UFO-Nachrichten

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- Teil 1 -

Die ersten Fliegenden Untertassen in Deutschland:
UFO-Welle 1954

Der Anfang der Deutschen Ufologie und das Jahr, in dem die „Fliegenden Untertassen“ ein Begriff für die Deutschen wurde!

Von Axel Wellner, IGAP-Deutschland

In dem historischen Jahr 1954 geschah für die Deutschen neben dem Wirtschaftswunder und das Fußballwunder von Bern ein Wunder, das auch bis heute unerklärlich ist und eigentlich für ganz Europa von Bedeutung war und ist. Eine riesige UFO-Sichtungs-Welle zog über ganz Europa und hinterließ bleibenden Eindruck bei den Beobachtern.

Die Aufnahme der hochkant fliegenden Untertassen über den steirischen Alpen vom 3. August 1954 des österreichischen Bergsteigers Erich Kaiser (siehe Text). Links oben eine Vergrößerung.
Die Aufnahme der hochkant fliegenden Untertassen über den steirischen Alpen vom 3. August 1954 des österreichischen Bergsteigers Erich Kaiser (siehe Text). Links oben eine Vergrößerung.

Invasion der „Fliegenden Untertassen“

Für die Bundesrepublik Deutschland bedeutete diese Welle von 1954 genauso wie für alle anderen europäischen Ländern der Anfang einer langen Suche nach der Wahr-heit. Obwohl über Deutschland nicht so viele Sichtungen wie bei den französischen Nachbarn (bis zu 500 Sichtungen) gemeldet wurden, wurde allerdings in der Presse von vielen, vielen „unbekannten Scheiben“, „fliegenden Untertassen“, „unheimlichen Sternen“, „leuchtenden Diskussen“ und noch mehr „mysteriösen Objekten“ berichtet. So explodierten beinahe die Beiträge über Sichtungen von UFOs, und zur gleichen Zeit erschien auch das sehr bewegende Buch „Der Weltraum rückt uns näher“ von Major Donald E. Keyhoe, welches das erste Buch in Deutschland über UFOs war.

Das war das historische UFO-Jahr, was die Deutschen nie mehr vergessen würden. Durch das Buch von Major Keyhoe wurden viele Register gezogen und Spekulationen aufgebaut, wodurch die Deutschen und sicher der Rest der Welt die sehr wichtige Nachricht bekamen, dass sogar die amerikanische Luftwaffe keine Ahnung habe, um was es sich bei den „Fliegenden Untertassen“ handelt. Er lieferte mit dem Buch den „einwandfreien Beweis, dass die 'Fliegenden Untertassen' keine Hirngespinste sind, dass sie weder amerikanische noch sowjetische Geheimwaffen sind, dass alle Versuche, sie mit dem Hinweis auf Naturphänomene abzutun, zwecklos sind“, so die Nachtausgabe vom 17. 5. 1954.

Die Deutschen hatten seit Anfang der 50er nur Berichte aus den USA gelesen und waren somit überrascht, über ihren Köpfen auch mal so etwas zu beobachten. Nachdem anfangs einige Berichte aus wenigen Deutschen Städten zu lesen waren, so meldeten sich später viele Zeugen aus sämtlichen Städten aus dem Westen Deutschlands dazu.

Ufologie und Theologie

In einer Umfrage einer Düsseldorfer Zeitung besprachen sogar evangelische und katholische Theologen das Problem der „Fliegenden Untertassen“ aus christlicher Sicht. Die meisten waren sich einig darüber, dass sich die christliche Lehre mit der Annahme verträgt, dass es außerirdische menschenähnliche vernunftbegabte Wesen gibt. Niemand von allen zu Wort gekommenen Leuten leugnete die Existenz der Außerirdischen.

Professor Martin Redeker, der evangelische systematische Theologie an der Universität Kiel lehrte, betonte u. a. in der Frankfurter Zeitung (8. 8. 1954): „Wenn uns auch die moderne Astronomie bisher keine Beweise für die Existenz solcher Wesen geliefert hat, so liegt auf der anderen Seite das Vorhandensein von menschenähnlichem Leben auf einem anderen Stern nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit... Der christliche Glaube kann mit den Ergebnissen einer ihrer Grenze bewussten Naturwissenschaft niemals in Konkurrenz treten.“

Laut einem Artikel in der Zeitschrift „Wort und Wahrheit“ (Anfang August 1954) von dem früher bekannten Theologen Phillip Dessauer sind die „Planetiden“ philosophisch gesehen unzweifelhaft Personen und theologisch gesehen Geschöpfe Gottes. Er erklärt weiter: „Wenn es einmal möglich sein würde, mit ihnen zu einer Begegnung zu kommen, wäre dies ein Ereignis, so spannend und so dramatisch, wie es in der menschlichen Geistesgeschichte kaum je vorgekommen sei. Es ist die Pflicht der Regierung, die Menschen auf eine solche Begegnung vorzubereiten.“ (Darmstädter Echo, 7. 8. 1954)

Die Westdeutschen waren vollkommen interessiert an den so genannten „Fliegenden Untertassen“ und hielten immer aufmerksamer Ausschau am Himmel. Sogar der Filmaufbau Göttingen zeigte einen Kulturfilm, der „UFO“ hieß und das diesbezügliche Problem behandelte, jedoch ohne Originalaufnahmen, aber dafür mit positiver Darstellung.

Zeugen berichteten den Zeitungsredaktionen und sonstigen Stellen, wo sie es für richtig empfanden (meist bei der Polizei) ausführlich von ihren gemachten Sichtungen. Einer von ihnen war ein Filmvorführer namens Hoge aus Münster. Die Polizei überprüfte den Vorfall des Filmvorführers, der angab, am 9. Oktober 1954 in der Nacht zum Sonntag zwischen Rinkerode und Albertsloh bei Münster ein bläulich, grelles Licht gesehen zu haben, das sich beim Näherkommen als zigarrenförmiger Flugkörper zu erkennen gab als es etwa eineinhalb Meter über dem Boden schwebte. Aus einer Entfernung von ungefähr 60 Metern sah er, wie vier 1,20 Meter große geisterhafte Wesen heraustraten und am Flugobjekt hantierten. Die polizeilichen Ermittler kamen voreilig mit der Begründung, dass die von Hoge beobachtete Erscheinung von dem Sumpfgas herrühre, da ja zur besagten Nacht starker Nebel herrschte. Bei den Behörden stieß er auf Mißtrauen und Ablehnung, wobei er gleichzeitig auch von den Bewohnern von Münster ausgelacht wurde. Aber Hoge blieb seiner Behauptung treu: „Ich sage nur, was ich gesehen habe, auch wenn ich mich damit vielleicht der Lächerlichkeit preisgebe.

 

Hitlers Geheimwaffen oder „Kosmische Scheiben“?

Andere Berichte von UFO-Zeugen wurden ernst genommen, andere wiederum belächelten das Thema auch, indem sie scherzhafte Berichte verfassten, wie man möglichen „Utapisten“ (Untertassenpiloten) in verschiedenen, grotesken Formen gegenüber treten sollte (NP, 20. 8. 1954) oder dass Adolf Hitlers Geheimwaffe hinter den „Untertassen“ steckt und das Hitler, der nun Demokrat geworden ist und auf dem Mars politisches Asyl fand, ein 200 Untertassen-Geschwader zur Demokratisierung Deutschlands schicken werde (Abendpostillon, 13. 9. 1954).

In einigen Fällen wurde sogar Abstand gehalten, ausführlich über das Thema zu berichten, „um keine Angstpsychose vor 'fliegenden Nachtgeschirr' zu erwecken“, so das Badische Tageblatt (Rastatt) vom 23. 8. 1954. Eine Grazer Zeitung (Neue Zeit, 16. 10. 1954) veröffentlichte ein Foto von dem Österreicher Erich Kaiser. Dieses Fotos ist das einzige, was in der Zeit der UFO-Welle 1954 im deutschsprachigem Raum gemacht wurde. Herr Kaiser erklärte seine Sichtung folgendermaßen:

Während seiner acht Urlaubstage auf der Mödlingerhütte machte er am 3. August eine Klettertour auf den Reichenstein zusammen mit seinen Brüdern und zwei Wienern. Beim Abstieg wollte er eine Aufnahme vom Admonter Kaibling machen. Dann, beim Herumgehen blitzte es in der Luft mehrmals auf. Er vermutete zuerst Flugzeuge, sah aber „komische Scheiben“, von Ost nach Nordwest fliegend. Entfernung vom Gipfel ungefähr 700 m, die Geschwindigkeit ungefähr 200 Stundenkilometer. Der Himmel war um diese Zeit stark dunstig und die Sonne schien nur ab und zu durch die Wolken. Wie auf dem Foto zu erkennen ist, konnte er nicht genau angeben, ob es sich um Kondensstreifen oder um Luftverdrängung handelte, weil die Scheiben vollkommen geräuschlos geflogen sind.

Nachdem Herr Kaiser bei der Redaktion „Neue Zeit“ anfragte, ob sie sein Foto nicht fachmännisch prüfen lassen könnten, bekam er zur Antwort, dass es trotz eifrigen Bemühens unmöglich war, jemanden zu finden, der sich für eine fachmännische Prüfung dieser Art für zuständig erklärte. Die „Neue Zeit“ erklärt weiter: „Das obige Bild wurde nicht retuschiert und zeigt im Original sehr deutlich drei tassenähnliche Gebilde in senkrechter Lage. Das Negativ des Bildes erliegt in der Redaktion und wir hoffen auf diesem Weg, die geheimnisvolle Aufnahme einer Aufklärung näherzubringen. Um welche Phänomene immer es sich handeln mag - die Skepsis gegenüber angeblichen ’Untertassen’ hat sich bisher noch immer als berechtigt erwiesen.“

Mitte August 1954 wurde in Düsseldorf die erste UFO-Forschungsstelle gegründet, wo man mit seriöser und mit eingehender Ernsthaftigkeit sich mit der UFO-Problematik beschäftigte. Anscheinend war diese Einrichtung nicht erfolgreich, denn nur zwei Jahre später wurde von dem Ehepaar Veit aus Wiesbaden die in Deutschland bekannteste und fundamentalste UFO-Studiengesellschaft zusammen mit einem Verlag für ufologische Literatur gegründet: Die DUIST (Deutsche UFO/IFO-Studiengesellschaft e. V.).

Karl Veit sagte in seinem Dokumentarbericht „7. Internationaler Weltkongress der UFO-Forscher in Mainz 1967“, dass das Jahr 1954 als Invasionsjahr bezeichnet wird und eine spezielle Bedeutung für die europäische UFO-Forschung habe, da allein 41 Positionen Europa betreffen. „Sie beziehen sich auf die Länder England, Schottland, Deutschland, Österreich, Norwegen, Portugal, Frankreich, Spanien, Italien und die Schweiz, aber wir wollen dabei Dänemark, Irland, Island, Grönland, Finnland, Holland, Schweden, Belgien, Luxemburg, Tschechoslowakei, Polen, Jugoslawien und Griechenland nicht unerwähnt lassen, weil auch dort vor, während oder nach 1954 Sichtungs- und teils Landungserlebnisse stattgefunden haben.“

 

CIA besorgte sich Sichtungsberichte aus Deutschland

Manche Berichte von UFO-Sichtungen aus der Bundesrepublik müssen so spektakulär gewesen sein, dass sogar der US-Geheimdienst „Central Intelligence Agency“ (CIA) kurze Berichte aus unseren Medien für ihre streng vertraulichen Akten entnahm, die man nun durch den Freedom of Information Act (FolA) kostenlos anfordern kann. Die CIA überwachte dicht die Bemühungen der Luftwaffe, die an dem Projekt „Blue Book“ arbeitete, und ihr war bewusst und sie war zunehmend besorgt, dass die ansteigende Zahl der UFO-Sichtungen eine potentielle Bedrohung für die nationale Sicherheit darstelle. Bezüglich der Verteilung der UFO-Sichtungen fragte die CIA im Jahr 1952 öffentlich, ob sie vielleicht einen Hochsommer-Wahnsinn widerspiegeln. Die Agentur akzeptierte öffentlich die Schlußfolgerung der Luftwaffe über UFO-Reporte, obwohl sie folgerten, dass die geringe Möglichkeit bestehe, dass es sich um interplanetarische Raumschiffe handeln könnte.

Es ist notwendig, jede einzelne Sichtung zu untersuchen. Und so hat schließlich die CIA sich der Luftwaffe angeschlossen. Die Sammlung von Auslandsdokumenten und Rundfunkübertragungen aus Europa und der ganzen Welt waren ab 1954 eine der Aufgaben der CIA. Darunter waren auch einige Berichte aus Deutschland, die sie aus Zeitschriften entnahmen. Es waren im Grunde genommen nur Archivarbeiten und die Anzahl der Beiträge waren so gering, dass man sie wohl eher als weniger erfolgreich bewerten konnte, weil ja schließlich nicht alles an Neuigkeiten durch die Presse ging.

Für dieses Projekt hätte die CIA Agenten in verschiedenen Ländern postieren sollen, damit man der Archivarbeit gerecht werden könne. Von den knapp 500 Sichtungen aus Frankreich sind öffentlich nur einige wenige aus dem Archiv der CIA bekannt. Insgesamt sind es öffentlich auch nur wenige Dokumente, die Berichte aus dem Jahr 1954 behandeln. Ob noch mehr Dokumente geheim gehalten werden, ist nicht klar, denn die CIA sagte aus, dass sie alle UFO-Dokumente freigegeben haben.

 

Meine Recherche

Durch angestellte Recherchen fand ich viele deutschsprachige Zeitungsartikel über UFO-Sichtungen, worunter auch welche waren, die auf die Berichte der CIA basierten. Alle von mir bei verschiedenen Stadtarchiven angeforderten Artikel beinhalten tatsächlich die von der CIA angegebenen UFO-Ereignisse aus Deutschland, Österreich und Schweiz in meist ausführlicherer Form als in den CIA-Akten. Selten waren sogar auch noch Nebeninformationen über andere Sichtungen aus dem Jahre 1954 dabei, die sehr interessant und schon in Vergessenheit geraten waren. In Folge dessen schrieb ich sehr viele Anfragen an Behörden und privaten Personen, die Zeuge der Ereignisse vor rund 50 Jahren waren. Im Bezug zur Informationsbeschaffung war ich äußerst erfolgreich, was die deutschlandweiten Zeitungsberichte betrifft. Die einfachste und billigst Methode, um alte Zeitungsmaterialien zu erhalten, findet man mit der Anfrage an Stadtarchiven, die meist sogar kostenlos Berichte zuschicken und sehr zuvorkommend sind. Im folgenden sind alle Sichtungen von unbekannten Flugobjekten aufgelistet, die ich finden konnte:

1) Eßlingen, März 1954:
Ein unbekanntes Flugobjekt flog über die Stadt.

2) West-Berlin, seit Anfang Mai 1954:
Mysteriöse Objekte, beschrieben als „Fliegende Untertassen“, flogen immer zwischen 22 und 23 Uhr.

3) Darmstadt, Brüder-Knaus-Straße, 27. 5. 1954:
Zwei sternengroße Gegenstände um 21:30 Uhr nach Untergehen der Sonne, mit großer Geschwindigkeit von Südwest nach Nordost, sehr hoch, rosaroter Schimmer.

4) Tennengebirge, Österreich, 7. 6 1954:
Ein sich ruckweise horizontal und vertikal bewegender, rotleuchtender Flugkörper, der dreimal größer als die Venus gewesen sein soll, flog nach Mitternacht zwei Stunden lang. Durch die Himmelserscheinung zog sich quer ein Streifen.

5) Autobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt, 8. 6. 1954:
Zwei Flugobjekte stürzen um 16:37 Uhr aus großer Höhe fast senkrecht hinunter und stiegen nach scharfer Parabel wieder schnell hoch. Zweifellos schneller als Düsenjäger, silberhell glänzend, ovale Form.

6) Egelsbach, 8. 6. 1954:
Über dem Rhein-Main-Flughafen zwei Flugobjekte gegen 16:37 Uhr

7) Darmstadt, Garten am Nordbahnhof, 8. 6. 1954:
Zwei Flugobjekte in glattem Flug um 16:37 Uhr in nördlicher Richtung, schneller als Düsenjäger.

8) Egelsbach, 8. 6. 1954:
Intensiv helle, scheibenförmige, winzige Körper blieben um 18:30 Uhr in sehr großer Höhe ruhig stehen, bis sie spurlos verschwanden.

9) Darmstadt-Eberstadt, 8. 6. 1954:
Um 20:40 Uhr flog eine glänzende Scheibe in Richtung Darmstadt, die erst senkrecht herunterstürzt und dann sehr schnell steil aufsteigt.

10) Düsseldorf Flughafen-Lohhausen, 9. 6. 1954:
Ein leuchtender Diskus flog um 19 Uhr mit recht hoher Geschwindigkeit zum Flughafen, minderte die Geschwindigkeit aber schließlich ab, als er nah ankam. Er flog in westlicher Richtung weiter auf eine Cirruswolke zu, die in etwa 5000 Metern Höhe schwebte und der Diskus verschwand.

11) Selbitz, Bahnhof, 9. 6. 1954:
Eine rotierende Scheibe hat innerhalb von zwei Sekunden einen riesigen Halbkreis durchrast und ist dann wieder in östlicher Richtung verschwunden. Kaum war dieses unbekannte Flugobjekt wieder in der Dunkelheit der klaren Nacht untergetaucht, ist eine zweite Scheibe auf dem gleichen Weg herangerast und wieder verschwunden. Dieser Vorgang hat sich in regelmäßigen Abständen von fünf Sekunden insgesamt fünfmal wiederholt.

12) Hamburg, 10. 6. 1954:
Rätselhafte Lichterscheinungen wurden nachts beobachtet.

13) Darmstadt-Rhönring, 10. 6. 1954:
Ein dreimal so heller Lichtfleck wie die Venus raste um etwa 21 Uhr in Richtung Griesheim-Arheilgen.

14) Darmstadt, 11. 6. 1954:
Etwa um 20: 10 Uhr flog in westlicher Richtung ein hell leuchtender Lichtfleck so schnell wie ein Düsenjäger, helles, äußerst ungewöhnliches Leuchten.

15) Darmstadt-Innenstadt, 11. 6. 1954:
Um 1:07 Uhr in der Nacht in westlicher Richtung stürzte eine Art Sternschnuppe, die plötzlich nach kurzem waagerechten Flug wieder steil anstieg. Strahlend weißes Licht, schneller als Düsenjäger.

16) Alfeld, Leine, Juli 1954:
Seltsame Lichterscheinung wurde gesichtet.

17) Malsch bei Karlsruhe, Juli 1954:
Mittags wurde ein glänzendes Objekt beobachtet.

18) München, 22. Juli 1954:
Am klaren Firmament tauchte ein heller, sternähnlicher Körper auf, der sich bald schnell, bald langsamer bewegte und nach einiger Zeit wieder verschwand.

19) Westküste, zw. Viöl und Husum, 28. 7. 1954:
Um 22:15 Uhr wurde ein geräuschloser, rotleuchtender Lichtfleck in östlicher Richtung unter einem Winkel von 55 Grad gesichtet, der sich sehr langsam bewegte und zeitweilig sogar still zu stehen schien. Das scheibenförmige Objekt schien bei genauerem Hinsehen einen rötlichen Kern und eine hellere gelbliche Umrandung zu haben. Zeitweise soll es so ausgesehen haben, als ob der Kern routieren würde, zwischen ihm und der Umrandung soll nämlich ein ständiges Flimmern geherrscht haben. Anfangs befand sich der Flugkörper in langsamer senkrechter Bewegung nach unten, dann stand er plötzlich für drei Minuten still, stieg nach oben und stand wieder still. Bei Stillstehen wechselte er die Farbe von rot auf hell rot-orange, orange-gelb, gelb, gelbweiß und plötzlich war er dann verschwunden. Nach einer Weile tauchte er wieder an ungefähr derselben Stelle auf und verschwand.

20) Bensheim-Auerbach, Fürstenlager, 29. 7. 1954:
Ein leuchtender, fliegender Gegenstand wurde länger als eine Viertelstunde über dem Heidelberg beobachtet. Lichtfarbe änderte sich von rotglühend bis hellgelb, gelegentlich war auf dem oberen Teil ein gesondertes Licht zu sehen. Objekt flog eigenartigen Zick-Zack-Kurs, schnell, manchmal hoch oder blieb ruhig stehen.

21) Bregenzer Wald, Österreich, 26. - 31. 7. 1954:
Eine so genannte „Fliegende Untertasse" wurde gesichtet.

22) Karlsruhe, August 1954:
Vier UFOs flogen ein Manöver über die Stadt.

23) Reichenstein, Österreich, 3. 8. 1954:
Vier „komische, silberne Scheiben“ flogen geradlinig und geräuschlos von Ost nach Nordwest mit ungefähr 200 Kilometern pro Stunde. (Erich Kaiser fotografierte diese Objekte.)

24) Bregenzer Wald, Österreich, 3. 8. 1954:
Sechs „Fliegende Untertassen“ mit blauen und roten Blinklichtern wurden 25 Minuten lang durch einen Feldstecher beobachtet. Der Flug ist offensichtlich gesteuert gewesen, denn beim Anflug formierten sie sich zu einem „V“.

25) Schleswig, Husumer Str., 4. 8. 1954:
Gegen 22:05 Uhr war über dem Pöhler Gehege eine feuerrote kugelartige Erscheinung deutlich sichtbar, die sich von den übrigen Sternen dadurch unterschied, dass sie etwa dreimal so groß wie diese war und in einem tiefen Rot leuchtete. Es schien so, als ob oben aus der Kugel heraus kleine, grünweißliche Strahlenbündel schossen. Die Kugel wanderte ganz langsam hin und her und entfernte sich allmählich in Richtung Westen. Insgesamt war die Erscheinung etwa eine Stunde zu sehen. Auch von der Schleipromenade und später vom Schleidamm aus war die Erscheinung zu beobachten.

26) Speyer, 5. 8. 1954:
Ein fliegendes, unbekanntes Objekt wurde am Himmel beobachtet.

27) Ludwigshafen, 5. 8. 1954:
Ein UFO flog seine Bahn über die Stadt.

28) Gernsheim, Oberfeldstraße, 5. 8. 1954:
Zwischen 21:30 und 22:00 Uhr wurde ein geräuschloses, in den Farben rot-grün-gelb gemischtes Licht in geringer Höhe gesehen, das mit hoher Geschwindigkeit in gerader Richtung von Osten nach Süden gerast ist. Kurz darauf bewegte sich eine gleiche Lichterscheinung von Süden nach Norden. Die Erscheinungen konnten keinesfalls Positionslichter von Flugzeugen sein.

29) Darmstadt, 5. 8. 1954:
Zwei völlig geräuschlose und gelbrot leuchtende runde Flugobjekte schossen um 21:45 Uhr vom nordöstlichen Horizont aus mit großer Geschwindigkeit hin und her, bis sie einfach stillstanden und eine dritte Scheibe dazu kam. Sie flogen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Bei schneller Geschwindigkeit bremsten sie einfach und machten ungewöhnlich scharfe abgekantete Bewegungen, bis sie dann schneller Kreuz und Quer flogen und gegen 23:15 Uhr verschwanden. Zahlreiche Bewohner waren Zeugen.

30) Wiesbaden, 8. 8. 1954:
Ein unbekanntes Flugobjekt wurde über der Stadt beobachtet.

31) Höchst, 8. 8. 1954:
Ein UFO wurde am Himmel gesichtet.

32) Deutsch-Schweizer Grenze, zwischen Säntis-Bergen und Bodensee, 13. 8. 1954:
Fünf mysteriöse Flugkörper in wohlgeordneter Formation wurden nachts gesichtet.

33) Chur, Schweiz, August 1954:
An drei aufeinander folgenden Abenden wurden jeweils zwischen 18:30 und 19:30 Uhr ähnliche Erscheinungen beobachtet, wie die vom 13. 8. 1954.

34) Rastatt, Bahnhofstr., 17. 8. 1954:
In nicht abzuschätzender Höhe flogen zwei wie Neonlicht leuchtende, runde Scheiben gehen 22:04 Uhr von Westen bis zu ihrem Verschwinden am östlichen Horizont. Es vergingen etwa zehn Sekunden. Ihre Flugbahn war schnurgerade, lediglich eine leichte Drehung um ihre eigene Achse, abwechselnd von rechts nach links und umgekehrt, war in kurzen Abständen zu beobachten. Die eigenartigen Himmelswanderer sollen vor allem dadurch unheimlich gewirkt haben, weil sie selbst in dem Augenblick, als sie genau Zenit vorbeizogen, absolut nicht zu hören waren. Auf den Radargeräten der Kanadischen Luftwaffe des Flugplatzes Söllingen wurden die unheimlichen Scheiben nicht registriert.

 

Fortsetzung folgt ...


Aus "UFO-Nachrichten" Nr. 378 (Juli/August 2005)