UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Unsere Freunde lernen auf ihrer Schiffsfahrt zwei einflußreiche Personen kennen. Wigo entschließt sich dann, mit ihnen nach Frankreich zu gehen. Nach der Verabschiedung kommt es aber zu einer UFO-Sichtung, die weitreichende und überraschende Folgen haben wird ...

 

Kraft des Magnetisierens

Am anderen Tag lagen Luna, Wigo und der Professor auf bequemen Liegestühlen an Deck.

"Liebe Freunde", richtete sich der Professor zu den beiden: "Dies ist nun unser gemeinsamer letzter Tag auf diesem Schiff. Wir hatten einen schönen Urlaub, haha - wenn man das mal einen ’Urlaub’ nennen kann. Ja, ja, wer weiß, wo wir drei noch landen werden!" Er lachte sehr fröhlich. Und in das Lachen hinein sagte er überraschend: "Aufgepaßt, wir bekommen Besuch!"

Alle drehten ihren Kopf neugierig nach links. Ein junges Paar kam zielstrebig auf sie zu. Der Mann blieb vor Rosa stehen, er machte eine leichte Andeutung einer Verbeugung, er sagte: "Lieber Herr Professor, es ist uns eine Ehre, einen so berühmten Mann wie Sie hier zu treffen! Mein Name ist Abida Bousnani, wir sind auf dem Wege nach Frankreich. Wir haben alle Ihre Bücher über die Kulturen Ägyptens gelesen." Dann wandte sich der Mann freundlich an seine Begleiterin: "Komm’ Naima, begrüße den Herrn Professor!"

Sie reichte dem Professor die Hand und er gab ihr galant einen Handkuß. Dann sprang er elegant von seinem Stuhl hoch und stellte Luna und Wigo vor. Nach dieser kurzen Begrüßung stellten sie ihre Liegestühle zu einer Runde auf um sich besser unterhalten zu können.

"Herr Bousnani", begann der Professor das Gespräch, "ich habe kürzlich eine Studie über die Globalisierung gelesen, haben Sie Interesse an einem Gespräch?"

"Ja, Herr Professor, gerne. Wollen wir dazu nicht einen kleinen Spaziergang über das Schiffsdeck machen?"

"Gerne, Herr Bousnani", antwortete der Professor. Luna, Naima und Wigo hatten sich schon in ein Gespräch vertieft als der Professor sie kurz unterbrach um zu sagen, daß sie sich etwas die Beine vertreten wollen.

Die drei nickten ihm kurz zu und dann waren der Professor und Herr Bousnani auch schon verschwunden.

"Es muß schön sein, wenn man Menschen heilen kann", meinte Wigo. "Ich würde das so gerne lernen, Naima. Können Sie mich nicht einfach mitnehmen nach Frankreich?," fragte er sie sehnsuchtsvoll.

"Interessieren Sie sich denn für’s magnetisieren, Wigo?", fragte sie ihn.

"Ja, dann würde ich mich schon dafür interessieren, wenn ich mit euch fahren könnte, vorrausgesetzt ich bin dafür auch geeignet, sonst hätte es zweifellos auch gar keinen Zweck, oder?", fragte Wigo.

"Natürlich muß jede Kraft geübt werden, darum fängt man zuerst damit an, Wasser zu magnetisieren. Danach übt man sich an Kristallen oder an Pflanzen, weil die Wirkung schnell und sichtbar eintritt."

"Wie fühlt es sich denn an, wenn man magnetisiert wird?", wollte Wigo von Naima wissen.

"Die Empfindungen sind sehr verschieden. Die einen fühlen den Strom des Magnetiseurs als angenehme Wärme, die anderen als wohltuende Kälte", antwortete sie.

"Und wie funktioniert magnetisieren?"

Naima lächelte Wigo an als sie sagte: "Die magnetische Behandlung erfolgt entweder durch magnetische Striche, durch Handauflegen oder präparierte Stoffe."

"Jaa", sagte Wigo gedehnt, "ich meinte eigentlich etwas anderes."

"Verstehe", antwortete sie und ergriff Wigos Hände und legte ihre Daumen an seine und drückte ihre Knie an seine Knie.

"Wir werden eine Weile so verharren... Ich werde Ihnen dabei in die Augen schauen, und werde mir dabei vorstellen, wie das Od meiner Augen Ihren Körper durchstrahlt. Und dabei denke ich mir, daß es Ihnen gut tun wird", sagte sie ganz sanft und leise zu ihm.

Nach einer Weile fügte sie hinzu: "Kommen Sie, stehen Sie auf!"

Er stand von seinem Stuhl auf und sie legte ihre rechte Hand auf seine Stirn und die linke auf seinem Hinterkopf. Nach etwa einer Minute nahm sie ihre rechte Hand von seiner Stirn, spreizte die Finger auseinander, winkelte den Daumen an und strich mit ihren 4 Fingern an Wigos vorderer Körperseite hinunter bis unter die Knie. Als sie diese Behandlung beendet hatte, machte sie mit ihrer rechten und linken Hand eine kreisende Bewegung und trat zwei Schritte zurück. Dann lächelte sie ihn an und sagte: "Wir müssten es mal wiederholen."

"Oft?", fragte er.

"Es kommt darauf an...", erwiderte sie ihm geheimnisvoll.

"Worauf denn?", fragte er neugierig. Darauf gab sie ihm keine Antwort und meinte nur: "Sie sollten es lernen. Dies und anderes!"

"Anderes? Nun machen Sie mich wirklich neugierig!"

"Nun", sagte sie leise und mit einem hintergründigen Lächeln auf den Lippen: "es gibt viele Dinge in der magischen Kunst, die man erlernen kann und mit denen man sich das Leben leicht versüßen könnte. Denken Sie nur einmal daran, welche Wünsche Sie sich erfüllen könnten, wenn Sie sich dieser Macht bedienen würden.

Kommen Sie mit uns und ich werde Sie in viele magische Handlungen einweihen, die Sie befähigen werden, in allen Bereichen Ihres Lebens erfolgreicher zu sein. Kein Feind hat Macht über Sie und nichts bleibt Ihnen verborgen. Die geheimsten Beziehungen der Natur werden Ihnen offenbar werden, Sie werden fast sein wie Gott!"

"Wie Gott sein?", erwiderte Wigo ungläubig.

"Ja, jeder der erschaffen kann ist ein ’Gott’."

Ihre einschmeichelnde Stimme ließ in Wigo ein glückliches Gefühl aufkommen und das sagte er auch zu ihr: "Ihre Worte machen mich ja geradezu zum glücklichsten Menschen auf Erden, Naima!"

Bei diesen Worten strahlte er sie an und sagte: "Am liebsten würde ich sofort eine Kabine neben der Ihren nehmen, um mir Ihrer geheimnisvollen Gegenwart ganz bewußt zu sein."

Naima lächelte Wigo wieder an. Ihre Stimme hatte einen rauchigen Klang angenommen: "Noch ist Ihr zukünftiges Leben wie ein großes Spinnennetz. Befreien Sie sich von Ihren klebrigen Fäden, die Sie festhalten, kommen Sie mit mir und ich zeige Ihnen, wie Sie Herr über sie werden können."

Da schaute er sie an und fragte zögernd: "Sie meinen es ehrlich?"

"Noch nie habe ich es so ehrlich gemeint wie jetzt. Aber, zögern Sie nicht zu lange. Denn wenn mein Bruder zurückkommt, müssen Sie sich entschieden haben."

Sie stand auf und verabschiedete sich von Luna. Dann ging sie ein paar Schritte weiter und stellte sich an die Rehling um hinaus auf das Meer zu sehen. Wigo schaute Luna an und sagte zu ihr: "Findest du nicht auch, daß es von Naima ein verlockendes Angebot ist, zu werden wie ein Gott?"

"Und so was fragst du mich, Wigo? Götter nannte man zu Zeiten Mose solche Leute, die als Gesandte Gottes auftraten. Doch nicht mal Jesus hat sich selbst einen ’Gott’ genannt, obgleich er viele große Wunder tat. Er heilte Blinde und unheilbar Kranke, er ging übers Wasser, er heilte aus der Ferne und er erweckte Menschen wieder zum Leben. Fürwahr, er war Gott gleich und trotzdem nannte er sich nur Sohn Gottes", antwortete sie ihm leise.

"Ich finde, du übertreibst, Luna, und es ist nicht richtig von dir, daß du mir das nun ausreden willst. Bis jetzt haben mich nur alle als einen Waschlappen gesehen. Ich bin doch nur der kleine Junge für euch", schoß es über seine Lippen.

"Für mich nicht, und für Rosa auch nicht, Wigo", sagte sie traurig.

"Aber Krister... und er hat dich geküsst. Ich habe das genau gesehen", antwortete er ihr ziemlich laut. Sie sagte zu seinen Vorwürfen nichts.

Wigo stand auf und entschuldigte sich bei Luna: "Es tut mir leid, aber ich gehe mit Naima. Sage bitte Rosa, daß ich ihn vermissen werde, aber mein Entschluß steht fest und er muß es eben akzeptieren."

Unschlüssig blieb er vor Luna stehen und konnte sich nicht entscheiden, ob er ihr die Hand zum Abschied geben sollte oder nicht.

Da hörte er die Stimmen von Rosa und Bousnani. Er drehte sich zu ihnen kurz um, hob seine Hand wie zum Gruß und ging dann rüber zu Naima. Gemeinsam gingen sie in Richtung der Kabinen ohne daß sich Wigo noch ein einziges Mal umdrehte.

 

"Egoismus ohne Grenzen"

Abida und der Professor kamen zurück. Beide nickten Luna zu als sie sich setzten. Auch Luna nickte freundlich zurück und hörte wie Bousnani zum Professor sagte: "Was haben die Globalisierungsgegner uns eigentlich zu sagen? Wollen sie mit jeder Gewalt gegen jede Form von Privatbesitz vorgehen? Ich weiß noch, daß bis vor kurzem selbst progressive Intellektuelle das Loblied auf den freien Welthandel der Länder sangen, die bislang in Armut lebten und nun Wohlstand und Reichtum haben."

"Ich bitte Sie, lieber Herr Bousnani, kennen Sie einen Arbeiter in dieser Welt, dessen Lohn sich seit 1982 verdreifacht hat? Selbst in einer Periode wirtschaftlichen Wachstums bleiben Massenarbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ein wesentlicher Bestandteil des kapitalistischen Systems. In den USA sahen 40 Prozent der Ärmsten ihr Einkommen seit 1990 abnehmen, aber die größten multiinternationalen Konzerne verdreifachten ihren Durchschnittsgewinn. Ich bin der Meinung, daß der freie Wettbewerb des 21. Jahrhunderts die Diktatur der 200 multinationalen Konzerne herbeigeführt hat. Der freie Wettbewerb und der freie Markt haben sich definitiv in ihr Gegenteil umgeformt", antwortete Rosa.

"Die Globalisierung, das Überwinden von Grenzen, kann sich natürlich schnell in Egoismus ohne Grenzen verwandeln", meinte Bousnani und legte seine Fingerspitzen ineinander.

"Das sehen wir ja alle an der Armee von Heimatlosen, die an den Grenzen Europas entlang ziehen und die Schaufenster der Wohlstandsgesellschaft bestaunen", erwiderte ihm der Professor.

"Sie wollen mehr Freihandel, mehr Demokratie und Achtung der Menschenrechte und mehr Entwicklungshilfe, meinen Sie das, Herr Professor? Dazu brauchen wir aber ein politisches Instrument, um diese Dinge zu erzwingen. Das aber kann nur eine Macht, nämlich die USA", erklärte Bousnani.

"Also der Meinung bin ich nun ganz und gar nicht, Herr Bousnani. Die USA für die Belange Europas einzusetzen ist fehl am Platze. Es wird wohl Zeit, daß sich Europa nicht mehr von den USA dominieren läßt, sondern eine Form bildet mit gleichberechtigten Partnern. Wir dürfen nicht mehr zulassen, daß die Vereinigten Staaten uns weiterhin kontrollieren. Und nicht nur Europa steht auf ihrem Plan, Asien ist damit einbezogen. Dieses Eurasien hat den größten Vorrat materieller Reichtümer, 75% in etwa der Welttotalität. Darum muß es uns ein Bedürfnis bleiben, die USA aus Eurasien zu verjagen", donnerte der Professor los.

"Lieber Herr Professor, ich glaube kaum, daß Europa imstande wäre, seine Beziehungen zu den USA abzubrechen, denn die Entwicklung ihrer Wirtschaft sowie die militärische Verteidigung macht Europa von den USA abhängig. Außerdem würden die USA es nie ohne weiteres akzeptieren, ihre heutige wirtschaftliche und militärische Führung innerhalb Europas zu verlieren", konterte Bousnani.

"Aber lieber Herr Bousnani, in welcher Welt leben Sie", kicherte der Professor. "Die US-Regierung ist doch die politisch schwächste und bankrotteste Regierung der Welt. Sie torkelt von einer finanziellen Krise in die andere. Ein Privatunternehmer hätte schon längst Insolvenz anmelden müssen."

"Sicherlich ließe sich noch einiges mehr darüber sagen, Herr Professor", erwiderte Bousnani. "Mein Bedarf an diesem Thema ist gedeckt. Ich danke Ihnen vielmals für dieses Gespräch", sagte er und reichte dem Professor die Hand. Der nahm sie, und erwiderte seinen Händedruck.

"Sie haben recht, Herr Bousnani. Genießen wir den blauen Himmel und gönnen wir uns eine stille Stunde des Nachdenkens."

"Ja sicher", erwiderte er. "Tun Sie das, Herr Professor. Ich werde mich in meine Kabine begeben, denn wie Sie wissen, gehen wir in Frankreich von Bord. Und das dauert ja nun nicht mehr lange. Also werde ich das eine und andere noch zu ordnen haben. Jedenfalls, alles Gute für Sie und vielleicht sehen wir uns mal wieder", sagte er lächelnd, drehte sich um und ging.

"Das war schon ein interessanter Gesprächspartner, der Herr Bousnani, einer von wenigen", sagte Rosa nachdenklich. Beide schwiegen eine Weile bis Rosa fragte: "Wo ist denn Wigo ?"

"Weg", sagte Luna kurz angebunden.

"Wie, weg?", fragte Rosa ganz erstaunt.

"Na, weg", sagte sie.

"Einfach so weg? Weg - weg - weg? Hat er wieder mal seine Tour gekriegt abzuhauen ohne ein Wort zu sagen? Na, das ist ja wieder mal was", räusperte er resignierend.

"Mach’ dir nichts daraus, Rosa. Im Leben trifft man sich immer zweimal."

"Da hast du recht, Luna", erwiderte Rosa und schaute dabei auf seine Uhr. "Noch ein paar Stunden und die Bousnanis gehen von Bord. Ja, sie gehen zu einem Kongreß. Vielleicht sollten wir mitgehen, Luna? Was hälst du von dieser Idee?"

"Nicht viel. Mir ist dieser Sonnenuntergang und die Ruhe und du neben mir mehr wert als alle Kongresse zusammen", sagte sie lächelnd und schaute ihn an.

"Ich werde eine Decke für dich holen, denn wie es aussieht, werden wir noch eine Weile hier bleiben", meinte er und war im Begriff aufzustehen.

"Laß nur", sagte sie zu ihm, "ich werde ein paar Schritte gehen und dann können wir sowieso zum Essen gehen."

"Wie du meinst, Luna", antwortete der Professor.

Sie stand auf, machte ein paar Auflockerungsübungen und ging einige Schritte hin und her. Dann stellte sie sich mit dem Rücken an die Reling und sagte zu Rosa: "Was wir alles erlebt haben in letzter Zeit, also wenn wir das jemanden erzählen würden, der würde uns kein Wort glauben, meinst du nicht auch ?"

 

Eine UFO-Sichtung mit Folgen

Der Professor gab keine Antwort und Luna rief ihm zu." Hallooo Professooor, aufwachen...! - Rosa?", rief sie besorgt. Und nochmals: "Rosa?"

Erschrocken lief sie mit vier Schritten zu ihm und schaute ihn direkt in die offenen Augen.

"Was ist mit dir ?" fragte sie ihn.

"Nichts", antwortete er abrupt.

"Was, nichts!" fragte sie ihn.

"Warum gibst du mir denn keine Antwort, hm?"

"Dreh’ dich mal vorsichtig um."

"Da oben liegt meine Antwort."

Sie schaute sich um und sah in den Himmel. Nach einer Weile drehte sie sich wieder zu Rosa hin und war verblüfft.

"Neun UFOs bringen dich aus der Fassung, Rosa?! Haben wir damit nicht schon etwas anderes erlebt?" fragte sie ihn erstaunt.

"Haben wir!"

"Aber diesmal ist ein anderes Gefühl dabei, Luna."

"Spürst du nichts?" fragte er sie.

"Nein", antwortete sie zögernd.

"Ich glaube, jemand will mit mir Kontakt aufnehmen", sagte sie zu Rosa.

Beide schwiegen. Dann sagte Luna plötzlich zum Professor: "Komm’, stell dich neben mich, Rosa, wenn du einverstanden bist mit an Bord der Flugobjekte zu gehen!"

Der Professor sprang mit einem Satz aus seinem Liegestuhl hoch und stellte sich neben Luna.

Da schoß blitzartig und abrupt aus dem ersten Raumschiff ein gebündelter, gelber Lichtstrahl heraus und hüllte die zwei total ein. Als der Schein wieder erlosch, war das Schiffsdeck leer.

 

Fortsetzung folgt ... (Der Kontakt. Besuch in Cigilah).