Neue Hinweise auf außerirdische
Einflüsse im Altertum
H a r t w i g H a u s d o r f
Mysterien im Hochland der Anden
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Foto:
Nervenkitzel pur:
Landeanflug auf eine Nazca-Linie,
nichts unterscheidet sich von einer
"richtigen" Landung auf einen
echten Airport! |
Im
Oktober 2002 weilte ich zum wiederholten Male in Südamerika.
Vorausgegangen waren bereits Reisen im November 1993 sowie im
Februar 1996, so daß ich einige der angesprochenen Stätten
bereits zum dritten Mal, andere hingegen erstmals zu Gesicht
bekam. Eines jedoch wurde mir, obwohl seit etlichen Jahren als
"Globetrotter auf Götterspuren" weltweit unterwegs,
ein weiteres Mal klar: Auch diese Ecke der Welt ist noch lange
nicht ausgereizt - und es gibt immer wieder neue, phantastische
Dinge zu entdecken!
Wie
etwa Chavin de Huantar. Chavin erreicht man von Huaraz - 400
Kilometer nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima gelegen
- nach mehr als vierstündiger Fahrt, von denen drei Stunden
über unbeschreibliche Holperpisten und schwindelerregende
Abgründe führen. Paßstraßen führen
bis auf mehr als 4000 Meter Höhe, und nach der Durchquerung
eines Tunnels auf der Paßhöhe geht es wieder talwärts.
Im Tal des Flüßchens Mosna, noch immer auf gut 3200
Metern über dem Meeresspiegel, liegen die Ruinen von Chavin
de Huantar unübersehbar an der Straße.
Der
noch am besten erhaltene Teil der Gesamtanlage heißt "El
Castillo" - das Schloß - obgleich es nie ein solches gewesen
ist. Es handelt sich um ein beinahe quadratisches Gebäude
von 70 x 72,90 Metern. Große Granitblöcke, millimetergenau
eingepaßt, bilden die trotz ihrer Zerstörung noch
immer beeindruckenden Außenmauern der Anlage. Mich erinnerten
die wuchtigen Gemäuer irgendwie an einen Bunker.
Das
ganze Areal ist von unterirdischen Gängen durchzogen -
ein ganzes Labyrinth breitet sich dort im Untergrund aus. Archäologen
sehen darin ein altes Kanalisationssystem: kann sein, muß
aber nicht. Auf mich macht die Anlage - wie viele in dieser
Region - einen eher nüchtern-technischen Eindruck.
Vor
dem "Castillo" steht ein Hauptportal, das jedoch blind
vor den meterdicken Mauern endet. Über zwei Säulen
liegt ein mehrere Meter langer und etliche Tonnen schwerer Monolith
aus Granit. Eine Meisterleistung der damaligen Steinmetzen,
unzweifelhaft, doch richtig spannend wird es an der Rückseite
des Klotzes. Da führt nämlich ein exakt rund gebohrtes
Loch in den Stein hinein, welches in dieser Exaktheit eigentlich
nur maschinell mit einer schnelldrehenden Bohrmaschine gefertigt
worden sein kann. Nicht mit den vielzitierten Steinfäustlingen,
die sogar als Erklärung für noch phantastischere Bearbeitungen
herhalten müssen. Ähnliches kenne ich übrigens
aus Ägypten: die sogenannten Kernbohrungen von Abusir stellen
ein gerne unter den Teppich gekehrtes, da nicht in unser Geschichtsbild
passendes Rätsel dar.

Erich
von Däniken spekulierte vor einigen Jahren, ob Chavin de
Huantar nicht jener Tempel sein könnte, den der Prophet
Hesekiel in der Bibel beschreibt. Erinnern wir uns: um das
Jahr 600 v. Chr. bemerkte Hesekiel am Fluß Chebar, in
der babylonischen Gefangenschaft ein seltsames "Vehikel",
das dahergeflogen kam und dann in seiner Nähe landete.
Der Prophet sah darin die "Herrlichkeit des Herrn",
und diese hatte nichts besseres zu tun, als den armen Mann zu
"entrücken", sprich: entführen. Der
inzwischen leider verstorbene NASA-Ingenieur Joseph Blumrich
konnte aus den Angaben in der Bibel tatsächlich eine Art
"Zubringerraumschiff" rekonstruieren. Wobei er diese
wissenschaftlich absolut korrekte und exakte Arbeit eigentlich
unter der Prämisse begonnen hatte, Erich von Dänikens
Überlegungen hinsichtlich des im Buch Hesekiel beschriebenen
"Entführungs-Szenarios" ein für allemal
in das Reich der Fabel zu verweisen.
Doch
zurück nach Chavin de Huantar. Tatsächlich gibt es,
wie unser Schweizer Bestsellerautor bereits vor einigen Jahren
festzustellen vermochte, einige deutliche Parallelen der Anlage
in den Anden mit dem salomonischen Tempel zu Jerusalem. Respektive
zu den Beschreibungen eines Tempels, der dem Propheten Hesekiel
nach längerem Flug in einer gebirgigen Region dieses Planeten
vorgeführt wurde, "auf daß er darüber berichte":
um
nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Ich
gebe zu, daß mich seltsame Gefühle beschlichen, als
ich dort auf über 3200 Metern über dem Meeresspiegel
durch die weitläufige Anlage ging. Möglicherweise
bewegte ich mich über ein Areal, auf dem vor mehr als 2500
Jahren "fliegende Götter" landeten, deren Wirken
sich tief in den Mythen und Überlieferungen der Völker
auf dieser Welt verwurzelt hat.
Diesen
"fliegenden Göttern" war wohl auch eine Region im
heutigen Peru geweiht, die als "Raumflughafen der Astronautengötter"
interpretiert für viel Aufregung gesorgt hat. Die Rede
ist von der Ebene von Nazca, jene von ungezählten "Pisten",
Linien und Figuren durchzogene Fläche, die vom Flugzeug
aus betrachtet tatsächlich den Eindruck eines riesigen
Flugplatzes vermittelt.
Für
mich war es bereits der zweite Besuch in Nazca, das zu überfliegen
man auf keinen Fall versäumen sollte. Im Oktober 2002 hatte
ich zudem das unglaubliche Glück, von Eduardo Herrán
- seines Zeichens Chefpilot der "Aero Condor" - persönlich
geflogen zu werden. Eduardo befaßt sich selbst schon seit
Jahren mit den rätselhaften Bodenzeichnungen, und hatte
vor wenigen Jahren Erich von Däniken für dessen fundierte
Recherchen wochenlang über diese Gegend geflogen. Nicht
allein über die Ebene von Nazca, auch über das Tal
des Rio Ingenio und die Umgebung von Palpa: dort gab es einige
bislang unbekannte Bodenzeichnungen zu entdecken, so etwa eine
Art "Koordinatensystem", das den Eindruck eines optischen
Landeeinweisungssystems vermittelt.
Ich
selbst durfte am 21. Oktober 2002 etwas erleben, das nur den
allerwenigsten Zeitgenossen vergönnt sein durfte: Chefpilot
Eduardo unternahm einen Landeanflug auf eine der Nazca-Pisten,
und der Eindruck - hier auf einem der Bilder nachzuvollziehen
- unterscheidet sich nicht von einer "richtigen" Landung
auf einem echten Airport!
Über
Nazca und seine Bodenzeichnungen existieren beinahe genauso
viele Theorien, wie sich kluge Leute ihre Köpfe über
die wohl für die Ewigkeit gemachten Zeichen zerbrochen
haben. Die deutsche Forscherin Maria Reiche, die Jahrzehnte
ihres Lebens der Vermessung und Erhaltung der Linien gewidmet
hat, sah darin so etwas wie einen überdimensionalen Kalender.
Andere erkennen darin astronomische Zusammenhänge, oder
auch ein gigantisches Arbeitsbeschaffungsprogramm für die
Indianer. Noch exotischer klingen Theorien, denen zufolge Inka-Läufer
die Linien und Figuren absprinten sollten, oder Baumwollfäden
zum Trocknen ausgelegt wurden. Und immer Kulte, Kulte, Kulte...
Eine
gleichfalls geäußerte Annahme geht davon aus, daß
die alten Bewohner Nazcas die Götter mit den Zeichen um
Regen anflehten. Doch das wäre geradezu unsinnig, denn
die Ebene wird durch ein ausgeklügeltes Drainagesystem
unterirdisch durchzogen. Ich habe mich selbst davon überzeugt,
als ich am Grund der so zahlreichen spiralförmigen Zugänge
munter plätschernde, wasserführende Bäche feststellen
konnte.
Wie
gesagt, vom Flugzeug aus vermittelt die ganze Nazca-Ebene noch
immer den Eindruck eines riesigen Flugplatzes...
Das
mit Abstand faszinierendste Rätsel Südamerikas aber
wartet im bolivianischen Altiplano, ein paar Kilometer vom Ostufer
des Titicaca-Sees entfernt, auf probate Antworten für unkonventionelle
Fragen. Nur wenige hundert Meter voneinander getrennt liegen
die Ruinen von Tiahuanaco und Puma Punku. Weltberühmt geworden
ist das "Sonnentor" mit seinen mysteriösen Figuren,
doch die wirklich atemberaubenden Relikte einer unglaublichen
Vergangenheit finden sich in der Nachbaranlage Puma Punku.
Hier
stehen wir ganz offensichtlich vor den in die Luft gesprengten
Überresten eines ehemaligen Basislagers, das fremde Intelligenzen
vor unbekannten Zeiten in der dünnen Luft des Andenhochlandes
geschaffen hatten. Noch immer ist der Anlage das nüchterntechnische
anzumerken. Kreuz und quer liegen unzählige, zum Teil wahrhaft
zyklopische Bauelemente, die den Eindruck von vorgefertigten
Betonfertigteilen vermitteln. Doch sie bestehen nicht aus Beton,
sondern aus den ungleich härteren vulkanischen Ergussgesteinen
Andesit und Diorit. In ihrer Härte sind sie vergleichbar
mit dem Granit.
Eine
riesige Platte, die sich über einige andere Trümmer
geschoben hat, besitzt ein Gewicht von über 130 Tonnen.
Wer hat solche Massen bewegen können? Nur wenige
Meter entfernt steht eine Aufreihung völlig gleichartiger
Bauelemente - Archäologen haben sie sinn- und planlos einfach
in einer Reihe aufgestellt. Vor nicht allzu langer Zeit hat
man die Maße dieser Bauteile in den Computer eingegeben,
und kam einer phantastischen Sache auf die Spur. Es handelt
sich in der Tat um ein Baukastensystem, sämtliche Nuten
und Rillen passen perfekt und fugenlos ineinander. Hierdurch
entsteht eine Mauer aus vorgefertigten Werkstücken, die
wasser- und luftdicht abschließt und erdbebensicher ist!
Alle
diese Steinbearbeitungen sind von geradezu unglaublicher Exaktheit.
Wie mit dem Lineal gezogen - oder sollten wir besser sagen,
wie präzisionsgefräst - sind alle Rillen, Kanten
und Flächen exakt herausgearbeitet. Nicht die Spur einer
Abweichung ist zu finden, alles ist auf den Zehntelmillimeter
genau gearbeitet. Ich sah einen etwa 1 Meter hohen Andesitblock
mit quadratischer Grundfläche. Entlang einer Seite verläuft
eine absolut exakt gefräste Rille von fünf Millimetern
Breite und Tiefe. Nicht genug, befinden sich am Boden der Rille
in vollkommen gleichen Abständen auch noch exakt runde
Bohrungen! Auch die Winkel sind vollkommen genau, wie einer
meiner Leser, von denen mich eine Gruppe begleitete, mit einem
Präzisions-Winkel-messer aus Edelstahl feststellen konnte.
Nach
Lesart der Archäologen sind Aymara-Indianer die Schöpfer
jener phantastischen Anlage. Doch wie vermochten diese mit bescheidensten
Steinwerkzeugen komplizierteste Arbeiten an dem beinahe stahlharten
Gestein auszuführen Die Archäologen gestehen diesen
angeblichen Erbauern außer Steinwerkzeugen und allenfalls
weichen Kupfersägen kein weiteres technisches Knowhow zu.
Vielleicht sollte man sie zur Strafe dazu anhalten, mit solch
primitiven Hilfsmitteln wenigstens eine von diesen staunenswerten
Steinbearbeitungen zu schaffen. Dann würden wohl einige
Theorien und Meinungen bald verstummen.
Aber
aller Wahrscheinlichkeit nach wurde diese hochtechnische Anlage
auf beinahe 4000 Metern Höhe sowieso von jemand ganz
anderem errichtet. Und vor weit längerer Zeit als
den bescheidenen 2000 Jahren, die die Archäologie den Ruinen
zugesteht.
Doch
das wirklich Verrückteste - vielleicht ist es sogar das
mit Abstand Unglaublichste, das mir in meinem Leben begegnet
ist - sind Kompaßabweichungen, die ich an einem
der dort herumstehenden Monolithen zu messen vermochte. In einem
Steinblock zählt man von links nach rechts fünf genau
gleichartige Vertiefungen. Bereits 1996, anläßlich
meines zweiten Besuches in Puma Punku, führte ich einen
Kompaß in diese Vertiefungen ein und bemerkte ein phantastisches,
jedoch experimentell jederzeit wiederholbares und somit nachweisbares
Phänomen. Die Abweichungen der Kompaßnadel verdoppeln
sich jeweils, wenn man den Kompaß in die nächste
Vertiefung einführt. In konkreten Zahlen ausgedrückt
sieht das wie folgt aus:
1.
Loch 5 Grad Abweichung
2.
Loch 10 Grad Abweichung
3.
Loch 20 Grad Abweichung
4.
Loch 40 Grad Abweichung
5.
Loch 80 Grad Abweichung
zum
normalerweise dort herrschenden Kompaßwert.
Ein
wirklich phantastischer Sachverhalt. Doch es kommt noch besser
!
Ein
anderer Leser aus meiner Gruppe kam auf die Idee, den "verrückten"
Block entlang der Kante vor den Einschüben mit dem Kompaß
abzumessen. Die hierbei abgelesenen Werte trugen wir dann auf
Millimeterpapier ab, und die Überraschung war perfekt!
Denn was sich da auf dem Papier abzeichnete, sah einer Exponentialfunktion
nicht unähnlich, deren Kurvenanstieg in bestimmten Bereichen
von einem kurzzeitigen Abfallen des Funktionsverlaufes unterbrochen
war. Eine Messung mit dem Magnetometer unterstrich zusätzlich
die mit dem Kompaß gewonnenen Daten und Erkenntnisse.
Was
dort, an diesem geheimnisträchtigen Ort, vor undenklichen
Zeiten geschah, darüber können wir derzeit nur spekulieren.
Eines jedoch kann ich - zumindest für mein persönliches
Verständnis der Dinge - ausschließen: Jene
Szenarien, die uns die Archäologen immer noch glauben machen
wollen.
Unsere
Vergangenheit war weit phantastischer!
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Literatur:
Hausdorf,
Hartwig "Experiment: Erde"
Knaur-TB, erschienen 2001
Hausdorf, Hartwig "Begegnungen mit dem Unfaßbaren"
Knaur-TB, erschienen 2002
|
Aus
"UFO-Nachrichten" Nr. 367 (Sep./Okt. 2003)