|
Hartwig
Hausdorf:
Das
"Glas", das vom Himmel fiel
Ein
weiteres Beispiel für außerirdische Technologie?
Jedes Mal,
wenn ein altgedienter Angehöriger der Militärs aus dem aktiven
Dienst ausscheidet, ist er nicht mehr an sein strenges Schweigegebot
gebunden, was aus dem Rahmen fallende Vorfälle betrifft. Wie im
folgenden Fall eines heute pensionierten Wetterbeobachters der
U.S.-Navy.
******************************************
Während seiner Militärzeit bei den
Marinefliegern wurde der Amerikaner Vernon E. Koenig jr. 1961
dem Wetterdienst der U.S. Naval Air Station in Corpus Christi
(Texas) zugeteilt. Koenigs Berufswunsch war es eigentlich gewesen,
bei der zivilen Flugsicherung zu arbeiten. Weil aber sämtliche
Planstellen belegt waren, kam „Plan B“ zum Zug. Und zwar eine
Laufbahn in der Armee, was seinerzeit auch viele Vorteile bot.
Am „wenigsten militärisch“ war dort der Wetterdienst.
Dieser hatte rund um die Uhr besetzt
zu sein. Vernon Koenig und dessen Kollegen waren in zwei Schichten
eingeteilt, welche wie bei der Marine üblich als „Wachen“ bezeichnet
wurden. Tagwache war von sieben Uhr morgens bis vier Uhr des Nachmittags,
die Nachtwache schloss direkt daran an und endete um sieben Uhr
am folgenden Morgen. Koenig hatte zwei Tagwachen hintereinander
und dann volle zwei Tage frei, hierauf folgten zwei Nachtwachen
und eineinhalb Tage Freizeit. Diese Diensteinteilung bescherte
den Männern viel freie Zeit und war wohl letztlich der Grund dafür,
dass der Protagonist der folgenden Ereignisse mit einem Objekt
in Berührung kam, das eine bis heute völlig unbegreifliche Technologie
repräsentiert.
Vernon Koenig nutzte die freien Tage,
um auf der Marineflugbasis die Pilotenlizenz zu erwerben. Bereits
nach zehn Stunden theoretischer und praktischer Unterweisung durfte
er erstmalig allein hinter dem Steuerknüppel Platz nehmen. Dieses
Flugzeug, eine „Beechcraft T-34“ mit der Registrierung N 913 IR,
war ein Traum! Seine Heimat schien der endlose Himmel zu sein,
und als Koenig langsam auf die Startbahn zurollte, war es, als
ob diese „Beechcraft“ es nicht mehr erwarten konnte, sich wieder
in den blauen Himmel zu erheben.
Doch zurück zum Boden. Zwei Büros
von der Wetterstation befand sich die Abteilung für Flugsicherheit.
Deren wachhabender Offizier, der auch die Befehlsgewalt innehatte,
stand in jenen Tagen kurz vor seiner Pensionierung vom aktiven,
militärischen Dienst. Koenig traf ihn eines Tages, als er ihm
einen Wetterbericht zu bringen hatte, der sehr wichtig für die
Ermittlungen zu einem leichten Flugzeugcrash war, der sich zuvor
auf dieser Navy-Basis ereignet hatte.
Das Objekt
In dem Büro stand eine größere Sammlung
der verschiedensten Flugzeugmodelle. Jedes diente früher dazu,
die Navy-Piloten im Verlauf ihrer Ausbildung mit den Silhouetten
der eigenen, aber auch der feindlichen Flugzeugtypen vertraut
zu machen. Und eines dieser Modelle war eine „Beechcraft T-34“
- der Flugzeugtyp, auf dem auch Vernon E. Koenig jr. nicht lange
zuvor seine Fluglizenz erworben hatte. Kaum dass er das Modell
gesehen hatte, keimte in ihm der sehnliche Wunsch auf, es als
Erinnerungsstück zu besitzen. Also fragte er den Petty Officer,
ob er ihm nicht dieses Modell für ein paar Dollars verkaufen wolle.
Aber der lehnte ab, mit der Begründung, dass es Teil seiner Sammlung
sei, die er in den langen Jahren seiner Militärlaufbahn mühsam
zusammengetragen hätte.
Wann immer nun der Mann vom Wetterdienst
am Büro der Flugsicherheit vorbeikam, nervte er den Petty Officer
mit dem Wunsch, das kleine Flugzeug zu besitzen. Im Spaß riet
er dem Offizier, er möge gut aufpassen, dass niemand das Modell
von der Vitrine stiehlt. Worauf jener ihm erwiderte, dass er in
diesem Fall genau wüsste, wo er es wiederfinden würde.
Dadurch kamen die beiden öfter miteinander
ins Gespräch. Eines Tages, als Koenig auf dem Weg vom Hangar zu
seinem Arbeitsplatz war, rief ihn der Chef der Flugsicherheit
zu sich in das Büro. „Wollen Sie einmal etwas wirklich 'Abgefahrenes'
sehen?“, fragte er den Wettermann, der ihm sofort ins Büro folgte.
Vorsichtig nahm er ein Objekt von
einem Aktenschrank, legte es Koenig in die Hand. Es war augenscheinlich
ein ganz normales Glas, das im Laufe des Schmelzvorganges auf
eine Oberfläche mit waffelartigem Muster gefallen war. Die Form
war oval, die Länge mochte etwa 15 Zentimeter betragen haben,
die Breite ungefähr zehn Zentimeter. An der Oberseite war es leicht
konvex, mit der größten Höhe von einem Inch - also runde zweieinhalb
Zentimeter - in der Mitte. Die Unterseite war gänzlich anders
gestaltet. Sie erschien relativ flach und zeigte ein waffelartiges
Muster aus knapp zwei Zentimeter großen Quadraten, eingerahmt
von etwa drei Millimeter breiten Linien. Das Glas selbst war klar
und zeigte die übliche Lichtbeugung, sobald man es gegen eine
Lichtquelle hielt.
Die Geschichte dieses Gegenstandes
war mehr als rätselhaft. Ein Farmer war beim Pflügen seines Feldes,
als das Ding direkt vom Himmel fiel. Dabei kollidierte es mit
dem Traktor und zerstörte auch dessen Anhängerkupplung, bevor
es sich einige Fuß tief ins Erdreich bohrte. Als sich der Bauer
über den entstandenen Krater beugte und nach dem mysteriösen Objekt
griff, war dieses so heiß, dass er sich die Hände verbrannte.
Also rief er bei der Marine-Basis an und wartete, bis ein Untersuchungsteam
von dort anrückte. Erst nach mehreren Stunden war der „himmlische“
Gegenstand so weit abgekühlt, dass er geborgen und zwecks weitergehender
Untersuchungen zu der Navy-Basis verbracht werden konnte.
Unerklärliche Eigenschaften
Anfangs vermutete man, dass das Objekt
Teil eines Satelliten gewesen sein könnte. Da kein amerikanischer
Flugkörper in Frage zu kommen schien, blieben seinerzeit eigentlich
nurmehr die „Sputniks“ übrig. Natürlich hätten die Sowjets niemals
zugegeben, dass einer ihrer Satelliten aus dem Erdorbit stürzen
könnte - selbst wenn er mitten auf das Territorium der Vereinigten
Staaten gefallen wäre. Ausnahmsweise waren die Russen vollkommen
unschuldig. Und als man sich überhaupt keinen Reim auf das mysteriöse
Stück „Glas“ machen konnte, gab man es schließlich dem Flugzeugmodelle
sammelnden Petty Officer von der Abteilung für Flugsicherheit.
Der forderte den ungläubig dreinschauenden
Vernon E. Koenig nun auf, ihm in den Hangar zu folgen, und genau
acht zu geben, was passieren würde. Er nahm es also in die Hände,
und warf es mit aller Kraft zu Boden. Das gerade noch klare Glas
war jetzt von unzählbaren Linien durchzogen, die von der Stelle
des Aufpralls ausgingen, und in weichen Regenbogenfarben schimmerten.
Dieses ungewöhnliche Phänomen, so der Chef der Flugsicherung,
habe er entdeckt, als ihm der Gegenstand einmal ganz zufällig
vom Aktenschrank gefallen war. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich
auch die unglaubliche Eigenschaft, dass das Objekt in der Lage
war, sich selbst zu regenerieren: Etwa nach vier bis fünf Minuten
verschwanden die Sprünge, und das „Glas“ war wieder so klar und
makellos wie zuvor.
Koenig fragte den Offizier, ob er
denn keine Angst davor habe, das Objekt vor Abschluss aller Untersuchungen
zu zerstören. Statt einer Antwort ergriff dieser wortlos den Gegenstand,
und warf ihn ein weiteres Mal mit aller Kraft zu Boden. Das Objekt
prallte dort ab und traf dabei den Rumpf eines Düsenjägers vom
Typ T-2V, der im Hangar stand. Und wo das „Glas“ auf dem Boden
aufgeschlagen war, klaffte jetzt eine tiefe Schramme im harten
Spezialbeton. Vorsichtig und voller Sorge, ob auch niemand zugeschaut
hat, wie das Objekt den Kampfjet beschädigte, spähte Koenig um
sich. Dann hob er das Artefakt auf. Wieder zeigte es Linien, dieses
Mal in dunkleren Farben, die vom Aufschlagpunkt ausgingen. Was
immer das für ein Material war, es konnte weder zerbrochen werden,
noch splitterte es. Und nur wenige Minuten später waren keine
Spuren des Aufschlags mehr zu erkennen.
Unter Geheimhaltung
Einige Wochen nach dieser Demonstration
erhielten die Angehörigen der „Corpus Christi Naval Air Station“
ihre regelmäßig erscheinende Stützpunktzeitung. In jeder Ausgabe
war ein Such- und Ratebild, das aus minimaler Distanz fotografierte
Objekte zeigte. Meist handelte es sich um Dinge wie etwa Reifenprofile
und Verkleidungen von Heizkörpern oder Ähnliches. Und obgleich
es nichts dabei zu gewinnen gab, versuchte jeder auf der Basis
zu erraten, was da abgebildet war.
Dieses Mal jedoch hatten die Redakteure
das unzerbrechliche Objekt, das vom Himmel gefallen war, in dessen
halber natürlicher Größe abgelichtet.
Als Koenig an jenem Tag den Leiter
der Flugsicherheit traf, wies er ihn scherzhaft darauf hin, dass
es sein „Glas“-Artefakt nun in die Presse geschafft hätte. Irgendwie
waren Informationen über den Gegenstand, und wie er „von oben“
nach Texas kam" zu den Zeitungsleuten vorgedrungen. Da die Untersuchungen
noch immer auf der Stelle traten, und kein Mensch irgend etwas
über Herkunft oder Zweck zu sagen vermochte, hatten die Redakteure
kurzerhand beschlossen, das ominöse Objekt für die regelmäßige
Sparte „Was ist das?“ zu verwenden.
Nachdem der Gegenstand in der Zeitung
abgebildet war, wurde er abgeholt und zu weiteren Analysen an
das „Bureau of Weapons“ - einer Forschungsabteilung für Waffenkunde
- weiter geleitet. Und der Leiter der Flugsicherheit bekam einen
Anruf von seinem Vorgesetzten, dass ab sofort sämtliche Informationen
über jenen Gegenstand als „top secret“ eingestuft seien.
Der Vorgesetzte führte weiter aus,
dass das „Glas“ jeglichen Versuchen trotzte, es zu analysieren.
Auch waren die Spezialisten nicht in der Lage, es zu zerbrechen
oder zu schmelzen. Es erwies sich zudem als vollkommen resistent
gegen alle Temperaturschocks, sprich: dem raschen Wechsel zwischen
extrem hohen und extrem niedrigen Temperaturen. Nichts konnte
diesem Objekt, etwas anhaben, oder es gar zerstören. Gute Gründe
für die Navy, einen „Mantel des Schweigens“ über alles zu decken.
Wenige Tage später wurde der Petty
Officer pensioniert. Als Vernon E. Koenig in dessen altes Büro
ging, war der Mann ebenso verschwunden, wie die Sammlung von Modellflugzeugen.
Er sah ihn nie wieder und konnte auch nie in Erfahrung bringen,
wohin er nach seiner Entlassung gegangen war. Das Corpus Delicti
aus dem glasähnlichen, unzerstörbaren wie auch unbekannten Material
tauchte gleichfalls nie wieder auf.
Wer weiß, in welchem Geheimarchiv
welcher geheimen staatlichen oder militärischen Stelle der USA
das Objekt noch heute schlummert.
Aus "UFO-Nachrichten"
Nr. 388, März/April 2007
|