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Wie
erlebt man UFOs wirklich?
Ein
UFO-Report
von Reinhard
Fischer
Die
meisten technologischen Vorstellungen spiegeln sich im wahren
UFO-Phänomen nicht wider. Viele UFO-Berichte aus der Bevölkerung,
wenn sie nicht durch einen gewollten Technizismus verfälscht
wurden, spielen sich in Bereichen ab, die wir als metaphysisch
oder transzendental bezeichnen können. Zumindest deuten die
oft mit der Psyche vernetzten UFO-Beobachtungen auf fremde Dimensionen
oder Parallelwelten hin. Am besten unterstreichen diese Vermutungen
eigene, tief empfundene UFO-Sichtungen, denn die wirkliche Erfahrung
ist, wie oft im Leben, der beste Lehrmeister.

| Künstlerische
Darstellung unserer ersten UFO-Sichtung. In einem dramatischen
Geschehen erschien am 24. Juli 1993 um 2 Uhr nachts ein riesiges
UFO unter der Wokendecke, das von meiner Frau Ingrid und mir
eineinhalb Stunden beobachtet wurde. Danach verschwand es
spurlos in einer unzugänglichen Dimension. |
Die
Geschichte unserer ersten UFO-Sichtung
Mitte Juli 1993 saß ich am
Abend manchmal vor meinem Tonbandgerät. Aus dem Lautsprecher
meiner Radioanlage wabbelte aus dem Mittelwellenbereich ein ausländischer
Sender, den ich etwas unscharf eingestellt hatte. Meistens wähle
ich irgendeinen Sprecher zwischen 1200-1600 kHz. Die Jürgenson-Welle
liegt bei 1480 kHz, ist aber bei uns im süddeutschen Raum
nicht sauber zu empfangen. Doch das alles scheint nicht so wichtig
für Einspielversuche zu sein. Das Mikrofon ist dem Radiolautsprecher
einfach beigestellt, so daß die eigene Stimme ohne Probleme
mit aufs Tonband kommt. Wie immer, versuchte ich Kontakt zu irgendwelchen
Wesenheiten herzustellen, die sich in der Schwingungswelt der
Transzendenz herumtreiben. Verstorbene aus eigener Familie hatte
ich damals nicht zu beklagen, so rief ich oft meinen verstorbenen
Freund Erhard, der sich schon mit seiner Original-Stimme gemeldet
hatte. Auf meine Frage "Wie sieht es bei euch aus?"
antwortete er: "Harmonie ist schön!"
Wie so manchmal - das kennt jeder,
der einspielt -, gehen einem fast die Fragen aus, besonders, wenn
man ermüdet vor den Geräten sitzt. Auch mir ging es
diesmal so. Deshalb fragte ich einfach und ganz beiläufig,
über die Existenz von UFOs, um der Einspielung eine andere
vom herkömmlichen Trott abweichende Richtung zu geben. Die
Fragen, die nicht geplant waren, hätte wohl jeder auf ähnliche
Weise gestellt: Gibt es echte UFOs? Kann man UFOs im süddeutschen
Raum sehen? Wann kann man UFOs sehen? Wo kann man UFOs sehen?
Kommen UFOs aus unserer Galaxie, oder kommen sie aus den Tiefen
des Universums? Sind UFOs Erscheinungen aus anderen Dimensionen
oder aus Parallelwelten?
Bald aber verließ ich wieder
diese Schiene der Einspielung, weil ich mir nichts von ihr erhoffte.
Gegen 21:00 Uhr schaltete ich das
Gerät ab und ging schlafen. Am nächsten Tag hörte
ich die Einspielung ab und stellte fest, daß keine paranormale
Stimme auf Band vernehmbar war. Am Abend löschte ich bei
einer erneuten Einspielung diese sinnlosen Fragen.
Einige Tage später, es war der
24. Juli 1993 nachts 2 Uhr, wachte ich auf, nahm - einer spontanen
Eingebung folgend - mein Fernglas und ging auf den Balkon, um
Sterne zu beobachten. Das ist eine Gewohnheit, die ich auch sonst
gelegentlich pflege.
Ich stand auf, griff zu meinem 10fachen
Fernglas, das immer in Reichweite steht, und wandelte im Dunkeln
auf den Balkon, damit meine Augen nicht durch grelles Licht ihre
Dunkelangepaßtheit verlieren. Das kennt jeder, der sich
mit Sternbeobachtungen beschäftigt. Draußen genoß
ich die Luft der lauen Sommernacht. Der Balkon zeigt zum Westhimmel,
aber auch Teile des Süd- und Nordhimmels sind noch zu erkennen.
Bei klarem Wetter sieht man im Süden einen großen Teil
der Alpenkette hinter dem Allgäuer Voralpengebiet aufragen.
Doch diesmal war eine dünne,
stellenweise etwas dichtere Wolkendecke am Himmel zu sehen. Hinter
mehreren wolkenfreien Stellen blinkten die Sterne, die ich mit
dem Fernglas durchmusterte. Leider ist die Sicht in den letzten
Jahren vom Balkon aus immer schlechter geworden, weil zwei Birken
links und rechts des Sichtfeldes ihre volle Größe erreicht
haben.
Nun ging ich, wieder im Dunkeln,
ins Bad, um die Beobachtungssituation am Osthimmel zu prüfen.
Doch auch hier war durch störende Bewölkung die Beobachtung
nicht ergiebig. Also wieder zurück zum Balkon.
Ein
majestätisches Flugobjekt
Dort suchte ich eine Weile in der
Zenitgegend, die jedoch vom Dachstuhl tangiert wird, das Sternbild
des Schwan, das jetzt im Hochsommer gut zu sehen ist. Besonders
die große Sternwolke zwischen den Sternen Beta und Gamma
ist für das lichtstarke Doppelglas mit dem großen Sehfeld
eines der ergiebigsten Objekte. Doch die Wölkchen ließen
das Sternfeld nur ganz fragmentarisch erkennen.
So stand ich ein wenig ratlos auf
dem Balkon und sah nach Westen über die Horizontlinie eines
fernen Waldgebietes.
Plötzlich sah ich einen Lichtschein
im rechten Augenwinkel in etwa 40 Grad Höhe am nördlichen
Himmel aufleuchten. Das Licht wurde aber im ersten Augenblick
durch die Zweige der rechts stehenden Birke verdeckt. Ich wandte
schnell meinen Kopf in Richtung der Erscheinung und sah mit einem
Schreck, der mir durch die Glieder fuhr und mir eine Gänsehaut
erzeugte, ein riesiges UFO hinter der Birke auf der unteren Seite
der Wolkendecke hervorschweben. Es hatte die Gestalt einer Linse
oder zweier aufeinandergelegter flacher Teller und leuchtete silbrig-grau.
Ich sah keine Einzelheiten, sondern nur die selbstleuchtende Ellipse,
die sich mit einem majestätisch-lautlosen Flug von West nach
Ost über den Himmel bewegte.
Innerlich erregt über das Unfaßbare
verfolgte ich das Geschehen. Ich mußte mich jetzt mit dem
Oberkörper aus dem Balkon lehnen, um den weiteren Verlauf
der Flugbahn zu erkennen, die sich in Richtung eines Waldgebietes
bewegte. Doch mein Staunen nahm kein Ende, als das riesige UFO,
das auf gerader Linie geflogen war, ohne eigentlich anzuhalten,
auf gleicher Bahn wieder zurückflog. Dieses Manöver
konnte kein Flugzeug der Welt ausführen.
Hinter der Birke (am unteren Wolkenrand)
wendete das UFO wieder und flog die gleiche Strecke zurück
bis zu jenem Wendepunkt des ersten Manövers. Dieses Flugverhalten
behielt das UFO bei. Aber es war kein Wenden auf einer kleinen
Kurve, sondern mitten im Flug bewegte es sich einfach wieder in
die entgegengesetzte Richtung. Es war unglaublich! Die Erscheinung
war derart gewaltig, daß ich fast andächtig zu mir
sagte: Jetzt hast du schon manches über UFOs gelesen,
doch nie wirklich daran geglaubt; und jetzt diese Unmöglichkeit!
Mit dem Feldstecher war die Erscheinung
noch gewaltiger zu sehen. Lautlos durchpflügte das Gefährt
die dünne Wolkendecke, wobei es manchmal heller, manchmal
dunkler erschien, je nachdem, ob sich Wolkenfetzen vor das UFO
legten oder nicht.
Ein
Zeuge ist wichtig!
Nun ging ich ins Schlafzimmer, weckte
meine Frau und sagte: "Steh' schnell auf, draußen
ist ein richtiges UFO!" Sie reagierte zunächst
damit, daß sie sich die Bettdecke über den Kopf zog
und sagte: "Ich habe Angst!"
Ich ging wieder auf den Balkon, wobei
mir meine Frau fast auf dem Fuße folgte, weil ihre Neugier
doch größer war als alle Befürchtungen.
Wir traten hinaus; das UFO flog
weiterhin seine lautlose Bahn zwischen den beiden Wendepunkten
am Himmel, als wolle es etwas observieren. Ich glaubte, daß
es nun jeden Moment verschwinden müsse, deshalb ging ich
nur ungern auf den Vorschlag meiner Frau ein, uns ins Schlafzimmer
zu begeben; dort könnten wir durch das Fenster zum Nordhimmel
die ganze Flugbahn ununterbrochen beobachten. Wir gingen ins Schlafzimmer
und sahen nun die gesamte Szenerie mit noch überzeugenderem
Eindruck.
Es ist kaum zu beschreiben.
Meine Frau, die an dem Phänomen nicht den mindesten Zweifel
hatte, war mit mir einer Meinung, daß wir dem interessantesten
Ereignis unseres Lebens gegenüber standen.
Erst in diesem Moment der Beobachtung
erinnerte ich mich, daß ich vor Tagen bei einer Tonbandeinspielung
nach UFOs gefragt hatte. Sollte das Ganze also kein Zufall
sein? Sollte mein Ruf über das Tonband irgendeine fremde
Spezies von raumfahrenden Wesenheiten zu uns gelockt haben? Vielleicht
wollten sie uns nur ein Zeichen ihrer Existenz geben.
Längst hatte ich daran gedacht,
und auch meine Frau wies mich darauf hin, wenigstens ein Foto
zu machen, zumal keine Video-Kamera im Haus war. Doch ich mußte
ihr sagen, das hat keine Chance, denn die Kamera ist leer und
die völlig ungeeigneten Filme mit nur 50 ASA liegen schon
seit langem stark gekühlt im Kühlschrank. Bei der warmen
Sommernacht wären sie durch Kondensation innen und außen
angelaufen, hätten Wasserperlen gebildet. Das Auftauen bis
zum trockenen Film hätte Stunden gedauert. Außerdem
müßte bei Nachtaufnahmen die ASA-Zahl der Filme bei
1600 liegen, wenn man einigermaßen erfolgreich sein wollte.
Zudem glaubte ich, daß dieses UFO sicher von anderen Leuten
gesehen und aufgenommen würde; außerdem müßte
in den nächsten Tagen alles in der Zeitung stehen.
Wir standen und staunten. Das UFO
durchpflügte weiterhin die dünne Wolkendecke, wobei
es den gleichen Kurs einhielt wie zu Beginn.
Immer wieder blickte ich mit dem
Glas zum Himmel, und ich erkannte, daß es mehrmals versuchte,
sich besser zu materialisieren, was ihm anscheinend nicht gelang.
Es fluktuierte manchmal, wurde etwas heller, dann wieder dunkler,
aber eine volle Materialisation konnte ich auch mit dem Fernglas
nicht bemerken. Es blieb eine selbstleuchtende energetische Erscheinung,
die aber genau die Form hatte, die man von vielen UFO-Aufnahmen
her kennt. In der Mitte schien allerdings ein festerer und deutlich
hellerer Kern zu sein. Nur die berühmten Fenster oder sogar
Embleme, die man von simplen UFO-Fotos her kennt, konnte ich nicht
ausmachen. Eigenartig war, daß das silbergraue Leuchten
des UFO in den umgebenden Wolken keinen Widerschein hervorrief.
Das Schauspiel war wohl deshalb so
gewaltig, weil das UFO nach vorsichtiger Schätzung einen
Durchmesser von über hundert Metern gehabt haben muß.
Das ließe sich recht gut errechnen. Wenn man die Flughöhe
in den leichten Wolken mit 900 Metern veranschlagt (dabei beziehe
ich mich auf die Angaben eines meteorologischen Buches über
tiefliegende Wolken) und berücksichtigt, daß der 10fache
Feldstecher ein Sehfeld von 128 Metern auf tausend Meter Entfernung
hat, so müßte das UFO etwa 100 Meter Durchmesser gehabt
haben, weil es das Sehfeld des Weitwinkelglases nicht ganz ausfüllte.
Mein
Weltbild stürzt zusammen!
Da das UFO weiterhin seine majestätische
Bahn am Himmel zog, begann ich, da ich im Bewußtsein der
Parapsychologie aufgewachsen war, sogar an der Erscheinung zu
zweifeln. Ich suchte mit dem Glas angestrengt einen Schein, der
sich etwa von unten zu dem UFO nach oben gerichtet hätte;
doch es war beim besten Willen keiner zu sehen. Weder von oben
noch unten, weder von links noch rechts konnte ich einen Lichtstrahl
ausmachen, der zumindest in der oft vorgelagerten Wolkenschicht
hätte sichtbar werden müssen. Das Gefährt war unverkennbar
selbstleuchtend.
Um unser Weltbild doch noch zu retten,
versuchte ich mir zu suggerieren, daß vielleicht eine Filmgesellschaft
einen UFO-Film drehe und das Ganze irgendwie inszeniert hätte.
Das brachte mir ziemliche Kritik von seiten meiner Frau ein.
Schließlich kam ich mir vor
wie ein notorischer Zweifler, der weder sich noch anderen etwas
glauben kann. Der nächste Gedanke war, ob es sich vielleicht
um eine Halluzination im Sinne C. G. Jung's handeln könnte.
Dann hätte auch meine Frau halluzinieren müssen. So
etwas hatte ich weder bei ihr noch bei mir bisher festgestellt.
Auch waren wir bisher in keiner Weise UFO-Gläubige gewesen.
Wenn das Gefährt etwas mehr in die Wolken eintauchte, waren
die vorgelagerten Wölkchen deutlich dunkler vor dem UFO zu
sehen. Das schließt eine Halluzination aus.
Nun beobachteten wir schon
eine Stunde, ohne daß wir das Ereignis wirklich begreifen
konnten. Während meine Frau weiterhin zuschaute, ging ich
in ein anderes Zimmer, um mich eine Weile hinzulegen und zu reflektieren.
Ich dachte, wenn es eine Halluzination sein sollte, würde
sie sich inzwischen wieder auflösen. Erst nach einer viertel
Stunde ging ich wieder ins Schlafzimmer, in der Meinung, der Spuk
müßte jetzt zuende sein. Doch nichts dergleichen! Das
gewaltige UFO, das wie eine silbergraue Masse die Wolken durchpflügte,
zog weiterhin seine Bahn zwischen den Wendepunkten.
Meine Frau blieb unverdrossen "am
Ball". Ich nahm wieder das Fernglas und sah, daß sich
das UFO irgendwie stabilisiert hatte; es waren fast keine Fluktuationen
mehr zu erkennen. Doch wieder regte sich mein wissenschaftliches
Gewissen, weil ich einer Erscheinung gegenüber stand, die
meiner eher skeptischen Grundeinstellung den Phänomenen gegenüber
nicht entsprach. Meine Frau, inzwischen ermüdet und leicht
fröstelnd, legte sich kurz ins Bett. Auch ich verschwand,
aus einem inneren Protest heraus, wieder in meinem Einspielzimmer,
und ließ mir das unbegreifliche Schauspiel durch den Kopf
gehen. Das gibt es nicht! Das kann einfach nicht wahr sein!
Mit schlimmen Selbstvorwürfen befaßt, daß die
ungeeigneten Filme im Kühlschrank buchstäblich "auf
Eis" lagen, aber mit der Hoffnung, die Erscheinung müßten
auch andere gesehen haben, nickte ich schließlich eine Weile
ein.
Doch meine Frau, die gleich wieder
weiter beobachtet hatte, rüttelte mich auf und sagte: "Jetzt
ist das UFO verschwunden!" Es sei immer langsamer geworden,
wobei sich seine Flugstrecke mehr und mehr verkürzt habe.
Dann sei es etwa in der Mitte der ursprünglichen Flugbahn
stehen geblieben, zu einem grauen Punkt zusammengeschmolzen und
schließlich verschwunden. So hatte ich selbst diese
Dematerialisation und den Übergang in eine wahrscheinlich
andere Dimension verschlafen. Meine Frau sah auf die Uhr; das
UFO war 1,5 Stunden lang, von 2:15 Uhr bis 3:45 Uhr, sichtbar
gewesen.
Am nächsten Tag wurde mir noch
bewußter, daß eine Halluzination schwer zu belegen
sein wird - so gut mir das auch in meinen parapsychologischen
Kram gepaßt hätte. Denn auch eine Wahnvorstellung hätte
ja im Fernglas zehnfach vergrößert werden müssen.
Die räumliche Situation des
Ereignisses wurde mir bei Tage noch klarer. Da wir 200 Meter vom
Stadtrand entfernt wohnen, mußte das UFO (wir sahen es ja
in 40-45 Grad Höhe) über fast unbewohntes Gebiet geflogen
sein. Dort sind auf weite Strecken nur Felder, rechts ein Wald
und links Felder mit einer Kläranlage. Hinter der Anlage
vereinzelte Häuser, dann wieder Wald. Genau nördlich,
also in Richtung der Flugbahn, ein Bauernhof in einem Kilometer
Entfernung; weitere 1,5 Kilometer entfernt, das nächste Dorf.
An den folgenden Tagen war nichts
in der lokalen Zeitung berichtet worden. Keiner schien das UFO
gesehen zu haben. Allerdings ist die Sichtungszeit von 2:15 Uhr
bis 3:45 Uhr die stillste der Nacht, weil da in einem Provinzstädtchen
wirklich fast alles schläft.
Am 11. August 1993 versuchte ich
eine erneute Einspielung, um zu erfahren, ob ich noch eine Chance
zu einer UFO-Sichtung hätte. Darauf antwortete eine paranormale
Stimme mit dem indifferenten aber wohl mehr zustimmenden Satz:
"Korrekt ausgesprochen!", was immer das
in diesem Zusammenhang auch heißen sollte, ich blieb wachsam.
Am 7. August 1993, also zwei Wochen
nach der UFO-Sichtung, hatte meine Frau noch ein kleines Folgeerlebnis.
In der Nacht um 1:50 Uhr schreckte sie plötzlich aus tiefem
Schlaf auf, wobei sie unbeschreibliche Angstzustände hatte.
Sie gewann den unmißverständlichen Eindruck, als ob
jemand im Zimmer anwesend sei und sie beobachtete. Nach einiger
Zeit verschwand das unsichtbare Gegenüber, und sie hörte,
wie sich draußen irgendein "Ding" mit einem von
ihr noch nie gehörten Summen vom Fenster weg entfernte, wobei
das unheimliche Geräusch, das sie beim besten Willen nicht
beschreiben konnte, immer schwächer wurde.
Am folgenden Tag rief mich mein Freund
Gerhard um 13 Uhr mittags an, der von dem Erlebnis meiner
Frau keine Ahnung haben konnte. Er erzählte mir ein gleiches
Erlebnis, das er ebenfalls nachts, aber etwas später, hatte.
Auch er wachte auf, hörte das unheimliche Summen deutlich
vor seinem Fenster, blickte hinaus, konnte aber nichts Besonderes
entdecken. Das Geräusch muß ihn aber ziemlich beunruhigt
haben, sonst hätte er mich sicher nicht angerufen. Jedenfalls
konnte er der Sache nicht auf den Grund gehen. Er wohnt 2 Kilometer
Luftlinie von uns entfernt hinter einem Waldgebiet. Sollte dies
alles Zufall sein?
Die
Anatomie des Widerstandes
Mein parapsychologisches Gewissen
drängte aber auf weitere Recherchen, um unsere visuelle Beobachtung
abzusichern. Ich setzte mich in den nächsten Tagen mit einem
führenden Ermittlungsbeamten der Polizei in Kaufbeuren in
Verbindung, in der Hoffnung, daß man auf der Dienststelle
Meldungen über eine UFO-Sichtung am 24. Juli 1993 von Privatpersonen
entgegengenommen hätte. Das Ergebnis war negativ. Ich telefonierte
mit einem Hauptmann der Bundesluftwaffe in dem 2 Kilometer entfernten
Flugplatz in Kaufbeuren, um zu erfahren, ob der Tower oder die
Radarüberwachung am fraglichen Tag Beobachtungen oder Aufzeichnungen
bezüglich eines unidentifizierten Flugkörpers gemacht
hätten. Das Ergebnis war wieder negativ. Der Hauptmann sagte:
"Der Flugplatz wird nur noch als Schule benutzt. Der Tower
ist nicht mehr besetzt und die Radarüberwachung aufgelöst."
Mir schien die völlige Radarauflösung zweifelhaft
zu sein, weil man manchmal noch Flugzeuge, Hubschrauber - auch
Transportmaschinen, landen sah. Näheres konnte ich nicht
erfahren, weil wahrscheinlich militärische Geheimhaltung
eine Rolle spielt.
Schließlich erkannte ich immer
deutlicher, daß sich die hier zeigende Anatomie der Verschleierung
und des Widerstandes, die UFO-Sichtung aufzuklären, unter
Umständen auf das Phänomen der Sichtung selbst zurückzuführen
war. In der UFO-Literatur wird über ähnliche Fälle
ab und zu berichtet, bei denen es zur Vernichtung von Spuren und
sogar Filmmaterial sowie Dokumenten nach Sichtungen gekommen ist.
Sollte meine Sichtung nicht weiter aufgeklärt werden? Wieder
kam mir die Verrätselung der Phänomene in den Sinn,
die oft mit dem PSI-Begriff verbunden sind.
Der Zusammenhang von PSI und UFO-Phänomen,
ist mir schon seit fast 30 Jahren geläufig - beschrieben
in meinem Buch "Raumfahrt der Seele" (1975).
Auf jeden Fall gab ich es auf, weitere
Wochen oder Monate nach einem "Schuldigen" für
mein Erlebnis zu suchen oder mich um Ersatzerklärungen bei
anderen Leuten zu bemühen, nur um die UFO-Sichtung in mir
selbst nicht annehmen zu müssen, mich ihrer Konsequenz nicht
zu stellen. Meine Frau zeigte hier ein weit natürlicheres
Verhältnis zu ihrer Sinneswahrnehmung. Sie kannte diese Zweifel
nicht, weil sie parapsychologisch nicht "vorbelastet"
war. Sicher ist, viele reden über UFOs, doch wer als kritisch
denkender Mensch wirklich eines sieht, für den bricht eine
alte, festgefügte Welt zusammen und er findet sich vor einer
Mauer des Nichtbegreifens wieder.
UFOs
und Materie: Beides ist Bewusstsein!
UFOs sind geheimnisvollere Flugerscheinungen,
als man bisher glaubte. Metaphysische- oder Hyperraum-UFOs beginnen
sich in der äußeren Welt zunehmend zu manifestieren.
Sie können sich in Erdnähe oder am Boden in den verschiedensten
Formen materialisieren, wobei sie meistens als Licht- oder Plasmaerscheinungen
und selten in Realfrequenz, ein der Materie täuschend ähnlicher
Zustand, auftauchen.
Landespuren oder Radarechos könnten
so entstehen, da ja nach der Quantentheorie Geist mit Materie
vernetzt sein dürfte. Deshalb können UFOs auch mit dem
Beobachter psychophysisch vernetzt sein, was wiederum auf die
Struktur der Materie als letztlich mentale Schöpfung hinweist.
Der berühmte Physiker, Prof.
Dr. Carl Friedrich von Weizsäcker, früher Leiter des
Max Planck Institutes zur Erforschung der Lebensbedingungen der
wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg, mit dem ich gelegentlich
korrespondierte, schreibt in seinem Buch "AUFBAU DER PHYSIK"
folgenden sensationellen Satz:
"Mit der Quantentheorie,
so wie wir sie rekonstruiert und gedeutet haben, ist der Gedanke
voll vereinbar, daß die Wirklichkeit ein nichträumlicher
individueller Prozeß ist, den wir mit den uns geläufigen
Worten als geistig zu beschreiben haben."
Die Wirklichkeit ist also ein nichträumlicher
geistiger Prozeß. Diese Erkenntnis sollte Grundlage jeder
PSI- und UFO-Forschung sein.
Der Harvard-Professor und Pulitzer-Preisträger
John E. Mack hat Hunderte Fälle von Entführungen durch
UFOs untersucht und dabei eindeutig Beziehungen zu außerkörperlichen
Erfahrungen, unbekannten Formen von Licht, Vibrationen und fremden
Energien festgestellt. Die Entführungen waren keine Halluzinationen
im gewöhnlichen Sinne.
Mack wußte, wie schwer das
UFO-Phänomen mit seiner Entführungskomponente zu lösen
sein wird. Doch er schreibt in seinem Buch "ENTFÜHRT
VON AUSSERIRDISCHEN" (Heyne): "Es sei denn, wir betrachten
das gesamte Universum in seiner psychospirituellen Dimension als
Realität des Bewußtseins."
Dies ist fast die gleiche Aussage
wie die von Prof. von Weizsäcker.
Nach dieser
sich vor zehn Jahren ereigneten "Ur-Sichtung" eines
mandelförmigen UFOs im Allgäu, kam es zu einer langen
Reihe parapsychischer, ufologischer und mystischer Erlebnisse
- mit vielen hellseherischen, telepathischen und außerkörperlichen
Erfahrungen -, die in der UFO-Literatur einmalig sind. In zahlreichen
Beiträgen in den UFO-Nachrichten und im MAGAZIN 2000plus
wurde das Geschehen in seinem ganzen Spektrum geschildert. l
Aus
"UFO-Nachrichten" Nr. 366
Anmerkung:
Reinhard Fischer ist Autor zahlreicher Artikel über Parapsychologie
und Ufologie. Sein eben neu erschienenes Buch "REISE
INS LICHT – Der Weg zur Erleuchtung" (ISBN 3-9807519-7-X,
€ 15,00) ist sehr empfehlenswert. Das Buch führt den Leser
zu einem reichen Spektrum grenzwissenschaftlicher Erfahrungen,
in eine Welt persönlicher Bewußtseinsentfaltung.
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