären vor tausenden von Jahren hierher gebracht. Meine Regierung weiß, dass auf dem Mond die unterirdischen Städte der Aliens sind. Viele haben die Größe von Washington. In einer dieser Städte fanden wir menschliche Skelette und die von reptoliden Wesen.

In Kürze wird auf diesem Mond ein politischer Machtkampf stattfinden, das ist eigentlich nicht in unserem Sinn, aber im momentanen Augenblick unvermeidlich. Scheinbar hat meine Regierung Auflagen vom ’Rat der Neun’ bekommen, die sie nicht einhalten wollen.”

Wiederholt griff er zum Glas und trank es jetzt ganz leer. Er starrte ins Leere, flüsterte noch irgendetwas. Er saß da, ganz still in sich zusammengesunken, traurig und melancholisch. Dann atmete er tief durch, schloss die Augen, bis er sich langsam wieder fing. Ihm war nicht ganz klar, woher die Angst in ihm auf einmal herkam.

 

Der Mond als galaktische Handelsbasis

„Einfach unglaublich”, hörte er die Stimme des Professors sagen. Der Alte war dankbar, dass in die Stille hinein jemand etwas sagte. So konnte er seinen kleinen Schwindelanfall verbergen.

„Welche Ziele verfolgen Sie hier eigentlich auf Luna?”, fragte er den Alten.

„Es gibt nichts womit wir im Augenblick unsere Ziele erreichen könnten, denn die Kräfteverhältnisse sind zu ungleich verteilt”, lachte er rau auf.

„Da fällt mir etwas ein”, erwiderte der Professor und kratzte sich verstohlen am Kinn. „Eigentlich müsste ich mich mal wieder rasieren. . . War das nicht so, dass die Gegenseite letztes Jahr ihre Koffer packen und aus dem Erdorbit verschwinden sollte? Aber sie sind nicht alle abgehauen, stimmt’s? Und nun machen sie euch das Leben hier sauer.“

„Sie missverstehen mich, Professor”, entgegnete ihm der Alte. „Nicht die Gegenseite macht uns zu schaffen, sondern meine Regierung selbst. Sehen Sie, diese Seite des Mondes stellt so was wie ein großer Flughafen dar. Auf dieser Seite des Mondes kommen sie rein. Mit dem aber nicht genug, hier werden die Scheiben gebaut, die die Menschen manchmal auf Erden am Himmel blinken sehen. Die Rückseite des Mondes ist eine galaktische Handelsbasis. Die größten Einkäufer sind meine Regierung und sie kaufen ein was das Zeug hält.“

„Und...äh....was ist es...äh...was kaufen die so ein?“

Die Neugier des Professors wurde hellwach. Er war sich sicher, wenn der Alte jetzt weitersprach, dann müsste man mit Überraschungen rechnen. Und schon sprach der Alte weiter:

„Meine Regierung hat mit Hilfe der Gegenseite Roboter kreiert, die zu Zweidrittel aus Technik bestehen und zu einem Drittel aus Mensch.” Eine Art krächzendes Geräusch kam aus der Kehle des Alten. Er rang sichtlich nach Luft.

Der Professor stürzte auf ihn zu und richtete seinen zusammen gesunkenen Oberkörper auf, goss Wasser aus der Karaffe ins Glas und reichte es ihm. Der Alte nahm mehrere Schlucke daraus und gab das Glas an den Professor zurück. Er hustete krampfhaft und seufzte erleichtert.

„Danke, es geht schon wieder. Meine Regierung hat mit der Gegenseite menschlich anmutende Roboter erschaffen. Sie dienen dem Zweck der Ausschaltung des Menschen. Sie müssen sich vorstellen, dass die Gegenseite darauf bedacht ist, die Menschheit auszurotten. Ganze Völker sollen auf der Erde verschwinden. Die vielen Seuchen, die jetzt auf der Erde rumkursieren, sind nur ein Teil davon, die Menschen auf der Erde stark zu reduzieren.

Weitaus bedrohlicher sind die Experimente am lebenden Menschen. Ja..., auch lebende Menschen wurden für diese Experimente benutzt. Die gewissen Aliens, Sie kennen sie, das sind die, die als die ’Men in black’ auftreten. Sie haben ein elektronisches Gehirn, in das ein Bewusstsein hinein programmiert wurde, von ehemals lebenden Menschen. Mit diesem Bewusstsein glauben sie körperlich zu existieren wie Sie und ich.

Und dann gibt es noch die anderen Aliens, die Ihnen auch bekannt sind, das sind jene mit den großen Insektenaugen. Das sind fiktive Wesen. Sie haben kein Bewusstsein.

Meine Regierung projizieren gesteuerte Bilder in ihre Hirne. Darum wirken sie kalt und gefühllos wenn sie mit Menschen in Kontakt treten. Diese Wesen dienen dazu, die Menschheit zu verwirren und ihnen glauben zu machen, dass diese Wesen vom Stern Zeta-Reticuli kommen um die Menschheit zu retten. Aber in all den vielen Jahren ist nichts in dieser Hinsicht geschehen. Es geht nur noch weiter bergab mit der Erde.

Seit tausenden von Jahren besuchen schon verschiedene Rassen von Außerirdischen unsere Erde. Einige hatten die Absicht den Planeten zu erobern, andere kamen aus Neugier oder wegen der geologischen Schätze. Wieder andere vermischten sich mit den Menschen und ihnen wurden Kinder geboren mit starken spirituellen Fähigkeiten.

Auch mit Genen wurde manipuliert, so, wie die irdischen Wissenschaftler es heute auch tun an Mensch, Tier und Pflanze.”

Nach diesem langen Vortrag schien der Greis ziemlich erschöpft zu sein.

„Ich hätte mal große Lust, auf so einen Flughafen herumzuspazieren.” Mit diesen Worten grinste der Professor den Alten an. Der hob müde sein Haupt und winkte ab.

Rosebär legte sich schmollend zurück und murmelt etwas in sich hinein. Daraufhin beugte sich Hata-aan zu dem Greis nieder und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Der Alte nickte mehrmals mit seinem Kopf, lehnte sich dann nach hinten zurück, schloss die Augen und blieb so sitzen.

„Ich bin bereit, Sie dort hinzubringen, Professor!”

„Mich allein?“, fragte der Professor ungläubig. Rosebär drehte seinen Kopf zu Luna und Vasariah und wollte gerade fragen, ob sie mitkommen wollten, da hörte er schon die Antwort in seinem Kopf, dass er ruhig allein mitgehen könnte, sie würden schon auf ihn warten.

Grinsend stand der Professor auf und ging mit Hata-aan erwartungsvoll hinaus.

Fortsetzung folgt ... (Das fatale Experiment).