Wigo
- Die Liebe stirbt zuletzt!
von
Marleen van Barneveld
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Folge 14 ** Folge
15
Luna und der Professor
befinden sich in der Stadt Cigilah auf einem anderen Planeten.
Dort besuchen sie die Universität der Eingeweihten,
wo ihnen ein anmutiger weiser Außerirdischer namens
Vasariah eine Vorlesung hält.
Die
hohe Vorlesung von Vasariah
Als Vasariah im ehrwürdigen Saal
der Universität zu sprechen begann, lief Luna ein Schauer
über den Rücken und tiefes Verlangen nach ihm
berauschte ihre Sinne für einen Moment. Ihre Augen
trafen sich und eine Welle von Wärme und Glücksgefühle
durchlief ihren ganzen Körper. Ihr Herz schlug schneller
und das Gefühl vieler Schmetterlinge war in ihrem Bauch.
Es kribbelte hinab bis zu ihren Zehenspitzen. Alles um sie
herum verschwand und zurück blieb nur das Bild Vasariah's.
Wie aus weiter Ferne hörte sie
seine Worte:
"Am Anfang erschuf der Urgeistschöpfer
nacheinander zuerst 12 Universen, 49 bewohnte Welten und
392 Zwischenwelten. Das 12. Universum, in dem ihr lebt,
war das größte Universum und brachte viele bewohnte
Planeten hervor.
Vom Urschöpfer geht eine 'elektrische'
Kraft aus, die kein Mensch bisher ergründen konnte.
Zum besseren Verständnis möchte ich sagen, nennt
diese Kraft "Aura". In dieser Kraft leben wir
allesamt.
Wenn man die Größe des Kosmos
betrachtet und gleichzeitig berücksichtigt, daß
wir in der Aura des Urschöpfers leben, dann habt ihr,
wenn es euren Verstand nicht überschreitet, wenigstens
jetzt in etwa die Vorstellung von der Größe des
Urschöpfers. Wer sich den Urschöpfer bisher als
einen weisen, alten Mann mit Bart vorstellte, muß
spätestens jetzt zu der Erkenntnis kommen, daß
er einem kindlichen Glauben nachgegangen ist.
In euren heiligen Schriften steht oft,
daß der Urschöpfer ein Rächer ist und ihr
einen Gerichtstag zu erwarten hättet. Ist das wirklich
eure Vorstellung? Wartet ihr wirklich darauf, daß
euer eigener Urschöpfer euch mit dem Tod bestrafen
will, während er es doch war, der euch das Leben gab?
Dieser Glaube ist ganz falsch und eine menschliche Idee.
So viele menschliche Ideen stehen in
euren heiligen Büchern und selbst in euren Köpfen
leben sie weiter und weiter. Jahrtausendelang haben die
Männer für ihre Zwecke die Frauen auf dem Planeten
Erde ausgebeutet, schikaniert und zu Tode gebracht und das
alles nur wegen eines angeblichen Sündenfalls, den
es so gar nicht gegeben hat.
Denn ihr sollt wissen, daß die
ersten Menschen auf dem Planeten Erde, zwei Personen in
einer waren, also männlich und weiblich zusammen. In
der Bibel steht es auch so, daß 'Gott' den Menschen
als männlich und weiblich erschuf.
Damals waren diese Menschen feinstofflicher
als heute. Durch ihre Gedankenkraft bauten sie sich Häuser,
in denen sie wohnten und Tempel für ihre 'Geburten',
sowie andere Annehmlichkeiten schufen, die sie für
schön und angenehm hielten.
Sie waren sehr viel größer
als die heutigen Menschen. Ihre Haut war hell und ihre Haare
blond, die Augen sehr groß. Außerdem waren sie
bartlos.
Im Gegensatz zu den heutigen Erdenmenschen
benötigten sie keinen Schlaf und sie verzehrten auch
keine Nahrung. Die Früchte, die Samen und die Körner
sowie das grüne Gras dienten zur Nahrung der Tierwelt.
Die 'Geburt' aus einem zweigeschlechtlichen
Menschen vollzog sich durch die gedankliche Atemkraft; ihr
wißt, daß auch der Urschöpfer durch Aus-
und Einatmen fortwährend Universen erschafft. Zu diesem
Zweck gingen die Menschen in die heiligen Tempel und brachten
sich in gedanklichen Kontakt zu ihrem Urgeistschöpfer.
Ihre Gedanken stiegen mit dem Wunsch
nach einem neuen Menschen ihrer Art hoch zum Urgeistschöpfer
und durch die Impulskraft des Schöpfergeistes bildete
sich im 3. Auge eine Energie. Nachdem die Energie eine vollkommene
Einheit gebildet hatte, fiel der Mensch in eine Tiefentrance.
In diesem Zustand öffnete sich
das 3. Auge und eine duftende, farbenprächtige Energie
verließ die Öffnung. Noch während des Austretens
bildete sich eine menschliche Form heran, die mehr und mehr
Gestalt annahm, bis sie als Mensch vollendet war.
Viele hunderttausend Jahre lebten und
'zeugten' so die ersten Menschen auf Erden."
Abstieg der Menschheit
"Eines Tages kamen Besucher in
ihren Raumschiffen vom Jupiter. Sie brachten Angst und Schrecken
über die Erde. Raubtiere und giftige Pflanzen brachten
sie mit, ebenso eine Technik, die das geistige Leben auf
der Erde entsetzlich veränderte. Sie waren von grober
Struktur, schwarzhaarig und braunäugig. Sie jagten
die Tiere auf Erden und verspeisten sie. Auch führten
sie ein ausschweifendes Leben. Männer und Frauen lebten
mit den Tieren zusammen und verkehrten geschlechtlich untereinander.
Hierdurch sind die Menschenaffenrassen entstanden.
Während dieser Zeit war es einigen
wenigen Menschen gelungen, sich auf dem Planeten Erde zu
verstecken. Die anderen wurden eingesammelt und als Sklaven
verdingt. Später wurden sie von den Jupiteranern genetisch
geteilt und sie gebaren auf dem Wege der geschlechtlichen
Zeugung Kinder.
In diesem Zeitalter begann die Herrschaft
der 'Schwarzen Magie'. So ging langsam diese Welt dem Untergang
entgegen. In der Ausschweifung ihres Lebens und des schlechten
Lebenswandels nahm die Höhe ihres Lebensalters langsam
ab. Auch veränderte sich damit der Mensch äußerlich.
Seine Gesichtszüge wurden die eines Neandertalers.
Es kam dann eine Sintflut, die das Ende brachte für
ihre Gene."
Religion sollte Liebe sein!
"Heute
hat die Erde ein erneutes Stadium erreicht, das dem der
damaligen Zeit ähnlich ist. Mir wurde aufgetragen euch
zu sagen, daß der Urschöpfergeist von großer
Güte ist und in vollkommenem Frieden lebt, es nicht
will, daß seine Kinder fortwährend von Kriegslärm
umgeben sind.
Sucht die Wahrheit, aber nicht alle
Wahrheit in euren heiligen Schriften, denn Religion sollte
Liebe sein, sie sollte Schönheit sein und sie sollte
von äußerer Einfachheit und Freiheit sein. Sie
sollte so frisch sein wie ein vom Wind verbreiteter Blumenduft.
Der Urschöpfergeist ist das Licht
des Universums und die Quelle und die Liebe aus der wir
leben. Sucht deshalb nach der Wahrheit und sehnt euch danach,
haltet sie fest, wenn ihr glaubt, sie gefunden zu haben
und baut weiter auf sie auf.
Der Mensch wurde nicht vom Schöpfer
erschaffen, um sein ganzes Leben lang Lärm und Wirrnis
ausgesetzt zu sein. Auch hätte es keine Technik geben
sollen. Aber der Mensch hat seine Fähigkeit der Gedankenkraft
weitgehend verloren, mit der er damals ohne die Technik
alles bewältigen konnte.
Alles was jetzt ist, hat der Mensch
ohne Mitwirkung des Urgeistschöpfers zustande gebracht,
ER aber möchte, daß der Mensch wieder zu seinen
Wurzeln zurückkehrt. Darum wird ER dazu beitragen,
daß der ersehnte Frieden, von vielen auf der Erde
herbeigesehnt, Wirklichkeit wird."´
Bei seinen letzten Worten verbeugte
sich Vasariah leicht in Richtung von Luna und Professor
Rosebär. Luna war von einer tiefen Ruhe erfüllt.
Sie saß da und ein wohliges Gefühl einer gewissen
Befreiung wirkte auf sie ein. Dann lud Vasariah die beiden
lächelnd ein, ihm zu folgen.
"Luna", hörte sie die
Stimme des Professors in ihrem Kopf.
Etwas irritiert und gedankenverloren
lächelte sie, hob ihren Kopf und schaute in das etwas
besorgte Gesicht des Professors.
"Es ist schon alles in Ordnung",
erwiderte sie ihm gedanklich. Dann stand sie auf und sie
verließen gemeinsam den Tempel. Während der Professor
fast ununterbrochen auf sie einredete, waren ihre Gedanken
ganz woanders. Sie schämte sich ein wenig dafür,
daß sie sich in Vasariah verliebt hatte. Sicherlich
würde er ihre Gedanken kennen und noch größere
Scham stieg in ihr hoch und vermengten sich mit knarrenden,
piependen Geräuschen in ihrem Kopf, die sicherlich
als Wortgedanken des Professors zu deuten waren.
Luna schaute über das Land und
bestaunte den herrlichen Überfluß aller Blumenarten.
Nichts hatte sich seit ihrer Ankunft verändert. Alles
sah noch genauso aus wie damals als sie aus dem Raumschiff
stiegen. Immer noch war die Pflanzenwelt mit einer zartblauen
Schattierung und mit einem silbrigen Glanz überzogen.
Luna und Vasariah
Langsam drehte sie sich um und erblickte
die schöne Gestalt Vasariah's. Er trug ein rotes Seidengewand,
das seinen kräftigen Körper erahnen ließ.
Luna streckte ihre Arme aus und ergriff die Hände Vasariah's.
Er zog sie zu sich heran und umarmte sie kurz.
Luna erlebte, wie es sich anfühlte,
nachzugeben, sich einfach den Kräften des Mannes zu
überlassen, jenen Kräften, die uns Leben einhauchen.
Sie ließ diese Kraft wie einen Freund durch sich hindurchziehen.
Er nahm ihre Hände und streichelte zärtlich ihre
Finger und führte sie dann an seine Stirn und dann
zum Herzen.
"Es passiert nicht oft, daß
jemand bereit ist, berührt zu werden und ich berühre
dich."
"Ich verändere dich",
hörte sie ihn sagen.
Lange schauten er in ihre Augen. Dann
küsste er ihre Schläfen mit großer Behutsamkeit
und ihren herzförmigen Mund, ihren Hals, ihre Schultern
und die Ansätze ihrer Brüste. Ihr Atem ging schwer,
ihre Erregung und ihr Verlangen, das dieser schöne
starke Mann sie erobern wollte, machte sie willenlos.
Ihr Herz klopfte vor Erregung so stark,
daß sie glaubte, es würde in ihr zerspringen.
Ihre Brust hob und senkte sich, ihr Atem ging schnell und
stoßweise. Das Blut rauschte in ihren Ohren und machte
sie schwindelig. Seine Küsse bedeckten ihren Bauch.
Wie elektrische Schläge durchzuckte ihr Körper
bei seinen Berührung. Dumpf stöhnte sie auf, und
ihr Körper beugte sich nach hinten.
Behutsam fing er sie auf und legte
sie sanft auf den Blumenteppich nieder. Begehrlich schaute
sie ihn an...
Fortsetzung folgt ... (Zurück
zur Erde).