Wigo
- Die Liebe stirbt zuletzt!
von
Marleen van Barneveld
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Folge 13 ** Folge
14
Während
der Schiffsreise kommt es überraschend zu einer UFO-Sichtung
von neun Flugobjekten. Nach wenigen Augenblicken schoß
aus einem der Objekte ein gebündelter gelber Lichtstrahl
herunter, dieser hüllte den Professor und Luna ein
... als der Schein erlosch, war das Schiffsdeck völlig
leer und sie befanden sich im Raumschiff.
Auf
einem anderen Planeten
Als Luna und der
Professor aus dem Raumschiff ausstiegen, standen zwei Wesen
vor ihnen.
Sie waren mit einer weißen Tunika bekleidet und hatten
einen goldenen Gürtel um die Taille, der in der Mitte
ein Siegel hatte. Darauf waren zwei ineinander geflochtene
Kreise zu sehen.
Nach einer kurzen
aber freundlichen Begrüßung luden sie Luna und
den Professor ein, mit ihnen zu gehen. Luna und der Professor
nickten freundlich und so schritten sie voran, während
Luna die wundervolle Aussicht genoß.
Ein warmer, wohlriechender
Silbernebel, kaum für das Auge sichtbar, schwebte über
das ganze weite Land, das vor ihnen lag. Die Pflanzenwelt
war von zartblauer Schattierung, die mit einem silbrigen
Glanz überzogen war.
Luna blieb eine
Weile stehen und bestaunte den herrlichen Überfluß
aller Blumenarten. Ein Blumenmeer, soweit das Auge reichte,
Straßen oder Wege waren nicht zu sehen! Durch diese
einzigartige Schönheit empfand sie eine große
Freude und ihr Herz jubelte.
Als sie bemerkte,
wie alle mitten durch diese Blumenpracht gingen ohne daß
nur eine einzige Blume umgeknickt wurde, ging auch sie ihnen
hinterher mitten durch diesen wunderschönen Blumenteppich.
Ihr Duft berauschte ihre Sinne und ein anhaltendes Glücksgefühl
überwältigte sie.
Gemeinsam gingen
alle weiter und kamen in eine Stadt, deren Gebäude
rund waren und wie aus Glas aussahen. In einer dieser Rundhäuser
gingen sie hinein.
Der Fußboden
war aus Kristall und mit Silberfäden durchzogen. Aber
man konnte nicht durch ihn hindurchsehen, so wie beim Silbernebel.
Auch die Wände waren aus demselben Material, aber sie
hatten mehr einen etwas gelblichen Ton in sich.
Vier andere Menschenwesen
befanden sich in dem großen Raum als ein weiterer
auf sie zu kam und sie warm und herzlich begrüßte.
Dieser trug eine rotfarbige Tunika, die durch silber- und
goldfarbene Tupfer unterbrochen wurde. Sein Gesicht war
schmal und seine blonden Haare fielen ihm auf die Schulter.
Seine Augen waren dreieckig und von einem tiefen Blau.
Cigilah – die
wundersame Stadt
Nach
dieser Begrüßung drehten sich die anderen zwei,
die mitgekommen waren, um und verließen den Raum.
Der Blonde aber sagte zu Luna und dem Professor:
"Bitte
kommt und folgt mir nach. Wir werden jetzt die große
Stadt Cigilah besuchen. Ihr werdet in jeder Straße
eine brennende Flamme sehen, in die eine winzige Menge Duft
enthalten ist, die aus den Amethyststeinen gewonnen wird,
aufsteigt zu GOTT. Die Menschen hier tragen keine Kleidung
wie ihr sie von der Erde kennt. Jeder trägt einen Überwurf,
der vorn und hinten von den Schultern bis zu den Füssen
reicht und in der Taille mit einer Kordel befestigt ist.
Wie
ihr gleich selber sehen werdet, sind alle Häuser aus
Amethyststeinen gebaut, und ihr werdet sogar dessen Duft
riechen, der aus ihnen strömt. Ich weiß, daß
es auf Erden nicht so ist, dort könnt ihr den Duft
eurer Steine nicht wahrnehmen."
Staunend
und ehrfurchterbietend schauten sich Luna und der Professor
um als sie durch die Straßen gingen.
Ihr
Begleiter führte sie durch eine Nebenstraße und
sie wurden sofort auf einen mächtigen runden Tempel
aufmerksam. Der Professor schätzte seinen Umfang auf
gut 450 Meter.
Zwölf
große breite Stufen führten zum Tempel hinauf.
Links und rechts vor dem Tempeleingang standen an jeder
Seite sechs Säulen. Die Säulenhalle, durch die
jeder eintreten mußte, hatte zwölf schlanke,
aber hohe Türen, die zum Tempelinneren führten.
Jede dieser Türen war 3,60 Meter hoch und 1,20 Meter
breit, so schätzte sie der Professor ein.
Hier
im Innern des Tempels herrschte ein angenehmes amethystfarbenes
Licht, das von Reflektoren gespendet wurde, die Solarstrahlen
einfingen.
"Wie
ihr seht", ergriff der Blonde wieder das Wort,
"hat der Tempel kein Dach. Ich habe euch hierher gebracht,
damit ihr eine Einweihung empfangt, die euch dazu befähigt,
uns auch ohne laute Sprache zu verstehen!
Denn
so wie ich jetzt mit euch spreche, wie ihr es auf eurer
Erde gewohnt seit, so ist es hier nicht. Wir unterhalten
uns telepathisch.
Kommt
nun und laßt uns ins Innere des Tempels gehen. Wir
werden nun schweigen und uns auf das Kommende konzentrieren",
sagte er und ging behutsam vor ihnen her.
Am
Eingang der Tempelhalle standen zwei Personen und empfingen
Luna und den Professor mit einem warmen Augenblick. Sie
öffneten mit einer Handbewegung eine Türe und
baten sie einzutreten.
Auch
dieser Raum war rund und der Boden aus purem Silber, die
Wände jedoch amethystblau.
Die
beiden Menschen boten ihnen neue Kleidung an. Der Professor
und Luna entkleideten sich ohne scheu vor ihnen und zogen
die neue hellblaue Kleidung an. Dann wurden sie zum Eingang
des inneren Tempels geführt.
Ein
anderer Mann kam auf sie zu und führte sie in die Mitte
des Tempels. Er trug ein weißes Gewand aus Seide,
das bis zum Hals zugeknöpft war, und von da bis zu
den Fußspitzen reichte. Die Ärmel des Gewandes
gingen ihm bis zu den Handgelenken. Der Mantel glich einem
Priestergewand und drückt symbolisch die absolute Reinheit
aller Ideen und die Reinheit der Seele des Mannes aus, der
vor ihnen stand.
Um
die Taille trug er einen Gürtel, auf deren Schnalle
ein Kreis gezeichnet war, in ihm war ein gleicharmiges Kreuz
abgebildet als Zeichen des Plus- und Minusprinzips und des
Gleichgewichts. Um seine Stirn lag eine Binde.
Luna
begriff sofort, daß es eine Magusbinde war. Nur Meister
der Magie tragen eine solche. Sie ist ein Symbol der Würde
der magischen Autorität des Magiers und die Vollendung
seines Geistes mit die der Magier sein Haupt krönt.
Die Magusbinde, die dieser Mann trug, hatte ein Rosenkreuzsymbol.
Es war ein Kreuz mit 12 Rosen auf die Binde eingestickt.
Dieses Zeichen weist auf die vier Elemente, das Plus- und
Minuszeichen und die 12 Planeten hin, mit denen der Magier
in Verbindung steht.
Die Einweihung
Zu dritt standen
sie nun in einem ätherischen Kreis, den zuvor der Mann
in dem weißen Gewand mit einem leuchtenden Stab gezogen
hatte.
Für einen
Moment schloß er seine Augen. Dann erhob er seine
Hände und legte sie auf die Köpfe der beiden,
dann anschließend auf die Schultern und danach auf
das Herz und schließlich auf die Füße.
Er drehte seine
Hände herum und aus seinen Handflächen kam ein
dünner, flacher Goldstrahl, den er auf die Zirbeldrüse
der beiden richtete. Sie beinhaltet das gesamte Wissen und
alle Weisheit eines Menschen.
Als der Strahl
verebbte, trat der Mann mit dem weißen Gewand aus
dem Kreis heraus und setzte sich zu den anderen, die inzwischen
am Boden rundum des Kreises saßen. Auch er konzentrierte
sich nun auf die beiden Menschen innerhalb des Kreises.
Auf die drei Worte:
"Emuyir, Tzizhet, Wybiol", erstrahlte ein
gewaltiger Regenbogen im Innern des Tempels, der mit diamantartigen
Facetten von brillantem Licht überall im Tempel flimmerte
und wo sich die Atome der Strahlen bei ihrer Berührung
mit den während des Ritus aufsteigenden Gedanken verdichteten
und so zu Gedanken der Liebe für die Eingeweihten wurden.
Dieser Strahlenregenbogen
war eine ganze Zeit lang zu sehen. Und während er verblaßte,
ließen sich die Eingeweihten langsam auf ihre Knie
nieder und streckten sich danach ganz auf den Boden aus,
so, daß sie sich in äußerster Verehrung
für den großen GOTT, auf ihr Angesicht warfen.
Hierauf folgte
die Tranceperiode und als sie daraus erwachten, lagen silberne
Roben neben ihnen.
Unmittelbar danach
hörten sie das Wort: "Belemche".
Beim Ausruf dieses
Wortes vibrierten die Körper Lunas und des Professors
buchstäblich für einen kurzen Moment. Dann trat
der weißgewandete Mann wieder in den Kreis, verneigte
sich vor ihnen und übergab jedem einen Ring aus Chalzedon,
der in der Mitte den weißen Stein Beryll hatte und
rundherum mit roten Rhodochrositen verziert war.
Luna und der Professor
steckten sich ihren Ring auf den Finger. "Er wird
euch ein guter Talismann sein", dachte der Mann
im weißen Gewand.
Luna und der Professor
nickten ihm unmerklich zu. Für sie war es noch neu,
mit ihrem Gegenüber telepathisch zu reden. Darum traten
sie auch ohne ein Wort zu sagen aus dem Kreis heraus und
gingen wieder zur Eingangshalle zurück.
Von kosmischen
Strahlen inspiriert:
Die Universität der Eingeweihten
Hier wartete der
Mann mit dem blonden Haar wieder auf sie. Nun erst sagte
er ihnen seinen Namen:
"Ich
heiße Amser und bin der 5. Genius aus der Sonnensphäre.
Ich sorge für die Belebung der Materie durch das Plus-
und Minusprinzip, also durch Elektrizität und Magnetismus
in eurer grobstofflichen Welt."
Sie hatten den
Tempel verlassen und gingen um ihn herum. Luna hörte
wieder die Stimme Amsers in ihrem Kopf wie er sagte:
"Wir
gehen jetzt zu der Universität der Eingeweihten. Dort
werdet ihr Vorlesungen über die Entstehung eurer Erde
hören und über die Menschen, die auf ihr lebten
bevor Atlantis zerstört wurde. Aber ihr werdet auch
über andere Dinge etwas erfahren, das bis jetzt noch
kein irdisches Ohr gehört, noch verstandesgemäß
aufnehmen konnte!"
Als er dies zu
Ende gedacht hatte, sahen sie ein großes Gebäude,
das an der Seite des Tempels angebaut war.
Sie gingen hinein
und betraten einen sehr großen Raum, der durch einen
weißen Strahl erleuchtet war. Sie nahmen auf bequemen
Sesseln Platz.
Amser wies mit
seiner Hand auf den Lichtstrahl und dachte zu Luna und dem
Professor:
"Bitte
seid euch bewußt, daß dieser Lichtstrahl, wir
nennen ihn den Hasperim-Strahl, den Redner direkt inspiriert.
Ihr müßt euch darüber klar werden, daß
jedes einzelne Ding, ob vergänglich oder nicht, sichtbar
oder unsichtbar, unter dem direkten Einfluß eines
kosmischen Strahls steht. Nicht für einen einzigen
Augenblick entscheidet ihr über eurer Leben und Schicksal."
Lunas Augen kreisten
durch den Raum, da trat würdevoll ein weiterer Mann
herein. Er trug schulterlanges, blondes Haar. Sein schmales
Gesicht war bartlos und er hatte strahlendblaue, dreieckige
Augen.
Seine Tunika war
aus Brokat hergestellt mit besonders schönen und auffälligen
Farben. Er war von kräftiger Statur und war mindestens
zwei Meter groß.
Luna war fasziniert
von seiner Schönheit und sogleich hörte sie Amsers
Stimme in ihrem Kopf sagen: "Diese Farben in der
Tunika sind notwendig, weil sie in unserem Leben eine große
Rolle spielen, denn jede Seele hat ihre eigenen Farben oder
Schattierungen oder eigenen Geruch. Wir kleiden uns nach
der Farbe unserer Seele, dieses vermittelt ihr Frieden."
Luna drehte sich
zu Amser hin und nickte leicht mit ihrem Kopf zum Zeichen,
daß sie ihn verstanden hatte.
"Es ist
heute für mich eine feierliche und hochheilige Zeit,
um über Themen zu sprechen, die für unsere Gäste
unglaublich erscheinen mögen", dachte dieser
schöne Mann und Luna empfand seine Stimme wie den Chor
vieler Nachtigallen.
Er nickte ganz
leicht mit seinem Kopf Luna und dem Professor zu. Seine
Augen strahlten und er öffnete seinen kirschroten Mund
ein wenig und seine perlweißen Zähne schimmerten
hervor als er die beiden Gäste den Studenten im Saal
vorstellte.
Kaum hatte Luna
daran gedacht, wie er wohl heißen würde, hörte
sie im Kopf seine Stimme sagen: "Vasariah."
Fortsetzung
folgt ... (Die
Vorlesung in der Universität der Eingeweihten).