| Die grosse Auseinandersetzung Eine Abschrift von Ludwig Schneider eines Vortrages von Eberhard Kohler über biblische Prophetie
Wer heutzutage Zeitung liest oder andere Medien verfolgt, merkt: „Immer häufiger flackern da und dort in der Welt Krisenherde und Konflikte auf, die wir kaum mehr in der Lage sind - politisch, wirtschaftlich oder militärisch - unter Kontrolle zu halten.“ Oft genug entsteht, wenn man diese Dinge beobachtet, Angst und bange Besorgnis. Mancher fragt sich, was denn eigentlich los ist und wohin das ganze führen soll. Richten wir unser Augenmerk auf das, was an Leidvollem in der Welt sich noch ereignen wird, nehmen die Ängste kein Ende, im Gegenteil, sie werden unerträglich. Bemühen wir uns aber eine Antwort auf den tieferen Sinn und die Hintergründe des ganzen Geschehens zu finden, lassen sich Angst und Besorgnis vor der Zukunft überwinden. Wer diese Antwort kennt, empfindet sie als ungemein tröstend und hoffnungsvoll, da sie hilft, gewissermaßen mit langem „inneren Atem“, über alle Schwierigkeiten, Konflikte und alles Leid hinwegzukommen. Wenn dieser Sinn jeden Augenblick in uns gegenwärtig ist und wir nicht nur die Fassade des Geschehens sehen, verlieren seelisches Elend und Verzweiflung ihre Grundlage. Man kann dann nach dieser Einsicht leben und findet sich bestärkt und bestätigt auf dem inneren Weg, den man eingeschlagen hat. Inmitten der ganzen Ereignisse läuft - vielfach noch unbemerkt - eine eminente geistige Auseinandersetzung ab, wie sie die Weltgeschichte noch nicht erlebt hat. Man kann beobachten, dass diese Auseinandersetzung von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr immer stärker das Geschehen bestimmt. Die Erfahrungen, die wir heute durch dieses Weltgeschehen und im persönlichen Erleben sammeln, sind in wenigen Jahren fundamentale Voraussetzung, um überhaupt noch bestehen zu können. Damit wir rechtzeitig die inneren Weichen stellen und diese und diese Auseinandersetzung von Anfang an bewusst miterleben, sollten wir darauf achten, wie sich alles Schritt für Schritt entwickelt und vollzieht.
Endzeit Die Zeit, in die wir alle hineingehen, lässt sich in drei wesentliche Abschnitte unterteilen:
Alle zusammen bezeichnet die Bibel als Endzeit. Deshalb braucht aber niemand zu glauben, wir gingen einem Weltuntergang entgegen. Solche „Stimmungsmache“ lehne ich von vornherein ab, weil sie nur panische Ängste unter den Menschen weckt und verbreitet. Das übliche Gerede vom Weltuntergang empfinde ich innerlich als unwahr und kann es daher nicht vertreten. Viel eher lässt sich die Endzeit mit „Geburtswehen“ vergleichen, aus denen ein neuer Mensch und ein neues menschliches Bewusstsein hervorgehen werden. Jeder weiß, Geburtswehen sind ein Zustand, der Schmerzen verursacht und meist unerwünscht ist. Das Bewusstsein des heutigen Menschen befindet sich noch in einem embryonalen Zustand. Er sieht seine Umwelt aus einem sehr eng begrenzten, weltlich materiellen Blickwinkel. Alles, was darüber hinaus geschieht, spielt sich im Bereich seines Unterbewusstseins ab. Jener Bereich wird in der Sprache der Bibel und der Kirche als Seele des Menschen bezeichnet und befindet sich vielfach in einem katastrophalen Zustand. Oft bemerkten die Menschen erst dann, was in ihrer Seele vorgeht, wenn es ihnen in Form körperlicher oder psychischer Krankheiten als Schicksal begegnet. Und auch dabei empfinden sie nur den Ansatz, nicht aber das ganze Ausmaß. Hermes Trismegistos, jener Klassiker des Altertums, hat einmal gesagt: „Was
im Menschen innen ist, Die Katastrophen, die heute in unserem Innenleben längst da sind, drängen jetzt mit Heftigkeit nach außen. Aber genauso drängt ihr Sinn und Hintergrund - jene neue Art und Lebensform des menschlichen Daseins - nach außen. Wenn wir dies erkennen und das neue Leben schon in uns fühlen und sehnsüchtig darauf warten, sind solche Geburtswehen überwindbar.
Die Katastrophenzeit Wir wissen um die so genannten Karmagesetze, die vielfach auch als Gesetz von „Saat und Ernte“ bezeichnet werden. Im Alten Testament verkündeten es die Propheten. Bis heute hat dieses Gesetz seine Gültigkeit nicht verloren. Täglich begegnet es uns Menschen und wirkt in allen Gedanken, Worten und Handlungen: „Was
von mir ausgeht, Es lehrt den Menschen, die Auswirkungen seines Tuns bis in die kleinsten Feinheiten zu beachten, weil alles, was eines Tages von ihm ausgegangen ist - egal ob „gut“ oder „böse“ -, wieder zurückkehrt, und, wie die Bibel sagt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, an ihm selbst wieder Wirklichkeit wird. Das ist das Gesetz Gottes, die Ordnung, die er seiner Schöpfung gegeben hat. Bisher konnten die Menschen so manche „Ernte“ ihrer einstigen „Saat“ lange vor sich herschieben. Die Bereinigung alter Sünden wurde immer wieder verzögert. Jetzt ist das nicht mehr möglich. Unsere kosmische Situation, die mit dem Übergang ins Wassermannzeitalter entstanden ist, schafft energiemäßig völlig andere Bedingungen. Die Erde bewegt sich in einem neuen Strahlungsbereich der Zentralsonne unserer Milchstraße hinein. Man nimmt an, es sei der Sirius, der zu ihr Energien ausstrahlt, wie sie unser Planet in den letzten Jahrtausenden nicht erlebt hat. Energie ist aber nichts anderes als eine Darstellungsform jener geistigen Kraft, die wir Liebe nennen. Kosmisch gehen wir also in eine Zeit hinein, wo von außen her - vom Makrokosmos - die Liebe auf den Boden der Erde einstrahlt, wie nie zuvor. Ein Kennzeichen dafür ist die „Schnell-Lebigkeit“ der heutigen Zeit. Die Menge an verfügbarer Energie ist es, die alle Prozesse des Lebens, der Entwicklung und Reifung zunehmend beschleunigt, auch jenen Ablauf von „Saat und Ernte“. Der „Erntetag“ für einst begangene Sünden lässt sich nun nicht mehr verschieben. Die Sühne begegnet der Menschheit in Form der kommenden Katastrophen. Jene apokalyptischen Plagen, wie sie die Bibel nennt, sollen die Menschen von der Schuld reinigen, die noch immer auf ihren Seelen lastet. Darum kann sich keiner diesem Reinigungsprozess auf Dauer entziehen. Wer glaubt, sich in Sicherheit bringen zu können, in der Erwartung, es werde dann nicht so schlimm, der irrt! Ob ihn sein Schicksal in einem fremden Land oder auf deutschem Boden ereilt, spielt keine Rolle. Wohin wir auch gehen, wie nehmen unsere Vergangenheit, auch unsere Schuld oder Lieblosigkeit immer mit. Maßgebend und schicksalsbestimmend in der Katastrophenzeit sind die Einprägungen in unserer Seele, die überall ausgestrahlt werden und auf die belebte wie die so genannte unbelebte Natur treffen, wo wir uns gerade aufhalten. Das löst Reaktionen aus. Unsere Umwelt antwortet immer auf seelische Vorgänge im Menschen, indem sie diese reflektiert. Sensible und liebevolle Menschen nehmen diese Vorgänge wahr. Wer sie aber nicht bemerkt, kann sie auch nicht sinnvoll steuern und beherrschen. Das heißt, die Menschen müssen gereinigt werden von der Sensibilität dämpfenden Gleichgültigkeit der Seele, von dieser dicken Elefantenhaut, die ihnen als Empfinden für die Not der Mitmenschen und das Verwirklichen der Liebe erschwert oder unmöglich macht. Nur so können sie mit jenem Gott, der vor über 2000 Jahren in Christus selbst Mensch geworden ist, im Geist eins werden und ihm real begegnen. Dieser Wiederkunft Christi aber sind die heutigen Menschen noch gar nicht gewachsen. Sie sind noch nicht genügend vorbereitet. Sie wären nicht in der Lage, jene Urliebe zu ertragen und ihr innerlich standzuhalten. Gleich einem Wassertropfen in der Sonne würde der Mensch von ihr aufgesogen werden, würde das Bewusstsein völlig verlieren und seine Eigenart nicht mehr bewahren können. Erinnern wir uns vielleicht an die Begebenheit am Ostermorgen, als Maria Magdalena ans Grab Christi kam und er ihr sagen musste: „Rühre mich nicht an!“ (Joh. 20,17) Seine unvorstellbar große Liebe ist es auch, was ihn heute noch von uns fern hält, weil wir seine Gegenwart alle miteinander nicht ertragen könnten. Aber das ist das Ziel, worauf wir in den nächsten Jahren hingeführt werden: ER, Jesus Christus, will uns wieder sichtbar begegnen. Wir verlangen ja danach, dass diese Welt liebevoller wird. Jeder trägt diese Sehnsucht im Herzen und wartet darauf, dass ihm von außen her etwas mehr Liebe begegnet, oder dass er die Möglichkeit erhält, das, was in seinem Innern an solchen Kräften lebendig geworden ist, auch nach außen zu tragen. Tag für Tag werden wir näher an die Manifestation dieser vollkommenen Liebe herangeführt und lernen mit und in ihr zu leben. Wenn wir in 30 Jahren zurückblicken und unseren heutigen Standpunkt noch in Erinnerung behalten haben, erscheint es uns unwahrscheinlich, dass in dieser kurzen Zeit das menschliche Bewusstsein einen so eminenten Sprung nach vorne getan hat. Dementsprechend werden die Ereignisse dicht und komprimiert aufeinander folgen und für viele Menschen leidvoll sein. In Matthäus 24,22 finden wir ein Wort Jesu, wo er sagt: „Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig: aber um der Auserwählten willen, werden die Tage verkürzt.“ Emotional werden die Menschen ohne eine solche Verkürzung gar nicht in der Lage, den Geschehen der Endzeit standzuhalten. Innerliche Zermürbung ließe sie ’die Flinte vorzeitig ins Korn werfen’. Wir könnten nicht durchhalten. Damit wir aber unsere Liebe und den Glauben nicht aufgeben, läuft alles komprimiert in kurzer Zeit ab. 2000 Jahre hat die Vorbereitung gedauert, nun drängt die Zeit. In Polen nahm das Geschehen seinen Lauf und ist dann wie ein zündender Funke zum Vorderen Orient übergesprungen. Von dort wandert es dann herauf nach Mitteleuropa. Vergiftungserscheinungen größeren Ausmaßes werden auftreten, wobei die Auslöser sich ändern. Alles, was aus der astralen Welt herüber tritt in die körperliche materielle Außenwelt der Menschen, ist Wandlungsprozessen unterworfen und davon abhängig, was wir miteinander - einerseits im Gebet, andererseits in den Handlungen des Alltags tun. Je aggressiver und ängstlicher wir uns verhalten, desto massiver und leidvoller werden diese Dinge uns begegnen. Je gottvertrauender und ruhiger, und je intensiver wir im Gebet sind, umso sanfter und beiläufiger berühren uns jene Geschehen. Verwirrung in der Bevölkerung sowie weit verbreitete Energie- und Treibstoffknappheit folgen den Vergiftungserscheinungen. Vielfach sind die Ernten durch Giftrückstände und ähnliches zerstört. Unsere materiellen Sicherheiten schwinden dahin. Eine Geldentwertung nimmt dem Geld auf der Bank seinen Wert. Was der Mensch für sich beansprucht, womit er Sicherheiten schafft und darauf baut, ist vor Gott nichts wert und wird einstürzen. Dies soll uns zum Bewusstsein kommen, damit der Zugang in jene Welt wieder gefunden wird, in der Gott unsere Sicherheit ist. Die beste Anlage unserer materiellen Güter ist die „Bank Gottes“. Sie hat ihre Schalter dort, wo der in Not geratene Mitmensch lebt. Jeder dieser Mitmenschen ist ein solcher Schalter. Was wir dahin weitergeben, kommt eines Tages nach dem Gesetz von Saat und Ernte wieder zu uns zurück. Was aber zur eigenen Sicherheit gehortet wurde, geht kaputt. Darum gibt es nur einen Weg als Rettung: Wo die Menschen aufhören an sich selbst zu denken und die vermeintlichen Sicherheiten bewusst und willentlich preisgeben, um anderen zu dienen und zu helfen. In das allgemeine Durcheinander der kommenden Katastrophenzeit sät natürlich die Anarchie ihren Samen und macht fette Beute. Unruhe verbreitet sich unter der Bevölkerung, die unvorbereitet ist und die Hintergründe des Geschehens nicht kennt. Lebensmittel werden knapp. Seuchen und Naturkatastrophen suchen die Menschheit heim. Unvorstellbare weltweite Hungersnöte lassen uns jedes einstmals achtlos weggeworfene Butterbrot unter Tränen herbeisehnen. Wohl dem, der jeden Brotkrumen aufgesammelt hat! Er braucht nicht viel zu leiden und befürchten. Wer aber mit vollen Händen die Nahrungsmittel rausgeschüttet hat, wird von der Sehnsucht nach alledem, was vergeudet wurde, befallen werden. Materielle Güter besitzt dann nur noch derjenige, welcher heute schon bewusst nach dieser Ordnung Gottes lebt, Gutes aussät und den eigenen Besitz mit seinen Mitmenschen so freizügig wie möglich teilt. Lassen wir in diese Not auch dann nicht die Angst in unserem Haus regieren, sondern die Freigiebigkeit, so hilft uns diese darüber hinweg. Solche Erfahrungen erweisen sich in der kommenden Zeit als lebenswichtig, denn wer sie nicht in sich eingeprägt hat, wird sich eine fatale und grauenhafte Handlungsweise aneignen. All das liegt jedoch in der Eigenverantwortung des Menschen selbst. Es klingt absurd, doch „die Paradoxie ist der Weisheit letzter Schluss.“ Was der Mensch gibt, erhält er mit Segen zurück, und nur das hilft ihm, die kommenden Ereignisse zu bestehen. Die bis dahin herrschenden Unruhen und bürgerkriegsähnlichen Verhältnisse weiten sich zu einem Dritten Weltkrieg aus, der jedoch nicht lange anhält, da eine weltweite Naturkatastrophe bevorsteht. Viele alte Propheten und Hellseher erkannten und beschrieben dies bereits vor Jahren. Man nennt sie „Die drei finsteren Tage“. Eine kosmische Dunkelwolke, bestehend aus Gasen, Meteoritenteilen und ähnlichem, wird von den Gedanken der Aggression der Lieblosigkeit und des Haders durch geistige Kräfte angezogen und hüllt die Erde für einige Tage in völlige Dunkelheit ein. Man überlebt dieses Ereignis nur im Keller mit einer brennenden Kerze. Anderes Licht wird es nicht geben, denn die Elektrizitäts- und andere Naturgesetze scheinen an jenen Tagen ihre Gültigkeit verloren zu haben. Das Ausmaß der Vernichtung am Ende der Katastrophenzeit: 1,5 Milliarden Tote. Die Menschheit zählt dann ein Drittel weniger. Wir sollten das alles aber nicht als schweren Schicksalsschlag betrachten, sondern als wirkliche „Heimsuchung Gottes“. Er sucht genau die Menschen heimzubringen, deren seelische Kraft nicht ausreicht, der nachfolgenden Auseinandersetzung und der an uns herantragenden Entscheidung nervlich und emotional standzuhalten. Sie sind weg aus dieser bedrohlichen Situation und dürfen ihre Entscheidung im Jenseits fällen, wo sie so etwas wie einen Informationssprung haben und klarer die Hintergründe der Ereignisse einsehen. Genau dazu dient diesen 1,5 Milliarden Menschen ihr eigener Tod. Er hilft ihnen nur! Wenn wir wissen, dass es mit dem Tod keineswegs alles aus ist, sondern das Leben auf einer anderen Ebene weitergeht, gehen wir am besten durch die Katastrophenzeit hindurch. Jetzt erscheint es vielen unglaubhaft, doch im Nachhinein werden sie es erkennen. „Mit jedem derartigen Geschehen begegnet uns nichts anderes als verhüllte und verborgene Liebe. Es ist Nachhilfe Gottes an uns. Wir brauchen sie, weil wir aus freien Stücken, mit wachem Bewusstsein und eigenem Wollen es oft nicht schaffen, Liebe in der Außenwelt Wirklichkeit werden zu lassen.“ Deshalb sollen sich die Menschen für die kommende Zeit bereit machen, indem sie rechtzeitig in Worten und Handlungen Nächstenliebe üben, üben und nochmals üben. Die Kraft für die danach kommende große Entscheidung kann nur auf solche Weise gesammelt werden. Gelegenheiten dafür bietet die Katastrophenzeit in reichem Maße.
Die Entscheidungszeit Ähnlich wie nach dem letzten Krieg steht die Menschheit am Ende der Katastrophenzeit buchstäblich vor dem Nichts. Nur sehr viel deutlicher, intensiver und weltweit. Sehr schnell wird dann die Frage diskutiert werden: „Warum ist das alles geschehen, was hatte dies für einen Sinn?“ In dieser Diskussion spaltet sich die Menschheit in zwei Gruppen. Hintergrund des Trennungsprozesses ist die an Intensität zunehmende Auseinandersetzung zwischen zwei großen geistigen Strömungen. Eine Gruppe ist der der Auffassung: „Das alles hat einen Sinn gehabt. Wir sollen nicht mehr zu Materialismus und Egoismus, zu den Wohlstands- und Fressorgien der 70-er Jahre zurückkehren. Der Weg, der dem Menschen gewiesen ist, fährt vorwärts in ein reiferes, geistigeres Sein. Sie geht davon aus, dass der Sinn dieses Daseins außerhalb dessen Selbst liegen muss und sucht ihn in einer anderen, der jenseitigen Welt, die zwar schon heute gegenwärtig ist und das Unterbewusstsein erfüllt, uns aber erst nach dem Tod zu Bewusstsein kommt. Die anderen dagegen sehen sich zurück zu den „Fleischtöpfen Ägyptens“, nach dem Wohlstand, den sie dann entbehren. Ihr Streben hat den erneuten Aufbau und die Sicherung des materiellen Wohlstandes zur Grundlage. Nach ihrer Auffassung trägt das irdische Leben des Menschen seinen Sinn und Zweck in sich selbst, der nicht irgendwo anders her bezogen werden muss. Im irdisch-menschlichen Dasein ruht für sie nur das, was mit irdischen Wahrnehmungsorganen erfasst und erkannt werden kann. Im Mittelpunkt der geistigen Auseinandersetzung steht also die Frage nach dem Sinn des Lebens. Damit ist bereits angedeutet, wo die Entscheidung eines Tages vollzogen wird. Es wird eine Entscheidung sein zwischen Materialismus und Spiritualismus, zwischen Eigenliebe und Nächstenliebe, zwischen Liebe zu Geld und Gut einerseits, oder zu Gott, der Geist ist, andererseits. Schon heute entdecken wir in den tobenden Kriegen und Auseinandersetzungen, dass der Konfliktstoff zunehmend religiösen Charakter annimmt. Die Kämpfe in Nordirland zwischen Protestanten und Katholiken, der Krieg im Nahen Osten zwischen Juden und Arabern, der Konflikt im Iran und Irak oder die Auseinandersetzung zwischen Ost und West in der Frage Staats- oder Privatkapitalismus sind in ihren Grundzügen längst religiöser Natur. Es sind religiöse Fragen, die uns heute bewusst oder unbewusst intensiv beschäftigen. Für viele sind sie noch umkleidet mit materiellen Vorwänden, aber im Grunde bleiben sie religiös. In der Weltgeschichte ist es bisher immer so gewesen, dass in Notzeiten der Ruf nach dem starken Mann erschallt. Ende der zwanziger Jahre erlebten wir das auf deutschem Boden. Der Schrei danach hat ihn eines Tages hervorgebracht und man folgte ihm blindlings wie dem „Rattenfänger von Hameln“. Er hieß Adolf Hitler. Der zukünftige Rattenfänger wird anders heißen, aber ähnlich wirken, Anfangs zeigt er nur die positive Seite seiner Aktivitäten und Pläne. Er verspricht und schafft den Wiederaufbau. Bei der Analyse wird er folgendes feststellen: „Die Menschheit ist durch permanente Entzweiung in ihrer Politik, in den Wirtschaftssystemen, in Weltreligionen und sonstigen religiösen Gruppierungen an den Rand des Abgrunds gebracht worden.“ Mit dieser Argumentation beginnt er die Fäden in die Hand zu nehmen. Da er hervorragende Voraussetzungen mitbringt, was die intellektuelle Ausrüstung betrifft, Verständnis für die Situation zeigt und auch den Willen und die Möglichkeit hat, mit Macht umzugehen, schafft er es, die Menschheit unter einen Hut zu bringen. Es gelingt ihm ein weltweites, einheitliches Wirtschaftssystem zu etablieren, den Not leidenden Menschen wieder Arbeit und Brot zu geben, sowie die noch vorhandenen Vergiftungen aus der Welt zu schaffen und viele ähnliche Anfangsleistungen mehr. Schließlich verwirklicht er ein politisch einheitliches System in der Welt. Bescheiden fängt er damit in Staaten der Europäischen Gemeinschaft an. Er ist - wenn wir die biblische Apokalypse lesen - das Tier mit den sieben Häuptern und den zehn Hörnern, das aus dem Abgrund aufsteigt, und sich als jener präsentieren wird, den die Bibel als den kommenden Antichrist bezeichnet. In seinen Vergangenheitsanalysen stellt er weiter fest, dass alles, was bisher gewesen ist, Unvollkommenheit, Dekadenz und in einigen Fällen sogar verbrecherische Irreführung war. Als Gipfel dieser Fehlentwicklung bezeichnet er das, was das Leben des Menschen Jesus von Nazareth in die Welt gebracht hat. Jenes „Leiden-Wollen“ oder „Für-Andere-Leiden“ betrachtet der Antichrist als das Schlimmste, was im menschlichen Dasein auftreten kann, weil genau diese Geisteshaltung nach seiner Ansicht die Menschheit an den Abgrund gebracht hat. In hervorragender Weise versteht er diese Aussage logisch und schlüssig zu belegen. Der neue Machthaber weist in seinen Ausführungen darauf hin, dass alles das, woran ein Mensch denkt, er mit seinen Gedanken anzieht. Gedanken sind Kräfte, die genau das herbeischaffen, was der Mensch als innere Gewissheit in sich trägt. Wenn also ein Mensch zum Leiden ja sagt, oder es wie in der christlichen Religion verherrlicht und andere damit missioniert, zieht er wie ein Magnet das Leiden an. Ähnlich wie zu Hitlers Zeiten die Euthanasie praktiziert wurde, kehrt auch der Antichrist zu den Erblehren zurück und kommt auf erbschwaches menschliches Leben sehr deutlich zu sprechen. Was das Christentum bisher mit seiner Barmherzigkeit geübt hat, war für ihn nichts anderes, als erbschwache Geschöpfe künstlich am Leben zu erhalten und diesen oftmals sogar die Fortpflanzung ihres dekadenten und zerstörerischen Erbgutes zu ermöglichen. Deshalb trägt die christliche Barmherzigkeit die Verantwortung für den Schaden und die verbrecherische Fehlentwicklung des menschlichen Bewusstseins. Es trägt die Verantwortung für alle Katastrophen und apokalyptischen Plagen der „Katastrophenzeit“. Seine Lehre und Doktrin werden nicht auf Schwäche aufbauen, sondern berufen sich auf das Naturrecht, das immer schon ein Recht des Stärkeren war. Beobachten wir doch einmal unsere heutige Wirtschaft. In aller Deutlichkeit verfährt sie schon nach dem Prinzip: „Der Starke hat sich dem Schwachen gegenüber durchzusetzen. Es herrsche Wettbewerb auf allen Ebenen.“ Es wirkt ein Selektionsmechanismus in diesem Wettbewerb, wo nur überlebt, was stark und vital ist. Schwache Formen können und dürfen nicht weiterexistieren, weil sie die Menschheit in den Ruin führen. So verkündete es der „Antichrist“. In der Zeit seiner Herrschaft werden die Menschen eines Tages mit einer neuen Lehre und „heilbringenden Philosophie“ in allen Medien konfrontiert werden. Im Mittelpunkt der weltweiten Diskussion stehen dann die Gedanken dieser Doktrin, die absolut schlüssig und logisch unwiderlegbar sind. Wer versucht seinen klaren Menschenverstand ihnen entgegenzusetzen, beißt sich die Zähne aus, denn das Gedankengebäude basiert auf intellektuell sicherem Fundament. Darum ist die heute und vor allem in der Katastrophenzeit praktizierte Nächstenliebe so wichtig. Sie, die Liebe, die im Herzen wohnt, ist jene Instanz, die uns gefühlsmäßig etwas anderes sagt und bestätigt, als es die luziferische Weisheit tut. Solch inneres Empfinden der Liebe hat seine Wurzeln stets und nur in den subjektiven Erfahrungen und Erlebnissen eines jeden Menschen. Es sind Erfahrungen aus der geübten Selbstlosigkeit, auf die nur er allein zurückgreifen kann. Jesu Gleichnis in Matthäus 25, von den fünf klugen Jungfrauen, die genügend Öl gesammelt hatten und es bewahrten bis in die Nacht hinein, wo der Bräutigam ankam und die Hochzeit gefeiert wird, spiegelt genau diese Situation wieder. Frohen Mutes können solche Menschen mit ihrem Öl - das Symbol ist für jene verwirklichte Liebe - in die Entscheidungszeit hineingehen und Christus, den „Bräutigam“ empfangen. Wer jedoch dieses Öl der selbstlosen Liebe nicht gesammelt oder nie dem Nächsten in irgendeiner Form selbstlose Liebe erwiesen und einen Dienst getan hat, dem fehlt diese zweite Instanz völlig. Er kann der künftigen Welteinheitsreligion keinerlei eigene innere Kräfte entgegensetzen. Er weiß nicht, dass die Liebe, die man anderen erweist, auf einen selbst wieder zurückkommt, und dass sich nur ein solches Verhalten wahrlich lohnt. Vielmehr hält er solche Einsichten für blanken Unfug, da seine Erfahrungen nur auf dem egoistisch geführten Kampf mit dem „Bösen in der Welt“ und auf innerem Hadern beruhen, fällt er seine Entscheidung zu Gunsten dessen, der am meisten verspricht und auch Ansätze zur Verwirklichung demonstriert. Im erwähnten Gleichnis steht diese Geisteshaltung für die fünf törichten Jungfrauen, welche kein Öl gesammelt haben und deren Lampen dunkel bleiben. Bereits heute können wir in zunehmendem Maß erkennen, dass genau diese gesammelten Erfahrungen - ob liebevoll oder lieblos - im Grunde die Entscheidungen der Menschen prägen und tragen. Dem Antichrist und seiner Gefolgschaft treten in dieser Zeit ein paar Menschen entgegen, die in der äußeren Welt keinerlei Macht in den Händen halten. Wie ein Häuflein Elender und Einsamer werden sie unter ihren Mitmenschen leben, und aus dem Volk heraus, gewissermaßen von unten her, die Gegenkraft aufbauen, die es ermöglicht, sich dem zukünftigen System nicht anzuschließen und dennoch zu bestehen. Wenn dann die Welteinheitsreligion fertig formuliert ist, müssen die Menschen dazu „Ja“ oder „Nein“ sagen. Jeder von uns, egal wo er steht und lebt, hat sich zu entscheiden. Wer sich anschließen möchte, um „positiv“ und nach besten Kräften an der neuen Menschheit und am Heil des neuen Zeitalters mitzuwirken, ist herzlich dazu eingeladen. Mit seiner Unterschrift darf sich derjenige zur Welteinheitsreligion bekennen. Er erhält einen für menschliche Augen unsichtbaren Personalausweis in Form elektronisch lesbarer Nummern-Codes schmerzlos in die Stirn oder in seine rechte Hand eingesetzt. Dieses „Malzeichen“, wie es die Bibel nennt, berechtigt seinen Träger zur Teilnahme am öffentlichen Leben (Offenbarung 13,16 u. 17). Da nach Auffassung des neuen Systems die Verschiedenartigkeit der Ziele die Menschheit an den Rand des Abgrunds gebracht hat, gibt es künftig in Ost und West und Dritter Welt nur noch ein gemeinsames Ziel: Ein Ziel für alle ehrlichen, redlichen und positiven Menschen wird angestrebt, und dieses Ziel wird ein irdisches Ziel sein. Es wird Formen geben, in denen man sich in diesem Rahmen intellektuell und an der Gestaltung des Geschehens mitarbeiten kann, aber immer redlich, ehrlich und vom Intellekt getragen. Das menschliche Herz hat in dieser Welteinheitsreligion zu schweigen. Alles muss klar verständlich, logisch durchsichtig und akzeptabel sein. Damit würde unser Leben bestimmt von der Kraft jener Weisheit, jenem Geist, den die Bibel ’Luzifer’ nennt, und der im Mittelalter mit dem Namen ’Teufel’ beschrieben wurde. Dieses Wesen ist inkarniert und ist bereits Mensch auf dem Boden unserer Erde, so wie vor 2000 Jahren Gott selbst in Christus Mensch geworden ist, um die Liebe zu predigen, vorzuleben und sie möglich zu machen. In der Vergangenheit ist uns die Liebe ans Herz gelegt worden. In Zukunft, während der Regierungszeit des Antichristen jedoch, wird das Wissen - die Grundlage der Welteinheitsreligion - zur höchsten und edelsten Fähigkeit hochstilisiert. Beide Kräfte, Göttliche Liebe und Luziferische Weisheit, prallen dann voll aufeinander. In jeder Familie, jedem Haus, an jedem Arbeitsplatz und in allen Ländern der Welt. Eine wesentliche Aussage des Antichristen wird die sein, dass Jesus von Nazareth der Menschheit das Verderben gebracht habe. IHM, Jesus, wird die Schuld an allem Leiden der Menschheit zugeschoben. Wer ihm nachfolgt, kann und soll am Aufbau des ’neuen Menschengeschlechts’ nicht teilhaben, da dieser Mensch immer noch das Leiden verherrlicht, an die Göttlichkeit Jesu glaubt und der falschen Meinung anhängt, mit Wohltätigkeit sei dem Menschengeschlecht genützt. An diesen fundamentalen Aussagen wird man diesen politischen Exponenten, den „Antichrist“ der Bibel, eines Tages erkennen. Anfangs äußert er das alles verhüllt, je länger jedoch seine Regierungszeit dauert, desto klarer wird das herausgearbeitet. Entscheidend zu dieser Klarstellung werden zwei aus einer anderen Welt kommende geistige Exponenten beitragen. Es sind dies die Wiederverkörperungen jener alten biblischen Propheten Mose und Elias. Sie werden versuchen, diese Welteinheitslehre zu entlarven. Am Ende jedoch werden auch sie ihren Bankrott erklären müssen, jedenfalls wenn sie auf Argumente Wert legen, denn dann zählt nur das, was in Liebe verwirklicht worden ist. Dem intellektuellen Sog des luziferischen Lebensstils kann nur noch widerstehen, was aus reiner, selbstloser Liebe geschieht, denn Gott ist diese Liebe. ER selbst muss für uns streiten. Die Zeit der frommen Argumente und Erklärungen ist dann vorbei. Christen werden von jeglicher Teilnahme am bürgerlichen Leben ausgeschlossen sein. Da sie nicht wie die Antichrist-Anhänger neue „Personalausweise“ besitzen, die zum Erwerb, z. B. von Lebensmitteln berechtigen, sind sie aller Rechte beraubt. Ihnen ergeht es dann ähnlich wie den Juden im Dritten Reich. Das Recht zum Leben wird ihnen entzogen und die Mittel zum Leben werden ihnen versagt. Doch wer in der Nachfolge Christi steht und Nächstenliebe nach wie vor als das Fundament seines Daseins empfindet, wird auf ganz andere Art am Leben erhalten, als der Materialist unserer Tage sich das vorstellen kann. Es gibt in der deutschen Literatur mehr als drei Dutzend Beispiele, dass jahrelanges Leben ohne feste Nahrung möglich ist. Die Wassertrinkerin von Frasdorf am Chiemsee ist das prominenteste Beispiel. Jene Frau lebte 46 Jahre ohne feste Nahrung. Viele werden fragen, wie das möglich ist? Durch Od-Speisung! Od, auch Prana oder Ektoplasma genannt, ist jener Bestandteil der Nahrung, der uns mit Energie versorgt. In den östlichen Religionen wird dieser Träger der feinstofflichen Kraft mit Prana umschrieben. Der Esoteriker nennt es Elektoplasma, der Alltagsmensch spricht von Lebenskraft und in der Bibel finden wir das Wort Odem, von dem abgeleitet der Begriff Od entstanden ist. Was wir in der Nahrung zu uns nehmen, ist nichts anderes als die Lebenskraft, die ihr innewohnt. Den materiellen Bestandteilen wird diese Kraft entzogen, damit sie uns zum körperlichen wie seelischen Leben dient. Sie kann dem Menschen aber auch auf direktem Weg aus der astralen Welt zugeführt werden. Das heißt, eine materielle Nahrungsaufnahme ist nicht mehr erforderlich. Genau das wird möglich werden und mit hunderttausenden von Menschen geschehen. Es wird dann „buchstäblich“ wahr, was in den Evangelien als Wort Christi überliefert ist: „Der Mensch lebt nicht vorn Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Munde Gottes geht.“ (Matth. 4,4) Wenn diejenigen, die sich dem brutalen Wettbewerbssystem der neuen Weltreligion unterwerfen, dann entdecken, dass sie sich von morgens bis abends plagen und bemühen müssen, um der Stärkere zu sein, um zu überleben, und den Christen, diesen Nichtsnutzen, die an allem Leiden schuld sind, fällt das gewissermaßen ohne Mühe in den Schoß, dann entsteht erst der große Hass. Das ist logisch eigentlich sehr verständlich. Die Christen werden versorgt sein und keinen Mangel leiden, aber in brutaler Konfrontation mit dem luziferischen Heilssystem und seinen Anhängern hineingeraten. Überall findet diese Auseinandersetzung statt. Man wird sich gegenseitig ans Messer liefern, diffamieren oder verraten. Jedes Haus, jede Familie und jede Firma wird davon betroffen sein. „Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen, und der andere wird verworfen werden. Zwei werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen, und die andere wird verworfen werden.“ (Matth. 24,40 u. 41) In Jesu Aussage geht es nicht darum, von Gott angenommen oder verworfen zu werden. Gemeint ist hierbei die eigene Entscheidung, die jeder fällen muss. Der Mensch selbst richtet sich nach der einen oder anderen Seite hin aus. Entweder ist er ein Egoist, der alles für sich selbst erkämpft, oder er übt und verwirklicht nach wie vor Nächstenliebe. Der Hass wird dahin führen, dass man alle Misserfolge des Systems, die es zwangsweise geben wird - denn auch dort gilt das fundamentale Gesetz von Saat und Ernte - den Christen anlastet. Sie, die in Nächstenliebe handeln, und sich gegen die neue emporstrebende Welt des Antichristen entschieden haben, müssen für alles was darin schief geht, herhalten. Am Ende der zweiten Epoche in dieser großen Auseinandersetzung hat sich die Menschheit deutlich in zwei Blöcke gespalten. Jeder Mensch wird sich einem davon - auf Gedeih und Verderb - angeschlossen haben. Viele huldigen dem philosophischen Materialismus, der neuen Heilslehre des Antichristen. Wenige üben auch in größter Not noch Nächstenliebe. Hierin scheiden sich die Geister. Antichristen und Christen stehen einander gegenüber. Jesus Christus ist zum Prüfstein für einen jeden Menschen geworden. „Und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, gleichwie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.“ (Matth. 25,32 u. 33) Das Verhältnis jedes Menschen zu diesem Jesus von Nazareth wird allein entscheidend sein. Wenn die Not am größten ist, ist bekannterweise die Hilfe am nächsten. Schon vor dem Höhepunkt der Auseinandersetzung geben die beiden wieder verkörperten Propheten des Alten Testaments, Mose und Elias, freiwillig ihr Leben hin. Sie sind die „zwei Zeugen“, von denen im 11. Kapitel der Apokalypse zu lesen ist. Sie werden in Jerusalem - dem Sitz der Welteinheitsregierung - zu Tode geprügelt und wissen, dass sie damit denen, die in der Nachfolge Christi geblieben sind, den größten Dienst erweisen. Warum? In unserem Innern wirken heute schon geistige Antriebskräfte, die die Psychologie Archetypen nennt. Sie entstanden durch Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die Großes bewirkt haben. Da ist zum Beispiel der Archetypus Napoleon, da ist der Archetypus Beethoven oder der Archetypus Jesus von Nazareth. Er wird in der Sprache der Kirchen „Heiliger Geist“ genannt. Alle Archetypen geben dem Menschen, der sich ihnen öffnet und sie in sich belebt, ihre geistige und emotionale Energie, um das zu verwirklichen, was das Leben dieses Archetypen erfüllt hat. Bei Jesus war es Nächstenliebe. Wer diesen Archetypus in sich belebt, ist ein Mensch der Liebe verwirklichen kann. Man sagt dann: „Der Geist Gottes wirkt ihn ihm.“ In den Propheten Mose und Elias begegnen uns die verkörperte Ordnung und der verkörperte Wille Gottes. Beide Kräfte werden zu Archetypen. Durch den Tod dieser Männer wird deren psychische Kraft ins Innere aller dann noch lebenden Menschen hineinversetzt, sofern sie jenen Weg zu gehen beabsichtigen. Klare Einsicht in die Ordnung Gottes, sowie eiserner und unbeirrbarer guter Wille genau dem Maße, wie es Mose und Elias dereinst hatten oder wie es ihre Verkörperungen heute haben, wird den Christen dann zu eigen gegeben. Es ist die Frucht des Opfertodes dieser beiden „Zeugen“ für Christus. Ohne diese Kräfte im Innern, wäre für die Christen der Weg zur Vollendung nicht mehr zu schaffen. Deshalb geben die beiden von Gott gesandten Helfer in der Christenverfolgung rechtzeitig ihr Leben preis und lassen sich umbringen, weil sie die Einsicht in diese Gesetze haben und ihren Freunden in keiner anderen Weise so viel und so gut dienen können wie in dieser. Jedes Leiden werden sie auf sich nehmen und werden zeigen, was am Ende dabei herauskommt. Sie bekennen sich im Leiden zu dem, der gelitten hat: Jesus Christus. Das ist gewissermaßen die Vorgeschichte des Zeitenwechsels in der Welt. Wenn die Fronten klar sind, so dass auf der einen Seite nur noch die göttliche Ordnung und der eiserne Wille zum Durchhalten im christlichen Glauben wirken, und auf der anderen Seite sich eindeutig jene Menschen artikulieren, welche um der materiellen Genüsse willen leben, dann ist die Zeit der Offenbarung gekommen.
Die Offenbarungszeit Jetzt sind die geistigen Kräfte so eminent groß und hart aneinander geraten, dass die Erde diese beiden Gruppen nebeneinander nicht mehr beherbergen kann. Der Erdball würde auseinanderplatzen, wenn weiterhin beide Kräfte darauf leben müssten. Was dann geschieht, beschreibt die religiöse Sprache der Kirche mit der Wiederkunft Christi. Die Esoteriker nennen das Ereignis Wende zum Wassermannzeitalter. Es wird ein Polsprung stattfinden, wo die Erdachse durch eine Drehbewegung eine völlig neue Stellung einnimmt. Dieser Vorgang bewirkt das Kippen der Kontinentalschollen, indem sich Erdäußeres nach innen und Erdinnerstes nach außen kehren. Ein furchtbarer, alles vernichtender Feuersturm begleitet diesen Vorgang auf der Erdoberfläche. Riesige Lavaströme überziehen anschließend den Erdball, so dass heutige Landkarten danach unbrauchbar sind. Man fragt sich, wie das ein Mensch überleben soll. Ein Phänomen wird eintreten, das wir heute für unmöglich halten. Wer es versucht zu beschreiben, wird von den Menschen zum Märchenerzähler, Lügner oder Spinner erklärt. Ähnliches wie zu Lebzeiten Christi, als er auf dem Wasser wandelte, oder wie es später bei seiner Himmelfahrt erlebt werden konnte, wird geschehen. Jene Menschen, für die Liebe das Entscheidende im Leben gewesen ist, und die auch in der Endphase tätige Christen sind, erfahren eine Verwandlung ihrer Leiblichkeit, indem sich die Schwingungsebene der Köper ändert. Sie werden dann im Innern eine Kraft tragen, die die Erdanziehungskraft überwinden lässt. Dies ist nicht anderes als eine Manifestation jener Energie, die wir Liebe nennen. Wo die Liebe der Mutter Erde zum menschlichen Körper aufgewogen wird durch die auf alle Ebenen des Bewusstseins ausgedehnte Liebe der Seele zu Gott, werden diese Menschen plötzlich wie von unsichtbarer Kraft erfasst und körperlich weit über die Erdoberfläche hinaus emporgehoben. Die Bibel spricht hier von der Entrückung. In vielen Heiligengeschichten der katholischen Kirche finden wir das Phänomen der Levitation. Die Namen wechseln, die Wirklichkeit bleibt. Aus der Vogelperspektive dürfen die am Ende übrig gebliebenen Christen die letzten Ereignisse beobachten und bei der Verwandlung dieser Erde Zeuge sein. Diejenigen Menschen, deren Gedanken sich heute schon ausschließlich mit dem materiellen Leben beschäftigen und die das in der Endphase noch ausgeprägter tun werden, fesseln sich selbst durch eigene Gedanken an die Materie. Ihr Bewusstsein wird gefangen genommen und sie müssen jene Bannung über sich ergehen lassen, von der in den letzten Versen des Propheten Maleachi, im Alten Testament, die Rede ist. In diesem Geschehen manifestiert sich die Auseinandersetzung und Scheidung der Geister. Ein Teil der Menschheit - die Materialisten - wird wieder zur Materie und muss den Evolutionsprozess des menschlichen Daseins von neuem beginnen. Wer in seinem ganzen Leben nur tierische Instinkte angenommen und zur Lebensgrundlage gemacht hat, wird zum Tier. Diejenigen, die ihren geistigen Standpunkt nicht mehr verlassen können, beginnen diesen Prozess auf den Stufen der Pflanzen. Sie werden den Christen, denen sie einst das tägliche Brot entzogen haben, durch die Frucht, die sie selbst hervorbringen, zu essen geben. Wessen Herz aus Stein ist, und der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, sich gegen die Mitmenschen immer nur durchzusetzen, diese zu belasten und zu beschweren, dessen seelisches und geistiges Sein erfährt am Ende ein ähnliches Schicksal wie „Loth's Weib“ in der Bibel. Er erstarrt zur Salzsäule und versteinert. Sein Bewusstsein wird ins Mineralreich zurückversetzt, wo es sich in einem neuen Evolutionsprozess von unten an wieder aufbauen kann. Das Innere eines jeden Menschen offenbart sich dann und erscheint als neue äußere Form und Daseinsweise.
Das Tausendjährige Friedensreich Als verwandelte Wesen kehren die in der Endphase entrückten Christen wieder auf den Boden der neuen Erde zurück und werden diese als Paradies erleben. Der Polsprung und das Umkippen der Kontinentalschollen bewirken völlig andere Klimabedingungen als wir sie heute vorfinden und eine nie da gewesene Fruchtbarkeit. Diese wird es ermöglichen, 12 Monate im Jahr - vorausgesetzt man rechnet die Monate wie heute - von den Pflanzen zu ernten, was zur Befriedigung der Nahrungsbedürfnisse benötigt wird. Ein Leben in freier Natur, ohne die Notwendigkeit eines Schutzes vor Wind, Wetter und ähnlichen klimatischen Unbilden der äußeren Welt wird möglich sein. Krankheit und Tod weilen nicht mehr auf dieser Erde. Die Sorge um Kleidung wird uns verlassen. Allein durch Willenskraft werden die Menschen sie aus dem Od, jener astral-feinstofflichen Substanz erschaffen. Die Grundstoffe, die wir dann zu Kleidern verarbeiten, bilden heute den Ausstrahlungsbereich der eigenen Seele und kommen durch das menschliche Bewusstsein zustande. Somit wird sich niemand nackt und schutzlos fühlen. Die Bedürfnisse feste Häuser zu bauen, Lebensmittelfabriken zu errichten, Vorratshaltung zu betreiben und ähnliches mehr, haben dann aufgehört. Auch unsere Bedürfnisse nach Schlaf werden weichen. An seine Stelle treten Entspannungsphasen, ähnlich der meditativen Ruhe. Weil alle diese menschlichen Bedürfnisse - Nahrung, Wohnung und Kleidung - der materiellen Welt angehören, verlieren sie ihre Notwendigkeit und Existenz in dieser neuen feinstofflichen Welt, die uns dann beherbergt. Dafür erleben wir praktizierte Nächstenliebe in Hülle und Fülle. Vieles, was wir heute kennen, begegnet uns dort in ähnliche Weise wieder. Man wird Formen des Zusammenlebens vorfinden, wo der Wille dem anderen gegenüber artikuliert wird, wo der Volkswille zum Ausdruck kommt und wieder regiert wird. Aber auf einer neuen, reineren und reiferen Ebene als hier in dieser materiellen Welt. Obwohl es dort weder Krankheit noch Tod gibt, wird es eine Medizin geben. Ihre Aufgabe ist es, dem Menschen den Umgang mit seiner feinstofflichen Form zu erleichtern und besser verständlich zu machen. Wir werden die Wahrnehmungsorgane für die astrale Welt geöffnet haben, weil wir selbst darin leben. Mit größter Selbstverständlichkeit pflegt man in diesem neuen Zeitalter den Geisterverkehr. Die jenseitige Welt wird uns zugänglich sein, sowohl was die Wahrnehmungen betrifft, als auch die Möglichkeit des Hineinwirkens. Christus selbst wird gegenwärtig sein unter den Menschen. Zu Zeiten des Antichrist musste Liebe geübt und erprobt werden, indem man sich mit aller Kraft gegen das Welteinheitssystem gestellt hat und gewillt war durchzuhalten bis zum Ende, erfuhr der menschliche Wille seine größte Prüfung. Auch durften die Christen jener Zeit Einblick nehmen in die Ordnung Gottes, und lernten in und mit ihr zu leben. Wir stellen natürlich die Frage nach der neuen Aufgabe des Menschen in dieser verwandelten Welt des Wassermannzeitalters. Man wird lernen, sich völlig in den anderen hineinzuversetzen, sich mit ihm zu identifizieren, das heißt dessen Inneres sich selbst zu Eigen zu machen. Dabei dürfen wir gegenseitig Einblick nehmen in unsere Seelen und uns somit die höchste Form des Wissens und der Erfahrung überhaupt aneignen. Wir lernen erkennen: „Der andere ist mein Spiegel.“ Alles was wir an und in ihm finden, sind Erfahrungen und Einprägungen der eigenen Seele. Erkennen wird geübt werden, denn Erkenntnis ist Weisheit. Der Mensch wird lernen im Mitmenschen Gott zu erkennen. Diese Erkenntnis, die aus der Weisheit hervorgeht, ist das eigentlich Luziferische im menschlichen Bewusstsein. Nachdem Luzifer, der im Antichrist verkörpert war, wieder in die Materie gebannt sein wird und nicht mehr unter den Menschen lebt, fällt ihnen die Weisheit wie von alleine zu. „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“ (Matth. 3,33)
Einsichtnahme Bei all den Prophezeiungen stellt sich immer wieder die Frage, woher ein Mensch das Wissen und die Einsicht in solche zukünftige Ereignisse bezieht. In der äußeren Welt sind jene Dinge - zumindest in dieser Klarheit - heute noch nicht erkennbar. Mit dem Intellekt lässt sich das auch nicht zusammenkombinieren, obwohl schon vieles ersichtlich ist, wovon man meint, das bringe Änderungen und Umstürze in der Welt Es sind im Unterbewusstsein eines jeden diese Dinge schon längst vorhanden und aufgezeichnet. Wir leben alle in der gleichen Zeit, verschieden ist nur die Wahrnehmungsfähigkeit für unser Inneres. Das Kunststück ist, bewusst in der Innenwelt etwas entdecken und wahrnehmen zu können. Dann ist dieser Bereich nicht mehr unbewusst. Wie viel ein Mensch in seiner Innenwelt erkennen darf, hängt davon ab, wie viel Liebe er verwirklicht. Wer das in genügendem Maße tut, darf ein Stück weit hineinblicken in diese zeitlose Welt, weil die Angst davor in ihm überwunden ist. Die Egoisten dagegen plagt ständig die Angst vor der Zukunft. Da sie nur an sich selbst und an ihren Wohlstand denken, müssen sie sich zwangsweise mit Waffen vor den Mitmenschen in Ost und West schützen. Der Blick in die Zukunft ist ihnen verwehrt, da die innere Kraft jene uneigennützige Liebe - fehlt, die nötig ist, um den kommenden Ereignissen furcht- und sorglos zu begegnen. Sie würden vor Angst und Zittern vergehen, könnten sie die Geschehnisse der Katastrophenzeit vorhersehen. Ist der Mensch in seinem Inneren nicht daran interessiert, sein eigenes Schäfchen ins Trockene zu bringen und nur selber mit heiler Haut davonzukommen, dann kann er diesen Dingen ohne Tabu, ohne Verdrängung und ohne innere Ängste begegnen. Dann ist auch die Grenze zum Unterbewusstsein offen und durchlässig, und der Mensch lernt den Sinn des ganzen Geschehens erkennen. Seit meiner Jugendzeit darf ich immer wieder in solche Dinge hineinblicken. Oft versuchte ich bei anderen mich darüber auszusprechen und einen Rat zu holen, um meine Erlebnisse besser verkraften zu können. Ich lernte dabei, dass es viele Menschen gibt, die diese Erfahrungen nicht gemacht hatten und ihnen mit Unverständnis begegneten. Jahrzehnte hat es gedauert, bis ich in der äußeren Welt die Naturgesetze und Zusammenhänge soweit klar erkannt hatte, um den Vorgängen und Erlebnissen im eigenen Unterbewusstsein so viel Glauben zu schenken, um offen darüber sprechen zu können und sie zu beschreiben. Vielfach zweifelte ich selbst an diesen Entdeckungen, und das so lange, bis mir irgendwelche Literatur in die Hände gekommen ist, durch die vieles bestätigt wurde. Ob durch Volkspropheten der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte, oder durch biblische Aussagen, immer wenn ich fast daran zerbrochen bin, wurde mir von außen her aus dem Erkennen anderer - eine Bestätigung geschenkt. Es gibt hunderte von Quellen, in denen ähnliches zu finden ist. Ob Solowjew oder Jakob Lorber, ein Mühlhiasl oder eine Berta Dudde, sie alle beschreiben einzelne Teile des Geschehens. Diese Niederschrift versucht ein grobes Bild des Ganzen zu zeichnen. Zum Schluss bitte ich jeden, der kommenden Zeit nicht mit Angst zu begegnen, weder Panikkäufe zu tätigen, noch Atombunker zu bauen oder ähnliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Es ist für jeden individuell gesorgt. David Wilkerson hatte eine Vision der Endzeit, die ähnliche Dinge aufzeigt. Als er am Ende fürchtete, es nicht mehr ertragen zu können, auf den Knien lag und sagte: „Herr Gott, ich kann darüber mit keinem Menschen reden, es ist zu viel, ich kann das in dieser Ausführlichkeit nicht darstellen, denn die Menschen würden verzweifeln“, sprach jener Engel, der die Botschaft überbrachte einen kurzen Satz, der sich Wilkerson unauslöschlich ins Gedächtnis einprägte. Dieser Satz lautet in Englisch: „God
has all under control“ „Der
Vater im Himmel hat alles Er hat die Fäden bestens in der Hand. Es geschieht nicht das Geringste gegen seinen Willen. Gottes Macht ist nicht zu Ende. Wir dürfen sicher sein, dass alles, was geschieht, - so leidvoll es auch sein mag -, verhüllter und verborgener Ausdruck seiner Liebe ist und uns zu ihr hinführt. Das Leid unserer Mitmenschen ist ein Aufruf an uns, Trost zu spenden, mit viel Liebe zu wirken und das Überwinden auch für andere möglich zu machen. Wenn wir das tun, geschieht das Überwinden an uns selber. Die Auseinandersetzung, in die wir hineingehen, ist letztendlich eine Auseinandersetzung zwischen Liebe und Weisheit, jenen beiden Grundkräften, die den Kosmos tragen und erhalten. Sie sind heute schon in der Welt und zu einer der beiden müssen wir uns im Endkampf bei der „Scheidung der Geister“ bekennen:
Liebe oder Weisheit Wer sich zur Liebe bekennen wird, hat dann zwar sein Recht auf Leben verwirkt. Er wird aber entdecken, dass ihm ein neues und ewiges Leben aus jenem Himmel der Liebe geschenkt wird. Ich hoffe, dass wir alle das Bekenntnis für die Liebe und für Jesus von Nazareth, der sie in die Welt gebracht hat, ablegen werden. Dieser Tag ist für mich nicht mehr ferne sondern näher, als viele glauben.
Denn die große Auseinandersetzung hat längst begonnen.
Aus "UFO-Nachrichten"
Nr. 383, Mai/Juni 2006
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