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Ein ungelöstes Rätsel
aus der Wüste Gobi
von H a r t w i g H a u s d o r f
Erstmals
wurde Mitte der achtziger Jahre über ein seltsames Mysterium
berichtet, welches seinen Ursprung am Südrand der großen
chinesischen Wüste Gobi hat. Seltsame Artefakte, die Berichten
zufolge ein Alter von 12.000 Jahren besitzen sollen, lassen wieder
einmal Deutungen zu, die über unser althergebrachtes Weltbild
hinausgehen.
So
berichtete der Journalist Patrick Collington im Frühjahr
1986 von Tausenden von Glassicheln, die in einer Ruinenstätte
mit Namen Khara Khota gefunden wurden. Seine Informantin sei eine
Chinesin, deren Großmutter Finshi Piang bereits vor hundert
Jahren gläserne Artefakte in Sichelform gefunden habe, die
sie den folgenden Generationen vererbte. Die in einem alten Schrank
aufbewahrten Sichelgläser sollen auch bereits die Neugier
von Wissenschaftlern herausgefordert haben, die sich jedoch weder
Herkunft noch Sinn und Zweck der Objekte erklären können.
Mittlerweile
soll sich im Besitz von Bewohnern des südlichen Randes der
Gobi eine Anzahl dieser Artefakte befinden, die auf mehr als 10.000
Stück geschätzt wird. Sie alle sollen aus einem Schacht
von etwa 1800 Metern Tiefe stammen, der in der Ruinenstätte
Khara Khota existieren soll. Die Ruinenstätte gibt es tatsächlich;
sie befindet sich im Bezirk Eqina Qi des Autonomen Gebietes der
Inneren Mongolei. Auf unserer Expedition im Frühjahr 1994
versuchten Peter Krassa und ich, dorthin zu gelangen, was uns
aber mit Hinweis auf eine ganz in der Nähe stationierte Garnison
mit taktischen Atomwaffen verwehrt wurde.
Aber lassen
wir hier den erwähnten Journalisten, Patrick Collington,
über die sonderbaren Funde berichten:
"Da für
die Herkunft der Glassicheln bisher keine Erklärung gefunden
werden konnte, ist ihre Existenz immer wieder verschwiegen worden.
Man stelle sich vor, in den Ruinen von Khara Khota, die aus dem
10. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung stammen, wurde ein Schacht
von 1850 Metern Tiefe entdeckt, in dem sich die bizarren Glasornamente
finden, eine Art Bergkristall, der von einem unerklärlichen
'Feuerblitz' bis tief in die Erde zusammengeschmolzen worden sein
muß. Die Wände des Schachtes sehen aus wie blauschimmerndes
Glas. Auf Felsvorsprüngen, in Grotten und Seitenhöhlen
liegen wie aufgeschichtet diese merkwürdigen 'Glasscheiben'
in Form von Sicheln. Die Überlieferung besagt, daß
ein 'Feuerblitz vom Himmel' diesen Schacht geschmolzen haben muß.
Es gibt
keine Erklärung für ein Naturereignis, das den Erdboden
zerschmolz, wie ein Laserstrahl tief ins Erdinnere eindrang, und
bizarre Glaselemente erzeugte. Diese Glassicheln sind einfach
da, in Hülle und Fülle, und dienen dem häuslichen
Schmuck.
Auf einem
Feld bei Kantschou, wo man an Volksfesten sonst Drachen steigen
läßt, wirft Tingho Piang, Nachkomme der Chinesin Finshi
Piang, die Glassicheln wie einen Bumerang in die Luft. Und da
geschieht plötzlich etwas Sonderbares. An dem strahlenden
Sommertag schicken die Strahlen der Sonne durch den Brennpunkt
des Glases einen dünnen Feuerstrahl zu Boden, der eine richtige
Spur versengter Vegetation hinterläßt. Und während
die Glassichel in der Luft schwirrt, reflektiert sie sonst nicht
sichtbare Bilder. Da erscheint eine Rakete mit Fallschirm und
ein Mann mit 'Birnenkopf'. Keiner kann es sich erklären,
wie und wodurch die hochgeschleuderten Glassicheln diese sonderbaren
Bilder erzeugen. Sind es Aufzeichnungen mit Hilfe eines unbekannten
Materials und einer nicht erklärbaren Lichtstrahltechnik?"
Collington
berichtet weiter, daß das Alter dieser "Glassicheln" auf
etwa 12.000 Jahre geschätzt wird, und beklagt sich darüber,
daß die offizielle Wissenschaft um Artefakte wie diese einen
großen Bogen macht.
Das klingt
natürlich alles ein wenig nach Science Fiction, zugegeben.
Und ich bedaure es noch immer, daß ich im Frühjahr
1994 keine Möglichkeit hatte, an Ort und Stelle nach dem
Wahrheitsgehalt dieser mysteriösen Story zu forschen. Immerhin
bot sich dann in Xian, während unserer Gespräche mit
einem hochrangigen Archäologen mit Namen Wang Shiping, ein
weiteres Puzzlesteinchen zu diesem Rätsel an. Der Professor
berichtete uns, er könne sich noch gut an einen sehr, sehr
tiefen Schacht erinnern, als er in jungen Jahren, als angehender
Archäologe, bei Ausgrabungsarbeiten in Khara Khota eingesetzt
war.
Vielleicht erfahren
wir bald Neues. Denn in der Volksrepublik ist man nun wesentlich
aufgeschlossener gegenüber unkonventionellen Erklärungsmodellen,
die auch vor der Theorie außerirdischer Besucher nicht haltmachen.
Spätestens seit der sehr erfolgreichen chinesischen Ausgabe
meines Bestsellers "Die Weiße Pyramide" und der Entdeckung
rätselhafter Relikte in Nord-Qinghai, von Archäologen
selbst als "E.T.-Relikt" bezeichnet, weht ein frischer Wind durch
die altehrwürdigen Forschungsstätten und Akademien in
einem China, das einmal mehr auf einem "großen Marsch nach
vorne" sich befindet. Liberalität wird groß geschrieben
in einem Land, das uns sicher noch mit phantastischen Funden überraschen
wird! l
Aus
"UFO-Nachrichten" Nr. 368 (Nov../Dez. 2003)
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