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HARTWIG
HAUSDORF:
Das
UFO-Entführungssyndrom
im Laufe der Menschheitsgeschichte
Vor
wenigen Jahren erlebte die Welt ein geradezu virulentes Ansteigen
so genannter Abductions - den Entführungen irdischer Menschen
durch mutmaßlich außerirdische Intelligenzen. Doch Vorfälle dieser
Art sind nicht neu, und speziell in den zahllosen Kriegen, welche
die Menschheit bis zum heutigen Tag führte, kam es immer wieder
zu teils massenhaften Entführungen!
In
der Geschichte der UFO-Forschung kennt man beispielsweise den
Fall des im Jahre 1915 verschwundenen britischen Regiments, der
1./5. Norfolks, die - von mehreren Zeugen beobachtet - mitten
im Kriegsgetümmel des Gallipoli-Feldzuges in ein wolkenartiges
Objekt hineinmarschierten, das daraufhin vom Boden abhob und davonflog.
Hierüber wurde wiederholt berichtet. Bei meinen Recherchen über
UFO-Fälle aus dem Reich der Mitte stieß ich auf einen unglaublichen
Fall aus dem Kriegsjahr 1939, als bei Nanjing fast 3000 Männer
im Laufe einer Nacht spurlos verschwunden sind. Nach dem Krieg
konnte festgestellt werden, dass kein Akt des Desertierens vorgelegen
hatte.
Doch die Geschichte
der Menschheit hat noch mehr Fälle dieser Art zu bieten, zum Teil
aus antiken Zeiten, was die Kontinuität des Phänomens eindrucksvoll
unterstreicht!
Schon
während der Perserkriege...
In den Jahren zwischen
500 und 478 v. Chr. tobten, ausgelöst durch den Ionischen Aufstand
in Kleinasien, die so genannten Perserkriege. Als genauesten Chronist
dieser kriegerischen Konfrontationen gilt Herodot (ca. 490 - 420
v. Chr.), der mit Abstand bekannteste und zuverlässigste griechische
Geschichtsschreiber. Für seine umfassende und genaue Arbeit nennt
man ihn gemeinhin auch den „Vater der Geschichtsschreibung“.
Herodot stützte seine
akribische Berichterstattung voll und ganz auf die persönliche
Befragung von Teilnehmern und Beobachtern all dieser Waffengänge.
Und bei ihm stoßen wir auf eins der ersten Beispiele für massenhaftes
Verschwinden, denn im Kontext mit den Perserkriegen erwähnt Herodot
den rätselhaften Abgang ganzer Kriegsschiffe mitsamt ihrer Besatzungen
- und zwar nicht aufgrund üblicher Kriegseinwirkungen.
Dass dann etwas später,
bei den Kriegen zwischen Spartanern und Athenern, immer wieder
über „leuchtende Balken hoch am Himmel“ berichtet wurde, vermag
nicht wirklich zu verwundern, wurden doch unbekannte Flugobjekte
zu allen Zeiten am Himmel über den kriegführenden Parteien beobachtet.
Zuweilen verhielten sie sich nur beobachtend, häufig aber griffen
sie in das Geschehen aktiv ein.
Die
verschwundene IX. Legion
Ein weiterer Fall unerklärlichen
Verschwindens ganzer Truppen, der nicht auf Vernichtung oder Gefangenschaft
durch „Feindberührung“ zurückgeführt werden kann, ereignete sich
zu Zeiten des Imperium Romanum, des Römischen Reiches.
Das Königreich Brigantia,
rund um die heutige Stadt York im mittleren Teil Großbritanniens
gelegen, wurde 79 n. Chr. von den Römern unterworfen. Bereits
fünf Jahre später erhob sich die Bevölkerung des kleinen keltischen
Königreiches unter ihrem Herrscher Arviragus gegen die römischen
Besatzer, die diesen Aufstand ebenso schnell wie blutig niederschlugen.
Im Jahre 118 n. Chr.
versuchten es die Brigantier ein zweites Mal, worauf sofort die
Neunte Legion zu einer Strafexpedition ausgeschickt wurde.
Die
Legionäre verließen ihr stark befestigtes Fort im brigantischen
Herzland - und verschwanden, ohne die geringste Spur zu hinterlassen!
Die aufständischen Kelten waren an diesem Massenverschwinden unschuldig.
Sie hatten die Römer nicht massakriert, ebensowenig versuchten
sie, sich diesen unverhofften Vorteil an ihre Fahnen zu heften.
Römische Aufzeichnungen
aus dem 2. Jahrhundert, welche die Gesamtzahl von 28 Legionen
vermerken, lassen diese „Legio IX Hispania“ vermissen, deren Aufgaben
später von der „Legio VI Victrix“ übernommen wurde.
Die offizielle Geschichtsschreibung
hat natürlich allergrößte Schwierigkeiten, sich mit der Vorstellung
anzufreunden, diese komplette IX. Legion hätte sich in Luft aufgelöst.
Oder noch schlimmer, eine fremde Intelligenz, die sich von Anfang
an in die Belange der Menschheit einmischt, hätte einen Akt massenhaften
Kidnappings begangen.
Doch der „Marsch der
unglücklichen Neunten“, wie diese Legion einst im Römischen Reich
genannt wurde, ist eine unmöglich zu leugnende geschichtliche
Tatsache. Nun muss man sich aber vergegenwärtigen, dass eine imperiale
römische Legion in voller Kampfstärke bis zu 6000 Mann umfasst
hat. So ist es gleichsam mysteriös wie beängstigend, dass weder
die intensiven Nachforschungen der Behörden noch die archäologische
Spurensuche in späterer Zeit irgendwelche Überreste der „Neunten“
ans Licht des Tages brachten. Keine Schwerter oder Schilder, keine
Standarte und noch nicht einmal Gräber oder Skelette als Zeichen
der letzten Ruhe der Legionäre. Die gesamte IX. Legion schien
von einem auf den nächsten Augenblick einfach nicht mehr existiert
zu haben. Sie ist so spurlos von der Bildfläche verschwunden,
dass man den Eindruck hat, sie hätte diesen unseren Planeten überhaupt
verlassen...
In
den Pyrenäen verschollen
Gehen wir nun in eine
Ära, die unserer Zeit ein wenig näher liegt. Von 1701 bis 1714
tobte ein Krieg, der nach dem Ableben des letzten Habsburgers
auf dem spanischen Königsthron, Karl II., um dessen Erbe entbrannte.
Ansprüche erhoben der französische König Ludwig XIV. für das Haus
Bourbon und Kaiser Leopold von Österreich für die Habsburger.
Die Kriegsschauplätze waren über ganz Europa verteilt: neben Spanien
und den damals dazugehörigen Niederlanden fanden die Feindseligkeiten
in Oberitalien und Süddeutschland statt. Erst der Frieden von
Utrecht im April 1713 machte dem ganzen Spuk ein Ende.
Soweit ein paar bekannte
Fakten aus den Geschichtsbüchern. Kaum geläufig dürfte aber
die Tatsache sein, dass im Verlauf dieses Spanischen Erbfolgekrieges
in den Pyrenäen die unglaubliche Anzahl von 4000 gut ausgerüsteten
Soldaten der französischen Krone auf Nimmerwiedersehen verschwanden.
Sie sind weder desertiert noch in Gefangenschaft geraten oder
gar verhungert. Wären sie aufgrund von Nachschubproblemen verhungert
oder erfroren, so hätte man doch zumindest ein paar Leichen auffinden
müssen. Oder deren Knochen, von den hungrigen Bergwölfen übriggelassen.
Doch es fand sich nichts - kein einziger der abgängigen Soldaten
tauchte je wieder auf. Suchmannschaften konnten keinerlei Hinweise
auf das Schicksal der verschollenen Truppe finden.
Im
Marsch auf Saigon
Es gab keine konventionelle
Erklärung, und das gilt auch für den folgenden Fall in meiner
Betrachtung.
Schon im 17. Jahrhundert
hatte sich Frankreich in Indochina, vor allem im Gebiet der heutigen
Staaten Vietnam, Laos und Kambodscha, politisch und militärisch
engagiert. Wie wir heute aus der Geschichte wissen, war diese
Region ja bis zum letzten Viertel des 20. Jahrhunderts eine Brutstätte
immer wieder aufgeflammter Kriege - speziell der unselige Vietnam-Krieg
kostete den Amerikanern und Vietnamesen einen hohen Blutzoll.
„Unbesiegbares Vietnam“:
Dies hatten die Franzosen schon Mitte des 19. Jahrhunderts erfahren
müssen, obwohl die Ursache im folgenden Fall nicht konventioneller
Natur gewesen sein dürfte. In Saigon waren 1858 wieder einmal
heftige Unruhen ausgebrochen. Zur Wiederherstellung von Ruhe und
Ordnung hatte die Schutzmacht eine gut ausgerüstete und glänzend
ausgebildete Spezialeinheit in Marsch gesetzt, die aus 500 Angehörigen
der 1831 gegründeten Fremdenlegion und 150 berittenen Soldaten
bestand. Diese Eliteeinheit wurde von ihrer Garnison außerhalb
von Saigon auf den nur 15 Meilen - also 24 Kilometer - langen
Weg in die Stadt geschickt. Sie marschierten über offenes Gelände,
als sie urplötzlich, einschließlich ihrer gesamten Ausrüstung
und Bewaffnung, spurlos verschwanden.
Nicht ein einziger
dieser 650 Soldaten erreichte Saigon - und auch keiner von ihnen
kehrte je zum Hauptquartier zurück. Doch es wurden auch keine
Kampfhandlungen bemerkt, in deren Verlauf die Elitetruppe aufgerieben
worden wäre. Wie sehr das französische Oberkommando auch Nachforschungen
in alle Richtungen betrieb: Die Kampftruppe blieb verschwunden,
der Fall einer der mysteriösesten in der französischen Militärgeschichte!
Ich
denke, bereits dieser kurze Abriss zeigt uns auf eindrucksvolle
Weise, dass in der Geschichte der Kriege der Menschheit zuweilen
eine unbekannte, dritte Kraft mitgemischt hat. Welche Ziele und
Intentionen allerdings dahinter stecken, darüber kann man im Augenblick
allenfalls spekulieren.
Aus "UFO-Nachrichten"
Nr. 395, Mai/Juni 2008
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