UFO-Nachrichten

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Wigo - Die Liebe stirbt zuletzt!
von Marleen van Barneveld

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Während der Reise lernt Wigo unerwartet einen weisen, alten Mann kennen. So geheimnisvoll, wie dieser Mann auftauchte, so schnell verschwand er auch wieder aus Wigos Leben.



Der Gelehrte

Sie standen an der Reling und schauten hinaus aufs Meer. Etwas weiter ab von ihnen stand ein alter Mann. Seine Arme ruhten auf dem Geländer, in seinen Händen hielt er ein kleines Buch, worin er las.

Wigo hatte schon mehrere Male zu ihm hinüber gesehen und das fiel auch bereits den anderen auf.

"Na, dann mach’ doch Bekanntschaft mit dem alten Knaben", sagte der Professor zu Wigo mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht. "Scheinbar hat er für dich etwas magisches an sich", stichelte der Professor frohgelaunt weiter.

Wigo hatte sich nun ganz zu dem alten Mann hingewendet und starrte ihn aus der Ferne an. Da drehte sich der Mann langsam um und hob seinen Kopf in Wigos Richtung, lächelte freundlich und winkte ihm zu.

Der Professor sah das und gab Wigo einen freundschaftlichen Stups: "Nun geh’ schon!"

Langsam setzte Wigo einen Fuß vor den anderen bis er bei dem Alten angekommen war. Dieser lächelte ihn immer noch an und reichte ihm seine Hand.

"Alfalda", stellte er sich vor.

"Wigo", antwortete der andere, und stellte sich zu ihm an die Reling. Eine Zeitlang schwiegen beide und schauten auf das Meer. In die Stille hinein sagte Wigo: "Ich mache mir oft Gedanken über das Universum. Wie mag Gott alles erschaffen haben und warum erschuf er auch das Böse. Weißt du darauf eine Antwort, Alfalda?"

 

Dualgeister

"Gott, der große Universalgeist", begann Alfalda zu erzählen, "erschuf Wesen, Geister, Engel, egal wie du sie nennen willst, in Dualität: zwei Leben in einem. Nur die Liebe war das Band, das beide Energien zusammenhielt. Dieses Leben war voller Energie und Schaffenskraft und damit es voll funktionieren konnte, bekam es einen freien Willen. Alles war in Harmonie, bis sich einige Dualgeister trennten und jeder ein eigenständiges Leben führte. Durch diesen Bruch mit sich selbst verloren sie die Liebe zu Gott dem Universalgeist. Er wiederum ließ diesen Bruch zu und befreite sie nicht aus ihrer selbstzugefügten Zwangslage, denn dann hätte er in ihren freien Willen eingreifen müssen."

"Aber was veranlaßte sie zu diesem Schritt?", wollte Wigo von Alfalda wissen.

"Ihre Gedanken", antwortete Alfalda. "Sie wollten Gott sein. Er ist ein Wesen, sie hingegen sind zwei Wesen in einem", antwortete Alfalda.

"Ich finde nichts verkehrtes daran, sein zu wollen wie Gott", erwiderte Wigo.

"Ich auch nicht", gab Alfalda lächelnd zur Antwort. "Gott ist unser Vater und wir lernen von ihm und er freut sich immer, wenn wir ihm nacheifern, wenn wir die Möglichkeit ergreifen, so sein zu wollen, wie er, in seiner Schaffenskraft, Intelligenz und grenzenloser Liebe.

Aber er selbst zu werden in seiner Einzigartigkeit, seiner Vollkommenheit ein einziges ICH zu sein, das ist unmöglich und das ist auch nie der Gedanke Gottes gewesen als er seine Schöpfungen begann zu realisieren."

"Und was passierte anschließend mit diesen Wesen?", wollte Wigo wissen.

"Weil ihre Gedanken jetzt nicht mehr geistiger Natur waren, erschuf Gott für sie ein neues All in dem sie leben konnten", entgegnete Alfalda.

"Das war sicherlich sehr großzügig von Gott, denn einer von uns hätte sicherlich nicht in derselben Situation so gehandelt wie er", erwiderte Wigo.

"Dann verstehst du jetzt auch, daß jeder Gedanke seine Daseinsberechtigung hat. Wigo, wir müssen aufhören, das ’Böse’ zu bekämpfen. Stattdessen sollten wir anfangen zu lieben und aufhören zu verurteilen!

Andererseits hast du selbst die Wahl, dich von Gott zu trennen oder in seiner Liebe zu verbleiben. Ob das so ist, offenbart dir der Gedanke Gottes wenn du zu ihm sprichst", sagte Alfalda.

"Und wir Menschen? Stammen wir von diesen Dualgeistern ab oder haben sie uns erschaffen", fragte Wigo.

"Anfangs erzählte ich dir ja schon, daß Gott Dualgeister erschaffen hatte. Erinnerst du dich Wigo?"

"Ja, Alfalda."

"Einige vervielfältigten sich und andere blieben in sich zweifach", sprach er weiter. "Ja genauso war das. Und die Wesen die sich nicht vervielfältigten, die erschufen den Menschen im Einklang mit Gottes Liebe. Und als sie in ihrem Bewußt-Sein erwachten, hatten sie schon die Kenntnis davon, das Wesen da waren, die sich gegen Gottes Liebe entschieden hatten und das für sie zu überwinden war. Sie waren das Bindeglied zu den Wesen, die sich von Gott getrennt hatten. Sie waren die neue Schöpfung und die alles wieder zu Gott zurückkehren lassen sollte", erläuterte Alfalda.

Wigo schaute nachdenklich auf das weite Meer hinaus. Nach einer Weile sagte er: "Wenn also die neue Schöpfung sich nicht von der Gegenseite hätte beeinflussen lassen, hätte es die Erde in diesem Zustand nicht gegeben."

"Es tut mir leid, Wigo, dir sagen zu müssen, daß die Schulweisheit, der ’Garten Eden’ sei ein Teil der Erde, nicht stimmt."

"Nein? Du meinst, er war ein geistiges Prinzip? Meinst du das, Alfalda?"

Dieser nickte nur mit dem Kopf und sagte nichts. Wigo schaute weiter aufs Meer hinaus. Er war sichtlich berührt. Sie schwiegen eine Weile, es war still, nur das Meer mit seinem ewigen Rauschen war zu hören.

 

Gedanken sind überall gegenwärtig

Fast etwas feierlich klingend sagte Alfalda dann in diese Stille hinein: "In Wirklichkeit bist du Geist und Seele in einem. Dein Geist umhüllt alle molekularen Strukturen deines Körpers und gibt ihm erst die Lebenskraft aus seinen Gedanken, gibt deiner Körperhülle Vitalität und Charakter. Er macht, daß deine Augen sehen, dein Mund spricht und deine Gliedmaßen sich bewegen.

Ohne all das Unsichtbare an dir, wärst du ein Nichts, ein Niemand!

Durch deine Gedanken erschaffst du dir deine Zukunft. Jeden Tag verplanst du durch deine Gedanken. Jeder Gedanke in dir erzeugt ein Gefühl in deiner Seele, das von ihr abgespeichert wird. Dieses Gefühl ist dann die Vorraussetzung für kommende Ereignisse in deinem Leben.

Dinge geschehen nicht zufällig, niemand ist ein Opfer der Pläne und Absichten anderer. Alles was dir geschieht, hast du in dein Leben selbst hineingedacht und gefühlt!"

"Deine Worte erinnern mich an den Bibelspruch: Was ein Mensch sät, das wird er ernten", zitierte Wigo.

"Ja", begann Alfalda sein Wort wieder aufzunehmen. "Was immer du als Gedanke säst, wirst du als Wirklichkeit ernten. Alle Gedanken kehren zu dir in verstärkter Form zurück. Dafür gilt das Gesetz: Gutes zieht Gutes an und böses, Böses."

"Oje, dann haben Leute, die Haßgedanken aussenden, schlechte Karten, wie man so sagt", antwortete Wigo.

"Zuerst schon, wenn diese Gedanken sich manifestiert haben und vervielfacht und verstärkt zu dir zurückkehren und du sie dann wieder mit einem destruktiveren Gedanken von neuem auflädst. Aber nicht wenn diese destruktiven Gedanken-Energien auf dich zurückgeworfen werden, und du sie mit einem Gebet zu Gott in Dankbarkeit und Vergebung und Liebe annimmst, dann werden alle unerwünschten Eigenschaften ausradiert."

"Wie funktionieren denn eigentlich Gedanken, Alfalda?"

"Gedanken sind Schwingungen, die überall gegenwärtig sind. Diese Schwingungen sind elektronisch und reagieren unglaublich feinfühlig auf jeden deiner Gedanken und bilden augenblicklich die im Gedanken enthaltene Form nach, so daß sie in der Materie erscheinen kann."

"Und warum erfüllen sich manche meiner Wünsche nicht?", wollte Wigo dann wissen.

"Das liegt daran, daß du deinen Wunschgedanken mit nur wenig innerlicher Kraft verschickst, obwohl sich Gedanken selbst verstärken, reicht die Kraft dafür mitunter nicht aus.

Du kannst das ändern, indem du wiederholt deine Wunschgedanken aussendest. Oder wenn du mit regelmäßiger Konzen-tration zur selben Zeit deinen Gedanken verschickst; das nennt man Meditation.

Lade deine Gedanken mit starken Gefühlskräften auf, je stärker das Gefühl, desto schneller manifestieren sich deine Gedanken, und Liebe ist das stärkste Gefühl, darum sind derartige Manifestationen dauerhaft. Auch wenn sich ein Gedanke noch nicht manifestiert hat, geht er niemals verloren, er steht zur Zeit eben nur in der Warteschleife", erklärte Alfalda.

Wigo war von der Reling zurückgetreten und kramte nun in seinen Hosentaschen herum. Er holte einen kleinen Zettel heraus und reichte diesen wortlos Alfalda. Er sah ihn dabei an und fragte ihn: "Dieser Vers ist doch ein Mantra?"

Alfalda stand aufrecht an der Reling und schaute auf das Blatt Papier. Dann erhob er seine Stimme zu einem lieblichen Gesang. Als er geendet hatte, schaute er auf Wigo und sagte: "Ich bin alles. Erde, Weltall unendliches Bewußtsein. Darum laß unsere Seele sich erheben, unser Bewußtsein sich versenken in das anbetungswürdige Licht jener göttlichen Lebens-Sonne der Weisheit, die unseren Geist erleuchten möge!"

Wigo hatte mit leicht geöffneten Mund Alfalda zugehört. Eine Welle von Liebe und Harmonie durchströmte seinen Körper. Ein Lächeln umsäumte seinen Mund und seine Augen strahlten: "Ich habe Sehnsucht nach Gott ... dort wieder zu sein, wo mein Anfang war!"

"Auch du hast die Macht, grenzenlos zu denken, denn hinter der Illusion der Materie verbirgt sich der Schöpfer aller Universen. Wenn du dich im Bewußtsein öffnest für alle Gedanken und nie ein Urteil über deine eigenen Gedanken zu fällen, dann hast auch du die Macht und die Fähigkeit, jedes Ideal, das dir vorschwebt, wahr werden zu lassen. Du brauchst nie mehr die Programmierung durch das gesellschaftliche Bewußtsein über dich ergehen lassen."

 

Wage, das Wissen anzuwenden

"Kannst du mir ein paar Tips für die Zukunft geben, Alfalda?"

"Wagen, Wissen, Schweigen. So lautet die Anweisung für die Praxis in den alten Schulen der Weisheit. Weisheit aber ist ewig. Darum geben die Meister auch heute noch den gleichen Rat, zu wagen, das Wissen anzuwenden und zu schweigen."

"Aber warum sollte man schweigen? Wäre es nicht gut, wenn viele Menschen darüber Bescheid wüßten?", fragte Wigo erstaunt.

"Schweige und diskutiere nicht mit anderen, weil selbst der gutherzigste Mensch durch seine Programmierung so viele Zweifel in dir erwecken mag, daß sich kaum noch Erfolg einstellen kann.

Ich erzähle dir ein Gleichnis: Wenn du im Frühling eine Hecke pflanzest, mußt du ein Netz darum errichten, weil sonst die Vögel in der Frühlingszeit die jungen Triebe leicht abfressen. Wenn die Hecke aber groß und dichtgewachsen ist, bietet sie den gleichen Vögeln Schutz und Unterkunft!

Zweifle nie an deinem Wissen, das ist die stärkste Form des Glaubens und solcher Glaube kann wirklich Berge versetzen. Wage dein Wissen anzuwenden, bringe es zum Einsatz. Erlaube dir Geduld zu haben; Wachstum kann man beschleunigen, aber nicht erzwingen.

Vergib dir selbst. Du hast nichts falsch gemacht. Jede deiner Handlungen war wichtig für dich, um zu verstehen. Gott hat dir schon längst vergeben weil er dich niemals verurteilt hat, egal wie andere deine Handlungen auch bewertet haben.

Laß dich niemals von Zweifel überwältigen. Nur Zweifel haben die Macht, alle deine Ideen und Gedanken zu vereiteln.

Richte dein Bewußtsein auf das höchste Ziel, das du erreichen möchtest, es können natürlich auch mehrere sein."

"Ich kenne jemanden", erzählte Wigo, "der hat sich ziemlich oft vorgenommen, schlanker zu werden, aber nie klappte es so richtig. Warum hatte dieser nie Erfolg, Alfalda?"

"Es ist leider immer dasselbe Lied. Diese Leute sagen, ich bin dick, na und? Außerdem habe ich sowieso schon alles versucht und ich nehme nicht ab! Verstehst du den letzten Sinn, Wigo?"

"Ja genau, ich verstehe. Sie sagen: ...und ich nehme nicht ab!"

"Und genau das haben sich diese Leute selbst fest einprogrammiert. Würden sie stattdessen sagen, ich bin nicht dick und sonst nichts weiter denken, dann würden sie sehr schnell feststellen, daß sie mit dieser Einstellung nicht lange weiterhin unvernünftig essen können."

 

Wenn etwas nicht Liebe ist, ist es Angst

"Zum Abschluß unseres Gesprächs möchte ich dir eine alte Weisheit mit auf den Weg geben:

Achte auf deine Gedanken,
          denn sie werden deine Worte.

Achte auf deine Worte,
           denn sie werden deine Taten.

Achte auf deine Taten,
           denn sie werden dir zur Gewohnheit.

Achte auf deine Gewohnheiten,
           denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,
           denn er wird dein Schicksal !"

Alfalda stellte sich seitlich an die Rehling und stützte sich mit dem linken Arm auf ihr ab. Dann legte er seine rechte Hand auf Wigos Schulter, schaute ihm in die Augen und sagte behutsam:

"Unsere Wege trennen sich jetzt. In den nächsten Stunden legt dieses Schiff in Zypern an und ich gehe von Bord. Es war überaus schön mit dir zu reden.

Erkenne immer, wenn etwas nicht Liebe ist, ist es letztendlich immer nur Angst. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Bewegung, jedes Gefühl beeinflußt das Universum, und dafür müssen wir Menschen, am Ende unseres Weges, die Verantwortung übernehmen!"

Sie gaben sich die Hand und verabschiedeten sich sehr herzlich.

Alfalda ging davon und Wigo schaute ihm hinterher. Nach ein paar Schritten drehte sich Alfalda noch einmal zu ihm um und hob seine Hand zum Gruße, dann verschwand er aus seinem Blickfeld.

Wigo wandte sich wieder dem Meer zu und blickte noch eine ganze Weile auf das verspielte Wasser unter ihm. Dann ging auch er mit langsamen Schritten und in Gedanken versunken in seine Kabine zurück.

 

Fortsetzung folgt ... (Von Heilung, magnetischer Behandlung . . . und Globalisierung).