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Außerirdische
mitten unter uns!
Die
Begegnung mit einem Venusier
von Paul
M. Vest
Das
phantastische Erlebnis | Der geheimnisvolle Fremde
| Die Frage nach Orfeo Angelucci | Das
Erkennen ohne Worte | Die denkwürdigste
Unterhaltung | Die Geschichte mit der "Los
Angeles World" | Ungewöhnliche Legitimation
und Tätigkeit | Planetarier unter uns
Das
phantastische Erlebnis
Die Erlebnisse, welche ich jetzt
erzählen will, werden so unglaubwürdig erscheinen, so
absonderlich, so absolut phantastisch, daß ich zögerte,
sie durch den Druck zu bestätigen.
Von diesen Tatsachen Zeugnis abzulegen
heißt, nicht nur zugeben, daß wir außerirdische
Besucher haben, daß Menschen von einer anderen Weit durch
die Straßen unserer Städte wandeln. Diese Wesen sind
vertraut mit unseren Sitten und Gebräuchen, sie sprechen
unsere Sprachen ohne bemerkenswerten Akzent. Sie bekleiden sich
mit unseren Kleidern und sehen so irdisch aus, daß man sie
für unsresgleichen halten könnte.
Im Grunde war ich immer mehr oder
weniger Skeptiker. Daher fällt es mir immer noch schwer,
trotz aller gegenteiligen Beweise zu erklären, daß
ich einem Venusier begegnet bin und mit ihm gesprochen habe. Deshalb
werde ich einfach die Tatsachen meiner Erlebnisse erzählen
und es dem einzelnen Leser überlassen, selbst zu entscheiden,
ob Weltraumwesen sich unter uns bewegen oder nicht.
Noch vor acht Monaten hatte ich nur
geringes Interesse für "Fliegende Untertassen". Aber
dieses Phänomen machte mich ziemlich neugierig. Obgleich
ich sogar an einem späten Nachmittag eines dieser angezweifelten
Objekte über dem Stillen Ozean gesehen hatte, war es meine
persönliche Meinung, daß sie geheime technische Instrumente
unserer Regierung seien.
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Der
geheimnisvolle Fremde
Da geschah im Juni 1953 das erste
einer ganzen Kette von erstaunlichen Ereignissen. Ein Unbekannter
rief mich von Los Angeles an. Er nannte sich ganz einfach nur
"Bill", sagte, er sei aus einer Gegend bei Seattle heruntergekommen
aus dem ganz bestimmten Grund, mit mir zu sprechen. Er erwähnte
im besonderen einen meiner Aufsätze, kürzlich erschienen
in der Zeitschrift "Fate".
Ich bemühte mich, ihm die Reise
nach hier auszureden, doch ohne Erfolg. Endlich willigte ich ein,
ihn am nächsten Tag bei der Bushaltestelle der Kreuzung der
20. Straße um 18 Uhr abzuholen.
Ungefähr um 17.50 Uhr stellte
ich meinen Wagen genau gegenüber der Haltestelle auf, von
wo aus ich eine unbehinderte Sicht nach allen Richtungen
hin hatte. Der rote Bus um 18 Uhr von Los Angeles sauste ohne
zu halten vorüber. Ich sah ihm nach, bis er verschwand.
Um ganz sicher zu gehen, daß
"Bill" nicht etwa mit einem früheren Bus gekommen
war, stieg ich aus meinen Wagen und schaute von der Mitte der
Straße nach allen Richtungen. Aber die Straßen waren
völlig leer und verlassen. Kaum hatte ich mich umgewandt,
um zu meinem Wagen zurückzugehen, hörte ich meinen Namen
rufen. Erschrocken wandte ich mich um und sah einen Mann bei der
Haltestelle stehen und zum Gruß mit der Hand winken.
Ich war sprachlos! Noch vor einem
Augenblick waren die Straßen menschenleer gewesen. Ganz
verwirrt sah ich ihn lächelnd auf mich zukommen.
"Ich bin Bill, der Mann, der
Sie gestern abend von Los Angeles angerufen hat."
Wir schüttelten einander die
Hände und ich erinnere mich, daß ich mich über
das merkwürdige Gefühl seiner Hand wunderte - als ob
sie kein Knochengerüst hätte.
"Das kann ich mir nicht erklären",
antwortete ich. "Der Bus fuhr vorüber, ohne seine Fahrt
zu verlangsamen. Noch vor einigen Sekunden waren Sie nirgends
zu sehen. Wie um Himmels Willen sind Sie jetzt hierher gekommen?"
"Oh, ich kam die Straße
herunter", antwortete er vage. Ich sagte nichts, doch
wußte ich, daß er nicht die Straße herunter
gekommen sein konnte, da alles zu übersehen war. Wir fuhren
zu meiner Wohnung, er sprach über alles Mögliche seine
Eindrücke von Süd-Kalifornien betreffend.
Als wir es uns im Wohnzimmer in Klubsesseln
bequem gemacht hatten, sah ich ihn mir genauer an. Er war ungefähr
1,80 m groß, seine Augen waren dunkel, fast schwarz, so
wie das wellige Haar. Er schien 28 Jahre zu sein. Er war bekleidet
mit einem schlecht sitzenden Sportanzug, in welchem er sich nicht
recht wohl zu fühlen schien. Ein oberflächlicher Beobachter
hätte sicherlich an seiner Erscheinung nichts Besonderes
bemerkt. In einer Menschenmenge würde man ihn höchstens
als einen ziemlich ungewöhnlich aussehenden Mann klassifizieren.
Als ich ihn aber genauer studierte,
während er sprach, bemerkte ich gewisse seltsame Züge
in seiner physischen Erscheinung. Seine Haut war ganz weiß
- ja, so weiß, daß sie fast einen seltsamen bläulichen
Stich zu haben schien. Seine Backenknochen waren ungewöhnlich
hoch, und seine Augen und Augenbrauen waren seltsam orientalisch.
Und doch glich er in keiner Weise einem wahren Orientalen. Und
ich bemerkte, daß seine Ohren merkwürdig zugespitzt,
feiner und komplizierter erschienen als irgendwelche, die ich
je gesehen hatte. ich erinnerte mich daran, wie merkwürdig
sich seine Hände angefühlt hatten und als ich sie betrachtete,
sah ich, daß seine Finger lang und spitz waren und so glatt,
daß der Eindruck entstand, sie hätten weder Gelenke
noch Knochen.
Er sprach langsam und klar, ohne
den Schatten eines fremden Akzents - man merkte, daß er
seine Worte sehr sorgfältig auswählte. Seine Stimme
hatte eine ganz eigenartige Resonanz.
Wie schon erwähnt, war ich immer
Skeptiker gewesen. Mir waren, schon zu Dutzenden Swamis und Yogi
begegnet - Hellseher und Mystiker - aber von keinem ließ
ich mich je täuschen, auch von denen nicht, die es ernst
meinten, sich aber selbst täuschten. Ich habe auch schon
einige Personen kennengelernt, von denen ich ohne den Schatten
eines Zweifels weiß, daß sie wahre spirituelle Adepten
sind, - so wie ich auch einige Sensitive kenne, die ehrlich und
ernst sind und wirklich außergewöhnliche Phänomene
erzeugen können. Durch jahrelange Forschungsarbeit und Erfahrung
mit psychischen Phänomenen kann ich jetzt das Wahre vom Falschen
für gewöhnlich schon auf den ersten Blick unterscheiden.
Aber mein merkwürdiger Besucher
hatte mich schon vom Augenblick seines Erscheinens an in tiefste
Verwunderung versetzt. Er glich keinem Wesen, dem ich jemals begegnet
war! In seiner Gegenwart war ich mir sofort ganz deutlich einer
vollkommen fremden und bis jetzt unbekannten Schwingung bewußt.
Ich wußte nicht, wer er war, aber ich wußte, daß
mein Besucher kein gewöhnlicher Mensch war!
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Die
Frage nach Orfeo Angelucci
Bisher hatten wir mehr oder weniger
Konversation gemacht, als er sich plötzlich zu mir wandte
und fragte. "Hab.. Sie schon etwas von ORFEO ANGELUCCI (-1-)
gehört?"
Ich dachte einen Augenblick nach
und antwortete dann."Nein, ich habe bestimmt noch nichts
von ihm gehört."
"Angelucci lebt in Los Angeles",
erklärte er mir. "Kürzlich hatte er ein ganz ungewöhnliches
Erlebnis - er ist der erste Erdenbewohner, der eine Fahrt in den
Weltraum machte in dem, was allgemein unter dem Namen Fliegende
Untertasse bekannt ist."
Anfangs meinte ich, er mache einen
Spaß, aber dies war nicht der Fall. "Ich glaube, ich
verstehe Sie nicht" antwortete ich zweifelnd. "Die tatsächliche
Existenz der Fliegenden Untertassen ist ganz bestimmt noch nicht
bestätigt worden - und nun erzählen Sie mir, ein menschliches
Wesen sei in einer geflogen."
Er lächelte ein wenig. "0h,
ich bin aus keinem Irrenhaus entsprungen", antwortete er
auf den in mir aufsteigenden Zweifel. "Und ebenso wenig Angelucci,
obwohl ihn manche Leute für einen Psycho-Neurotiker halten,
seit er anfing, von seinen Erlebnissen mit den Untertassen zu
erzählen."
"Wollen Sie vielleicht sagen,
daß Sie glauben, dieser Angelucci sei tatsächlich in
einer Fliegenden Untertasse gefahren?"
"Ja, ich kann es bestätigen",
fuhr er fort. "Aber Orfeo braucht jetzt Hilfe! Das ist der
Hauptgrund, warum ‘Sie’ mich aussandten: ich soll Sie ersuchen,
daß Sie ihm helfen, sein Erlebnis an viele Menschen weiterzugeben.
‘Jene’ wissen von Ihrem tiefen Interesse und ganz ungewöhnlichen
Erfahrungen auf dem Gebiet der Metaphysik, der Religion und des
Übernormalen.
Ich antwortete nicht, aber ich überlegte
seine seltenen Worte und studierte sein Gesicht aufmerksam. Seine
unbedingte Ehrlichkeit und sein Ernst waren ganz offenkundig.
Auch fiel mir wieder stark dieses unirdische Wesen auf, das er
an sich hatte. Endlich sagte ich langsam: "Sie sprechen von
einem geheimnisvollen ‘SIE’ - darf ich fragen, wer diese ‘Sie’
sind?
Seine Augen nahmen einen fernen Ausdruck
an, als er antwortete: "In der kurzen Zeit, die wir uns kennen,
haben Sie vieles an mir bemerkt. Keine dieser Informationen kam
Ihnen durch unser Gespräch. Ich werde Ihnen jetzt nicht durch
Worte , meine ldentität verraten, noch Ihnen sagen, wer JENE
sind, die mich aussandten, denn Sie würden meine Worte bezweifeln.
Aber ich verspreche Ihnen, daß Sie wissen werden, wer ich
bin und auch wer ‘SIE’ sind, noch, ehe wir uns heute abend trennen."
Wie ich so seinen vorahnenden Worten
lauschte, die mir verrieten, daß er auf dem Wege der Telepathie
alles gelesen hatte, was ich mir dachte, erinnerte ich mich an
andere Begegnungen mit einigen echten irdischen Adepten. Es fiel
mir ein, daß auch sie mir ihre Identität vollkommen
schweigend geoffenbart hatten. Das Erkennen ihres wahren spirituellen
Zustandes mußte ganz und gar durch außersinnliche
Wahrnehmung geschehen oder es geschah eben gar nicht.
Worte, die später gewechselt
wurden, dienten lediglich dazu, die übernormale geistige
Verbindung zu bestätigen. Daher wußte ich, daß
der Mensch, der sich selbst als Adept, Meister oder Guru ausgibt,
meistens keiner ist; während der andere wahre spirituelle
Adept unerkannt einherschreitet, oft in ganz bescheidenem Gewand.
Als mir diese Gedanken durch den
Kopf gingen, bemerkte ich, daß "Bill" sich seltsam
veränderte. Sein Körper wurde steif, seine ausdrucksvollen
Augen wurden stumpf als wäre sein Körper plötzlich
eine leere Hülle geworden. In diesem Augenblick kam mir das
unglaubliche Wissen in einem Blitz intuitiven Verstehens - ich
wußte nun mit absoluter Gewißheit, daß mein
Besucher. nicht von dieser Erde war - sondern ein Wesen von einer
anderen Welt!
Ein eiskalter Schauer lief mir über
den Rücken. Meine Muskeln spannten sich. Mein bewußter
Verstand zog 'sich wie unter einem psychischen Schlag zurück!
So unglaublich - so phantastisch - so ganz und gar unvorhergesehen
war diese Offenbarung, daß ich mich ihr nicht sofort anpassen
konnte.

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Wir
warten auf Euch - wann begreift Ihr es?
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Das
Erkennen ohne Worte
Schweigen hing wie ein greifbares
Ding im Raum zwischen uns. Wie in einer Betäubung sah ich
das Leben wieder in sein Gesicht zurückkehren. Dann sah er
mich gerade an und lächelte warm. Als meine Augen die seinen
trafen, fühlte ich ein starkes Band der Freundschaft und
des Verstehens, das über Millionen von Meilen zu reichen
und eine unbekannte Welt zu berühren schien.
Intuitiv kam mir die Erkenntnis,
daß er tatsächlich ein Mensch von einer anderen Welt
war - aber gewiß kein Fremder! Eher ein Mit-Geschöpf.
Der Funke, der mein Wesen erleuchtete, brannte noch heller in
ihm. Im Augenblick der Erkenntnis wußte ich, daß er
ein viel weiseres, sanfteres und höher entwickeltes Wesen
war, als ich - begabt mit einer unendlich viel größeren
Wahrnehmungsfähigkeit - im Grunde aber erkannte ich in ihm
einen geistigen Bruder! Und darüber hinaus war nichts' von
wesentlicher Bedeutung.
Er schloß seine Augen, lehnte
seinen Kopf gegen die Stuhllehne und sagte still: "Irdischer
Bruder, erzähle mir alle Deine Schwierigkeiten. Sie sind
in Wirklichkeit nicht annähernd so ernst, wie sie Dir heute
erschienen."
Ein Gefühl von Ehrfurcht
ergriff mich als ich wieder seine übernatürlichen Fähigkeiten
erkannte. Und im Lichte seines Verstehens erschienen die Probleme,
welch mich wochenlang gequält hatten, kleinlich, trivial
und ein lächerlich.
Nach einer kurzen Stille sagte er:
"Jetzt weißt Du, wer ich bin, mit einer so tiefinnersten
Überzeugung, die irdische Worte Dir niemals hätten geben
können. Du weißt auch, daß ‘Sie’, die mich, aussandten,
viel weiser sind als ich, daß ich nur ihr Zwischenhändler
bin."
"Ja", sagte ich langsam,
"ich glaube, ich verstehe." Aber mein bewußter
Verstand konnte auch noch während ich diese Worte aussprach
das neue feine Verstehen, das über mich gekommen war, nicht
ganz erfassen.
Ich fügte nach einer kurzen
Pause hinzu: "Nie hätte ich mir träumen lassen,
daß ein Zusammentreffen von Bewohnern verschiedener Planeten
sich dergestalt abspielen würde. Was mich am meisten in Verwunderung
versetzt, ist etwas ganz einfaches - nämlich das Gefühl
gegenseitigen und tiefen Verstehens zwischen uns."
"Ja", gab er mit leiser
Stimme zu. "Es ist überall dasselbe im ganzen Kosmos
- ungeachtet der Vermaterialisierung oder der ätherischen
lndividualisation. Der Funke des ewigen Gottes ist immer derselbe.
Denn alle sind im Wesen eins und ein Teil des unendlichen ewigen
spirituellen Feuers, welches der Vater ist."
Als der seelische Schock langsam
nachließ, wimmelten mir Tausende von Fragen im Kopf - Fragen
über seine Welt und ihre Zivilisation, die außerirdischen
Weltraumschiffe und ihr Zweck hier auf Erden - aber ich sah ein,
daß er mir über diese Dinge alle Informationen geben
würde, wenn ich sie nach seinem Wunsch haben sollte. Darum
sagte ich: "Orfeo Angelucci, der Mann, den Du erwähntest
- kennt er Dich?"
"Ich habe ihn nur einmal ganz
kurz gesprochen. Aber wenn Du mir erlauben willst, Dein Telefon
zu benutzen, werde ich mit ihm besprechen, wann Du ihn sehen und
seine Geschichte hören kannst."
Mit diesen Worten rief er Angelucci
an und legte die Zeit mit ihm fest, zu der ich ihn
in seinem Haus besuchen sollte.
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Die
denkwürdigste Unterhaltung
Dann sprach "Bill" ganz
freimütig .über viele mir rätselhafte Dinge. Ich
hörte, daß die mit Orfeo in Kontakt getretenen menschlichen
Wesen von hohem geistigem Rang wären. Er machte es
aber ganz klar, daß er selbst keines von ihnen war.
Er erklärte, daß die Venusier
einer materiellen Entwicklung angehörten, so daß viele
Venusier, obwohl sie sich von uns in gewissen physiologischen
Grundprinzipien unterschieden, doch für Erdbewohner gehalten
worden könnten.
Er betonte ausdrücklich das
Gesetz der Wiedergeburt und das unvermeidliche Gesetz der Vergeltung
mit Bezug auf die Erdbewohner. Ich erinnere mich noch ganz besonders
an eines seiner sprachlichen Bilder, das mich erschreckte. Er
sagte, daß den ätherischen Wesen, die weit über
die infantilen wahrnehmenden Zustände von Form, Farbe, Geschlecht,
Streit, Zeit und Raum, und, Illusion der Materie hinausgewachsen
seien - daß diesen Wesen unser Planet erscheine wie ein
Faß voll Schaum, der zur Gewinnung von Penicillin dient.
Für die Sinne des Menschen ist dieser Schaum etwas ziemlich
Übelriechendes, Abscheuliches, aber nichtsdestoweniger bringt
es das kostbare goldfarbene Penicillin hervor. Er sagte, dieser
Schaum sei der Erde und ihren Völkern vergleichbar, während
die verhältnismäßig wenigen geistig entwickelten
Seelen unseres Zeitalters das kostbare goldene Produkt des Schaumes
darstellten. Aber nach und nach würde jedes menschliche Wesen
auf der Erde das höhere Bewußtsein entwickeln.
Später gab er mir die Namen,
Adressen und Nummern von über einem Dutzend Leuten in Südkalifornien.
Er versicherte mir, daß einige schon auf verschiedene Art
und Weise mit Raumbesuchern in Kontakt gekommen waren, während
andere helfen würden, die verschiedenen Stücke des Untertassen-Rätsels
zusammenzusetzen. Die Venusier hätten schon zahlreiche Kontakte
mit Erdbewohnern aufgenommen. Er gab mir auch die Namen von Personen,
welche schon mit außerirdischen Wesen zusammengekommen waren
und mit ihnen gesprochen hatten.
Auf meine Frage, warum es denn nötig
sei, dieses Kontaktnehmen so verborgen und im Geheimen zu halten,
antwortete er:
"Zu diesem gegebenen Zeitpunkt
ist es die einzig mögliche Art. Wir sind auch zum großen
Teil unter der Führung ätherischer Wesenheiten jener
Großen, die den Kontakt mit Orfeo aufnahmen. Die Erdbewohner
sind emotionell noch bedauerlich unreif und ihre mit der Wirklichkeit
verglichen gefängnisähnliche dreidimensionale Welt ist
zum größten Teil falsch. Die Gemüter und Gehirne
der Menschen sind in Fehlern erstarrt und mit wilden Vorurteilen
erfüllt. Ihr, auf Eurer Erde, stürzt Euch nur wegen
Eurer Hautfarbe, eines kleinen Unterschiedes Eures religiösen
Glaubens oder der bloßen Zugehörigkeit zu einer anderen
Rasse oder zu einem anderen Land - kurz, wegen der trivialsten
Unterschiede stürzt Ihr Euch in ganz tierische Kämpfe,
abscheuliche Brutalitäten und in blutiges Schlachten von
Millionen von Mitmenschen.
Kann es Dich dann wundern, wenn
ich Dir sage, daß den Wesen gewisser anderer Welten die
Erde erscheint wie ein Nest von giftigen Schlangen, die einander
totbeißen? Viel von diesem Stechen und Beißen geschieht
durch Worte, Stellungnahme, Verleumdungen, Herabsetzungen, Intoleranz
und eine Unmenge von anderen tödlichen psychischen Waffen.
Der größte Lehrer der Menschheit, der ätherische
UR-Sonnengeist - den Ihr als Jesus Christus kennt - der die Fehler
der Menschheit auf sich nahm, um jene ganz einfach zu lehren,
einander zu lieben - wurde von denen, die zu retten er gekommen
war, gemartert und getötet. Und doch erwarten die Menschen
heute selbstgerecht, daß ätherische Wesenheiten mit
ihren Fahrzeugen auf, ihren Flugplätzen offen landen. Aber
wie die Kinder so werdet auch Ihr lernen, langsam und schmerzvoll.
Nach und nach werden ALLE ihr verlorenes Erbe wieder antreten.
Und inzwischen werden wir Euch soweit helfen, als uns erlaubt
wird".
Ich seufzte, neigte den Kopf und
sagte: "Was Du sagst, ist wahrscheinlich nur allzu wahr -
aber glaube mir, das menschliche Los ist kein leichtes. Eingekerkert
in Fehler, wie wir es sind, regiert von unsern tierischen Leidenschaften
und in Unsicherheit und Ungeschütztheit lebend, beständig
Tod und Verfall als unsere letzten materiellen Besieger vor uns
- da ist es wahrhaft schwer, sich über den Tiermenschen zu
erheben und auch nur irgend eine wahre Erkenntnis geistiger Wirklichkeit
zu erlangen.'
"Ja, wir verstehen wohl,
daß Eure Erde der Planet des Kummers, einer der schwersten
Pfade der Entwicklung im ganzen Kosmos ist. Und um es noch schwieriger
zu machen, muß die Menschheit ihre eigene Rettung ausarbeiten.
Dies ist das Gesetz."
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Die
Geschichte mit der "Los Angeles World"
Es entstand eine Pause, während
welcher ich seinen Worten nachsann. Dann wechselte er plötzlich
das Thema.
"Wenn ich von Dir gehe, wirst
Du vielleicht daran zweifeln, ob Du all dies mit mir erlebt hast",
fuhr er fort.
"Daher sehe ich es gern, daß
Du mit den Leuten, deren Namen und Adressen ich Dir gegeben habe,
Kontakt aufnimmst. Ganz besonders möchte ich, daß Du
Dich in Verbindung setzest mit einem Zeitungsreporter einer großen
Tageszeitung in Los Angeles. Mit diesem Reporter haben zwei Venusier
Kontakt aufgenommen und vom irdischen Tatsachen-Standpunkt aus
betrachtet, ist dieser Kontakt von großer Bedeutung."
Der Reporter bat mich später,
seinen und der Zeitung Namen nicht zu veröffentlichen. Darum
werde ich ihn einfach Max Morton und seine Zeitung "Los Angeles
World" nennen.
"Ich verstehe nicht ganz, warum
die L. A. W. Mortons Geschichte nicht gebracht hat?", antwortete
ich. "Sie müßte doch in großen Schlagzeilen
durch die ganze Weit gehen."
Bill lächelte: "Der Reporter
und seine Kollegen können es immer noch nicht glauben, daß
die ganze Sache nicht irgendein großer Jux ist. Sie haben
tatsächlich außergewöhnliche Beweise, aber sie
zweifeln noch immer, da die Vorstellung von Besuchern aus dem
Weltraum jetzt eine ziemlich heikle Angelegenheit ist."
Ich versprach, Max Morton am folgenden
Tag anzurufen.
Ungefähr um 22.30 Uhr fuhr ich
Bill an jenem Abend zur Haltestelle des Autobusses und sah zu,
wie er einstieg. Er wollte morgen nach dem Norden abreisen. Er
versprach, mich wieder zu treffen.
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Ungewöhnliche
Legitimation und Tätigkeit
Später nahm ich Verbindung auf
mit Max Morton von der L.A.W., da ich begierig war, zu hören,
was er über die beiden Venusier zu sagen hätte. Hier
ist die phantastische aber wahre Geschichte, die er mir erzählte:
Im Februar 1953 kam ein seltsam aussehender
Mann in einem Tweed-Anzug in das Zeitungsbüro. Er sagte der
Empfangsdame, daß er vom Planeten Venus sei und den Verleger
zu sprechen wünsche. Sie dachte natürlich, es handle
sich um einen Scherz, rief den Verleger an und meldete spöttisch:
"Eben traf ein Mann vom Planeten Venus ein, der Sie zu sehen
wünscht."
"Ach so", bemerkte der
überraschte Verleger, "ich bin beschäftigt. Er
soll mit Max Morton sprechen, der interessiert sich für besondere
Charaktere."
Das Fräulein, noch immer an
einen Witz glaubend, schickte den "Charakter" in das
Pressezimmer von M. M. Ich ließ mir von Max eine genaue
Beschreibung der Person geben, sie stimmte in jedem Detail mit
dem geheimnisvollen "Bill" überein, der mich besucht
hatte. Max sagte, der Mensch hätte ihn mit ernstem Gesicht
angesehen und ganz offen erklärt, er käme von der Venus.
Aber als ein mehr oder weniger hartgesottener Reporter kannte
Max Aufschneider recht gut, da er des öfteren einem "Napoleon"
oder einem "Peter dem Großen" vorgestellt wurde.
Er antwortete also mit einem Spaß.
Da führte der Venusier seinen
Daumennagel leicht über Mortons Schreibpult. Ehrlich erstaunt
sah Max, daß durch die glänzende harte Oberfläche
seines Pultes, fast 1 cm tief, ein Riß -klaffte. Nun fing
er an, sich über den Mann Gedanken zu machen und versuchte,
das Kunststück zu wiederholen, Aber er war nicht imstande,
auch nur den leichtesten Kratzer in sein Pult zu machen. Es war
ihm rätselhaft. Noch immer meinte er, es wäre ein bloßer
Trick des seltsamen Menschen.
Leicht drängend begann der Fremde
von sich selbst zu sprechen. Er erzählte, er und sein Gefährte
seien, in einer "Fliegenden Scheibe" auf diesem Planeten
angekommen, in der Wüste nahe Bartow in Kalifornien gelandet
und hätten das Flugzeug dort versteckt. In Bartow gelang
es ihnen, alte Kleider zu bekommen, damit wanderten sie nach Los
Angeles.
Max fragte scherzend, wie sie denn
unsere Sprache erlernt hätten. "Durch Abhören eurer
Radio- und Fernsehsendungen". Sie seien zu dem ganz bestimmten
Zweck, auf die Erde gekommen, uns aus der Nähe zu studieren,
um auf diese Weise zu einem besseren Verständnis unserer
Gemüts- und Denkvorgänge zu gelangen.
Der Reporter wurde neugierig, trotzdem
hielt er ihn für einen Narren. Er erklärte sich bereit,
die beiden am folgenden Tag. zu empfangen. Am nächsten Tag
erschienen sie, der Freund fast wie ein Zwilling des anderen.
In der Zwischenzeit hatte sich Max
eine Platte der härtesten Stahllegierung verschafft. Er forderte
den Venusier auf, das Metall ebenso zu markieren, wie er es mit
dem Pult gemacht hatte. Mühelos fuhr der Mann mit dem Daumennagel
über den Stahl. Sprachlos sah Max, daß über die
ganze Oberfläche des Metalls ein Riß von 1 cm Tiefe
klaffte. Max begann, sich ziemlich unsicher zu fühlen, war
aber noch nicht überzeugt.
Beide blieben fest bei ihrer Geschichte
und baten Max, ihnen bei ihrer Arbeitssuche zu helfen. Sie hätten
keine Mittel und sie fänden, daß sie hier ohne Geld
nicht weiterkämen. Max war etwas skeptisch, wollte aber sehen,
was sich tun ließ. Durch einen Freund im Forschungsbüro
der Zeitung war es ihm möglich, dem ersten Arbeit in diesem
Büro zu verschaffen. Der Mann mußte ihm aber versprechen,
seine Identität geheimzuhalten. Daher wußten nur drei
Personen vom Personal dieser Zeitung, wer der Venusier wirklich
war - oder zu sein vorgab!
Der Mann arbeitete einige Wochen
lang in der Abteilung für vermißte Personen und es
gelang ihm, alle seine Mitarbeiter durch seine unglaubIichen Fähigkeiten
zu verblüffen. Der Venusier konnte innerhalb einer Stunde
vermißte Personen ausfindig machen, in Fällen, die
den besten Suchern Monate lang verborgen geblieben waren.
Nun fragte sich Max tatsächlich,
ob der Venusier nicht doch die Wahrheit erzählte, denn es
war für jeden ersichtlich, daß der Mann ein unglaubliches
außersinnliches Wahrnehmungsvermögen besaß. Max
bat ihn um die Erlaubnis, einen Artikel über ihn in einer
Zeitschrift veröffentlichen zu dürfen. Aber der Venusier
verweigerte seine Zustimmung hartnäckig. Er erklärte,
weder er noch sein Kamerad wünschten Bekanntmachung
irgendeiner Art, da dies den wahren Zweck ihres Besuches hier
negieren würde. Trotzdem begann Max, einen Artikel über
sie zu schreiben. Noch ehe er beendet war, verschwanden der Venusier
und sein Genosse ganz plötzlich. Man forschte nach ihnen,
konnte aber bisher keine Spur von ihnen entdecken.
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Planetarier
unter uns
Max sandte einen vollen Bericht an
das F. B. Institut mit einem Analysenbericht über das Stück
gezeichneten Stahls. Die vom ersten Laboratorium von Los Angeles
angefertigte Analyse ergab, daß es eines Druckes von über
1700 Pfund bedürfe, um einen derartigen Schnitt in solch
eine Stahlplatte zu machen. Wenn es möglich wäre, durch
eine uns bekannte Kraft einen derartigen Druck zu erzeugen,
würde das Metall eher zerquetscht als eingeritzt werden.
Und noch erstaunlicher war es, daß die Analyse ergab, daß
sich an der Stelle weitere Elemente fanden, die im übrigen
Metall nicht vorhanden waren.
Jetzt war Max überzeugt, daß
die Fremdlinge tatsächlich Venusier waren. Keiner von beiden
besaß irgendein irdisches Wissen außer dem, das aus
unseren Fernseh- und Radioprogrommen zu holen ist.
Max gab mir volle Erlaubnis,
diesen Bericht ohne Namensnennung zu schreiben.
Nach diesem Gespräch mit Max
zweifelte auch ich nicht im geringsten, daß "Bill"
ebenfalls ein Venusier war . . .
Einige Tage später lernte ich
Orfeo Angelucci kennen. Mein Artikel über ihn erschien in
der Zeitschrift "Mystik", 1953, "Ich fuhr in einer
Fliegenden Untertasse".
Nachdem mein Aufsatz über Orfeo
erschienen war, besuchte mich "Bill" seinem Versprechen
getreu. Er blieb nur kurz und sagte, "SIE" wären
zufrieden mit der allgemeinen Reaktion auf den Artikel. Es hätte
sich alles wie vorausgesehen entwickelt. Aber, außer einer
geraumen Zeit brauche es auch das Verständnis, die Bemühungen
und Erfahrungen vieler Personen, ehe die Erdbewohner auch nur
die blasseste Vorstellung über die wahre Natur der außerirdischen
Wesenheiten und der "Untertassen" bekommen würden.
Außer Orfeo nannte er im besonderen die Arbeiten von George
Van Tassel, Meade Layne, Donald Keyhoe, Roy Palmer (Herausgeber
der Zeitschrift "MYSTIK"), E. L. Gardener (die theosophische
Auslegung), Max Milier, Desmond Leslie und Criswell. Er sagte,
einige andere seien von ihrem brennenden Enthusiasmus mitgerissen
worden. Doch letzten Endes würde auch ihre Arbeit von allgemeinem
Nutzen sein.
Ehe wir uns trennten, bat er mich,
das Buch "Ein Bewohner zweier Planeten" von Phylos noch
einmal zu lesen.
Soviel ich weiß. sind bis
zur Stunde 24 Venusier in anderen Städten und mischen sich
unter unser Volk - unerkannt. Zweifellos werden wir im Lauf der
Zeit fähig werden, mehr Verständnis für diese viel
höher entwickelten und intelligenten Menschen zu erlangen,
die hier sind in einer Mission der Freundschaft und Harmonie.
nach
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Diese
Broschüre können Sie in unserem Online-Shop
bestellen.
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