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Exklusiv
- Hartwig Hausdorf am Schauplatz einer UFO-Begegnung in Irland:
Das Luftschiff
von Cloera
Eine Begegnung der 3. Art im
Jahre 1211
Im Verlauf meiner jüngsten Reise
im Juni 2007 besuchte ich auch den Schauplatz eines mysteriösen
Vorfalles, der sich im Jahre 1211 abgespielt hatte. Im irischen
Cloera (auch: Cloena) – das als das heute in Ruinen liegende Kloster
Clonmacnoise identifiziert werden konnte – erschien ein „Luftschiff“
über der Kirche, wobei eine kleine, humanoide Gestalt sichtbar
wurde. Hierbei kam es sogar zu dramatischen Szenen, die möglicherweise
zum Tode des „Besuchers“ geführt hätten, wäre nicht der Bischof
höchstpersönlich eingeschritten.
Seit vielen Jahren kennt man aus
der ufologischen wie auch der präastronautischen Literatur den
Bericht über das Erscheinen eines „Luftschiffes“ über der Kirche
des irischen Ortes Cloera; in einigen Quellen liest man auch die
leicht abweichende Form „Cloena“. Lange Zeit war unklar, wobei
es sich hier handelte, denn ein Ort dieses Namens ist im heutigen
Irland vollkommen unbekannt. Erst dem Berliner Historiker Dr.
Jörg Dendl gelang es vor ein paar Jahren, dieses Rätsel zu lüften
– und es war klar, dass ich diesen Ort im Verlauf einer Irlandreise,
die ich mit einer Gruppe meiner Leser im Juni 2007 machte, nicht
abseits liegen lassen durfte.
Bereits der französische Autor Robert
Charroux erörterte in einem seiner Bücher die mysteriöse Begebenheit.
Seiner Darstellung zufolge enthält das alte Manuskript „Konungs
Skiggsa“ aus dem Jahre 950 den Bericht über diese frühe UFO-Sichtung
– doch wie ich noch ausführen werde, ist diese Datierung um fast
zwei Jahrhunderte zu früh angesetzt.
Der Anker
in der Kirchentür
Das herausragendste Detail an dem
Vorfall war, dass sich in der Kirchentür ein Anker verfing, der
an einer langen Kette von einem noch in der Luft schwebenden „Schiff“
herabhing. Ein Mann von der Schiffsbesatzung sprang daraufhin
in die Luft – es hatte fast den Anschein, als würde er in Wasser
eintauchen – und „tauchte“ hinab zu dem Anker, um ihn wieder zu
lösen. In diesem Moment strömten zahlreiche Menschen aus der Kirche,
um nachzusehen, was sich da zutrug, und als sie den kleinen Mann
sahen, wollten sie ihn festhalten und gefangen nehmen. Doch der
Geistliche, der die Masse gehalten hatte, stürzte nun gleichsam
aus der Kirche und verbot den Gläubigen, Hand an den Fremden zu
legen. Der machte sich nun weiter daran, den Anker zu lösen, doch
als ihm das nicht gelang, kehrte er „schwimmend“ zum Luftschiff
zurück und kappte die Kette. Das Schiff flog dann fort, und der
Anker blieb als sichtbares Zeichen in der Kirche.
Irgendwann musste das Artefakt dann
verschwunden sein – es wäre zu schön gewesen, hätte sich das Relikt
über die Jahrhunderte erhalten, und stünde für die modernen Untersuchungen
zur Verfügung. Auf jeden Fall tauchte die Geschichte in der Folge
immer wieder in Veröffentlichungen anderer Autoren auf, die sie
als Beispiel für UFO-Begegnungen in geschichtlichen Zeiten präsentieren.
Sie konnte jedoch weder den Ort des Geschehens bestimmen, noch
den Wahrheitsgehalt des ganzen Vorfalles verifizieren. So muss
man ehrlicherweise zugeben, dass in jenen Jahren die Glaubwürdigkeit
der berichteten Ereignisse fraglich war. Zumal der von Charroux
angegebenen Datierung der Quelle „Konungs Skiggsa“, der zu Folge
die Begegnung um 950 n. Chr. stattfand, inzwischen auch noch das
Jahr 1211 genannt worden war. Sollte es sich bei alledem etwa
nur um eine Zeitungsente, um einen ausgemachten Schwindel handeln?
Detektivarbeit
Hier kommt nun der bereits erwähnte
Berliner Historiker ins Spiel. Dr. Jörg Dendl arbeitete sich mit
detektivischer Akribie in die Materie ein, und konnte sowohl die
Urquelle als auch die allererste Erwähnung in einem neuzeitlichen
Buch verifizieren. Im Jahre 1944 hatte der deutsche Autor Rudolf
Meissner das Werk unter dem Titel „Der Königsspiegel Konungsskuggsja“
in deutscher Übersetzung vorgestellt: Es stammte aus dem Dänischen,
und in jener Zeit waren bekanntlich nordische Überlieferungen
und Heldensagen praktisch „von Staats wegen“ sehr gefragt. Jedenfalls
fand sich darin der gesuchte Bericht mit folgendem Wortlaut:
„Es ist da noch etwas, das
wohl wunderbar erscheinen dürfte, und sich in der Burg zutrug,
die Cloena heißt. In dieser Burg ist eine Kirche, die dem Andenken
des Heiligen geweiht ist, der Kiranus heißt.
Dort geschah es eines Sonntags,
als das Volk in der Kirche war und die Messe hörte, dass von oben
herab aus der Luft ein Anker herabsank, als wäre er aus einem
Schiff ausgeworfen, denn es war ein Tau daran. Die Spitze des
Ankers hakte sich fest in dem Bogen über der Kirchentür, und das
ganze Volk ging hinaus aus der Kirche und wunderte sich und sah
in die Luft hinauf dem Tau folgend. Sie sahen ein Schiff an dem
Tau schwimmen und Männer darin. Dann sahen sie, wie ein Mann sich
aus dem Schiffe über Bord schwang und hinunter nach dem Anker
tauchte, um ihn freizumachen. Seine Haltung schien ihnen so zu
sein in der Bewegung der Arme und Beine, wie die eines Mannes,
der in der See schwimmt. Und als er herunterkam zum Anker, da
versuchte er ihn freizumachen.
Nun liefen die Leute gleich
hinzu und wollten den Mann festhalten. Die Kirche, an der der
Anker festsaß, ist mit einem Bischofssitz verbunden. Der Bischof
war zugegen, als dies geschah, und verbot den Leuten, den Mann
zu halten, denn der Bischof sagte, der Mann würde den Tod erleiden,
wenn man ihn im Wasser festhielte. Und gleich, nachdem er frei
war, da beeilte er sich, wieder hinauf zum Schiffe zu kommen,
und sobald er oben angelangt war, da kappten sie das Ankertau,
fuhren ihres Weges und verschwanden aus den Augen der Leute, aber
der Anker hat seitdem zum Zeugnis in dieser Kirche gelegen.“
Ortstermin
im irischen Regen
Bei dem Königsspiegel „Konungsskuggsja“
oder „Konungs Skiggsa“ handelt es sich um eine im 13. Jahrhundert
– also nicht bereits Mitte des 10. Jahrhunderts – in dänischer
Sprache verfasste Chronik von Ereignissen in Irland und England.
Wie ich auf meiner Irlandreise im Juni 2007 erfuhr, gab es durch
Eroberungen durch die Wikinger sehr intensive Beziehungen zum
skandinavischen Kulturkreis: Die suchten die Insel vom 9. bis
zum 11. Jahrhundert immer wieder heim. Durch die erwähnte Zuordnung
zu dem Heiligen Kiranus ließ sich dann auch der Ort identifizieren.
Es handelt sich um das heutige Clonmacnoise am mittleren Lauf
des Flusses Shannon, berühmtestes Kloster Irlands. Gegründet wurde
die heute in Ruinen liegende Anlage im Jahre 548 n. Chr. von Mönch
Ciaran, der mit seiner Kuh auf Wanderschaft war und sich schließlich
dort niederließ. Diese dunkel gefärbte Kuh des auch als Hl. Kiranus
verehrten Mönchs sollte übrigens Jahrhunderte später auch als
Namensgeber einer Handschrift fungieren, in der weitere rätselhafte
Begebenheiten aufgezeichnet stehen.
Obwohl es in Irland recht häufig
regnet – auch ich musste meinen Ortstermin am Schauplatz der beschriebenen
Begegnungen der 3. Art im einmal stärker, einmal etwas weniger
stark fallenden Regen abhalten -, ist das Kloster Clonmacnoise
doch eine Reise wert. Neben Grabkreuzen und Gedenksteinen aus
dem 8. bis 12. Jahrhundert sind zwei Rundtürme aus dem 10. bis
12. Jahrhundert besonders markant; Reste der Kathedrale und von
Kirchen des 10. bis 15. Jahrhunderts wie auch die Burgruine aus
dem 13. Jahrhundert stehen auf diesem weitläufigen Gelände, das
dann sanft zum wenige hundert Meter entfernt vorbei fließenden
Shannon River abfällt. Jene Kirche, an deren Portal sich seinerzeit
der beschriebene Anker verfing, steht gleichfalls noch, wenn auch
als Ruine ohne Dach.
Bei meinem Ortstermin fiel mir auf,
dass an dem Spitzbogen des Portals ein wenig mit modernem Zement
ausgebessert wurde, und es wäre wahrscheinlich zu blauäugig zu
hoffen, dass noch heute die Spuren jenes Ankers zu sehen wären.
Der hatte sich wohl eher in das Holz der Tür gebohrt, was auch
die beschriebenen Schwierigkeiten erklären dürfte, das Instrument
wieder freizubekommen.
Ein ähnlicher
Fall von 1959
Ich habe bereits ganz kurz die Kuh
des Heiligen Kiranus erwähnt, die als Namensgeber einer aus dem
11. oder frühen 12. Jahrhundert stammenden Handschrift fungierte:
„Das Buch der dunklen Kuh“, so genannt, weil es auf der Haut einer
dunkel gefärbten Kuh aufgezeichnet wurde. Möglicherweise war es
sogar die Kuh, die Kiranus von seiner Wanderschaft an den Ort
des von ihm gegründeten Klosters mitbrachte, und deren Milch ihm
und den anderen Mönchen viele Jahre als Speise und Trank diente.
In diesem in gälischer Sprache verfassten
Manuskript findet man weitere sehr seltsame Vorfälle beschrieben,
wie etwa das geheimnisvolle Verschwinden eines Helden mit Namen
Condla, der mit einer offenbar vom Himmel gekommenen Schönheit
mitging, und von den Seinen nie wieder gesehen wurde.
Im Zusammenhang mit der UFO-Begegnung
des Jahres 1211 – ich halte mich in der Datierung an den wahrscheinlicheren
Termin aufgrund der Entstehung des „Kronungs Skiggsa“ – fällt
mir ein Fall aus dem Jahre 1959 ein, der damals für großes Aufsehen
sorgte. An mehreren Tagen ab dem 21. Juni 1959 beobachtete der
australische Pfarrer William B. Gill gemeinsam mit mehr als 40
Augenzeugen in seiner Mission in Bojanai (Papua Neuguinea) ein
scheibenförmiges UFO, das bis auf knappe 100 Meter zu ihnen herabkam.
Auf der Scheibe war eine Art Reling zu erkennen, auf der kleine
humanoide Wesen tätig waren. Die kleinen Wesen an Bord machten
aber keine Anstalten, herabzukommen – und wenn das UFO-Phänomen
so alt ist wie ich vermute, so kann ich angesichts der Erfahrungen
von anno 1211 die Vorsicht der UFO-Piloten von 1959 nur zu gut
verstehen! l
Aus "UFO-Nachrichten"
Nr. 390, Juli/August 2007
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