Hartwig
Hausdorf:
Unterbrochene
Autofahrten
Das
Rätsel der „verlorenen Kilometer“
Das
Phänomen der „verlorenen Zeit“ ist vielen, die sich speziell mit
dem UFO-Entführungssyndrom beschäftigen, ein durchaus geläufiger
Aspekt. Sehr selten aber sind Fälle, in deren Verlauf die Betroffenen
Distanzen mit dem Auto zurückgelegt haben, die sie in der ihnen
zur Verfügung stehenden Zeit NIEMALS hätten hinter sich bringen
können. Verlorene Kilometer . . .
Einen
relativ guten Bekanntheitsgrad hat in diesem Zusammenhang die
Geschichte des argentinischen Rechtsanwaltes Dr. Gerardo Vidal
erfahren. Der war im Mai 1958 mit seiner Frau des nächtens von
einer Familienfeier nach Hause gefahren. Vor ihnen fuhren zwei
Bekannte in einem anderen Auto - sie kamen am Ziel an, die Vidals
jedoch nicht.
Anruf
aus Mexiko City
Nach
48 Stunden erreichte die Freunde ein Telefonanruf aus der mexikanischen
Hauptstadt. Die Vidals hatten sich dort - 5000 Kilometer von der
Heimat entfernt - im argentinischen Konsulat gemeldet. Tage später
kehrte das Ehepaar zurück und schilderte ein geradezu unglaubliches
Erlebnis.
Auf
ihrem Heimweg nach Buenos Aires, beim Passieren einer kleinen
Ortschaft, hatte sich urplötzlich ein „dichter Nebel“ über
ihren Wagen gesenkt. Beide verloren das Bewußtsein. Als sie
wieder zu sich kamen, befanden sie sich mit ihrem Wagen in einer
vollkommen für sie unbekannten Gegend. Sie hielten Vorbeifahrende
an, fragten wo sie seien, und bekamen jedes Mal die gleiche Antwort:
In Mexiko. Ihre Uhren waren stehen geblieben, aber mit
Hilfe des Kalenders stellten sie fest, daß zwei volle Tage vergangen
waren.
Obwohl
dieser Fall bereits als Fälschung bezeichnet wurde, schien mit
dem Fahrzeug tatsächlich irgendetwas nicht zu stimmen. Der Peugeot
403 der Vidals wurde nämlich zu näheren Untersuchungen in die
USA gebracht, wo man feststellte, dass der Lack des Autos sonderbar
verändert war - als wäre jemand mit einem Schweißbrenner über
das Fahrzeug gegangen.
Der
Mann aus Goa
Ich
möchte mich hier nun nicht an der Diskussion beteiligen, ob die
Vidals nun ihren Verlust an Zeit und Kilometern wirklich erlebt
haben oder nur fabulierten - trotz der phantastischen Anmutung
scheint für diese Geschichte zu sprechen, dass derartige Ortsveränderungen
bereits berichtet wurden, als von Technisierung, Autos und selbst
UFOs noch nichts bekannt war. Heute wissen wir, dass das UFO-Phänomen
mit all seinen mysteriösen Aspekten wahrscheinlich schon so alt
ist, dass es uns wohl von Anfang an durch die Jahrtausende begleitet
hat.
Im
Jahre 1655 wurde ein Mann, der in Goa, einer portugiesischen Kolonie
in Indien, stationiert war, innerhalb weniger Sekunden auf unbekannte
Weise nach Portugal transportiert. Die Behörden reagierten schnell:
Der Mann erhielt einen „fairen“ Prozess, wurde der Hexerei für
schuldig befunden, und schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Dieses
Schicksal bleibt heutigen Betroffenen zwar erspart, doch Häme
und Spott der Umgebung sind ihnen trotzdem so gut wie sicher,
was kaum weniger schmerzhaft sein dürfte.
Aber
kommen wir wieder in die Neuzeit. Bei meinen Recherchen stieß
ich auf einen Fall, der sich ganz ähnlich verhielt wie die berichteten
Erlebnisse des argentinischen Ehepaars Vidal. Abgespielt hat er
sich in einem uns näheren Jahr, und zwar im Grenzgebiet des damaligen
Rhodesien (heute: Simbabwe) zur Republik Südafrika. Und bislang
konnte den Betroffenen nicht nachgesagt werden, dass sie ihr mysteriöses
Erlebnis nur fabuliert hätten...
Höllenfahrt
durch Rhodesien
Die
Protagonisten der Geschehnisse, ein Ehepaar mit Namen Frances
und Peter, fuhren von der rhodesischen Hauptstadt Salisbury (heute
Harare in Simbabwe) nach Durban in Südafrika. Sie nahmen die Route
über Fort Victoria und die Beit Bridge über den Limpopo-Fluß,
der die Grenze zwischen den beiden Ländern bildet.
Etwa
zehn Kilometer südlich des kleinen Farmerstädtchens Umvuma, das
inmitten des Buschlandes liegt, ging Peter vom Gas, weil er wusste,
dass er das zulässige Tempo weit überschritten hatte. Diese Strecke
war für häufige Kontrollen bekannt, und er glaubte schon, etwas
weiter vorne einen Polizisten auszumachen. Doch beim Vorbeifahren
fiel Peter und seiner Frau Frances auf, dass da zwar eine Gestalt
stand - diese aber eine Kleidung trug, die wie metallisch wirkte.
Als sich die beiden noch einmal umdrehten, war die ominöse Gestalt
verschwunden.
Etwa
15 Minuten später, es war gegen 2:30 Uhr morgens, bemerkte Frances
ein Licht links von ihrem Fahrzeug, das sie offensichtlich begleitete.
Plötzlich erloschen die Scheinwerfer. Ansonsten lagen keine Störungen
vor - das Radio funktionierte weiterhin ungestört. Rings um
das Auto war alles in gleißend helles Licht getaucht, so dass
es scharfe Schatten warf. Das Ehepaar verspürte nun eine so starke
Kälte, dass sich beide in Mäntel und Decken hüllten. Doch
noch immer war das Auto in Bewegung.
Nach
dem Passieren der seltsamen Gestalt am Straßenrand hatte Peter
das Tempo wieder auf 140 bis 150 km/h gesteigert. Doch als
er nun das Gas wegnehmen wollte, geschah nichts. Der Wagen raste
mit unverminderter Geschwindigkeit durch die Schwärze der Nacht.
Peter hatte die Kontrolle über das Fahrzeug vollkommen verloren.
Er konnte weder lenken noch bremsen noch sonst irgendetwas. Diese
ferngelenkte „Höllenfahrt“ ging noch etwa 18 Kilometer weit, bis
sie zu einer Tankstelle bei Fort Victoria kamen. Dort verschwand
das UFO fürs erste.
Wie
ausgestorben
Es
war 4:30 Uhr an jenem 31. Mai 1974, als sie bei der Tankstelle
in Fort Victoria ankamen. Der leicht gekleidete Tankwart wunderte
sich sehr über die Bemerkung der beiden, es wäre kalt. Eine Stunde
später fuhren sie weiter.
Etwa
zehn Kilometer nach Fort Victoria erschien das UFO erneut, und
nahm seine alte Position links oberhalb des Wagens wieder ein.
Dieses Mal wurde es von einem zweiten Objekt begleitet, das sich
direkt über dem Auto befand. Normalerweise war diese Strecke vor
allem in der Nacht - wegen der großen Hitze am Tage - sehr stark
befahren. Doch an diesem frühen Morgen war sie wie ausgestorben.
Und im Verlauf der nächsten Kilometer hatte das Paar den Eindruck,
dass es sich verfahren hätte. Die Umgebung wirkte ganz anders:
Niedrige Büsche, hohes Gras, Marschland und Sümpfe. Und dann die
absolute Stille, die sie umgab. Weder der Motor war zu hören noch
die sonst lauten Geräusche der Insekten. Wieder hatte Peter
die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, und dieses Mal rasten
sie mit fast 200 Kilometern in der Stunde dahin. „Ich habe nicht
gelenkt“, stellte Peter später fest.
Die
Straße von Fort Victoria zur Grenze an der Beit Bridge ist sehr
kurvenreich - aber in dieser Nacht bewegte sich der Wagen der
beiden auf schnurgerader Strecke!
Gegen
6:15 Uhr schlief Frances ein. Als sie an der Beit Bridge ankamen,
war es 7:30 Uhr und bereits taghell. Die beiden UFOs schwebten
noch immer deutlich sichtbar über ihnen. Als sie dann an der Grenzkontrollstation
vorfuhren, verschwanden die Flugobjekte.
In
dieser Nacht muss sehr Erstaunliches vorgefallen sein. Denn kurz
nach Fort Victoria hatte Peter den Tageskilometerzähler auf Null
gestellt, um die zurückgelegte Strecke zu kontrollieren. Nach
ihrer Ankunft an der Beit-Bridge zeigte der Zähler gerade einmal
17 Kilometer an - doch die Grenzbrücke ist 288 Kilometer von Fort
Victoria entfernt. Der Tank seines Wagens hätte fast leer sein
müssen, aber das genaue Gegenteil war der Fall: Als Peter nachtanken
wollte, musste er ganze 22 Cents bezahlen. Ein weiteres Mysterium
stellte der Zustand seiner Reifen dar. Aus Sparsamkeit hatte Peter
für diese Fahrt billige, runderneuerte Reifen montiert, die er
nach seiner Rückkehr gegen neue ersetzen wollte. Die runderneuerten
Reifen würden bestenfalls noch 1200 Kilometer halten. Ein Reifenhändler
stellte aber fest, dass die „minderwertigen“ Reifen 8000 Kilometer
hinter sich hatten und einen fast neuen Eindruck machten.
Was
wirklich in dieser Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1974 im südlichen
Afrika geschah, darüber scheiden sich die Geister. Fest scheint
nur zu stehen, dass es mitunter rätselhafte Einwirkungen auf Fahrzeuge
gibt, die mit konventionellen Mitteln nicht zu erklären sind.
Aus "UFO-Nachrichten"
Nr. 384, Juli/August 2006