Wigo
- Die Liebe stirbt zuletzt!
von
Marleen van Barneveld
(zurück
Folge 1) *
* (zurück
Folge 2) *
* (zurück
Folge 3)
(zurück
Folge 4)
* * (zurück
Folge 5) *
* (zurück
Folge 6)
(zurück
Folge 7)
* * (zurück
Folge 8)
* * (zurück
Folge 9)
(zurück Folge 10)
* * (zurück
Folge 11)
* * (zurück
Folge 12)
(zurück
Folge 13)
* * (zurück
Folge 14)
Folge 15 ** Folge
16
Luna
und Professor Rosebär waren einige Tage in den Genuss gekommen,
sich auf einem anderen Planeten aufzuhalten. Dort lernten
sie anlässlich einer Vorlesung in der Universität der Eingeweihten
den Außerirdischen Vasariah näher kennen, der sie nun in
einem Raumschiff zur Erde zurück bringt.
Rückflug
zur Erde
Das Raumschiff
gleitete weich wie auf Samt hinein in die unendlichen Weiten
des Kosmos. Ziel war der 62.000 Lichtjahre entfernte Planet
Erde.
Luna, der Professor
und Vasariah saßen in bequemen Sesseln und plauderten über
dieses und jenes. Die Stimmung war gut und ausgelassen fröhlich.
Während der Professor
in Gedanken die Früchte sah, die dieses köstliche Getränk
ausmachte, standen sie urplötzlich in einer Schale vor ihm!
Ein leichtes Räuspern kam aus seinem Mund und er griff als
erstes nach einer rosaroten Frucht, die, wie er meinte,
Ähnlichkeit mit der irdischen Erdbeere habe. Verwundert
schaute er Vasariah an:
„Wenn das, was
ich so denke, immer so schnell erscheint, dann muss ich
aber mächtig aufpassen!“ Dabei grinste er so breit, dass
er anfing zu lachen.
„Aber so ist
es gar nicht, Professor”, entgegnete ihm Vasariah. „Nur
der absolute Wille, sich Dinge vorzustellen und sie sich
zu wünschen, vereint mit der dahinter stehenden Kraft, bewerkstelligt
erst alles.”
Der Professor
nahm eine zweite Frucht in die Hand, drehte sie eine Weile
zwischen seinen Fingern und starrte sie an, dann legte er
sie in die Schale zurück.
„Sie haben recht,
Vasariah! Die Energie, die es mir möglich machen könnte,
diese Frucht zu verändern, funktioniert nicht, wenn man
zweifelt, ob man es will oder nicht.“
„Genauso ist
es in allen Dingen. Energien kann man auf alles übertragen
und am meisten auf den Menschen. Mit diesen Energien lassen
sich auch Krankheiten heilen.”
„... Oder Kriege
anzetteln“, murmelte der Professor in Gedanken versunken
vor sich hin.
„Genau so ist
es, Professor, und so ist es schon oft geschehen! Vor etwa
fünfhunderttausend Jahren fand in eurem Sonnensystem ein
Krieg statt. Durch diesen Krieg wurden die Dimensions-Frequenzen
verschoben. Das hatte enorme Folgen für eure Materie.
Das passierte
schon zweimal so. Der Sintflutbericht von Noah war das Resultat
von Außerirdischen, die die Erde mit ihren enorm großen
Raumschiffen in eine andere Bahn brachten. Sie haben diese
Technologien. Aber das ist auch alles, was sie haben: Technologie.
Ihr könntet
dieselben Dinge durch euren geistigen Willen tun, das ist
die primäre Kraft der Schöpfung. Wenn eure Wissenschaftler
die Schnelligkeit der Gedanken messen könnten, würden sie
mit ihren Apparaturen feststellen, dass ihr mit millionenfacher
Lichtgeschwindigkeit denkt!“
„Oh ja, das Licht
umkreist die Erde siebenmal in nur einer Sekunde”, sagte
der Professor.
Der
Aufstieg in höhere Dimensionen
„Aber nun redet
man auf der ganzen Erde von einer neuen Dimension. Und wer
in sie hineingehen möchte, der muss sich jetzt dazu entschließen.
Ich weiß nicht, ob ich diesen Fortschritt mitmachen soll.
Hier auf der Erde ist es ganz angenehm, jedenfalls da, wo
ich mich aufhalte”, erwiderte der Professor und grinste
dabei in sich hinein.
„Ja, Professor,
ob Sie mitgehen wollen oder nicht, das müssen Sie entscheiden.
Wie Sie wissen schwingt jeder Mensch anders. Das kommt von
seiner spirituellen Entwicklung her.
Wenn also jetzt
die Erd-Schwingungen angehoben werden, dann müssen Sie sich
entscheiden, ob Sie diese Schwingungen in ihrer Seele mit
einfließen lassen wollen. Wenn Sie das erlauben, lieber
Professor, können Sie den neuen Weg mit der Erde gehen.
Der Urgeist
hat in seiner Liebe dafür gesorgt, dass die Erde in neue
Energiefelder gehüllt wird. Die Erde ist ein lebendiges
Wesen und auch sie hat eine Aura mit vielen Farben und vielen
Klängen. Und diese Farben werden heller und die Menschen
die auf ihr dann leben werden, haben eine Aura die ebenfalls
hell ist. Ihr kennt noch nicht all die schönen hellen Farben
und Klänge, die wir kennen!”
„Wenn ich aber
diesen Planeten ganz nett finde, Vasariah, jedenfalls auf
dem Fleckchen, auf dem ich zuhause bin”, lachte er, „und
nicht die Transformation mitmachen will, werde ich dann
von ’Harmagedon’ hinweggepustet?”
„Natürlich
nicht, lieber Professor, wenn Sie diese Schwingungen ablehnen
aufzunehmen, die Sie in die neue Transformation bringen
würde, dann werden Sie mit den vielen anderen, die sich
ebenso entschlossen haben, auf einer anderen Ebene wieder
inkarniert.
Es gibt keinen
Grund, sich vor der großen Transformation zu fürchten. In
der Natur findet sich ein wunderbares Beispiel für eine
umfassende Transformation. Ihr kennt sie aus der Metamorphose
der Raupe zum Schmetterling. Während die Raupe auf der 2-Dimensionalität
kriecht, erhebt sich der Schmetterling 3-Dimensional in
die Luft und kann in kurzer Zeit große Abstände zurücklegen.
Diese Verwandlung ist durchaus ein Dimensionswechsel”, erklärte
Vasariah.
„Jaaa...”, antwortete
gedehnt der Professor. „Ein hübschen Beispiel. Aber bevor
wir Menschen einen Dimensionswechsel vornehmen, wird doch
wohl noch eine Menge passieren?”
„Eine ganze
Menge ist bereits passiert”, erwiderte Vasariah ernsthaft.
„Die kommende Zeit wird chaotisch sein. Die Transformation
hat begonnen und ihr seit bereits mittendrin. Die Dichte
der Sphären ist angehoben; das Jenseits ist durchlässiger
geworden, näher gerückt. Gedanken und Gefühle werden ebenso
sichtbar sein wie andere Wesen in ihren unsterblichen Hüllen,
die jetzt in diesen jenseitigen Welten leben. Dieser Prozess
wurde durch die kosmische Energie des Urgeistschöpfers auf
die Bitte der Erde hin, in die Wege geleitet.”
Der Professor
saß mit übereinander geschlagenen Beinen in seinem gepolsterten
Sessel und blickte im Gedanken versunken wie in weiter Ferne
vor sich hin. Dann sagte er plötzlich: „Da gibt es ein Kapitel
in der Bibel. Ich erinnere mich schwach, das war doch, ...ähm...
Kapitel 4 ...Vers 17 im 1. Brief an die Thessalonicher?
Na ja, ist egal,
aber ich meine dort steht geschrieben, dass die Lebenden,
die noch übrig sind, zugleich auf den Wolken in die Luft
entrückt werden. Und hier steht doch sicherlich Wolke für
Raumschiff?
Wenn ich da weiter
denke, scheint es mir überflüssig zu sein, Schwingungen
in mich hereinzulassen, während ich auch anders gerettet
werden kann!?“
„Richtig Professor.
Dieses Kapitel beschreibt in wenigen Worten eine Rettung
für einige wenige Erdenmenschen.”
„Für einige wenige?
Aha, das heißt also für ‘Auserwählte’?!“
„Ganz und gar
nicht, Professor, lesen Sie doch bitte das ganze Kapitel.“
„Hm... und wann
wird das sein, Vasariah?”
„Sie wollen
doch jetzt nicht von mir ein Datum wissen?”
„Warum nicht,
Vasariah? Bei Ihrem Wissen wäre es eine Kleinigkeit, uns
mal richtig aufzuklären“, entgegnete der Professor und lehnte
sich genüsslich im Sessel zurück, harrend auf die Dinge,
die er jetzt zu hören bekäme.
Vasariah grinste
schwach und seufzte leicht als er sagte: „Lieber Professor,
ich bin kein Prophet.”
„Gottchen, nun
machen Sie es sich doch nicht so schwer mit einer Antwort”,
erwiderte herausfordernd der Professor.
„Mmm... Sie
lassen auch nicht locker, was, Professor?“ Vasariah
schüttelte leicht sein Haupt bevor er weiter sprach.
Über
Esoterik-Bewegungen und 2012
„Auf
eurem Planeten Erde treiben seit Jahrtausenden viele Kultreligionen
und dubiose Sekten, Gurus und falsche Propheten ihr Unwesen.
Die Menschen erhoffen sich Errettung und Erlösung durch
diese angeblichen ‘Heiligen‘. Der Mensch muss selbst Verantwortung
tragen, aber das will er nicht und klinkt sich lieber in
die so genannte Esoterik-Bewegung ein um seine Verantwortung
abzugeben.”
„Oh, das ist starker
Tobak”, antwortete der Professor mit etwas gekünstelter
Stimme.
„Na, na Professor,
meine Worte werden doch nicht Ihr ganzes Seelenleben erschüttert
haben?“, erwiderte lächelnd Vasariah.
„Was ist denn
für Sie ein wahrer Prophet?“ fragte ihn der Professor.
„Propheten
oder Prophetinnen sind Lehrer und Verkünderinnen, sind Ratgeber
und Beobachter. Sie beurteilen weise. Er ist Warner und
Verkünder. Er verfügt über die Macht der weisen Voraussicht
und der klaren Erkennung.
Der heutige
Prophet findet im kultreligiösen Denken der Erdenbewohner
keinen Platz. Computer, Internet, Vergnügungssucht und Weltreisen
sind ihm fremd. Er lässt sich weder idealisieren noch für
irgend etwas bezahlen. Er distanziert sich von der so genannten
Esoterik-Szene, ist politisch neutral, hat keine Anhänger
und weist jeden Personenkult weit von sich.“
„Nun... ja...
Vasariah, was haben Sie gegen die Esoterik-Szene?”
„Wissen Sie,
lieber Professor. Die Esoterik-Szene, besonders die New
Age-Bewegung verwechselt Glauben mit Wissen. Sie stellen
Glauben, gepaart mit obskuren Berechnungen als Wissen hin
und verkaufen das als Tatsachen.”
„Meinen Sie das
Jahr ’2012’, Vasariah?“
„Ja, das mit
2012 sehe ich nicht so eng. Manche Leute hängen sich an
einem Datum auf; am besten noch ein bestimmter Tag und noch
eine Stunde dazu, haha!
2012 ist ja
nur eine reine lose Angabe für eine andere Zeit. Ich sehe
das so in etwa: Bis 2012 kann die Umwälzung schwerer sein
und ab 2012 geht dann alles viel leichter und lichter. Wie
ein Radfahrer, der einen hohen Berg hinaufradelt. Der Gipfel
ist 2012. Wenn er oben ist, geht es leicht abwärts und er
freut sich, dass sein Rad nun von alleine läuft ohne große
Kraftanstrengung.
Alles ist ein
Übergang und man kann wohl keinen bestimmten Tag angeben,
es ist eben alles fließend.“
Der Professor
saß nachdenklich in seinem Sessel und musste scheinbar das
eben gehörte verdauen.
Vasariah erhob
sich, reichte Luna die Hand, lächelte sie liebevoll an,
und verbeugte sich ein wenig vor ihr. Sie ergriff sanft
seine dargebotene Hand und stand von ihrem Sessel auf.
„Lieber Herr
Professor”, sprach Vasariah ihn mit sanften Worten an,
„kommen Sie?
Wir wollen uns
auf das untere Deck begeben.”
Mit einem Satz
sprang der Professor aus seinem Sessel hoch und gesellte
sich zu den beiden. Mit gespielter Erschrockenheit und einem
lausbübischen Grinsen auf dem Gesicht fragte der Professor,
ob er etwas versäumt hätte in den letzten 25 Sekunden.
Zwischenstopp
auf der Rückseite des Mondes
„Sind wir schon
im Orbit der Erde?”, fragte er Vasariah.
„Noch nicht
ganz”, erwiderte dieser. „Wir machen noch einen kleinen
Abstecher auf die Rückseite des Mondes.”
„Das wird endlich
mal interessant. Nach dieser langen Fahrt hätte ich schon
mal Lust mir die Beine zu vertreten und ein bisschen frische
Luft zu schnappen.”
Vasariah schaute
den Professor etwas irritiert an und lachte leise vor sich
hin. Er sagte aber nichts über den seltsamen Humor seines
Gastes.
„Kommt, lasst
uns in die unteren Räume gehen, wir sind kurz davor in die
Umlaufbahn des Mondes zu kommen. Ich möchte euch die Rückseite
des Mondes zeigen. Entgegen vieler Annahmen ist der Mond
auf der Rückseite besiedelt.“
Auf dem Mond
Ein kleiner Gleiter
klinkte sich aus dem Mutterschiff aus und steuerte die Mondoberfläche
an. Lautlos wie ein Luftballon schwebte der Gleiter über
die Kraterlandschaft dahin und landete schließlich
auf dem Kraterrand Triesnecker.
Der Raumgleiter
öffnet sich in zwei Teile. Nun sah er aus wie ein elegantes
Caprio, das an einem Sommertag an die See fuhr. Hier aber
nun war die Situation anders. Kein Strand und kein Sonnenschein,
nur grauer Mondsand weit und breit.
Seufzend sagte
der Professor, dass er sich schönere Orte vorstellen
könne als diesen hier.
"Warum tun
Sie es dann nicht, Herr Professor?"
Irritiert wendete
Professor Rosebär sich in die Richtung, aus der er
diese Worte vernommen hatte, denn eine Sprache hatte er
schon lange nicht mehr so laut und deutlich gehört.
Es war wohl eine zeitland ganz angenehm, lediglich nur zu
denken und sich telepathisch in der Stille zu unterhalten,
aber auf Dauer liebte er doch mehr den Klang einer Sprache.
Vor ihm stand
ein kleiner magerer Mann. Rosenbär schätzte ihn
um die 80 Jahre. Sein Gesicht war zerklüftet wie verwittertes
Gestein, aber die Augen waren hell und glänzend; dort
saß noch das ganze Leben drin. Beinahme kriechend
ging er langsam auf Rosebär zu und reichte ihm die
Hand.
„Schön
Sie hier zu sehen", sprach er ihn an. Dabei schaute
er Rosebär an, als käme der von einem anderen
Stern. Seine Hand hielt er immer noch fest als er zu Rosebär
sagte: „Wie
ich sehe, sind Sie in guter Gesellschaft hier angekommen",
und sein Blick ging dabei auf Vasariah zu.
„ Ist schon
ziemlich lange her, dass ich mal wieder Besuch von Privatpersonen
hatte", sagte er und seine Stimme sprach gebrochen
und manchmal flüsternd, so dass der Professor ihn kaum
verstand.
Was er nun um
so mehr hörte, war das Geräusch, das jetzt an
sein Ohr kam. Es war ein leises Zirpen. Er dachte zuerst,
dass es hier ein ganzes Nest von abertausend Grillen geben
müsse. Als er sich aber nach diesem Geräusch umsah,
sah er, wie die Kraterdecke sich öffnete ...
Fortsetzung folgt ... (Das
Mond-Abenteuer).