Wigo
- Die Liebe stirbt zuletzt!
von
Marleen van Barneveld
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11
Rätselhaft sind die
Erlebnisse bei Fürst Arras. Rätselhaft und schnell
auch die Rückkehr in das gewohnte Leben. Unsere Abenteurer
müssen diese Geschehnisse erst überdenken, ein
neues Spektrum der Erfarung und des Wissens in Zeit und
Raum.
Der "Molekulator"
"Das ist hier unten ja
wie im Gruselkabinett", meinte der Professor verwundert
und schaute sich im Labor behutsam um. An den Wänden
standen unzählige Kabinen. Vor einer dieser Kabinen
blieb der Professor stehen und inspizierte sie bis ins Detail.
Eine Stimme flüsterte
hinter ihm: "Nun Professor,
finden Sie gefallen an dieser Kabine. Bitte sehr, ich lade
Sie ein, sich hineinzustellen." Es war Fürst
Arras, mit erhabenem Lächeln wies er mit der Hand den
Weg in die Kabine.
"Sie zögern?"
"Ja, ich bin mir nicht
sicher, welche Teufeleien auf mich warten werden, wenn ich
Ihrer Einladung folge leiste!"
"Oh, jetzt enttäuschen
sie mich aber ungemein! Aber Herr Professor, ein Mann Ihres
Formats, skeptisch?! Wo bleibt Ihre Begabung für Humor?
So kommen Sie doch, Professor? Wir sind doch hier nicht
auf einer Beerdigung?"
Der Professor trat zögernd
in die Kabine ein. Diese schloß sich automatisch und
alles wurde in blaues Licht getaucht. Dieser Vorgang dauerte
nur wenige Sekunden.
Die Kabinentür schwenkte
danach wieder auf und eine junge Frau trat heraus, die in
verblüffender Weise die Gesichtszüge des Professors
trug.
"Na fabelhaft",
rief der Fürst und klatschte in die Hände. "Kommen
Sie, Professor, schauen Sie sich hier ihr Spiegelbild an!"
Der Professor schaute in die geöffnete Hand
des Fürsten und sah erschrocken auf.
"Wie fühlen Sie
sich, Professor?"
"Ganz einzigartig", sagte
dieser ironisch.
"Und? Haben Sie bei
dieser Prozedur Ihr Gedächtnis verloren?"
"Nein, Fürst Arras",
erwiderte der Professor erstaunt.
"Dann hatten Sie also
was anderes erwartet?", fragte er ihn und musterte
den Professor scharf.
"Ah, ich verstehe, haha,
sie wollten einen anderen Körper, Professor!" rief
er erhaben.
"Nein, nein", wehrte der
Professor ab und winkte mit der Hand. "So wie ich jetzt
aussehe, das ist reichlich gut. Aber mal eine kleine Frage
dazu, Fürst Arras", und er schaute den Fürsten
eindringlich an. Dieser erwiderte aber sofort:
"Lieber Professor, ich
bitte Sie. Denken Sie jetzt nicht an Ihren alten Körper.
Wenn Sie uns verlassen haben, werden Sie derselbe sein wie
vorher!"
Bei diesen Worten drehte
er sich um und sagte so ganz beiläufig: "Natürlich
erkläre ich Ihnen gerne die Funktion dieses Zauberkästchens.
Kommen Sie Professor, treten sie näher.
Diese Maschine ist ein
Molekulator. Er verändert Moleküle und Atome und
durch Licht werden sie wieder anders ineinandergereiht.
So entsteht eine neue Körper-Konstruktion. Im Grunde
ist es dasselbe Prinzip, das die Nanotechnologie anwendet.
In den letzten 20 Jahren ist die Wissenschaft nur unwesentliche
Schritte weiter gekommen.
Was man sich von der
Nanotechnologie verspricht, wird nicht eintreten, aus dem
ganz simplen Grund, weil man nicht den Mut aufbringt, an
eine Entkörperung zu glauben. Aus unserer Sicht ist
der physische Tod nur eine Transformation des eigentlichen
Seins, der sich seiner materiellen Gewänder entledigt."
Bei seinen letzten Worten
standen sie an einer Reihe Großcomputer. Der Fürst
begab sich zu einem der Computer und betätigte einen
Knopf auf der Tastatur. Auf dem Bildschirm erschien das
Gesicht Wigos. Der Fürst sprach ins Mikrophon: "Wigo,
zeige uns das Haus von Luna."
Innerhalb von Sekunden
sahen die drei Lunas Haus. Dann schwenkte die Kamera und
sie sahen eine Straße, auf der es momentan still war.
"Luna, liebste Freundin,
was haben wir denn hier für Sie ausgesucht?
Ihre ach so wichtige Haltestelle, mit Telefonzelle und Briefkasten,
hä, hä, hä", meckerte er. "Hallo
- und wen sehen wir denn da?" Alle schauten auf das
Bild und sie sahen etliche Jugendliche, die rauchend und
lärmend an der Haltestelle standen.
"Eine nette ’Werkzeugansammlung’,
geradezu einladend für mich. Schauen Sie nur, wie die
Mechanismen ihre Köpfe zusammenstecken; ich hoffe doch
nicht, daß sie etwas aushecken werden?" Und
der Fürst lachte aus vollem Halse und klatschte begeistert
in seine Hände.
Die anderen aber sahen, wie die Jugendlichen
die Straße hinauf liefen und vor Luna’s Haus stehen
blieben, sich bückten und Steine aufsammelten.
Luna schaute entsetzt zu und stieß
den Fürsten zur Seite. "Sie... Sie glauben doch wohl
nicht, daß ich das erlauben werde", schrie sie den
Fürsten an.
Der Professor und Luna sahen sich entgeistert
an. Der Fürst trat hinzu und sagte:
"Eine unsinnige Arbeit,
nicht wahr? Ich hätte Ihnen gerne die andere Art unserer
Manipulation gezeigt, aber da Sie so zartbesaitet sind,
werde ich Ihnen mit diesem Vorbild einen nur winzig kleinen
Vorgeschmack auf das geben, was seit Jahr und Tag bezüglich
euch Erdlinge Tagesordnung ist."
Luna drehte sich zu ihm
hin und sagte mit feiner Stimme: "Fürst, wir sollten
das Thema wechseln!"
Sie lächelte ihn an
und schaute ihn dabei bestimmend in die Augen.
Es herrschte Stille zwischen
ihnen. Der Professor räusperte sich und auf dem Gesicht
des Fürsten legte sich ein entwaffnendes Lächeln:
"Ja, wir sollten das Thema
wechseln."
Damit wendete er sich zum
Professor: "Ihr würdet
so gerne einen biologischen Computer herstellen, einen sogenannten
Neuronencomputer. Ihr hofft, so etwas in hundert Jahren
geschafft zu haben. In der Theorie seit ihr zwar schon wirklich
einige wesentliche Züge vorrausgeeilt, ha-ha, doch
mehr werden wir euch nicht gewähren", sagte
er mit grinsender Überheblichkeit, "sonst werdet ihr
noch übermütig und vergeßt aus Versehen,
wem ihr zu gehorchen habt."
Die Verwandlung
"Was haben Sie mit Wigo
gemacht?", fragte der Professor eindringlich.
"Ich habe ihn in das
Gehirn des Computers geschickt. Wenn Sie die Hardware als
Körper für Wigos Geist in Betracht ziehen, können
Sie doch sicherlich begreifen, was hier abläuft, Professor?"
Der Professor konnte nicht
antworten. Zu viele Gedanken kreisten durch seinen Kopf.
Unschlüssig stand er deshalb vor dem Computer. Dann
hörte er die Stimme des Fürsten hinter sich sagen:
"Kommen Sie, Professor, machen
Sie und Ihre beiden Kollegen es sich gemütlich. Setzen
Sie sich neben mich."
Der Professor, Krister
und Luna gingen zu den hohen Stühlen, die dort standen
und setzten sich gleichfalls. "Ich werde jetzt Ihren Freund
entkörpern. Dazu legte er sich entspannt im Stuhl zurück.
Augenblicklich erschien ein kleiner Grauer und eine hübsche
Riesenfrau im Raum. Sie war um die 2 Meter und gut proportioniert.
Ihre Augen waren bernsteinfarben und strahlten Ruhe aus.
Sie stellte sich hinter den Fürsten.
Der kleine Graue war schon
ein etwas älterer Herr. Er hatte einen zarten grauen
Haarflaum auf seinem Kopf und er war größer als
die Sorte, die oftmals die Erde besuchen. Er stellte sich
vor den Fürsten hin.
Dieser hatte seine Augen
geschlossen. Er atmete langsam ein und aus. Es war eine
angespannte Situation und Luna hörte ihr Herz dumpf
schlagen. Der Professor neben ihr hatte auch die Augen geschlossen.
Sie aber wollte wach bleiben und jeden möglichen Vorgang
erleben. Sie bemerkte, wie sich die Gesichtszüge des
Fürsten langsam veränderten... ja, bis sie sogar
Gesichtslinien ähnlich wie die des Grauen aufwiesen.
"Hallo Luna, Sie träumen
ja!" hörte sie plötzlich die Stimme des
Fürsten sagen. Irritiert schaute sie auf den kleinen
Grauen, da die Stimme des Fürsten plötzlich von
ihm kam. Dieser ging zu der Riesenfrau und tippte sie mit
seinem langen Finger auf die Brust. Die Riesenfrau fiel
nach hinten um und blieb auf dem Boden liegen.
"Sie war nur eine Maschine
mit einem biologischen Hirn", sagte er ernst und
ging auf Wigo zu, der noch in einem der Stühle saß.
"Kommen Sie",
sprach der Graue. "Ich bringe sie höchst
persönlich wieder nach Hause."
"Wie kommt es eigentlich,
daß wir durch Wände gehen können, Fürst
Arras?" wollte der Professor wissen. Er war etwas irritiert,
da der Fürst und der Graue nun eine Person zu sein
schienen.
"Die Wände sind
aus organischem Stoff gebaut und so durchlässig wie
auf Erden eine Nebelwand."
"Und die Raumschiffe, sind
die aus demselben Stoff?
"Ja, so ungefähr",
erwiderte der Graue. "Wir haben die Molekularstruktur
verändert. Wir haben die Moleküle zunächst
aus der Zellwand entfernt und dann wieder entgegengesetzt
eingegliedert. Dadurch erhielten wir ein elastisches, jedoch
festeres Material als es zuvor war. Allerdings haben wir
für diesen Vorgang keine Maschinen nötig. Wir
machen alles durch kollektive Gedankenkraft."
Rückflug
in Zeit und Raum
Sie waren am Ende des Ganges
angelangt und traten durch die Wand hinein in einen runden
Raum. Die Stockwerke, die sich in diesem Raum befanden,
waren nach außen hin offen. Und was so aussah wie
ein Fußboden, vibrierte etwas. Auf jeder Etage standen
mehrere kleine Raumgleiter. Sie stiegen in eine Fahrsäule
ein, die sie nach oben brachte.
Als sie aus der Fahrsäule
ausstiegen, bewegte sich der Boden unter ihnen und sie konnten
durch ihn hindurchsehen.
Der Graue stieg dann vorne
in einer dieser Raumgleiter ein und die vier Abenteurer
hinten. Lautlos schob sich der Gleiter über den durchsichtigen
Boden. Vor ihnen auf der entfernten Wand sahen sie schmale
Schlitze. Der Raumgleiter stand plötzlich still und
drehte sich erst langsam und dann immer schneller um die
eigene Achse, dann schoß er urplötzlich durch
einen der Schlitze hinaus.
Zuerst sahen die Insassen
nur blaues Licht. Doch dann gab es die ersten Formen von
Anhaltspunkten und Luna sagte: "Unter uns liegt wieder der
Nordpol, Rosa!" Erleichtert und froh blickte sie zu Wigo
und Krister: "Und Wigo strahlt jetzt wieder mit seinen eigenen
Augenfarbe uns an!"
Wigo war sehr erstaunt
darüber: "War das nicht immer so?"
"Nein, das war nicht immer
so", gab sie zur Antwort.
Der Gleiter stand still.
Der Fürst drehte sich zu ihnen hin und sprach: "Ihr
seit wieder da, wo ich euch vor einem Tag irdischer Zeit
abgeholt habe."
"Ihr habt uns abgeholt?",
fragte der Professor ungläubig. "Ich verstehe nicht
ganz, was Sie damit meinen, Fürst Arras?!"
"Wir haben unsere speziellen
Einflugschneisen, über die wir auch geistig gesehen
zu den Menschen gelangen, die mit uns Kontakt wünschen.
Jedes Haus auf eurer Erde hat Türen. Für manchen
von uns sind diese Türen verschlossen und wir können
sie nur mit einem bestimmten Code öffnen. Aber, manche
Türen öffnen wir erst gar nicht, weil wir schon
im Voraus wissen, daß das, was hinter diesen Türen
liegt, uns gar nicht interessiert. Andere Türen wieder
sind so gesichert, daß wir nicht eintreten können
und gehen deshalb an ihnen vorbei.
Wieder andere Türen
verbergen Dinge, die uns gehören, aber die neuen Mieter
verweigern den Zutritt und dann werden die mit Gewalt geöffnet.
Manche Türen stehen sperrangelweit offen und wir treten
ein, wie in diesem Fall", sagte er ernsthaft.
"Eine bestimmte Frage,
Fürst Arras, interessiert mich noch ungemein brennend",
sagte der Professor hastig und schaute den Fürsten
dabei fixierend an. Der drehte sich kurz zum Professor um
und antwortete darauf recht ungeduldig:
"Was wollen Sie denn
noch wissen, Professor! Sie haben doch alles gesehen?"
"Es ist doch allgemein
so, daß ihr an den Opfern ärztliche Untersuchungen
vornehmt, warum an uns nicht, Fürst?"
Er schaute ihn gedankenverloren
an und sagte: "Das war für
euch nicht vorgesehen!"
"Aber damit gebe ich mich
nicht zufrieden, Fürst. Denn zu keiner Zeit wurden
Entführte von euch verschont."
Der Fürst ging nicht
weiter darauf ein, sondern gab eine Anweisung: "Bitte
stellt euch alle auf den runden Kreis hier, damit der Lichtstrahl
euch nach unten transformieren kann."
"Bitte Professor, stellen
Sie sich dazu!" Erwartungsvoll schaute er den Professor
an. Dieser machte keine Anzeichen dafür, nur einen
Schritt weiterzugehen: "Fürst Arras, wer ist Ihr oberster
Befehlshaber? Ihre Antwort ist für mich sehr wichtig
und in Anbetracht der Dinge, die wir bei Ihnen erlebt haben,
finde ich das eine sehr berechtigte Frage."
Der Fürst runzelte die graue Stirn
und schüttelte den Kopf, dann hob er den Kopf hoch
und schaute den Professor direkt an: "Sie
haben doch gesehen, wie wir mit den Computern agieren!"
"Aber Fürst Arras",
erwiderte der Professor. "Irgendwo ist da doch noch einer,
der das letzte Wort hat!"
"Das letzte Wort?",
entgegnete der Fürst. "Ha, ha, das
letzte Wort! Sie amüsieren mich gewaltig, Professor.
Kommen Sie, stellen Sie sich endlich in den Kreis."
Seine letzten Worte klangen
scharf und kamen zischend aus seinem Mund. Der Professor
gab nach und stellte sich zu den anderen auf den Lichtkreis.
Augenblickliche
und rätselhafte Rückkehr
in die Wirklichkeit
Der Professor wühlte
mit beiden Händen im Wüstensand umher. "Verflixt
noch mal", sagte er. "Hier muß doch irgendwo ein Mechanismus
sein, der die Pfoten öffnet."
Der Professor setzte sich
nieder und wedelte sich mit seinem Hut frische Luft zu.
"Zeigen Sie mal die Karte
her", sagte Krister.
"Aber Professor, sehen
Sie das denn nicht?"
Er hielt die Karte in der
Hand und drehte sich um, als würde er seine Umgebung
mustern. "Was sehe ich denn nicht?", fragte der Professor
und hatte sich mühsam aufgerappelt.
"Diese Zeichnung ist völlig
wertlos!"
"Lassen Sie mal sehen,
Krister."
Krister gab dem Professor
die Zeichnung und schaute ihn erwartungsvoll an. "Ist ja
komisch", meinte dieser.
"Was ist denn, Rosa?",
wollte Luna wissen.
"Es gibt keine Sphinx auf
der Zeichnung!" schrie er laut und dann noch mal ganz leise
und erstaunt: "Es gibt keine Sphinx auf der Zeichnung...
sie ist weg!"
"Es wird wohl auch keine
gegeben haben", gab Krister genervt zur Antwort. "Sie war
wohl immer nur in Ihrem Kopf und sonst nirgendwo. Es ist
besser Leute, wenn wir uns auf die Schattenseite begeben,
um die Nacht abzuwarten und dann danach ins Kloster zurück
gehen."
Er nahm seine Sachen und
ging in den Schatten.
Wigo und Luna stützten
den Professor unter den Armen und folgten Krister.
Rätselraten
über das vergangene Erlebnis
Es war spät in der
Nacht als die kleine Expedition ins Kloster zurück
kam. Krister ging sofort zur Rezeption und erkundigte sich
nach den nächsten Schiffspassagen, dann ging er auf
sein Zimmer.
Wigo, Luna und der Professor
gingen ohne Umschweife in ihre Räume. Dort wuschen
sie sich den Staub vom Körper und fielen erschöpft
in einen traumlosen Schlaf.
Am anderen Morgen gingen
sie hinunter in den Speiseraum. Krister saß schon
am Tisch und winkte ihnen zu.
"Professor", sagte er freundlich
und gab ihm dabei die Hand und schüttelte sie kräftig
und lange. "Es tut mir leid, daß ich Ihnen gestern
unrecht getan habe."
Der Professor setzte sich
und schaute Krister in die Augen. Dieser fuhr fort in seinen
Ausführungen. "Das die Sphinx gestern auf dem Papier
verschwunden war, hat uns an unserem Verstand zweifeln lassen,
doch habe ich heute etwas gehört, das mir das Blut
in den Adern gefrieren ließ und nur meinem realistisch
denkenden Verstand habe ich es zu verdanken, daß ich
nicht verrückt wurde.
Denn stellen Sie sich vor,
Professor, an dem Tag als wir in die Wüste zogen, um
die Sphinx zu besuchen, an dem Tag gingen Harald und Anders
in die Oase Fairan. Wie ich soeben erfahren habe, sind Harald
und Anders bereits auf dem Weg nach Schweden. Sie können
sich wohl alle vorstellen, was das zu bedeuten hat?"
Der Professor nickte gedankenverloren
vor sich hin und rieb sein linkes Ohrläppchen bevor
er antwortete: "Ja, ja, wo ist nur die Zeit geblieben?"
"Das bedeutet also doch,
daß wir in der Sphinx gewesen sind", meinte Wigo.
"Ja, das bedeutet es",
gab Luna recht, ebenso in ihren Gedanken verloren.
"Das ist ja ein starkes
Stück", grollte der Professor. "Wer waren die Typen
also, die uns ein paar Tage unseres Lebens gestohlen haben!
Das werde ich herausfinden!"
"Wie willst du das herausfinden,
Rosa?", zweifelte Wigo.
"Dafür gibt es immer
Mittel und Wege. Was ist mit Ihnen Krister? Werden Sie sich
uns anschließen oder nehmen Sie die nächste Schiffspassage
nach Hause?"
"Nun, wie die Dinge liegen,
äh, sehe ich keinen zwingenden Grund mehr, zu bleiben.
Darum habe ich gestern schon meine Schiffsreise gebucht.
Ich werde heute am Abend abgeholt. Es hat mich außerordentlich
gefreut, ein paar Tage in eurer Gesellschaft verweilt zu
haben. Ich wünsche euch allen für die Zukunft
das Beste!"
Jedem hatte er die Hand
gegeben, nur die von Luna hielt er etwas länger fest:
"Und Sie Luna, lade ich hiermit offiziell nach Schweden
ein. Ich würde Sie gerne wiedersehen unter etwas anderen
Umständen. Bitte nehmen Sie meine Visitenkarte."
Sie lächelte freundlich,
sagte aber nichts. Und so ging er mit steifen Schritten
aus dem Speisesaal hinaus.
"Netter Mann", meinte der
Professor, und blinzelte Luna zu.
Fortsetzung
folgt ... (Begegnung
mit Alfalda. - Die Dualgeister).