- Teil 1
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Die
ersten Fliegenden Untertassen in Deutschland:
UFO-Welle 1954
Der
Anfang der Deutschen Ufologie und das Jahr, in dem die „Fliegenden
Untertassen“ ein Begriff für die Deutschen wurde!
Von Axel Wellner, IGAP-Deutschland
In
dem historischen Jahr 1954 geschah für die Deutschen neben dem
Wirtschaftswunder und das Fußballwunder von Bern ein Wunder, das
auch bis heute unerklärlich ist und eigentlich für ganz Europa
von Bedeutung war und ist. Eine riesige UFO-Sichtungs-Welle zog
über ganz Europa und hinterließ bleibenden Eindruck bei den Beobachtern.
| Die
Aufnahme der hochkant fliegenden Untertassen über den
steirischen Alpen vom 3. August 1954 des österreichischen
Bergsteigers Erich Kaiser (siehe Text). Links oben eine Vergrößerung. |
Invasion
der „Fliegenden Untertassen“
Für
die Bundesrepublik Deutschland bedeutete diese Welle von 1954
genauso wie für alle anderen europäischen Ländern der Anfang einer
langen Suche nach der Wahr-heit. Obwohl über Deutschland nicht
so viele Sichtungen wie bei den französischen Nachbarn (bis zu
500 Sichtungen) gemeldet wurden, wurde allerdings in der Presse
von vielen, vielen „unbekannten Scheiben“, „fliegenden Untertassen“,
„unheimlichen Sternen“, „leuchtenden Diskussen“ und noch mehr
„mysteriösen Objekten“ berichtet. So explodierten beinahe die
Beiträge über Sichtungen von UFOs, und zur gleichen Zeit erschien
auch das sehr bewegende Buch „Der Weltraum rückt uns näher“ von
Major Donald E. Keyhoe, welches das erste Buch in Deutschland
über UFOs war.
Das war das historische
UFO-Jahr, was die Deutschen nie mehr vergessen würden. Durch das
Buch von Major Keyhoe wurden viele Register gezogen und Spekulationen
aufgebaut, wodurch die Deutschen und sicher der Rest der Welt
die sehr wichtige Nachricht bekamen, dass sogar die amerikanische
Luftwaffe keine Ahnung habe, um was es sich bei den „Fliegenden
Untertassen“ handelt. Er lieferte mit dem Buch den „einwandfreien
Beweis, dass die 'Fliegenden Untertassen' keine Hirngespinste
sind, dass sie weder amerikanische noch sowjetische Geheimwaffen
sind, dass alle Versuche, sie mit dem Hinweis auf Naturphänomene
abzutun, zwecklos sind“, so die Nachtausgabe vom 17. 5. 1954.
Die Deutschen hatten
seit Anfang der 50er nur Berichte aus den USA gelesen und waren
somit überrascht, über ihren Köpfen auch mal so etwas zu beobachten.
Nachdem anfangs einige Berichte aus wenigen Deutschen Städten
zu lesen waren, so meldeten sich später viele Zeugen aus sämtlichen
Städten aus dem Westen Deutschlands dazu.
Ufologie
und Theologie
In einer Umfrage einer
Düsseldorfer Zeitung besprachen sogar evangelische und katholische
Theologen das Problem der „Fliegenden Untertassen“ aus christlicher
Sicht. Die meisten waren sich einig darüber, dass sich die christliche
Lehre mit der Annahme verträgt, dass es außerirdische menschenähnliche
vernunftbegabte Wesen gibt. Niemand von allen zu Wort gekommenen
Leuten leugnete die Existenz der Außerirdischen.
Professor Martin Redeker,
der evangelische systematische Theologie an der Universität Kiel
lehrte, betonte u. a. in der Frankfurter Zeitung (8. 8. 1954):
„Wenn uns auch die moderne Astronomie bisher keine Beweise
für die Existenz solcher Wesen geliefert hat, so liegt auf der
anderen Seite das Vorhandensein von menschenähnlichem Leben auf
einem anderen Stern nicht außerhalb des Bereiches der Möglichkeit...
Der christliche Glaube kann mit den Ergebnissen einer ihrer Grenze
bewussten Naturwissenschaft niemals in Konkurrenz treten.“
Laut einem Artikel in
der Zeitschrift „Wort und Wahrheit“ (Anfang August 1954) von dem
früher bekannten Theologen Phillip Dessauer sind die „Planetiden“
philosophisch gesehen unzweifelhaft Personen und theologisch gesehen
Geschöpfe Gottes. Er erklärt weiter: „Wenn es einmal möglich
sein würde, mit ihnen zu einer Begegnung zu kommen, wäre dies
ein Ereignis, so spannend und so dramatisch, wie es in der menschlichen
Geistesgeschichte kaum je vorgekommen sei. Es ist die Pflicht
der Regierung, die Menschen auf eine solche Begegnung vorzubereiten.“
(Darmstädter Echo, 7. 8. 1954)
Die Westdeutschen waren
vollkommen interessiert an den so genannten „Fliegenden Untertassen“
und hielten immer aufmerksamer Ausschau am Himmel. Sogar der Filmaufbau
Göttingen zeigte einen Kulturfilm, der „UFO“ hieß und das diesbezügliche
Problem behandelte, jedoch ohne Originalaufnahmen, aber dafür
mit positiver Darstellung.
Zeugen berichteten den
Zeitungsredaktionen und sonstigen Stellen, wo sie es für richtig
empfanden (meist bei der Polizei) ausführlich von ihren gemachten
Sichtungen. Einer von ihnen war ein Filmvorführer namens Hoge
aus Münster. Die Polizei überprüfte den Vorfall des Filmvorführers,
der angab, am 9. Oktober 1954 in der Nacht zum Sonntag zwischen
Rinkerode und Albertsloh bei Münster ein bläulich, grelles Licht
gesehen zu haben, das sich beim Näherkommen als zigarrenförmiger
Flugkörper zu erkennen gab als es etwa eineinhalb Meter über dem
Boden schwebte. Aus einer Entfernung von ungefähr 60 Metern sah
er, wie vier 1,20 Meter große geisterhafte Wesen heraustraten
und am Flugobjekt hantierten. Die polizeilichen Ermittler kamen
voreilig mit der Begründung, dass die von Hoge beobachtete Erscheinung
von dem Sumpfgas herrühre, da ja zur besagten Nacht starker Nebel
herrschte. Bei den Behörden stieß er auf Mißtrauen und Ablehnung,
wobei er gleichzeitig auch von den Bewohnern von Münster ausgelacht
wurde. Aber Hoge blieb seiner Behauptung treu: „Ich sage nur,
was ich gesehen habe, auch wenn ich mich damit vielleicht der
Lächerlichkeit preisgebe.
“Hitlers
Geheimwaffen oder „Kosmische Scheiben“?
Andere Berichte von
UFO-Zeugen wurden ernst genommen, andere wiederum belächelten
das Thema auch, indem sie scherzhafte Berichte verfassten, wie
man möglichen „Utapisten“ (Untertassenpiloten) in verschiedenen,
grotesken Formen gegenüber treten sollte (NP, 20. 8. 1954) oder
dass Adolf Hitlers Geheimwaffe hinter den „Untertassen“ steckt
und das Hitler, der nun Demokrat geworden ist und auf dem Mars
politisches Asyl fand, ein 200 Untertassen-Geschwader zur Demokratisierung
Deutschlands schicken werde (Abendpostillon, 13. 9. 1954).
In einigen Fällen wurde
sogar Abstand gehalten, ausführlich über das Thema zu berichten,
„um keine Angstpsychose vor 'fliegenden Nachtgeschirr' zu erwecken“,
so das Badische Tageblatt (Rastatt) vom 23. 8. 1954. Eine Grazer
Zeitung (Neue Zeit, 16. 10. 1954) veröffentlichte ein Foto von
dem Österreicher Erich Kaiser. Dieses Fotos ist das einzige, was
in der Zeit der UFO-Welle 1954 im deutschsprachigem Raum gemacht
wurde. Herr Kaiser erklärte seine Sichtung folgendermaßen:
Während seiner acht
Urlaubstage auf der Mödlingerhütte machte er am 3. August eine
Klettertour auf den Reichenstein zusammen mit seinen Brüdern und
zwei Wienern. Beim Abstieg wollte er eine Aufnahme vom Admonter
Kaibling machen. Dann, beim Herumgehen blitzte es in der Luft
mehrmals auf. Er vermutete zuerst Flugzeuge, sah aber „komische
Scheiben“, von Ost nach Nordwest fliegend. Entfernung vom Gipfel
ungefähr 700 m, die Geschwindigkeit ungefähr 200 Stundenkilometer.
Der Himmel war um diese Zeit stark dunstig und die Sonne schien
nur ab und zu durch die Wolken. Wie auf dem Foto zu erkennen ist,
konnte er nicht genau angeben, ob es sich um Kondensstreifen oder
um Luftverdrängung handelte, weil die Scheiben vollkommen geräuschlos
geflogen sind.
Nachdem Herr Kaiser
bei der Redaktion „Neue Zeit“ anfragte, ob sie sein Foto nicht
fachmännisch prüfen lassen könnten, bekam er zur Antwort, dass
es trotz eifrigen Bemühens unmöglich war, jemanden zu finden,
der sich für eine fachmännische Prüfung dieser Art für zuständig
erklärte. Die „Neue Zeit“ erklärt weiter: „Das obige Bild wurde
nicht retuschiert und zeigt im Original sehr deutlich drei tassenähnliche
Gebilde in senkrechter Lage. Das Negativ des Bildes erliegt in
der Redaktion und wir hoffen auf diesem Weg, die geheimnisvolle
Aufnahme einer Aufklärung näherzubringen. Um welche Phänomene
immer es sich handeln mag - die Skepsis gegenüber angeblichen
’Untertassen’ hat sich bisher noch immer als berechtigt erwiesen.“
Mitte August 1954 wurde
in Düsseldorf die erste UFO-Forschungsstelle gegründet, wo man
mit seriöser und mit eingehender Ernsthaftigkeit sich mit der
UFO-Problematik beschäftigte. Anscheinend war diese Einrichtung
nicht erfolgreich, denn nur zwei Jahre später wurde von dem Ehepaar
Veit aus Wiesbaden die in Deutschland bekannteste und fundamentalste
UFO-Studiengesellschaft zusammen mit einem Verlag für ufologische
Literatur gegründet: Die DUIST (Deutsche UFO/IFO-Studiengesellschaft
e. V.).
Karl Veit sagte in seinem
Dokumentarbericht „7. Internationaler Weltkongress der UFO-Forscher
in Mainz 1967“, dass das Jahr 1954 als Invasionsjahr bezeichnet
wird und eine spezielle Bedeutung für die europäische UFO-Forschung
habe, da allein 41 Positionen Europa betreffen. „Sie beziehen
sich auf die Länder England, Schottland, Deutschland, Österreich,
Norwegen, Portugal, Frankreich, Spanien, Italien und die Schweiz,
aber wir wollen dabei Dänemark, Irland, Island, Grönland, Finnland,
Holland, Schweden, Belgien, Luxemburg, Tschechoslowakei, Polen,
Jugoslawien und Griechenland nicht unerwähnt lassen, weil auch
dort vor, während oder nach 1954 Sichtungs- und teils Landungserlebnisse
stattgefunden haben.“
CIA
besorgte sich Sichtungsberichte aus Deutschland
Manche Berichte von
UFO-Sichtungen aus der Bundesrepublik müssen so spektakulär gewesen
sein, dass sogar der US-Geheimdienst „Central Intelligence Agency“
(CIA) kurze Berichte aus unseren Medien für ihre streng vertraulichen
Akten entnahm, die man nun durch den Freedom of Information Act
(FolA) kostenlos anfordern kann. Die CIA überwachte dicht die
Bemühungen der Luftwaffe, die an dem Projekt „Blue Book“ arbeitete,
und ihr war bewusst und sie war zunehmend besorgt, dass die ansteigende
Zahl der UFO-Sichtungen eine potentielle Bedrohung für die nationale
Sicherheit darstelle. Bezüglich der Verteilung der UFO-Sichtungen
fragte die CIA im Jahr 1952 öffentlich, ob sie vielleicht einen
Hochsommer-Wahnsinn widerspiegeln. Die Agentur akzeptierte öffentlich
die Schlußfolgerung der Luftwaffe über UFO-Reporte, obwohl sie
folgerten, dass die geringe Möglichkeit bestehe, dass es sich
um interplanetarische Raumschiffe handeln könnte.
Es ist notwendig, jede
einzelne Sichtung zu untersuchen. Und so hat schließlich die CIA
sich der Luftwaffe angeschlossen. Die Sammlung von Auslandsdokumenten
und Rundfunkübertragungen aus Europa und der ganzen Welt waren
ab 1954 eine der Aufgaben der CIA. Darunter waren auch einige
Berichte aus Deutschland, die sie aus Zeitschriften entnahmen.
Es waren im Grunde genommen nur Archivarbeiten und die Anzahl
der Beiträge waren so gering, dass man sie wohl eher als weniger
erfolgreich bewerten konnte, weil ja schließlich nicht alles an
Neuigkeiten durch die Presse ging.
Für dieses Projekt hätte
die CIA Agenten in verschiedenen Ländern postieren sollen, damit
man der Archivarbeit gerecht werden könne. Von den knapp 500 Sichtungen
aus Frankreich sind öffentlich nur einige wenige aus dem Archiv
der CIA bekannt. Insgesamt sind es öffentlich auch nur wenige
Dokumente, die Berichte aus dem Jahr 1954 behandeln. Ob noch mehr
Dokumente geheim gehalten werden, ist nicht klar, denn die CIA
sagte aus, dass sie alle UFO-Dokumente freigegeben haben.
Meine
Recherche
Durch angestellte Recherchen
fand ich viele deutschsprachige Zeitungsartikel über UFO-Sichtungen,
worunter auch welche waren, die auf die Berichte der CIA basierten.
Alle von mir bei verschiedenen Stadtarchiven angeforderten Artikel
beinhalten tatsächlich die von der CIA angegebenen UFO-Ereignisse
aus Deutschland, Österreich und Schweiz in meist ausführlicherer
Form als in den CIA-Akten. Selten waren sogar auch noch Nebeninformationen
über andere Sichtungen aus dem Jahre 1954 dabei, die sehr interessant
und schon in Vergessenheit geraten waren. In Folge dessen schrieb
ich sehr viele Anfragen an Behörden und privaten Personen, die
Zeuge der Ereignisse vor rund 50 Jahren waren. Im Bezug zur Informationsbeschaffung
war ich äußerst erfolgreich, was die deutschlandweiten Zeitungsberichte
betrifft. Die einfachste und billigst Methode, um alte Zeitungsmaterialien
zu erhalten, findet man mit der Anfrage an Stadtarchiven, die
meist sogar kostenlos Berichte zuschicken und sehr zuvorkommend
sind. Im folgenden sind alle Sichtungen von unbekannten Flugobjekten
aufgelistet, die ich finden konnte:
1) Eßlingen, März
1954:
Ein unbekanntes Flugobjekt
flog über die Stadt.
2) West-Berlin, seit
Anfang Mai 1954:
Mysteriöse Objekte, beschrieben
als „Fliegende Untertassen“, flogen immer zwischen 22 und 23 Uhr.
3) Darmstadt, Brüder-Knaus-Straße,
27. 5. 1954:
Zwei sternengroße Gegenstände
um 21:30 Uhr nach Untergehen der Sonne, mit großer Geschwindigkeit
von Südwest nach Nordost, sehr hoch, rosaroter Schimmer.
4) Tennengebirge,
Österreich, 7. 6 1954:
Ein sich ruckweise horizontal
und vertikal bewegender, rotleuchtender Flugkörper, der dreimal
größer als die Venus gewesen sein soll, flog nach Mitternacht
zwei Stunden lang. Durch die Himmelserscheinung zog sich quer
ein Streifen.
5) Autobahn zwischen
Frankfurt und Darmstadt, 8. 6. 1954:
Zwei Flugobjekte stürzen
um 16:37 Uhr aus großer Höhe fast senkrecht hinunter und stiegen
nach scharfer Parabel wieder schnell hoch. Zweifellos schneller
als Düsenjäger, silberhell glänzend, ovale Form.
6) Egelsbach, 8.
6. 1954:
Über dem Rhein-Main-Flughafen
zwei Flugobjekte gegen 16:37 Uhr
7) Darmstadt, Garten
am Nordbahnhof, 8. 6. 1954:
Zwei Flugobjekte in glattem
Flug um 16:37 Uhr in nördlicher Richtung, schneller als Düsenjäger.
8) Egelsbach, 8.
6. 1954:
Intensiv helle, scheibenförmige,
winzige Körper blieben um 18:30 Uhr in sehr großer Höhe ruhig
stehen, bis sie spurlos verschwanden.
9) Darmstadt-Eberstadt,
8. 6. 1954:
Um 20:40 Uhr flog eine
glänzende Scheibe in Richtung Darmstadt, die erst senkrecht herunterstürzt
und dann sehr schnell steil aufsteigt.
10) Düsseldorf Flughafen-Lohhausen,
9. 6. 1954:
Ein leuchtender Diskus
flog um 19 Uhr mit recht hoher Geschwindigkeit zum Flughafen,
minderte die Geschwindigkeit aber schließlich ab, als er nah ankam.
Er flog in westlicher Richtung weiter auf eine Cirruswolke zu,
die in etwa 5000 Metern Höhe schwebte und der Diskus verschwand.
11) Selbitz, Bahnhof,
9. 6. 1954:
Eine rotierende Scheibe
hat innerhalb von zwei Sekunden einen riesigen Halbkreis durchrast
und ist dann wieder in östlicher Richtung verschwunden. Kaum war
dieses unbekannte Flugobjekt wieder in der Dunkelheit der klaren
Nacht untergetaucht, ist eine zweite Scheibe auf dem gleichen
Weg herangerast und wieder verschwunden. Dieser Vorgang hat sich
in regelmäßigen Abständen von fünf Sekunden insgesamt fünfmal
wiederholt.
12) Hamburg, 10.
6. 1954:
Rätselhafte Lichterscheinungen
wurden nachts beobachtet.
13) Darmstadt-Rhönring,
10. 6. 1954:
Ein dreimal so heller Lichtfleck
wie die Venus raste um etwa 21 Uhr in Richtung Griesheim-Arheilgen.
14) Darmstadt, 11.
6. 1954:
Etwa um 20: 10 Uhr flog
in westlicher Richtung ein hell leuchtender Lichtfleck so schnell
wie ein Düsenjäger, helles, äußerst ungewöhnliches Leuchten.
15) Darmstadt-Innenstadt,
11. 6. 1954:
Um 1:07 Uhr in der Nacht
in westlicher Richtung stürzte eine Art Sternschnuppe, die plötzlich
nach kurzem waagerechten Flug wieder steil anstieg. Strahlend
weißes Licht, schneller als Düsenjäger.
16) Alfeld, Leine,
Juli 1954:
Seltsame Lichterscheinung
wurde gesichtet.
17) Malsch bei Karlsruhe,
Juli 1954:
Mittags wurde ein glänzendes
Objekt beobachtet.
18) München, 22.
Juli 1954:
Am klaren Firmament tauchte
ein heller, sternähnlicher Körper auf, der sich bald schnell,
bald langsamer bewegte und nach einiger Zeit wieder verschwand.
19) Westküste, zw.
Viöl und Husum, 28. 7. 1954:
Um 22:15 Uhr wurde ein
geräuschloser, rotleuchtender Lichtfleck in östlicher Richtung
unter einem Winkel von 55 Grad gesichtet, der sich sehr langsam
bewegte und zeitweilig sogar still zu stehen schien. Das scheibenförmige
Objekt schien bei genauerem Hinsehen einen rötlichen Kern und
eine hellere gelbliche Umrandung zu haben. Zeitweise soll es so
ausgesehen haben, als ob der Kern routieren würde, zwischen ihm
und der Umrandung soll nämlich ein ständiges Flimmern geherrscht
haben. Anfangs befand sich der Flugkörper in langsamer senkrechter
Bewegung nach unten, dann stand er plötzlich für drei Minuten
still, stieg nach oben und stand wieder still. Bei Stillstehen
wechselte er die Farbe von rot auf hell rot-orange, orange-gelb,
gelb, gelbweiß und plötzlich war er dann verschwunden. Nach einer
Weile tauchte er wieder an ungefähr derselben Stelle auf und verschwand.
20) Bensheim-Auerbach,
Fürstenlager, 29. 7. 1954:
Ein leuchtender, fliegender
Gegenstand wurde länger als eine Viertelstunde über dem Heidelberg
beobachtet. Lichtfarbe änderte sich von rotglühend bis hellgelb,
gelegentlich war auf dem oberen Teil ein gesondertes Licht zu
sehen. Objekt flog eigenartigen Zick-Zack-Kurs, schnell, manchmal
hoch oder blieb ruhig stehen.
21) Bregenzer Wald,
Österreich, 26. - 31. 7. 1954:
Eine so genannte „Fliegende
Untertasse" wurde gesichtet.
22) Karlsruhe, August
1954:
Vier UFOs flogen ein Manöver
über die Stadt.
23) Reichenstein,
Österreich, 3. 8. 1954:
Vier „komische, silberne
Scheiben“ flogen geradlinig und geräuschlos von Ost nach Nordwest
mit ungefähr 200 Kilometern pro Stunde. (Erich Kaiser fotografierte
diese Objekte.)
24) Bregenzer Wald,
Österreich, 3. 8. 1954:
Sechs „Fliegende Untertassen“
mit blauen und roten Blinklichtern wurden 25 Minuten lang durch
einen Feldstecher beobachtet. Der Flug ist offensichtlich gesteuert
gewesen, denn beim Anflug formierten sie sich zu einem „V“.
25) Schleswig, Husumer
Str., 4. 8. 1954:
Gegen 22:05 Uhr war über
dem Pöhler Gehege eine feuerrote kugelartige Erscheinung deutlich
sichtbar, die sich von den übrigen Sternen dadurch unterschied,
dass sie etwa dreimal so groß wie diese war und in einem tiefen
Rot leuchtete. Es schien so, als ob oben aus der Kugel heraus
kleine, grünweißliche Strahlenbündel schossen. Die Kugel wanderte
ganz langsam hin und her und entfernte sich allmählich in Richtung
Westen. Insgesamt war die Erscheinung etwa eine Stunde zu sehen.
Auch von der Schleipromenade und später vom Schleidamm aus war
die Erscheinung zu beobachten.
26) Speyer, 5. 8.
1954:
Ein fliegendes, unbekanntes
Objekt wurde am Himmel beobachtet.
27) Ludwigshafen,
5. 8. 1954:
Ein UFO flog seine Bahn
über die Stadt.
28) Gernsheim, Oberfeldstraße,
5. 8. 1954:
Zwischen 21:30 und 22:00
Uhr wurde ein geräuschloses, in den Farben rot-grün-gelb gemischtes
Licht in geringer Höhe gesehen, das mit hoher Geschwindigkeit
in gerader Richtung von Osten nach Süden gerast ist. Kurz darauf
bewegte sich eine gleiche Lichterscheinung von Süden nach Norden.
Die Erscheinungen konnten keinesfalls Positionslichter von Flugzeugen
sein.
29) Darmstadt, 5.
8. 1954:
Zwei völlig geräuschlose
und gelbrot leuchtende runde Flugobjekte schossen um 21:45 Uhr
vom nordöstlichen Horizont aus mit großer Geschwindigkeit hin
und her, bis sie einfach stillstanden und eine dritte Scheibe
dazu kam. Sie flogen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Bei
schneller Geschwindigkeit bremsten sie einfach und machten ungewöhnlich
scharfe abgekantete Bewegungen, bis sie dann schneller Kreuz und
Quer flogen und gegen 23:15 Uhr verschwanden. Zahlreiche Bewohner
waren Zeugen.
30) Wiesbaden, 8.
8. 1954:
Ein unbekanntes Flugobjekt
wurde über der Stadt beobachtet.
31) Höchst, 8. 8.
1954:
Ein UFO wurde am Himmel
gesichtet.
32) Deutsch-Schweizer
Grenze, zwischen Säntis-Bergen und Bodensee, 13. 8. 1954:
Fünf mysteriöse Flugkörper
in wohlgeordneter Formation wurden nachts gesichtet.
33) Chur, Schweiz,
August 1954:
An drei aufeinander folgenden
Abenden wurden jeweils zwischen 18:30 und 19:30 Uhr ähnliche Erscheinungen
beobachtet, wie die vom 13. 8. 1954.
34) Rastatt, Bahnhofstr.,
17. 8. 1954:
In nicht abzuschätzender
Höhe flogen zwei wie Neonlicht leuchtende, runde Scheiben gehen
22:04 Uhr von Westen bis zu ihrem Verschwinden am östlichen Horizont.
Es vergingen etwa zehn Sekunden. Ihre Flugbahn war schnurgerade,
lediglich eine leichte Drehung um ihre eigene Achse, abwechselnd
von rechts nach links und umgekehrt, war in kurzen Abständen zu
beobachten. Die eigenartigen Himmelswanderer sollen vor allem
dadurch unheimlich gewirkt haben, weil sie selbst in dem Augenblick,
als sie genau Zenit vorbeizogen, absolut nicht zu hören waren.
Auf den Radargeräten der Kanadischen Luftwaffe des Flugplatzes
Söllingen wurden die unheimlichen Scheiben nicht registriert.
Fortsetzung folgt
...
Aus "UFO-Nachrichten" Nr. 378 (Juli/August 2005)
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